Wintersemester 2019/2020

Die hier eingestellten Arbeiten, meist die ihre Lehre aufgreifende Bitten an die Lehrenden, die Perspektive zu wechseln, sind maßgeblich Dank folgender Vorlesungen entstanden:

Philosophische Konzepte des Hellenismus und der Spätantike (Doktor Dirk Cürsgen)

Von wegen, dass Visionen, die Groupies nach grausamem Tod eines bibelschlauen Guru hatten, die Offenbarung dessen war, was den Propheten der eine Sinn allen Seins (JHWH) und davon ausgehende Bestimmung, so Verhaltenslehre galt. Denn wie der Juden  geltende eine und einzige Sinn allen Seins, wie die davon ausgehende Bestimmung, das von den Propheten Vermittelte Wort auf die Beine früher Naturwissenschaft gestellt war, wurde in der Vorlesung hervorragend vor Augen geführt .

Ohne auf den den jüdischen, wie christlichen Glauben einzugehen, stellte der Philosoph die meist platonischen Konzepte vor. Die wie die Propheten der Hebräer als vorausschauenden Philosophen von einem  metaphysisch in Natur bedachten Sinn allen Seins ausgehende Lebens-, Rechts- und Staatskonzepte entwickelten. Und bei denen dann zur Zeitenwende die Ethik, damit ein Leben im Sinn der Natur (Zeus) im Vordergrund stand. Spätestestens, als Dr. Cürsgen auf Philo von Alexandrien zu sprechen kam, stellte er ohne dies so zu sehen, den historischen Jesus vor: Denn hier war der in den philosophischen Konzepten bedachte Sinn allen Seienden, damit Zeus im Sinn Moses, die philosophische Weisheit als prophetisches Wort verstanden, ein universaler Bund bedacht, damit Josua, lat. Jesus lebendig.

Wer sich die philosophischen Lehren der "Echtzeit" Jesus und ihre Entwicklung betrachtet, dann weiter einen Wanderprediger an den Anfang stellt, für den war alle geschichtliche Forschung vergebens. Und wo die "negative Theologie" der Philosophen, so auch die Verneinung aller menschlichen Gottesvorstelllung von Philo vorgestellt wurden, weil alte menschliche Gottheiten nicht dem in den Kulturen in egal welchen Namen zu liebenden Sinn allen Seiendenden entsprach. Da hätte man damit nicht nur Buchstabenfanatikern derzeitigen Aber"glaubes, auch heutiger Gotteslehre, die von einem naturwissenschaftlich Totgesagten ausgeht, den Teufel austreiben können, statt nach dem Exorzismus eines handauflegenden Heilspredigers zu fragen.

Besser noch als die zeitgleiche Vorlesung über Kulturkonzepte im alten Orient, damit den Hochkulturen, bei denen die Hebräer lernten und die noch auf mythische in kosmischer Realität begründete waren, wurde so in der Geistesgeschichte des Hellenismus klar. Die Vorstellung, dass hier ein häretischer Guru die Erüllung des Alten gewesen sein soll, ist absurd. Aber wie nach dem Wandel vom Mythos zum Logos die Naturlehre sagte was Sinn und so menschliches Recht, rechte Lebensweise ist und ist, als gemeinsamer Grund in Religion  zu verehren sei, aber die Weisheit in alten Bildern, Wesentlichkeiten bestimmend werden musste, ist logisch.

Allein die aufgrund der Schriftlehre seiner Kollegen gestellte Frage des Philosophe Cürsgen "glauben Sie wirklich, dass es nur eine Wahrheit" (keine Trennung von Wissen und Glaubenslehre) gibt, hat die umfassende Arbeit über "Die eine Wahrheit der Religionen" und ihrer Schriften hervorgerrufen.

Umfeld des Neuen Tesamentes (Professor Manfred Konradt)

Der Neutestamentler Professor Konradt machte bereits in der Darstellung der verheerenden geschichtlichen Situation der sich kulturell von den Römern abgrenzenden, über dies erhebenden Jerusalemer Juden, ihrer Vertreibung, wie der Vernichtung des Tempels und auch Bürgerkriegen innerhalb des Judentums deutlich: Hier wäre der aufgeklärte Verstand, das Heil hellenistischer Juden "Jesus" heilsamer gewesen, als das hier entstandene Phariäsertum. Das sich nach Verlust des Tempels in den Buchstaben der Tora seine Identität begründete.

Allein die Story von einem schriftgelehrten Handwerksburschen, dem in Mitten dieser Schilderungen wegen häretischer Reden auch über den Tempel der große Prozess gemacht worden sei, ist unhaltbar.

Was noch mehr deutlich wurde, als Herr Konradt die stoischen Konzepte vorstellte, die eine neue Lebenseinstellung suchten, die eigene Vernunft an der Weisheit ausrichten wollte, wie auch hellenistischen Juden (dort als Christus) galt. Die so dafür das kulturelle Konzept als Lösung hatten.

Und wenn dann in einem philosophischen Zeus-Hymnus, der ebensogut von einem hellenistisch-christologischen Juden verfasst sein könnte, der in den Kulturen in vielen Namen zu verehrende Sinn aller Natur/Welt gelobt wird, wie wir es vom christlichen Gott kennen. Dann machte der Neutestamentler mehr als klar, wie die Naturlehre, aber kein Wanderprediger die christlichen Offenbarung dessen war, der von aller Welt in verschiedener Weise zu lieben war, ist und sein wird, um im Sinn der Natur zu leben.

Apostelgeschichte (Professor Peter Busch)

Wer die biblischen Texte ernst nimmt, nicht einfach als Märchen, Aufwärmen alter Mythen abtut, auf die auch die Konkordanz verweist, sondern nach dem geschichtlichen Hintergrund fragt. Der kann bei dem, der heute als historischer Jesus übrig geblieben ist, weder die im Stil eines Kaiserevangeliums erzählte Heilsgeschichte des Lukas genannten Hellenisten, noch seine Missionsgeschichte erklären. Da waren nicht die Freunde eines heilspredigernden Jungzimmermanns, die sich dann über die Frage der Beschneidung von Denkern stritten. Die den philosophisch bedachten Sinn aller Natur nicht mehr nur im Namen Zeus, sondern JHWH verstanden und sich so über die Frage stritten, ob die Beschneidung notwendig sei. Synagogen, in denen die gemeinsame Weisheit dann von christusgläubigen hellenistischen Juden, wie nun auch Griechen im jüdischen Konzept gefeiert wurde, waren keine Irrenanstalten. Wer in alle Welt zog, die Menschen rund am das Mittelmeer bekehrte, waren nicht die Anhänger eines hingerichteten Handwerksburschen, sondern Apostel: wanderphilosophische Weisheitslehrer der verschiedenen Schulen. Die die Weisheitslehre nicht nur im Namen Zeus, sondern auch JHWH verkündeten, so Jünger Josua, lat. Jesus waren. Und so ist auch Paulus kein kirchlicher Face, sondern ein Fakt. Denn der Wandel im Phärisäertum, der hinter der so in Weisheit begründeten Theologie in Form von Briefen steht (egal wo die anfänglich verfasst wurde), lässt sich logisch begründen, geschichtlich beobachten.. 

Auch in der Vorlesung von Professor Busch wurde durch die Forschung über die Entstehung der Apostelgeschichte als Doppelwerk eines Hellenisten deutlich, wie die heutige Hypothese völlig unhaltbar ist. Allein die Bedeutung die in Naturlehre begründeten Wesentlichkeit nicht in menschlicher Erscheinung vermittelnden und Moses mangelndem aufgeklären Verstand ablehnenden Markionisten machte klar, wie bei der Forschung nach dem Grund des chrisltichen Glaubens die Perspektive zu wechseln ist, Was sich auch im Wandel des Missionprotagonisten, des Zeus vertretenden Barnabas, zu Paulus deutlich wurde.

Aber die Mission rund um das Mittelmeer in der Überredung eines Fischers mit Namen Petrus begründen zu wollen, der in den Augen der Studenten seinen Freund zu etwas gemacht hatte, was der nicht war und wollte. Der zuammen mit einem sich nach Geistesblitz jetzt Paulus nennenden Sektenpolizisten der Pharisäer die Menschen, die wie in Vorlesungen dirkt vorher vorgestellt wurde, hochphilosophisch über den Sinn ihres Seins und damit in Naturlehre begründete Weisheitsmodelle diskutierten. Wie es bei heutiger Hypothese auch Herrn Busch vertreten musste. Das ist eh ein Witz.