Ökologie/Evolution als schöpferische Wirklichkeit/Bestimmung - Wort:

Jesus Christus

Ein einfacher junger Mann, wie der historische Jesus heute gelehrt und allgemein angenommen wird, kommt weder in den biblischen oder anderen frühchristlichen Geschichten, noch im Zeitgeschehen vor. Auch kann der Grund des weltgültig gewordenen neujüdischen Kultes kein junger Guru mit zufälligem Namen Jesus gewesem sein, der von seinen Anhängern, einem angeblichen Sektenverfolger mit Namen Paulus oder der Kirche zum Christus gemacht, so als Heilswirklichkeit gesehen wurde.

Der neue prophetische Bund, wie die diesen in kulturgerechten Geschichten beschreibenden Texte des Neuen Tesamtentenes gingen aus einem Aufkärungsprozess hervor, wie er im hellenistischen Judentum der Zeitenwende beschrieben wird. Dort wurde in Vernunftlehren (Logos) früher Wissenschaft vom natürlichen Werden (Evolution) und Weltgefüge (Ökologie) die schöpferische Wirklichkeit verstanden, die Juden als Wort im Sinne eines unsagbaren Grundes/Sinnes Bestimmung war. Die so in Natur begründete menschliche Weisheit war für Juden der wahre König "Gesalbte": Christus. Dies wurde als die erhoffte Heilswirklichkeit "Josua", lat. Jesus verstanden. Und so ist klar, wer der historische Jesus Christus war.

Alle Hypothesen, die bei einem besonders bibelschlauen oder sonst gearteten Handwerksburschen heute unterstellen müssen, dass einem harmlosen jungen Mann ein Heiligenschein aufgesetzt wurde oder völlig unabhängig davon das Christentum entstand, lassen sich historisch-wissenschaftlich nicht weiter aufrecht erhalten. Weder in den von einem Heilswesen handelnden Texten, der christologisch-theologischen Lehre, noch der Realgeschichte kommt der heute auf ein Zwergenmaß reduzierte junge Mann mit Namen Jesus vor.

Nicht allein, weil es sich auch völlig ausschließt, der eindeutig vom Logos (Natur-/Vernunft-/Sinnlehre) ausgehenden anfänglichen Kirche oder gar der jahrhundertelangen christologischen Logos-Diskussion zu unterstellen, einen Handwerksburschen in den philosophischen Himmel gehoben zu haben. Dann jedoch bei den sich in den Augen der Kirchenväter zu Unrecht auf Erkenntnis berufenden chriistlichen Lehren oder mit der Kirche konkurriendenen, sich ebenso auf Jesus berufenden Christentümern wie dem Manichäismus eine philosophische Vernunft-Begründug zu beschreiben.

Das heutige Wissen über die vorangegangen und konkurrierenden Kultformen, das hellenistisch-mittelplatonische Judentum, die Bedeutungsinhalte der dort entstandenen bilblischen Jesus- bzw. Theologie-Geschichten, wie die der vielfältigen anfänglichen Bewegungen, der kirchlichen Logos- damit Weltvernunftslehren sowie mit dieser konkurrienden Christentümer zwingen zu einer aufgeklärten Betrachtung. Und auch der Beginn des gewaltigen Kulturwandels, das Ende vom Opfer an bisherige Verkörperungen der Vegetation sowie weitere kreative Wesentlichkeiten, wie sie zur Aufrechterhlalung des Staaten in vielzähligen Gottesgestalten, in Mithras oder Isis-Mysterien verehrte wurden, vereist auf eine Verbreiterung des prophetisch-bildlosen Kultes. Wodurch der Abschied vom Gottkaisertum und Orakelglaube zur einer sozialen, gemeinsinnigen Lebensform im frühen Christentum gegeben war. Im Licht heute gegebenen umfassenden Wissen auch über die alten Kultformen lässt sich dies nicht im Aufwärmen alter Mythen oder Hirngespinsten erklären, die einem jungen Guru aufgesetzt oder frei erfunden wurden, sondern dem, was vom hellenistischen Judentum heute beschrieben wird.

So ist es Insbesondere das Wissen über das hellenistische Diaspora-Judentum der Zeitenwende, das im neuen, weltgültigen Bund den frühwissenschaftlich erklärten Kosmos als Wort und neuen Tempel (Vergegenwärtigung/Offenbarung schöpferischer Bestimmung) verstand und aus dem daher nicht nur die Texte des neuen Testamententes hervorgingen, das zu einer neuen Sicht zwingt. Nachdem im hellenistischen Judentum zur sog. Zeit Jesus in früher Welt-/Naturlehre (Logos als Wort), damit dort, wo wir heute von Ökologie oder Evolution sprechen, die Heilswirklichkeit Josua (lat. Jesus) definiert wurde, macht dies endgültig klar, wer und was historisch "Christus" war. So lässt sich verstehen, wie dieser aufgeklärte, nun auch für Griechen geltende Verstand schöpferischer Wirklichkeit/Bestimmung (damit die Heilswirklichkeit "Jesus") als der jüdische König, Kyrios, wahre eine Gottessohn (Mittler kosmischer/ökologischer Gerechtigkeit) und messianisch erhofften Menschensohn (kollektiver Verstand) im Stamme Davids gesehen, kultureller Friede und Leben in Vernunft als das gelobte Land erhofft wurde. Auch wie die Auseinandersetzung dieses aufgeklärten jüdischen Verstandes mit traditioneller jüdischer, wie römischer Autoritäte, seine Verurteilung oder die biblisch bebilderten Missverständnisse der eigenen Jünger auf dem Weg nach Jeruasalem war, lässt sich aufgeklärt erklären. Ebenso ist das, was sonst noch hinsichtlich der Jesusgeschichten von Geburt bis Auferstehung heute gelehrt wird, als kulturgerechte Beschreibung des im hellenisischen Judentum der Zeitenwende gegebenen Heils, damit der historischen Wirklichkeit "Jesus" zu verstehen.

Heute wird gelehrt, wie die biblischen Geschichten von einem Heilswesen, nicht von einem Handwerksgesellen handeln und wie es in der Antike völlig selbstversändlich war, dass philosophische, Sachverhalte in Geschichten mit bekannten menschlichen Gestalten (kulturellen Vorbildern) vermittelt wurden. Die Neutestamentler können für ihren jungen Mann nicht ein einziges Argument mehr vorbringen. Vielmehr lässt sich nachvollzienen, wie nur durch die kulturgerechte Ausdrucksweise im Erbe der so erst erfüllten Vorbilder die Heilswirklichkeit, der Kulturwandel war. Wodurch auch die bis zur Aufkärung die Kultur tragende Ausdrucksweise, wie wir sie kennen, kein doketistisches Scheinwesen, sondern höchst kreative war und bleibt.

Daher ist es endgültiger Fakt:

Dort, wo wir heute von Evolution oder Ökologie sprechen und gegenseitig meist vergeblich ökologisch-menschliche Weisheit, Weltvernunft oder evolutionären Humanismus, natürlich-ganzheitliche, nachhaltige Lebensweise und Gemeinsinn statt egoistische Gier (auch der Nationen) fordern, wurde die gemeinsame schöpferische Wirklichkeit/Bestimmung als Heil "Jesus" verstanden.

Aufklärung als Ende von Babylon, Auferstehung des gemeinsamen Kulturgrundes und Leben in ökologischer Vernunft und Gemeinsinn:

Die Aufgabe aufgeklärter Theologie ist es, diesen Heilsprozess fortzusetzen. Durch das aufgekärte Verständnis des historischen Jesus bzw. christlichen Glaubensgrundes kann die Voraussetzung geschaffen werden, die wissenschaftlichen Welterklärungen wie Ökologie- oder Evolutionslehre als Beschreibung der schöpferischen Wirklichkeit (Wort), damit hier die Offenbarung des aufgeklärt zu feiernden Grundes/Sinnes allen Seins zu erkennen. Wie er letztlich in den verschiedenen Begriffen allen Kulturen zugrunde liegt. Damit ist das, was heute meist vergeblich gegenseitig gefordert wird, als gemeinsame Kult(ur)bestimmung zu verstehen. Wonach sich mündige Menschen nicht nur für die Natur, den gesamten Lebensfluss, sondern damit auch für ihre schöpferische Verant-wort-ung begeistern. Was Voraussetzung für eine ökologisch-gerechte Lebensweise in globaler Verantwortung und kulturellen Friede jenseits des nationalen Buchstabenglaube oder fatal-fundamentalisischer Neoreligiösität ist.

Nach heute gegebenem Wissen ist es Fakt: Der Grund des christlichen Glaubens, besser Kultes, war kein Guru, der zu Gott gemacht wurde. Historisch war ein Heilsprozess, der neue Josua, lat. Jesus. Bei dem hellenistische Juden und Römer das, was wir heute als Ökologie oder Evolution bezeichnen, als die den Propheten geltende schöpferischer Wirklichkeit und menschliche Bestimmung (Wort/Weisheit) und so auch die hellenistischen Vegetations-Gottheiten aufgeklärt verstanden: Auferstehung. Was der jüdische König im Sinne Davids, logischerweise der eine wahre Gottessohn, den Kopf der Menschen beherrschende Weisheit als Kyrios, im kollektiven Verstand der Propheten der weltgülige Menschensohn, erwartete Messias war.

In den Beiträgen und Briefen, auch im Namen hellenisischer Juden und weiterer Zeitzeugen, wie sie sich nach heutigem Wissen vorstellen und am Anfang des christlichen Kultes standen, wende ich mich daher an Hochschullehrer. Diese werden gebeten, durch ein aufgeklärtes Verständnis des historische Jesus  die Voraussetzungen zu schaffen, damit die in Ökologie, wie in kultureller Evolution begründete, allseits meist vergeblich geforderte Weisheit/Weltvernunft wieder kulturbestimmend und gehalten wird, Wissen und Glaube, wie die Kulturen versöhnt werden.

Wonach der dem Buch nach von aufgeklärter Welt tot gesagte, meist Gott genannte Grund/Sinn aller Kreativität, der in verschiedenen Namen allen Kulturen zugrunde liegt, durch gegebene Aufklärung höchst lebendig ist: In einer christlichen Vernunftreligion, bei der alles mit rechten Dingen zugeht, rational begründet wird, werden auch wissenschaftlich redliche Naturalisten, die daraus abgeleitete menschliche Bestimmung aus natürlich-rationalem Grund feiern. Den in deren Erkenntnis offenbar sich nicht nur der Sinn allen Seins, sondern auch die Sinnhaftigkeit eines gemeinsamen Kultes in menschlicher Kulturpsychologie.

Der Sinn/Grund der Kreativität des Kosmos, der allen Kulturen zugrunde liegt, auch den Kulturmodelle (Religionen) des Ostens, stirbt nie. Im Wandel der Zeit, nach Verfall in menschlichen Bildern, Vorstellungen ist er aufgeklärt zu verstehen und gemeinsam in den altbekannten Begriffen zu feiern.

Wie ich dazu komme:

Als der Spiegel  vor vielen Jahren meinen Leserbrief veröffentliche, wonach ich die Aufkärung nicht wie der japanische Philosoph am Ende, sondern in Aufgabe sah, die Kulturen zu versöhnen, war nur eine Ahnung, dass es Aufgabe der verschiedenen Kultformen ist, die Menschen im Sinne der heute in Ökologie oder Evolution erklärten schöpferischen Wirklichkeit, damit in Weisheit leben zu lassen. Beim Seminarwochende der evangelischen Erwachsenbildung, der Diskussion zwischen dem dann noch oft gehörten Klaus Berger, dem Auferstehungsleugner Gerd Lüdemann und einem katholischen Hochschullehrer, war mir zwar klar, dass es nicht um einen im Kopf seiner Grupies aus dem Grab gehüpften Guru gegangen sein kann, da die Weltvernunft das Thema das Neuen Testamentes war. Doch den historischen Auferstehungsprozess, bei dem in Vernunft das Heil "Jesus" verstanden wurde, konnte ich nocht nicht erklären. So wenig ich nach dem Vortrag des katholischen Professor Sand, der im Saal meinen ersten, dann auch schriftlich formulierten "Hahnenschrei" auslöste, belegen konnte, warum der Gottessohn nicht nur ein alter Titel für einen jungen Mann, sondern der wahre eine war und wie so die in Natur begründete Weisheit im Kopf aufgeklärter Menschen und Wähler regieren könnte. Auch wenn ich teuer bezahlte Kreativitäts- und Unternehmenstrainer, die ihre Weisheiten und Erfolgsrezepte in Evolutionsprinzipien begründeten anschrieb, sie hätten dem lieben Gott aufs Maul geschaut, konnte ich noch nicht nachzeichnen, wie am christlichen Anfang die jungfräuliche Bezeugung des Wortes in Natur als schöpferwischer Autorität (damit die Geschichte Jesus) stand. Und als ich unter www.theologie-der-vernunft.de begann Argumente zu sammeln, dass der Grund des chrlstlichen Glaubens in Vernunft zu suchen ist, konnte ich die konkrete Heilsgeschichte "Jesus" im hellenistischen Judentum noch nicht nachzeichnen.

Der wochenlange Spitzenreiter auf der Spiegel-Bestsellerliste hatte mich vor 30 Jahren neugierig gemacht. Mit Glauben hatte ich so wenig am Hut, dass ich nach Weihnachten den erwähnten Bestseller, in Belletristik „Scarlett“, gegen das Sachbuch umtauschen musste. Von denen inzwischen weit über 1000 Exemplaren, von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, Weltformelsuche bis Weltreligionen, dicken Wälzern über die kulturellen Anfänge, Antike, Christologie und weiteren Lehrverlauf in Mittelalter und neuzeitlicher Suche neben aller Natur, auch Publikationen neuer archäologischer  Erkenntnisse, wie neuatheistischer Glaubengegner, diesen Überlegungen zugrunde liegen. Auch wenn ich heute die „Verschlusssache Jesus“ über angeblich geheim gehaltene Qumran-Funde nicht mehr lesen würde. Ich erkannt, dass  Fachautoritäten vieles, was ich kindlich/buchstäblich als selbstverständlich sah, bezweifelten. Als mir dann die Beschäftigung mit historischer Kritik klar machte, dass am Anfang kein junger Guru war, sondern alle bei Jesus Christus von Logos sprachen und davon auch die kirchliche Lehre ausging, dachte ich „Vernunft“, forschte neu-gierig Jahrzehnte in alter Literatur. Und währen den Theologen bereits in der Einführungsvorlesungen beigebracht wird, warum eine junger Mann, der alles nicht war, als göttliches Wesen ausgegeben wurde und der dann allen weiteren Vorlesungen, Auslegung, gar Ausgrabungen und später der eigenen  Lehre, wie dem Glauben zugrunde liegt, dann nicht aus dem Kopf zu bringen ist, war mir von Anfang an klar, dass es um mehr ging. Die unter www.theolgie-der-vernunft.de teilweise abgelegten unzähligen Bitten an Benedikt XVI. (jeweils vor Deutschlandbesuchen) und viele Theologen wie Klaus Berger, das historische-hoheitliche Wesen Jesus in Ökologie/Evolution bedenken zu lassen, waren vergebens. Ich musste selbst weiterarbeiten. Auch wenn der als Kirchengeschichtskenner platonische Papst und Anwalt „schöpferischer Vernunft“ dann vor dem Bundestag das Recht in Ökologielehre zu bedenken gab. Dabei auf jüdische Weisheit und die Stoa (philosophische Natur-/Soziallehre: Logos), so letztlich nicht nur auf das christliche Wesen, sondern auch auf Gott verwies. Der bisher dem Buch, inzwischen nur dem Bauch nach auch als Christus und Grund allen Rechtes galt.

In über 40 Berufsjahren ist mir auch klar geworden, wie ein bewusster gemeinsamer Sinn und eine diesem entsprechende (Unternehmens)Kultur mehr bringt, gesünder ist, als missbrauchte oder umgangene Bürokratie/Vorschriften. Wie es daher auch in menschlicher Gesellschaft notwendig wäre, den gemeinsamen Grund/Sinn zur Kultur zu machen. Wie der menschliche Kopf funktioniert, es gerade in der kollektiven Kommunikation rational ist, Bilder/Emotionen/Gesichter, die in Wirklichkeit die Entscheidungen, das Verhalten von Menschen bestimmen, einzusetzen, war mein tägliches Handwerk. Auch wie selbst Unternehmen, deren Zweck allein das Wohl der Menschen ist, Gemeinsinn allein nicht machen können, wenn der der Gesellschaft fehlt, habe ich gelernt. Und wie allein mit grünen oder roten Predigten und politischen Parolen oder dem bei Finanzkrisen selbst bei Bänkern laut gewordenen Ruf nach Gemeinsinn so wenig, wie mit der Predigt von ökologischer Verantwortung, die Probleme der Zeit zu bewältigen sind. So freie, wie planwirtschaftliche Systeme scheitern, wenn den Menschen die gemeinsame kulturelle Bestimmung fehlt, lässt sich heute beobachten.

Nicht nur El Gore hatte mir in „Wege zum Gleichgewicht“ die Weltprobleme vor Augen geführt und mich bestätigt, dass die Zukunft meiner Enkel jedoch nicht vom amerikanischen, sondern von einem aufgeklärten Glaubensverständnis abhängt. Das nicht weiter auf menschliche Messiasse baut, die wie dann Bush im Namen Gottes zum Krieg um Ölreserven aufrufen oder wie Obama scheitern, in Trump münden. Daher machte ich mich auf die weitere Suche, was bisher die Kulturen (auch des Ostens) trug und damit das wahre Wesen des Christuskultes (der jüdische König) war. Die meist holländische Radikalkritik, die den Logos als historischen Jesus nachwies, Teilhard de Chardin, der einen kosmischen Christus im natürlichen Lebensfluss sah oder eine abstrakte Prozess-Theologie, die weiter von einem jungen Mann spricht, waren zu wenig. Auch wenn ich keine Gottesbeweise brauchte, möglicherweise aufgrund aufgeklärten Konfirmaten-Unterrichtes nie Probleme damit hatte vom Herrn zu singen, allein aus Begeisterung für das natürlich Gegebene und dessen Sinn. Wie er mir in allen naturwissenschaftlichen Werken, gerade der neuen Atheisten immer wunderbarer beschrieben wurde. Und ich daher deren Polemik gegen buchstabengläubige Gottesbilder als Spaghettimonster begrüßte. Bringen sie in Ihrer Überzeichnung doch die Probleme auf den Punkt, die ich in der christlichen Lehre erkannte. Ich sah alle Versuche der zahlreich beobachteten, besuchten Organisationen „Glaube und Wissen“ in aufgeklärter Weise zu versöhnen als vergeblich, wenn nicht „von Grund“ an der natürlich-universale, in den Weltreligionen nur verschieden bezeichnete Grund des christlicher Kultur rational bedacht wird. Ich wertete wachsendes historisches Wissen in allen greifbaren alten und neuen Schriften aus, lernet bei Glaubensgegnern, in Internetforen (die nervenden Querdenker oft sperrten), bei der Korankritik, die die Lehre Mohammeds zwar im Logos begründet, aber noch einen jungen Mann Namens Jesus auch numismatisch umgemüntzt sieht, las alle deutschsprachig greifbaren Bücher über neue Forschungsergebnisse, theologische oder kritische Betrachtungen, besuchte unzählige kirchliche Bildungseinrichtung und jetzt Vorlesungen als Gast.

Auch wenn das an der Uni  noch kaum ein Thema ist. Den letzten Beweis brachte das heutige Wissen nicht allein über Philo von Alexandrien, sondern das gesamte hellenistische Judentum und die eindeutig ebenso in antiker Ökologie begründeten anfänglichen Christentümer, Reformbewegungen. Die sich nicht nur wegen dem gemeinsamen Jesus Christus, sondern ihrer in früher Ökologie (noch spekulativer Lehre vom Aufbau der Äonen und darin begründeter Theologie/Christologie), nicht weiter von der Kirche abtrennen lassen. Auch durch die Auseinandersetzung mit dem weiteren Geschichtsverlauf ist mir klar, lässt sich auf ganz natürlich-evolutionäre Weise nachvollziehen: Vom hellenistische-aufgeklärten Judentum der Zeitenwende ging im Namen Josua, lat. Jesus ein Aufklärungs-/Heilsprozess aus, der von menschlichen Gottesbildern/-gestalten, Mysterien wie jüdischer Nationalgesetzlichkeit befreite. Der das gelobte Land: Ein Leben in Vernunft und kulturellem Frieden bringen sollte, weil auf weltgültige Weise in früher Ökologie die von einem unsagbaren Sinn/Grund allen Seins ausgehende Bestimmung (Wort) verstanden wurde. Inzwischen ist auch zu erklären, wie dann der Evolutionsprozess in seinem weiteren kirchlichen Verlauf sein musste, trotz aller Wirren vernünftig war, um in volksverständlich-kulturgerechter Ausdrucksweise des Mittelalters, kirchlicher Vermittlung, dann in der Autorität der Schrift heilsam und kulturbestimmend zu sein, so zur Aufklärung zu führten. Und wie es dadurch die Auf-Gabe nicht nur theologischer Wissenschaft ist, dies in aufgeklärter Weise fortzusetzen. Weil die natürlich-kreative, damit schöpferische Wirklichkeit und gemeinsame Bestimmung (Wort) auf mündig-erwachsene Weise wieder in Evolution/Ökologie zu verstehen heute mehr als heilsam wäre..

Die Wissenschaft ist gefordert:

Um die Wissenschaft anzustoßen, die Geschiche Jesus aus geschichtlicher Perspektive zu betrachten, wird hier auch im Namen antiker Zeitzeugen argumentiert, wie sie sich durch heutiges Wissen vorstellen.

Hier unter Christologie/Auferstehung/Jesusgeschichten ist es ein hellenistischer Jude der u.a. heutige Vorlesungen aufgreift. Er begründet, warum die Zeit reif, das im Sinne Josua, lat. Jesus verstandene Heil gegeben ist. Um so die Ökologie, wie kulturelle Evolution wieder als schöpferische Wirklichkeit und Bestimmung/Wort zu verstehen. Was auch die im Namen der Natur/Vernunft als Christus in heißer Diskussion stehende, heute abgeschriebene Gottesfrage auf-klärt: auf vernünftige Weise, in natürlicher Wirklichkeit, den anfänglich geltenden unsagbaren gemeinsamen Sinn/Grund allen Seins (JHWH) erkennen lässt. Von dem alle Vernunft und Bestimmung auf ganz natürliche Weise ausgeht, ihn so christlich erkennen lässt.

Um dadurch die in schöpferischer Wirklichkeit begründete Weisheit als das historische christliche Wesen lebendig und bestimmend werden zu lassen, statt nur ökologische Vernunft oder Gemeinsinn in „leeren Worten“ (ohne eine schöpferische Bestimmung) nun auch in der Kirche zu predigen. So statt nur heiße Luft zu verbreiten, die für aufgeklärte Menschen keine tiefgreifende Kult(ur)bedeutung mehr hat, durch eine aufgeklärte Wahrnehmung der christlichen Wurzeln zu einer grenzüberschreitenden Wahrnehmung aller Natur als „schöpferischer Wirklichkeit“ zum aufgeklärten Kult und Friede zwischen den Glaubensgeschwister beizutragen. Die Voraussetzungen für eine Kult(ur)bestimmung in Ökologie/Evolution zu schaffen. So zu einer ökologisch verant-wort-lichen, nachhaltigen Lebensweise und kulturellem Friede zu führen.

Weil so eine schöpfungsgerechte Lebensweise nicht aufgrund von belastenden Vorschriften und Angst geschieht oder gar gestrigen Lehren, sondern aus gemeinsamer Begeisterung für den natürlichen Lebensfluss als ewiges Wort/Bestimmung und Liebe für dessen Sinn/Grund. Der nicht nur von Nitzsche als Tod erklärt wurde, im heutigen Aber“glaube“ nur noch Buchwert für Gestrige oder im Westen meist dem Bauch (in Amerika auch dem Prediger) nach maßgebend ist.

Aufklärung ruft nach Kulturwandel: ökölogische Weisheit als schöpferisches Wort:

Ähnlich wie in der Antike ruft auch die neuzeitliche Aufklärung nach einem Kulturwandel. Nach dem Wandel vom Mythos zum Logos waren auch in der Antike philosophische Lehren an die Stelle von kultischer Praktiken und Vorschriften getreten, ohne jedoch kulturell tiefgreigende Bedeutung zu haben. Während heute Philosophie kaum vorkommt, auch die Theologen nur in alten Lehren nachblättern, scheinbar den kreativen-schöpferischen Geist aufgegeben haben, zwar Moral predigen, sich aber nicht zuständig dafür sehen, dass Menschen in Weisheit leben, lässt sich in der Antike ein umfassender Denk-, damit Aufklärungsprozess beobachten. Egal, wie man zum Begriff der Achsenzeit steht, hier entstanden die heutigen Weltreligionen, wurden alte Vorstellungen in neuer Weise bedacht. Wo Philosophie gleichzeitig Theologie war, wurden unzählige neue Kulturmodelle, später auch in Namen Jesus Weltreligionen entwickelt, die die kosmologischen Kultmodelle des Ostens mit integrierten.

Griechischen und Römer probten Demokratie, begründeten das Recht und die rechte Lebensweise in Naturlehren, entwarfen so im Mittelplatonismus Sozialutopien wie die Stoa, die Beispiel heute notwendiger Verhaltensweisen sein könnten. Doch gleichzeitig setzten auch die Philosophen weiter auf Gottkaisertum, mussten Opfer- und bluttriefende Mysterienkulte zu ehren Mithras & Co. die Staatsform sicherstellen, wurden Orakel befragt, stand die Leberschau in Konkurrenz zum Logos (Natur-/Vernunftlehren).

Und ähnlich galt auf Seiten konserativer Juden Jersualems, die hellenistische Einflüsse abwehren, ähnlich wie heute nicht nur bei künftigen Deutschen, die sich auf den Koran berufen, sondern auch bei christlichen Buchstabenfanatikern vor denen die Kirche warnt, das alte Glaubensgesetz, die Weisung der Thora. Nicht allein aus den Sabbat-Beispielen der biblischen Geschichten wissen wir, wie diese taube gewordene Gesetzlichkeit zum Selbstzweck geworden war. "Ich aber sage Euch" war dann die Stimme der Vernunftlehre (Logos), die das traditionelle Gesetz übertraf, auf zeitgemäße Beine stellte.

Ähnlich wie heute, wo nicht nur die Säkularisierung die biblische Lehre als Lebensmaß aufhob, sondern auch die Päpste Recht und rechte Lebensweise, ebenso wie protesantische Pfarrer in gegenwärtiger ökologischer Vernunft (zeitgemäßem Logos) begründen, konnten für hellenistische Juden, in deren Bildung die gesamten philosophischen Lehren bedacht wurden, die Thora keine Maßgabe mehr sein. Wer sich das hellenistische Judentum der Diaspora vor Augen führt, dem im Mittelplatonismus die Stoa maßgebend war, der weiß, wie sich die über die Thora ("den Alten wurde gesagt") hinausgehenden Aussagen Jesus, die Gebote der Feindes- und Nächstenlieb oder die sozial-gemeinsinnige Verhaltensweisen früher Christen begründeten.

Das Christentum war in evolutionärer Entwicklung die Antwort auf den Wandel vom Mythos zum Logos. Das allgegorische Verständnis der prophetischen Tradition, die von hellenisischen Juden als frühe Philosophie gesehen wurde, ermöglichte es nicht nur, das Judentum auf die Beine zeitgemäßer Vernunft zu stellen und weltgültig zu begründen. Wie die griechischen Philosophen das Wesen der alten Gottheiten sowie die kulturellen Praktiken in Vernunft bedachten, so in Zeus als Vater aller Gottheiten zur Verehrung der Vegetation einen philosophischen Monotheismus entwarfen, lässt sich das auch im hellenistischen Judentum, beispielsweise im Namen Philo von Alexandrien beobachten. Wo die ägyptischen Kultformen wie Isis in aufgeklärter Weise bedacht wurden. So ist davon auszugehen, dass vor der kulturellen Synthese von Judentum und Griechentum, wie heute das Christentum beschrieben wird, der aufgeklärte Verstand der alten Gottheiten (Aufersehung im Heil "Jesus" als neuer Christus) stand. Wonach dann die Vernunftlehre (Logos) damit auch die in der Stoa idealistische beschriebene Lebensweise, zum Kult und später zum Gottkaiser ablösenden neuem Staatskult wurde.

Wie dies alles nichts mit den Halluzinationen zu tun hat, die Anhänger eines bibelschlauen Wanderpredigers mit Namen Jesus hatten, muss nicht ständig betont werden. Doch solange die Theologielehre diesen wie einen wissenschaftliche Fakt voranstellt, muss der kulturelle Wandel, nach dem die naturwissenschaftliche Aufklärung ruft, noch warten. Denn wie soll heute dort, wo sich man sich mit Äonen- als Sohnsmodellen, damit in früher Ökologie/Evolution, begründete, eine kulturübergreifende gemeinsame schöpferische Bestimmung verstanden werden, die sich aus Begeisterung für das in aller Natur und Kultur gegebene ergibt, wenn den Studenten ein junger Guru vermittelt wird, der zu etwas gemacht wurde, was er nicht war und wollte?