Christliche Auferstehung:

Totale Ökologie in Gemeinsinn

Denn aufgeklärte Christen wissen, dass es beim biblisch-hoheitlichen und damit auch historischen Jesus nicht um einen jungen Mann und seine Sekte ging. Wie vielmehr die Heilswirklichkeit eines neuen Josua, lat. Jesus dort gesehen wurde, wo Juden gemeinsam mit Griechen das schöpferische Wort, ihre Bestimmung in dem verstanden, was heute als Evolution oder Ökologie nur etwas empirischer beschrieben wird. Und wie im Bauen der Brücke zu den bildhaft verstandenen Traditionsschriften so ein weltgültiger Bund war.

Sie berufen sich daher nicht weiter im Aberglauben auf Buchstaben alter National-Gesetze, einen angeblichen Gut- oder Gottmenschen, damit ein Glaubensgespinst. Sie begründen ihre Bestimmung im natürlichen Geschehen. Und sie halten begeistert für das natürlich beschriebene Werden und den so offenbaren Sinn/Grund allen Seins (bei Juden JHWH) in kulturübergreifender Verant-wort-ung globale Vernunft.

Auch wenn das Paradies geschlossen hat, die totale Vernunft, bei der der Mensch voll und ganz seiner schöpferischen Natur gerecht wird, eine ewige Vision bleiben wird. Es macht einen „gewaltigen Unterschied“, ob die Wissenschaft gegen besseres Wissen weiter einen egal wie gestrickten Wanderprediger lehrt, dabei nur im eigenen Buch blättert. Oder ob sie die wissenschaftlichen Grundlagen schafft, damit mündige Menschen ihre im Kult als ewiges Wort geltende Bestimmung im ewigen Heilsprozess „Jesus“  wieder dort wahrnehmen, wo von Ökologie oder Evolution gesprochen wird. Damit auch der Weg geöffnet wird, den gemeinsamen Grund nicht nur der monotheistischen Religionen in aufgeklärter Weise zu verstehen, Friede zwischen den Kulturen zu schaffen.

Hier wird verdeutlich...

-Wie die Hypothese eines historischen Heilspredigers oder eines Glaubensgespinstes aus Buchstaben endgültig um ist.

-Wie es vielmehr Chance und Aufgabe der Religionen und insbesondere der christlichen Lehre ist, nicht nur Vernunft zu predigen, sondern die Menschen für eine der Genesis entsprechende Lebensweise zu begeistern. Um in mündiger schöpferischer und damit ökologischer Verant-wort-ung auf kreativ-nachhaltige Weise Zukunft zu gestalten.

-Wie die „Totale Religion“ vor der Jan Assmann heute zu Recht warnt, weil dort Recht und sich buchstäblich/nationalgesetzlich begründende Religion im monotheistischen Gottesstaat eins sind, keine Gefahr bleiben muss. Weil die Religionen weder menschliche Bestimmung oder Recht vorgeben, noch sich dieses dann in jeweiligen Glaubensgesetzen begründet. Sondern wie er selbst bei der ägyptischen Maat als eine Mutter des Monotheismus zeigt, es Aufgabe der Religionen ist, das in natürlicher Genesis begründete Recht in menschliche Kultur zu verwandeln. Und da auch Benedikt XVI. in seiner letzten großen Rede vor dem Bundestag das Recht und damit das Wesen christlicher Religion in Ökologielehre zu bedenken gab, ist Zeit dieses zu verstehen. Um damit ihn, wie die Bibel- und Naturwissenschaftler gemeinsam beim „Wort“ zu nehmen.

-Wie es daher ein Verbrechen an der Menschheit ist, das weit über die Glaubenskritik des neuen Atheismus hinausgeht, wenn es versäumt wird, dafür die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen. Weil es im selbst überholten buchstäblichen Verständnis weiter als einzig wissenschaftlich zu gelten hat, dass am Anfang nur ein junger Galiläer stand, der als wahrer Gott in Person gesehen oder so hingestellt worden wäre. Gleichwohl der weder in der Geschichte oder in den von einem hoheitlich-schöpferischen Wesen schreibenden biblischen Geschichten vorkommt.

Weil in dieser Beliebigkeit und Bedeutungslosigkeit nicht nur einem fatalen, gefahrvollen falschen Fundamentalismus der Boden bereitet wird. Vielmehr versäumt es so wird, die Menschen für den aufgeklärt zu erkennenden Grund und Sinn allen Seins zu begeistern, sie in kulturellem Friede zur globalen Verantwortung in ökologisch-menschlicher Weisheit zu bewegen.

Ein hellenistischer Juden, wie er sich nach heutigem Wissens vorstellt, damit ein Denken vertritt, in dem der weltgültige jüdische Bund bewirkt wurde, die biblischen Texte entstanden, wendet sich hier an Hochschullehrer.


1. Einleitung

1.11.1. Aufgabe wissenschaftlicher Aufklärung

Eigentlich ist es ganz einfach. Die Menschen von Morgen werden sich mit Blick auf dem Fenster, die Natur, für den naturwissenschaftlich erklärten Lebensfluss begeistern und so wissen, wie sie alle aus Sternenstaub nach einheitlichen Prinzipien entstanden, am gleichen Faden hängen so einen einheitlichen Grund/Sinn haben. Aufgeklärte Buddhisten werden weiter meditieren, Moslems in Berufung auf Mohammed zu Allah beten und Christen den offenbaren Grund allen Seins feiern, Jesus danken und singen. Und zwar weil sie wissen, dass sie so auf jeweils kulturgerechte Weise gemeinsam das natürliche Werden und kreative Ganze verehren, um sich in verantwortlicher Weise, in Liebe für den Sinn/Grund aller Genesis, wie des Nächsten/der Mitwelt und des Selbst, in ökologischer Verantwortung und Gemeinsinn zu verhalten. Sie werden so gemeinsam auf kreative Weise Zukunft gestalten, die der Genesis gerecht wird.

Doch auf dem Weg zu einem Wandel der kulturellen Vorstellungen, wie er in evolutionärer Entwicklung unumgänglich ist, sich aufgrund der kulturgeschichtlichen Fakten ergibt und ansteht, sind viele Vorurteil, dicke Steine alter Glaubensvorstellungen auf allen Seiten aus dem Weg zu räumen. Auch wenn dies nicht einfach ist, wie auch der aufgeklärte Blick in das Alte, wie Neue Testament zeigt, lässt sich die kulturelle, als Folge der naturwissenschaftlichen Aufklärung nicht aufhalten. Doch hierzu ist die Wissenschaft aufgefordert. Sie muss in kulturhistorischer Aufklärung über die wahren Wurzeln der christlichen Religion die Voraussetzungen schaffen, nicht nur diese in aufgeklärter Weise zu verstehen.

Ausgehend von der in seiner Zeit gegebenen Heilswirklichkeit „Jesus“, bei der die Weltbilder des Hellenismus und der Hebräer, Mysterienkult und philosophische Wissenschaft versöhnt, so JHWH, wie die davon ausgehende Bestimmung (Wort) in Vernunft verstanden wurden, bittet daher ein hellenistischer Jude die Anfänge aufgeklärt zu bedenken. Um den christlichen Glauben wieder auf die Beine der Natur/Vernunft zu stellen. So dass er mündige Menschen im aufgeklärten Verständnis bewegt, sich an die heute wissenschaftlich begründete, weltgültige Sinnhaftigkeit/Vernunft zu halten, die allseits und nun auch von den Päpsten als „Ökologie des Menschen“ gepredigt wird. Er macht deutlich, wie durch ein bildhaft aufgeklärtes Verständnis, wie es seiner Zeit gegeben war, heute wieder die Glaube und Wissen, wie die Glaubenslehren versöhnende, von Aberglauben befreiende Heilswirklichkeit „Jesus“ aufgeklärt weitergeführt werden könnte.

Auch wird deutlich, wie inzwischen die theologiegeschichtliche Wissenschaft selbst die Voraussetzungen geschaffen hat, damit der den Glaube an den biblischen Gott verdrängende, reduktionistische Naturalismus wieder zur Erkenntnis für das werden kann, was im antik aufgeklärten Verstand (Auferstehung) JHWH sowie die davon ausgehende Bestimmung (Wort im Sinne der Propheten) war. Was damals Erlösung von Kaisergottheiten, Mysterienkult sowie taub gewordener Gesetzlichkeit war, könnte ähnlich auch heute Aberglaube in mündige ökologische Verantwortung für die gemeinsinnige Gestaltung von Zukunft (ewigem Leben) verwandeln.

Denn im aufgeklärten Verständnis der christlichen Anfänge wäre eine sich in Ökologie und auch kultureller Evolution begründende Vernunft/Weisheit kulturbestimmend, wie sie auch bisher als Wort Gottes, in der christlichen Geschichte in Person Jesus (so heilswirkliche kulturgerechte Ausdruckweise) zugrunde lag.

Wenn wir wissen wollen, wie Gott in der Geschichte wirkt, müssen wir schauen, wie er in der Natur wirkt“,

schrieb Maimodes im 12. Jahrhundert. Doch so hat der große jüdische Arzt und Philosoph nicht nur deutlich gemacht, wie sich Religionen nach den gleichen Prinzipien entwickeln, nach denen wir heute den evolutionären Wandel und das natürliche Wachstum, alles Werden im zeitgemäßen Logos (wissenschaftlichen Lehren) beschreiben. Und wie so auch die großen Sprünge zu erklären sind, die als Offenbarungen bebildert wurden. Denn wo wie bei Maimodes der Blick in die Natur, den heute in Evolution sinnhaft beschriebenen natürlichen Lebensfluss als die schöpferische Wirklichkeit, für hellenistische Juden der Zeitenwende dann der sich so offenbarende Unsagbare, Eine, Sinn/Grund allen Seins: JHWH vorausgesetzt wird. Da ist auch das Wesen-tliche über die christliche Offenbarung in der Christen gegebenen Heilswirklichkeit „Jesus“ gesagt.

2.     1.2. Natur war der Anfang auch von christlicher Kultur „Jesus“

Was die Hochschulen den Halluzinationen nach dem Tod eines angeblichen Handwerksburschen in die Schuhe schieben wollen, der als historischer Grund des christlichen Heils gelehrt wird, verbaut den Blick auf das Heilsgeschehen, das historisch war. Und was auch Maimodes bei seiner Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung von Religionen im Blick auf die grundlegende „natürliche“ Wirklichkeit JHWH voraussetzte. Was so auch heute das notwendige Heil, wissenschaftliche Voraussetzung zur Befreiung von Aberglauben sowie Gewalt im Namen des Glaubens wäre. Und was Begeisterung für einen gemeinsamen Sinn/Grund allen Seins „JHWH“ und davon ausgehende Bestimmung, damit eine mündige verant-wort-liche, damit ökologisch-humanistisch-soziale Lebensweise bringen könnte.

3.     1.3. Kulturelle Evolution geht weiter

Der Rückgriff der Reformation auf die antiken Texte, die zum Dogma wurden, lässt sich im Rahmen evolutionärer Entwicklung, im Verfall der kirchlichen Lehre, dem Missbrauch der scholastischen Philosophie durch römische Autorität begründen. Die damit nicht nur ihre Ablasslehren zur Kapitalbeschaffung für Kirchenbauten rechtfertigen.

Doch wenn dann nach der so gegebenen Aufklärung zwar der Sinn/Grund des Seins auf zeitgemäße Weise bedacht wird. Und die davon ausgehende ökologische Vernunft (für hellenistische Juden Wort) natürlich vorausgesetzt, aber nicht mit der traditionellen Lehre, dem Grund unserer Kult(ur) zusammengebracht, sondern weiter nur im Buch gelesen wird, das selbst die Leser nicht mehr ernst nehmen. Wenn der von allen alten Kulturen vorausgesetzte Blick auf die natürliche schöpferische Wirklichkeit in Bezug  auf die kulturellen Vorbilder, damit auch die biblischen Lehren in zeitgemäßer Begründung/Erfüllung nicht vorkommt. Da braucht sich niemand über den angeblichen Gottestod und den reduktionistischen Naturalismus, dessen Gesetzte dann auch in der Kirche vergeblich gepredigt werden, zu wundern.

4.     1.4. Nur in Aufklärung sind die Kulturproblem zu lösen

Die Bedeutungslosigkeit eines gemeinsamen Kultes (Verehrung des offenbaren Sinnes und davon ausgehender Vernunftbestimmung) und die weltweite Bedrohung durch vielfältige Formen von fatal-fundamentalistischem Aberglauben, wie die davon ausgehende Gewalt, sind so vorprogrammiert. Ebenso wie eine Lebensweise, bei jeder nach ökologischer Vernunft, Sinnhaftigkeit und sozialem Leben ruft, jedoch weiter egoistischer Gier und Kurzsicht, statt Gem-ein-sinn folgt.

 Sinnerklärungen oder religiöse Sinnbilder der Welt und deren für eine menschlich-schöpfungsgerechte Kultur notwendige Verehrung in Kult(ur), entwickeln sich in natürlicher evolutionärer Entwicklung. Dahinter standen und stehen keine Träume Einzelner oder Engel genannte weiße Vögel, sondern eine umfassende Auseinandersetzung mit anderen Kulturen: Diskussionen traditioneller Kultmodelle und kreative Synthesen in einem neuen Denken. Das sich in Veränderung der allgemeinen Vorstellungen, des sich wandelnden, meist wachsenden oder wie im Mittelalter auch wieder schwindenden  Wissens ergab.

5.     1.5. Religionen folgten der Geburt von Vernunft und Freiheit  

Wer heute weiß, wie nach der Geburt der Vernunft und dem Beginn der ersten Demokratien die Menschen begannen, nicht nur ihre Beziehung zum Göttlichen neu zu überdenken. Sondern wie weltweit Kultformen entstanden, die die Kaiser, wie dann in Demokratie auch das Volk befähigen sollten, in kreativer/schöpferischer Herrschaft im Gemeinsinn zu leben. Wie auch eine globale Verbundenheit entstand, die weit über den Austausch von Waren hinausging. Wie die Menschheit in einer globalen Welt auf beginnende demokratische Freiheit, wie Vernetztheit reagierten. Und wie in einem weltweiten Austausch der Kulturen im Osten Hinduismus und Buddhismus Staatskult wurden, während sich im Westen die Kirche oder im Orient „christliche“ Denkweisen wie der Manichäismus entwickelten. Damit in gleicher Erkenntnis und Begründung wie die Kirche ein Weltchristentum entstand, das im zeitgemäßen philosophischen Natur-/Weltverständnis gründete und gleichzeitig die gesamten Weltkulturen bedachte. Wie so ein Christentum war, das sich auf einen Apostel Jesus Christus berief, als Weltreligionen in christlicher Konkurrenz zur Kirche stand und auch die östlichen Kulturmodelle inhaltlich erfüllte. Während die Kirche dem Volkskult des Westens, dann Goten, Germanen und Franken gerecht werden musste. Der muss nicht nur die Hypothese von „klein Jesus“ über den Haufen werfen. Der erhält von einer aufgeklärten Betrachtung der Anfänge die Antwort auf die Herausforderungen unserer globalen Welt, wie sich Gefahren „christlich“ in Chancen verwandeln lassen.

6.    2. In kosmologischen/frühökologischen Hochkulturen erwachsen

So wie im Exil der ägyptischen und persischen Hochkulturen die Hebräer erwachsen sind. Wie damit im Weiterdenken der alten Hochkulturen, damit in Natur-/himmelsbeobachtung den unsagbare Sinn/Grund allen Seines/Werdens  (JHWH) und davon ausgehende Bestimmung als Wort verstanden sowie verschriftet wurde. Und wie die biblischen Propheten so von Pharaonen-/Kaiserkult und dem Opfer für tote, mysteriöse menschliche Gottesbilder befreiten. So ist auch das zur Zeitenwende gegeben Heil „Jesus“ aufgeklärt zu verstehen, das in einem ganzen Laboratorium vielfältiger anfänglicher Christentümer gegeben war. Meist aus dem jüdischen Hellenismus (damit frei von hellenistischen Gottesbildern) im Weiterdenken dessen Philosophie, Wissenschaft entsprungen. Und während heute selbst die eine Versöhnung von Wissen und Glaube anstrebende Prozesstheologie den biblischen Gott voraussetzt, ein Bauch- oder Buchstabengebilde im Prozess des natürlichen Werdens wahrnehmen will, gingen die anfänglichen christlichen Bewegungen den umgekehrten Heilsweg. Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man den Buchstabengott seiner eigenen Traditionslehre oder gar seines persönlichen Glaubens als „das Göttliche“ im Prozess beweisen will. Oder ob man „das Kreative/Schöpferische“, wie es nach wissenschaftlicher Beschreibung der natürliche Prozess offenbar macht, was in der Antike die Philosophie erklärte, im Sinn der Bestimmung versteht, die den Alten gegeben war.

7.     2.1. Vom natürlichen Prozess zur Philosophie und Theologie

Während sich die so bedeutungslos bleibende heutige Prozesstheologie meist in persönlichen Vorstellungen oder neuen abstrakten Erklärungsmodellen begründet, galt dort, wo das Christentum entstand, der seit den Vorsokratikern in Vernunft erklärte Prozess des natürlichen Werdens im Sinne der Väter. Und während selbst die sog. Prozesstheologie Buchstaben und Gottesbilder zu beweisen sucht, die sie hinter sich lassen will, begründete sich das dann christlich-hellenistische Judentum in gegenwärtigem Verstand/Vernunft und berief sich dabei im allegorischen Verständnis auf die frühe Philosophie im Namen Moses, damit den Heilsbringer Josua, lat. Jesus.

8.       2.2. Reisen mit leichtem Gepäck

Wer zur Zeitenwende in neue Welten reisen wollte, der musste sich von der Last alter Vorstellungen befreien, die im Laufe der Kulturgeschichte aufgeladen waren. Der das Alte Testament und sein schriftliches Gottesbild verwerfende Markionismus, ebenso wie der das Judentum als Sekte sehende, wie jedoch auch die Kirche im Weltwissen/Erkenntnis gründende christliche Manichäismus, warfen dabei zu viel Gepäck ab. Die sich als wahrhaft sehende christliche Erkenntnis, die zur Kirche wurde, folgte dem hellenistischen Judentum, wie es aus Alexandrien bekannt ist. Was auf zeitgemäße Weise als Grund/Sinn allen Seins, sowie davon ausgehende menschliche Bestimmung im nun natürlich erklärten Werden vielfältiger philosophischer Wissenschaft (Vernunftlehren: Logos) bedacht wurde. Damit aufgrund allegorischer Übersetzungsarbeit JHWH des Alten Testamentes und damit die Vernunftlehren als Wort verstehen ließ, Auferstehung war.

9.     2.3. Gegen-sätze auflösen, gemeinsam verstehen

Wo das Christentum und die vielfältigen Texte entstanden, stand sich das traditionsorientierte Judentum, dessen erstarrte, nicht nur hinsichtlich des Sabbat zum Selbstzweck gewordener Gesetzlichkeit für Beschnittene und der Hellenismus, dessen Vernunftphilosophie, wie Mysterienkulte gegenüber. Und wo im weisheitlich orientieren hellenistischen Judentum diese Gegen-sätze denkerisch aufgelöst wurden, so das Wort in Natur/Vernunft verstanden wurde, war das Heil „Jesus“ gegebene Wirklichkeit, entstanden das Christentum und seine Texte.

Mit der im rationalistischen Kurz-schluss gelehrten Hypothese eines in Halluzinationen oder sonst wie christologisierten Handwerksburschen lassen sich die ganz vielfältigen, in Erkenntnis der Zeit gründenden Anfänge völlig unmöglich erklären. Was von Qumran bis in die Türkei ausgegraben wird, im Hinblick auf die heutige Hypothese als mehr oder weniger christlich gilt, erwuchs, wie die dazu in Konkurrenz stehende römisch-westlichen Kirche, im Kontext des hellenistischen Judentums, das in den Kulturmetropolen Ägyptens und Syriens exilierte. All dies verweist damit gemeinsam auf die dort geltende Naturwissenschaft und so in Natur begründete kulturelle Vernunft.

10.3. Blick in die Sonne und Ordnung von Erde, wie im Himmel

Ohne den vernünftigen Blick auf das, was die Ägypter, dann Hebräer bewegte, Konstantin als Sol heilig war, wir heute in Ökologie und Evolution beschreiben und die damals im Querdenken bedachte Brücke von hellenistischer Kultur, wie anfänglicher Wissenschaft in griechischer Philosophie zum Alten Testament, sind die Anfänge nicht zu machen.

Wo auch die das römischen Reich tragenden, auf mystische Weise die Kreativität der Sonne-/Natur verehrende Kultformen wie Isis- und Mithras in Reform standen, die paganen Kult-Verträge, wie auch die Gesetzlichkeit für Beschnittene nun im neuen Bund/Vertrag auf die Beine weltgültiger Vernunft gestellt wurden, war das Heil „Jesus“ historische Wirklichkeit. Denn wo die Kultformen jahrhundertelang in lebhafter Konkurrenz standen, in so auch kult(ur)gerecht erfüllender Übernahme der alten Kulturbilder/-praktiken aus anfänglich vielfältigen Bewegungen die Kirche erwuchs. Da ging es nicht um Visionen, die Anhänger eines jungen Galiläers hatten. Was anschließend für Bildungsbürger als Vernunft in Person ausgegeben worden sein soll.

11.  3.1. Aus hellenistischer Aufklärung/Naturwissenschaft hervorgegangen

Alexandrien hatte nicht nur die größte Bibliothek der Welt, sondern beherbergte auch viele naturwissenschaftlichen Größen der Zeit, wie den Astronomen und Philosophen Plotemäus, der möglicherweise unter Wiki nicht nur ähnlich abgebildet wird, wie Philo von Alexandrien. Von dessen Schriften bekannt ist, wie die gesamte Geistes- und Naturwissenschaft der Zeit in ein jüdisches Reformdenken einfloss. Diese jüdische Bildung Alexandriens, das neben Rom als politisches Zentrum Kulturmetropole des römischen Reiches war, war federführend für die christliche Theologie. Die Denker Alexandriens waren maßgebende Größen bei der Entstehung der Kirche und der jahrhundertelangen Diskussion um das Wesen der Vernunft im Heilsprozess „Jesus“.

Wenn sich der hier in einem Brief an heutige Hochschullehrer wendende hellenistische Jude auf das von dort bekannte Denken beruft, dann ist das folgerichtig. Denn an den Hochschulen wird heute die davon ausgehende Theologie und nicht die der weiteren anfänglichen Christentümer vertreten, die eigene Wege gingen oder von der Kirche ausgeschieden wurden.

123.3. Aufklärung setzt Kultur in Bewegung

Sämtliche (allein zum Teil unter Wiki als frühchristliche Häresien aufgelistete) Bewegungen, wie der Markionismus, die Manichäer, bis zu christlichen Prophetinnen, die in Christus als Frau, sich als Wort in Person definierten und auch ganz andere Lebensweisen praktizierten, ob als Vegetarier oder in sexueller Kommune, lassen sich nicht in verschiedenartig ausgefallenen Halluzinationen der Anhängern eines Heilspredigers oder dessen Aufwertung für Bildungsbürger begründen. Noch mehr ist jedoch das Wissen um den gesamten kulturellen Kontext der Zeit, die Vorkulturen, die Kultur-Geschwister Christi oder die heutige Sicht ein Belegt für die Unhaltbarkeit heutiger Hypothese.

Denn wo bei der Theologie des Neuen Testamentes, damit auch bei den synoptischen Geschichten, der auf das heutige Zwergenmaß verkürzte Jesus mit keinem Wort vorkommen kann, weil der aufklärerische Heilsweg „Jesus“ und dessen Auseinandersetzung mit der Tradition in Kult(ur)bilder beschrieben wird. Wo sich damit bereits in dem, was wir in Bezug auf Philo von Alexandrien, noch mehr im gesamten historisch beschriebenen Heilsprozess der Zeitenwende die gesamten Jesus-Geschichten, ebenso wie deren mythologische Ausdrucksweise im Erbe erfüllter kultureller Vorbilder verstehen lassen. Wo sich so nicht nur die Abwendung von den alten Gottheiten oder die bebilderte Lebens- und Leidensgeschichte Jesus im Prozess der Zeit beschrieben lässt. Und auch wo sich auch die Lebenslehren, ob der soziale Gemeinsinn früher Christen oder gar die Nächstenliebe nicht in dem Geschwafel eine halbstarken Heilspredigers, sondern in auch aus Vorgängerkulturen bekannten und zur Bestimmung gewordenen Vernunftlehre der Zeit begründen lassen. Da ging es nicht um die Story von einem heilspredigenden Landstreicher aus Galiläa

  3.4. Logisches Denken überlebt

Weder ist der hellenistischen Juden zu unterstellen, die auf denkerische Weise den Heilsprozess „Jesus“ bewirkten und beschrieben. Noch wären hellenistische jüdische oder griechische Bildungsbürger, für die nach heutiger Hypothese ein in Halluzination seiner Anhänger heilig gewordener Handwerksbursche als Vernunft/Logos in Person ausgemalt worden sein muss, einer solchen Lehre auf den Leim gegangen. Auch wenn in den anfänglichen griechischen Texten wahrscheinlich noch nicht der bekannte Name stand, sondern noch bis zur notwendigen Eindeutschung der Reformation in Gottesnamen, Christologietiteln geschrieben wurde, haben die Römer aufgrund Jesus den Götterkult, die Kaisergottheit verlassen. Das zur Zeitenwende gegeben Heil „Jesus“, zu dem auch der aufgeklärte Verstand des Alten und somit der Wiederverstand der von JHWH ausgehenden Bestimmung (Wort) und damit ein Leben in schöpferischer Weisheit (Gemeinsinn, Ökologie) gehörte, war der Grund für die kulturelle Wende.

14.3.5. Die historische Kritik ist am Ziel

So hat sich nicht nur die Bultmannschule erledigt, die bei ihrer Entmythologisierung den historischen Jesus außen vor ließ. Die auf die biblisch-christologischen Bedeutungsaussagen baute, dabei aber ähnlich wie Benedikt XV. in seiner Rede über das Recht und christliche Wesen bei einem jungen Guru blieb. Aber auch die historische Kritik, die trotz Albert Schweizers Warnung weiter einen jungen Mann an den Anfang stellend forschte, dessen christologische Bedeutung als aufgesetzt sehen, zunehmend an der Realität der Jesus-Geschichten zweifeln musste oder gar dessen Historizität ganz in Frage stellte, hat ihre Arbeit getan. Wo dann heute künftigen Lehrern und Pfarrern ein junger Mann vermittelt wird, der das alles nicht war und wollte, was seine Anhänger aus ihm machten, hat die Hochschullehre alle Kritik längst überholt. Damit hat jedoch die heutige theologische Wissenschaft selbst endgültig die Unwissenschaftlichkeit ihrer Hypothese erwiesen.

Wenn antiker Naturalismus zu christlichen Vegetariern führte, wie das auch von Seneca bekannt ist, dann ist das zu verstehen. Ebenso, wie es möglicherweise der neu in Vernunft/Natur begründete Gemeinsinn  war, der zu kommunalem Sexualverhalten im Namen Christi führte. Doch in Sekten, die wie die Anhänger amerikanischer Gurus wilden Sex praktizierten, lassen sich weder die verschiedenen frühchristlichen Verhaltensweise, noch auch nur eines der vielfältigen urchristlichen Denkmodelle, die in Natur/Vernunft der Zeit begründeten Christentümer ernsthaft erklären. Auch die christliche Verhaltenslehren, selbst die „Nächstenliebe“, die auch in Vorgängerkulturen aus der Genesis hergeleitet, dann frühchristlich in Vernunft begründet wurde, ist nicht aus dem Mund des heute gelehrten gutmenschlichen Handwerksburschen gekommen. Da auch die als Apologeten und Kirchenväter geltenden Neuplatoniker, die in Auseinandersetzung mit Konkurrenzmodellen eine volksgerechte Kirche für einen neuen Staatskult des römischen Westens bauen mussten, vom Logos (in Naturwissen begründete Vernunftlehren) der Zeit ausgingen, ist eigentlich alles gesagt.

15.3.6. Die Vor-bilder bleiben

Gerade weil heute verständlich ist, wie die die Ausdrucksweis, wie sie im Westen Geschichte machte, der notwendige, vernünftige Heilsweg war. Wie so ein Kult geschaffen wurde, für den sich Konstantin und die folgenden spätantiken Kaiser, wie auch der Franke Coldwig und bei der bis ins 12. Jahrhundert andauernden Mission auch die Stämme des Nordens und Ostens  aus Vernunftgründen entschieden. So ein Kult entstand, der auch den Vorstellungen des Natur-/Volksglaubens der Goten und Germanen gerecht werden konnte. Der nicht nur gegen Isiskult oder Mithrasmysterien, sondern auch gegen Thor, Odin & Co. antreten musste.

Die gesamte Diskussion um das christliche Wesen, die Vielfalt der theologischen Inhalte, die im Bedenken der gesamten Kulturen der damaligen Welt auch zu einer christlichen Weltreligionen in Konkurrenz zur Kirche führte, sind mit den heutigen Hypothesen nicht zu machen. Wo der (wie aber auch die kirchlichen Väter in zeitgemäßer Wissenschaft, philosophischer Lehre) gründende Manichäismus von persischer Philosophie (Zarathustra) kommende Vorstellungen ebenso aufnahm, wie hebräische, gleichzeitig Buddhismus und Hinduismus erfüllend gerecht wurde, fallen heute Annahmen flach. Für all das kommt weder der heute gelehrte Handwerksbursche in Frage, noch die dann notwenige Unterstellung: Die von dessen „nachösterlicher“ Herrlichkeit ausgegangene Lehre sei von oder für hellenistische Bildungsbürger zu einer Logos-Christologie gemacht worden.

163.7. Allein der chinesische Christus ruft

Schon als die ersten chinesischen Christus-Texte an der großen Mauer gefunden und deutlich wurde, wie auch denkerische Inhalte des Ostens im Namen Jesus mit aufgenommen wurden, hätte die einen Heilsprediger voraussetzende Hypothese kippen müssen. Nicht weil es sich dabei nicht um die Flaschenpost gehandelt haben kann, die ein in Visionen gewandelteter Sektenverfolger, der im buchstäblichen Verständnis als Schnellsegler die christliche Mission bewirkt haben soll, verloren hat. Mit Anhängern eines galiläischen Heilspredigers, die Ihren Guru für hellenistische Bildungsbürger aufgemöbelt hätten, was heute selbst Markus-, Matthäus- und Lukastexten unterstellt werden muss, lässt sich der chinesische Jesus nicht begründen. Doch auch mit Trittbrettfahrern, die die frohe Botschaft eines in Halluzination seiner Anhänger herrlich gewordenen Handwerksburschen für ihre kosmologisch-philosophisch begründete Jesusgeschichte gar in Chinesisch nutzten, ist keine der von den kirchlichen Vordenker als falscher Weg abgelehnt, aber als „christlich“ gesehener Wege zu erklären. Ebenso wenig, wie die Entstehung der kirchlichen Logos-Theologie/Christologie und die jahrhundertelangen Diskussionen um das Wesen der Vernunft/Logos in Bezug auf die Vätergottheiten. Bei denen hellenistische Juden-Christen Alexandriens die Hauptkontrahenten waren. Die wie alle Philosophie und mehr noch die antike Theologie, ihre in ökologischer Vernunft begründete Lehren in bekannten Geschichten vermittelte.

17.3.8.Der Kosmos war neuer Tempel, Wort in Ökologie/Vernunft verstanden

Wo bekanntlich die in monistischer Natur begründete Vernunft als Bestimmung/Wort verstanden wurde, der Kosmos so neuer Tempel war, sind die Neutestamentlichen Texte nicht nur entstanden, sondern lassen sich so auch erklären. Texte, die sich teilweise nicht nur so lesen, wie die Weisheiten des Ostens, sondern sich wie diese in natürlicher Schöpfungsordnung (damit den heute als Ökologie geltenden Vernunftlehren der Zeit: Logos) begründen und im kulturellen Austausch der Zeit, wie er gerade auch von Alexandrien bekannt ist, entstanden.

Doch da die in Vernunft/Natur begründete Theologie des hellenistischen Judentums, wie sie maßgeblich die Denker Alexandriens vertraten, zur Kirche und ihrer Theologie wurde, sind das die rationalen Wurzeln der christlichen Religion. Auf die sich hier der hellenistische Jude in seiner Bitte an die Hochschullehre beruft, die wissenschaftlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, den Heilsweg „Jesus“ in aufgeklärter Weise weitzuführen.

18.3.9. Zeus: Monistisch-philosophisches Vorbild des Christus-Pantokrators

Es ist kein Wunder, dass das Bild vom Pantokrator nicht nur in der Kirche hängt, sondern auf einer aktuellen bibelwissenschaftlichen Reihe verschiedene Bärtige mit Schein die Titelbilder von Evangelien- oder Apostelgeschichtekommentaren abgeben. Wo in wissenschaftliche Auseinandersetzung mit griechischer Philosophie als Antwort auf die paganen Mysterienkulte wie Isis und Mithras dann Zeus (Vater des monistisch, in Vernunft erklärten Pantheons) das Licht der Welt erblickte. Und wo so auch JHWH neu, weltgültig definiert wurde. Da war das Heil „Jesus“ wirklich geworden. Wo die Natur nun als neuer Tempel galt, im vernünftig definierten Werden anfänglicher Wissenschaft das wahrgenommen wurde, was Juden als Wort galt, die Griechen in Göttergestalten verehrten, ist die christliche Bestimmung erwachsen, deren aufgeklärtes Bewusstsein auch heute heilsam wäre.

Hier wird daher nicht nur deutlich gemacht, welche echte Erlösung dem hellenistischen Judentum der Zeitenwende gegeben, damit der historische Jesus war. Vordergründig bittet ein hellenistischer Jude im Brief an heutige Hochschullehrer, den Heilsweg „Jesus“ in wissenschaftlich aufgeklärter Weise fortzusetzen. Er zeigt daher, welches Heil auch heute durch ein aufgeklärtes bildhaftes Verständnis des historischen Jesus als das geschichtlich wie biblisch beschriebene Heilsgeschehen, statt eines buchstäblichen Handwerksburschen  gegeben ist.

    4. Heilsweg „Jesus“ in Aufklärung weitergehen

Heute ist bekannt, wie jüdischer Verstand kein Kult im üblichen Sinne war, sondern Gottesvorstellungen/-bilder verurteilte und ein Leben in Schöpfung/Genesis begründeter Vernunft (hebr. Wort) das wahre Opfer war. Und wie dieser Zeit Philo von Alexandrien das Modell einer in natürlicher Schöpfung  begründeter Weisheit im Kopf der Menschen dann auch dem römischen Senat für eine Demokratie in Herrschaft schöpferischer Vernunft vorgestellt haben soll, wird beschrieben. In diesem Sinne wäre zu bedenken, welche Aufgabe ein in weltgültiger Vernunft, die wir heute auch „Ökologie des Menschen“ nennen, begründete christliche Religion für die Zukunft hätte. Welcher Mehrwert dies gegenüber einem reduktionistischen Naturalismus oder allein wissenschaftlicher Vernunftbegründung wäre, wie sie rein politisch gefordert wird, nun auch Päpste und Pfarrer predigen.

20  4.1. Weltbilder lassen sich Versöhnen, Naturalisten zu Theologen machen

Auch wie so nicht nur der Schöpfung reduktionistisch beschreibende „naturalistische“ Atheismus und die gesamte wissenschaftliche Lehre zum Verstand für das werden würde, was den Vätern als JHWH bestimmender, aufgeklärt weiter persönlich anzusprechender Grund/Sinn allen Seins war, wird verdeutlich. Dafür die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, um in „grundlegender“ Versöhnung der Religionen dem gewalttätigen, gefahrvollen weltweiten fatal-fundamentalistischen Aberglaube entgegenzuwirken, ist nicht nur theologischer Wissenschaft.

Denn so ist die in Ökologie, wie kultureller Evolution begründete Vernunft/Sinnhaftigkeit auf jeweils Kult(ur)gerechte Weise zu feiern. Um damit das in mündiger Verant-wort-ung zu leben, was auf politischen Weltkonferenzen diskutiert, nicht nur die Grünen und Roten, die Päpste (die wie Benedikt XI. hierin inzwischen auch das bisher den Eingebungen eines Halbstarken aus Galiläa in die Schuhe geschobene christliche Recht begründen) als Ökologie des Menschen fordern. Und was auch von ökologisch-sozialen Pfarrern, denen die Story von klein Jesus, der alles nicht war und wollte, was seine Anhänger aus ihm machten, beigebracht wurde, im heutigen Babylon vergeblich gepredigt wird.

5. Aufgeklärte Wissenschaft ist gefragt, zum quer Denken gefordert

 

Sehr geehrte Theologen und weitere Hochschullehrer,

als hellenistischer Juden brauche ich mich Ihnen, die sie auch über stadtrömische Christen und die vielfältigen Bewegungen unserer Zeit schreiben, sich auch in der christlichen Lehre ständig auf Philo von Alexandrien beziehen, nicht weiter vorzustellen. Sie kennen die großen naturwissenschaftlichen Denker unserer Zeit ebenso, wie die philosophisch-theologischen Brückenbauer. Sie wissen, wie in einer gerade von Kirchengegnern vielgerühmten Hochzivilisation, der Bildung und Wissen heilig waren, die anfänglichen Christentümer und die neutestamentlichen, sowie nicht in den Kanon aufgenommenen Texte entstanden.

5.1. In Aufklärung ist der David-, Menschen- und  Gottessohn geboren

Mit der Tatsache, wie nicht nur Markus, ob wie heute gelehrt ein Jude Roms oder ein Syrer, aus unserem Stall Bethlehem kam, den neuen Davidsohn, damit Judenkönig und keinen bibelschlauen Besserwisser beschreibt, den Sie als historisch lehren, will ich mich nicht aufhalten. Und Sie wissen auch, wie es beim weltgültig in seiner messianischen Dimension erwarteten Menschsohn um den kollektiven Verstand dessen ging, was bisher nur Beschnittenen nach dem Gesetz galt. Und wie das von uns bewirkt wurde, im philosophisch-weisheitlichen Judentum des Mittelplatonismus die historische Wirklichkeit „Jesus“ war, muss ich auch nicht ständig wiederholen.  

Es sagt sicher viel über die Anfänge aus, sich auch mit der frühen Christologie weit außerhalb der jüdisch-hellenistischen, damit christlichen Weisheitstheologie Alexandriens zu befassen. Doch es ist die Lehre, die ich vordergründig vertrete und die auch Ihrer Lehre zugrunde liegt. In diesem Sinne spreche ich auch für die von Ihnen Heiden-Christen genannten Römer und Griechen,  die unserer Natur-/Vernunftlehre folgend Götter- und Kaiseropfer verweigernden,  daher als atheistische „Christen“ verfolgt wurden.

Zwar wird in der Darstellung unseres Denkens immer wieder deutlich, wie absurd die heute gelehrte Hypothese von einem in Halluzination herrlich gewordenen Handwerksburschen ist. Doch damit will ich mich wenn möglich nicht weiter aufhalten. Ich bitte Sie vielmehr, den von uns gegangenen Weg weiterzugehen, auf kreative Weise zu queren, übersetzen, neue Brücken zwischen den Vorstellungen, Weltbildern zu bauen, die von Aberglaube befreien und zu mündiger Verant-wort-ung führen.

5.2. Heilsprediger Hypothese ist um, Heilsgeschichte fortzusetzen

Die Darstellung unseres Denkens, damit des uns zur Zeitenwende gegebenen Heils, übertragen auf die Begrifflichkeit Ihrer Zeit, mag zu rationalistisch erscheinen oder sein. Sie hat aber 1000mal mehr mit der historischen Realität zu tun, als uns zu unterstellen, einen arbeits- und ehescheuen Handwerksburschen aus Galiläa, der mit seinen Anhängern wundersam durch die Lande zog, als Logos geglaubt oder ausgegeben zu haben.

1.     5.3. Das Wissen um das historische Heilsgeschehen „Jesus“ ist gegeben

Sie wissen und beschreiben in Ihren Büchern, wie wir als Juden, Griechen oder dann frühen Christen in vielfältiger Erkenntnis, auch verworrenen, geheimnisvoll bleibenden Reformbewegungen, den Sinn allen Seins und die davon ausgehende Bestimmung in Natur/Vernunft bedachten. Auch wie JHWH so in Vernunft definiert wurde, seine Wirklichkeit offenbar war und im nun natürlich erklärten Werden das den Propheten gegebene Wort als das verstanden wurde, was auch der Stoa und griechischem Götterpantheon zugrunde lag, ist Ihnen bekannt.

Und wenn Geschichtswissenschaftler wie Christoph Markschies beispielsweise bei frühchristlichen Denkern, wie den Valentianern nachweisen, wie dort, ähnlich wie im Namen Philo von Alexandrien nachzulesen, realgeschichtlich die Heilswirklichkeit „Jesus“ bewirkt wurde.

-Wie so nicht nur unsere jüdisch-hellenische Philosophie, sondern von uns kommende spätere „Christen“ genau das Heil bewirkten, das der historische Jesus war:

-Wie in einer von Ihnen inzwischen als Ökologie beschriebenen kreativen kosmischen Gesetzmäßigkeit und damit auch dem Prozess natürlichen Werdens (Evolution) die von einem unsagbaren Grund/Sinn allen Seins (JHWH) ausgehende Bestimmung bedacht wurde.

-Wie so im Heilsprozess der Zeitenwende die Brücke zum alten biblischen Glauben gebaut wurde.

-Wie können Sie, nur weil kulturgerecht auf kreative Weise die alte Mythensprache weitergeführt wurde, jedoch wie nachgezeichnet, die philosophische Wissenschaftslehre (Logos) zugrunde lag, ständig von einem christlichen Mythos reden, der mit der Realität nichts zu tun hätte?

Die Zeit, alles als Mythos abzutun, nur weil es nicht um einen jungen Mann mit Namen Jesus ging, ist um. Wo Sie Christus als eine Halluzination nach dem Tod eines galiläischen Handwerksburschen lehren, selbst den Verfassern der synoptischen Geschichten unterstellen müssen, dessen Leben und Lehre für Bildungsbürger zurechtgebügelt, so einen Landstreicher zum Logos gemacht zu haben, sind die alten Hypothesen unhaltbar.

-Wie bezeichnen Sie jemand, der beobachtete, wie sein Nachbar mit Hilfe vieler Handwerker mühevoll ein neues Haus baute und dann behauptet, das alles sei nur eine Halluzination, ein reiner Mythos als eine fiktive Parusie-Hoffnung, die nichts mit der Realität zu habe?

-Wie man aber in einem Haus lebt, dort Theologie betreibt und dieses Haus dann als reine Halluzination hinstellten will, die zum Schein (für Bildungsbürger als Käufer) gezimmert worden sein soll, ist das nicht noch weit schlimmer? Zumal sich dabei ständig auf unsere Denker und deren Theologie berufen wird, die auch dem Neuen Testament zugrunde liegt.

5.4. In Hochkulturen erwachsen

Wenn ich auf den in unserer Zeit bewirkten Heilsprozess hinweise, möchte damit keineswegs die denkerische Leistung der uns vorangegangenen Hochkulturen oder der daraus hervorgegangen Hebräer herabwürdigen. Ohne deren Voraussetzung wäre der Bau unseres neuen Bundes nicht gewesen. Und ohne unsere Vordenker zu beleuchten, lässt sich dieser, wie dass es dabei völlig unmöglich um das Hochjubeln eines Guru ging, nicht verstehen. Die Hebräer waren es, die kosmische Kreativität/Sinnhaftigkeit im Himmel beobachteten und in Thora verschrifteten, bildlos verehrten und von alten Vorstellungen und dem Pharaonenkult befreiten. Die so die Opfer an alte Gottheiten in schöpfungsgerechtes, damit weisheitliches Leben von Beschnittenen verwandeln wollten. Was dann von uns auf weltgültige Beine gestellt zum Christentum wurde.

Sie wissen auch, wie beispielsweise „Maat“ und die Göttergestalten, deren Verehrung die ägyptische Hochkultur und alle von Ihnen bei Bildungsreisen bestaunten Wunderwerke früher Wissenschaft trug, bereits die Sinnhaftigkeit/Vernunft allen Werdens, wie auch der fruchtbaren Nilschwemme in kult(ur)gerechter Weise repräsentierten. Aber wer wie Sie die Frühsokratiker beschreibt, die wie Heraklit erstmals das Werden in früher Vernunftlehre (Logos) erklärten, was in Sokrates ausdiskutiert und von Thales von Milet beschrien, platonisch auch politisch idealisiert wurde, der kennt auch unser Denken. Was Sie dann auch von den  verschiedenen Schulrichtungen unserer Zeit, wie den Kynikern, Epikuräern oder Stoikern  und Aristoteles kennen. Daher wissen Sie, was uns im Mittelplatonismus bewegte. Auch wie wir in all dem den Sinn unseres Seins, der den Juden bestimmend war, in neuer Weise definierten. Wie damit das, was bisher nur von Beschnittenen im Tempelkult dem Gesetz nach, statt staatstragender Kaiser und vielfältiger mythischer Gottheiten verehrt wurde, von uns in Vernunft bedacht wurde. All dies wird von Ihnen beschrieben.

5.5. Verkörperungen zur Verehrung der Vegetation in Vernunft

Sie beschreiben auch, wie wir Osiris oder Mithras in Vernunft definierten und wie das Christentum in Auseinandersetzung mit Mysterienkult, Orakelglaube und den Kaisergottheiten entstand. Für die nicht allein wegen Nero die Zeit um war. Oder wie bei uns Juden im Gegensatz zur den Hellenismus kriegerisch bekämpfenden Gesetzestraditionalisten auch Reformparteien waren. Die den bereits seit Abraham geltenden allumfassenden Sinn (JWHW), der dann in kosmischer Wirklichkeit in Vernunft definiert wurde, in Widmung des Tempel an Zeus Olympios auch als den Griechen geltend verstanden wurde. Wie so Juden und Griechen gemeinsam eine Wesentlichkeit verehren konnten, welche alle Erde und Meer umfasst, wir Himmel und Erde und Natur der Dinge nannten. (So Jan Assmann in „Totale Religion“ im Zitat Diodor oder Strabo nach Martin Hengel.)

Sie wissen, wie unserem Denken alle damalige natur- und kulturwissenschaftliche Erkenntnis zugrunde lag. Die Ihre Geschichtswissenschafler in dicken Werken voller Anerkennung als antike Aufklärung und Philosophie einer Hochzivilisationen, der Bildung heil waren, beschreiben. Was uns Juden als Weisheit galt, leitete sich ähnlich dem, was Sie als moderne ökologische Weisheit oder Weltvernunft/-verbundenheit beschreiben, aus dem vernünftige erklärten Werden griechischer Vernunftlehren (Logos) ab. Es wurde so als das verstanden, was den Propheten als Wort Bestimmung war. Und was ähnlich wie in der Stoa sagte, was im menschlichen Miteinander Recht und geboten war. Was bei uns Juden aber über die reduktionistisch-naturalistische Betrachtung der Philosophen hinausging. Die gleichzeitig ihren alten Gottheiten, Mysterien und der Kaisergottheit treu, damit ihre Lehren abstrakt blieben, nicht volksbestimmend werden konnten.

5.6. Johannes und sich ernst nehmen

Selbst in Ihren Johanneskommentaren legen sie dar, wie bei uns die jüdische Weisheit und griechische Philosophie als eins mit dem abrahamitischen Glaubenskonzept verstanden wurde. Sie beschreiben, wie die Logos genannte Sinn-/Vernunftlehre unserer Zeit, die uns, wie allen christlichen Vordenkern maßgebend war nicht nur beim Johannes-Verfasser, der sie logischerweise als christliches Wesen vorstellt, das theologische Thema war. Weil das für uns die Offenbarung der Vätergottheiten, lebendiges Wort war.

Wie Sie dann jedoch den historischen Jesus weiter als einen Wanderprediger lehren, ist unbeschreiblich. Den Johannesverfasser aufgrund seiner Erkenntnis als Gnostiker, ihn wie die Paulusliteratur oder andere in Erkenntnis der Zeit gründende Jesusgeschichten bei Ihrer historischen Betrachtung ausschließen zu wollen, ist wissenschaftlich nicht mehr machbar. Zumal der junge Mann auch mit keinem Wort in den synoptischen Evangelien vorkommt. Die das uns in Natur/Vernunft geltende Wort (als weltgültiges Heil: Jesus) in einem David-, Menschen,- Gottessohn, damit als nicht nur jüdischen König beschreiben, der unter den Traditionslehren zu leiden hatte. Auch weil Ihnen als Kulturwissenschaftler klar ist, wie in der Antike keine Geschichtsschreibung im banalen Sinn war, wir alle philosophischen und gerade theologischen Sachverhalte in menschlichen Geschichten erzählten. Oder wie auch die in Schöpfung begründete Weisheit von uns „in Person“ angesprochen wurde, jedoch die Sophia kein junges Mädchen war. So auch die Josefs-Geschichten, die im Namen unseres Philo bekannt sind, Theologie-/Philosophiegeschichte bebildern und so wenig wie diese nur die beschriebe Liebesromanzen eines Josefs sind, wie die Synoptiker von einem zufällig Jesus gerufenen Galiläer handeln. Und wie noch mehr Geschichten, die die Göttermythen oder Kaiserevangelien ersetzen mussten, das Kreuz der erst so auch im Kult erfüllten Vorbilder zu tragen hatten.

5.7. Das Kreuz der Vernunftlehre im Heilsprozess „Jesus“  

Als auch kulturwissenschaftlich aufgeklärte Denker bitte ich Sie sich klar zu machen, warum es in den biblischen Texten nicht um einen häretischen Besserwisser ging, wie dann bei den arabischen Geschwistern des Koran, kein Kreuz zu tragen hatte, sondern wie das Erbe der Vorbilder, wie der Gottessöhne des Westens das Kreuz erforderlich machte.

Wenn Sie Ihre Studenten im Glauben lassen, wir hätten doch von einem jungen Handwerksgesellen geschrieben, den Sie dann als historische Größe lehren. Dann ist das so ähnlich, wie wenn Sie Ernst Hackel, der den Begriff Ökologie aufgrund unserer Logos genannten frühen Sinn-/Vernunftlehren prägte und dann in Folge heutigen Ökologielehrern (oder den Päpsten, die eine Ökologie des Menschen einfordern) unterstellen würden, einer Sekte hörig zu sein, die ihren Guru als Öko-logos ausgibt. Wenn wir und die Kirchenväter vom Logos sprachen, dann war das kein Hirngespinst als neuer Mythos, wie heute aufgrund der Glaubenslehren dieser Begriff oft gehandelt wird. Logos war für uns die sinnvolle, vernünftige Lehre.

Ich brauche nicht zu erklären, wie Sie nicht nur in Geschichte bzw. Evolution, sondern in Öko-logie, Bio-logie, Psycho-logie genau das lehren, was uns als früher Logos galt. Und wie dies bereits bei den Griechen, von denen wir nicht nur die Sprache übernahmen, als Theo-logie bedacht wurde. Sie wissen auch, wie wir das das vor Augen hatten, von was Hackel ausging, als er den Begriff der Öko-logie prägte. So wenig wie dem neuzeitlichen, gar als Gegenpapst ausgerufenen Monisten zu unterstellen ist, er hätte einen guten Jungen mit Namen Jesus unserem ganz offensichtlich vom Logos schreibenden Johannes zuliebe zur „Ökologie“ gemacht. So wenige können Sie weiter von uns frühen Monisten behaupten wollen, wir hätten einen galiläischen Guru für Bildungsbürger zur Vernunftlehre aufgemöbelt, dessen Sprüche als Logos ausgegeben. Oder wir hätten das Geschwafel eines Sektenführers für unsere philosophische Theologie missbraucht, die sich in Natur-/Vernunftlehren (Logos) begründete.

5.8. Die Rolle der Vernunft aufgeklärt definieren

Ob dieser Logos (damit die uns geltende Natur-/Vernunftlehre) die Rolle der Vätergottheiten einnimmt oder wie von uns angenommen offenbart, ob er rein menschlichen Wesens oder schöpferischer Natur, damit in einem unsagbaren Grund/Sinn allen Seins zu begründen ist, darüber kann und muss man diskutieren. Und diese Diskussion, wie sie ja auch Ihre Zeit führt, bitte ich Sie in aufgeklärter Weise über die hellenistisch-jüdischen Wurzeln der christlichen Kultur weiterzuführen. Auch wie die Sinn-/Vernunftlehre (Logos) kulturgerecht zum Ausdruck zu bringen ist, war bereits bei uns die Debatte. Was im Sinne Ihres Wissens über die Evolution der Phantasie der Kultbilder, die kollektive Kommunikation und die neurologische Funktionen im Kopf weiterzuführen wäre. Aber uns und uns folgenden Denkern dabei einen jungen Mann oder eine diesem aufgesetzte Christologie unterstellen zu wollen, ist der glatte Wahnsinn.

5.9. Antike Aufklärung steht Kopf

Doch so stellen Sie nicht nur unser aufgeklärtes Denken auf den Kopf, das so von Auferstehung ausging, auch den bildhaft-aufgeklärten Verstand des Alten voraussetzte. Und damit machen Sie nicht nur den christlichen Glauben zum Irrsinn. Vielmehr verbauen Sie so den heutigen  Verstand einer gemeinsamen, alle kulturellen Grenzen überschreitenden Bestimmung und einem Leben in ökologischer, gemeinsinniger sozial-humanistischer Verant-wort-ung.

2.     6.Geschichtliche Kenntnis befreit von Babylon

Mit einem kleinen Beispiel will ich zeigen, warum es Zeit wird, Babylon zu verlassen. So beim offenbarenden Logos, den wir als Christus sahen, nicht ständig von einem „Mythos“ zu reden, der auch mit dem angeblich historischen jungen Mann mit Namen Jesus nichts zu tun hätte, diesem nur aufgesetzt worden sei. Vielmehr ganz einfach die heutige Naturwissenschaft (Ökologie, Evolution, Kosmologie…) sowie davon ausgehende Vernunft/Weisheit als wahre christliche Offenbarung zu betrachten. Was für uns das Heilsgeschehen, historische Wirklichkeit Jesus war, die dann in diesem Namen Geschichte machte. Denn während Sie eine Theologie in Halluzinationen eines Heilspredigers begründen wollen, was logischerweise nur heiße Luft sein kann, schreiben Sie von uns, wir hätten in Vernunft/Natur begründet und warum wir gerade in der Theologie dafür (wie auch die Griechen in ihren Lehren) kult(ur)bedeutende Bilder und Geschichten gebrauchten.

6.1. Christoph Markschies: Zeuge ökologischer Vernunft

Christoph Markschies, Rektor der Berliner Humbolduniversität ist dem aufgeklärten Betrachter geschichtsbegründeter Dokumentarberichte als die heutige Autorität neutestamentlicher Wissenschaft bekannt. Mit wissenden Lächeln im Gesicht legt er den Volk dar, warum wir angeblich einen siebenschlauen Handwerksbursche für Bildungsbürger als Logos ausgegeben haben. Doch er zeigt in seinen geschichtswissenschaftlichen Werden selbst, wie genau dieser Kurz-schluss, der zur babylonischen Sprach- bzw. Weltbildverwirrung führt, aufgehoben ist. Dies nicht nur in seinen neuen und alten Werken über die frühe christliche Erkenntnis, bei der sich die Kirche auf dem richtigen Weg sah. Selbst beispielsweise in „Das antike Christentum“, wo er wie andere Wissenschaftlicher die Frömmigkeit, Lebensformen und Institutionen des Anfangs beleuchtet, macht er Seite für Seite deutlich, dass es dort nicht um den jungen Mann ging. Dessen Sekte er voraussetzt und die auf unerklärliche Weise zur Weltreligion wurde. Doch warum und wie das uns im weltgültigen Auferstand Josua, lat. Jesus gegeben Heil, zur weltweiten Heilswirklichkeit wurde. Wie die auf kreative Weise westliche Kult-Formen über- und annehmen musste, um über unserer Schriften nicht nur zur Aufklärung zu führen,  sondern so auch weiter gegebene Hilfe ist. Das will ich aus unserer Sicht erklären.

6.2.         Geschichtswissen zwingt Neutestamentler zum Umdenken

Es mag mehr daher oder weniger Zufall sein, dass ich beispielhaft Christoph Markschies aufgreife, der sich eingehend mit dem Denken unserer Zeit auseinandersetzte und dies in vielen Werken beschreibt. Doch Markschies ist nicht nur als wissenschaftliche Größe gezielt. Gerade an ihm als Geschichtswissenschaftler zeigt sich, wie es höchste Zeit wird, die historische Realität des neutestamentlichen Jesus aus unserer geschichtlichen Perspektive zu betrachten. Denn mit der apologetisch-philosophisch Einmäntelung für Bildungsbürger eines von ihm in Dokumentarfilmen dargestellten besonders bibelschlauen Galiäers sind die von ihm beschriebenen denkerischen Anfänge nicht zu machen. Was heute als letzte Notdürftigkeit noch hinten rauskommt und als einleitende Begründung in seinem Buch über unsere frühwissenschaftlich-theologischen Erkenntnislehren (Gnosis) vorangestellt wird, bereits in „Gnosis und Manichäismus“ sein Schluss war, kann uns nicht weiter unterstellt werden.

„Der Versuch der Apologeten, christliche Theologie für Gebildete zu betreiben“ was heute allen unseren anfänglichen Denkern und Verfassern, dann den Kirchenvätern und ihren christlichen Konkurrenten, wie deren Texten, ebenso Paulus und Johannes, sondern inzwischen selbst den Verfassern der synoptischen Geschichte unterstellt werden muss, ist ein Trugschluss. Nichts wäre uns weniger in den Sinn gekommen, als einen jungen Galiläer nicht nur als Logos (Natur-/Vernunftlehre) oder gar JHWH auszugeben, sondern ihn Bildungsbürgern unserer Zeit, die damals das in antiker Aufklärung gegebene Heil denkerisch bewegten, als neue Wirklichkeit Josua, lat. Jesus hinzustellen.

6.3.         Neue Sicht: notwendig und reif

Bei den geschichtlichen Lehrern, auf die sich Markschies beruft und denen er eine naive Christologie bestätigt, weil sie im Junghandwerker noch den Heilsbringer sahen, war die Lehre noch logisch. Noch als vor wenigen Jahren Klaus Berger, der nun seine historisch-kritischen Nachfolger zu Recht als „Bibelfälscher“ beschimpft , in Heidelberg einen jungen Mann als das hoheitliche Heilswesen lehrte, stellte sich die Frage nicht. Doch mit dem, was heute davon logischerweise noch übrig bleiben kann, lassen sich die Anfänge nicht erklären, erweisen sich die heutigen Hypothesen als höchst historisch-wissenschaftlich unhaltbar.

Das Beispiel, in dem ich die mit den christlichen Valentianern ein in Vernunft/Wissen begründetes Denken aufgreife, wie es auch den anderen Vätern/Vordenkern der Kirche galt, zwingt die Anfänge neu zu betrachten. Was der Geschichtswissenschaftler in Auswertung aller heutigen Erkenntnis über unsere Erkenntnislehrer, im Beispiel dann Valentin und die ihm folgende Schule sowie die davon ausgehende Diskussion beschreibt, ist mit einer philosophischen Aufwertung eines Handwerksgesellen, wie er als historisch-kritischer Neutestamentler bei heutiger Hypothese argumentieren muss, völlig unmöglich zu erklären. Vielmehr zeigt auch Markschies, dass die Kirche, wie auch die gesamte frühchristliche Erkenntnis in dem gründete, was Sie heute beispielsweise als Ökologie bezeichnen.

Bereits in seiner Dissertation hat sich Markschies mit den frühchristlichen Valentianern, damit Schülern Alexandriens auseinandergesetzt. In „Gnosis und Manichäismus“ geht er bereits im ersten Text auf die christliche valentianische Erkenntnislehre ein. Auch wenn er dabei am gleichen Jesus-Problem scheitert, wie sein Vorbild Adolf von Harnack, dem er „einfache, schlichte und kindliche als große Offenbarungen“ bescheinigt. Er zeigt, dass gerade für seine und heute gelehrte Hypothese die Zeit abgelaufen ist. Die letzte Notdürftigkeit, mit der sämtliche antike Philosophie/anfängliche Wissenschaft (Vernunftlehre: Logos) als apologetische Ausschmückung eines besonders bibelschlauen Landstreichers aus Galiläa vom Tisch, damit die christliche Theologie zum Humbug gemacht wird, ist historisch unhaltbar.

Auch wenn fast alles Spekulation bleiben muss, was ein hellenistisch-christlicher  Denker wie Valtentin über das christliche Logos-Kind, das offenbarende Prinzip allen Werdens dachte und schrieb, das das Weltall durchzieht (heute wissenschaftlich als Ökologie oder Evolution erklärt). Weil das, wie alle christlichen Erkenntnis, nur aufgrund  Ablehnung durch kirchliche Erkenntnis rekonstruiert werden kann. Allein bei dem, was Sie über uns hellenistisch-philosophische Juden wissen, stinkt die Hypothese vom historischen Besserwisser, den auch er und seine Schüler für Bildungsbürger in den Himmel gehoben haben müssten, genau dorthin. Wie kann Markschies die gesamte Diskussion darstellen, die theologische Debatte, die dann von den Schülern des Alexandrieners weitergeführt wurde. Die anerkannt christlich war und nur aufgrund der Schüler aufgrund deren allzu großer Spekulationen oder dualistischer und angeblich doketistischer Denkweisen zur Ablehnung führte. Dann jedoch die Menschheit im Glauben lassen, es wäre doch im Grunde nur um die Ausschmückung eines jungen Guru gegangen?

6.4.          Vielfältige Anfänge, ein öko-logisch christlicher Grund

„Bei Männern wie Valentin und seinen Schülern kann kein Zweifel sein, dass diese ihre Erkenntnis in der Hauptsache vom griechischen Geist durchwaltet und von den religionsphilosophischen Interessen und Lehren der – freilich schon selbst in Synkretismus sich bewegenden – Griechen bestimmt gewesen ist.“

Ja, Sokrates, Platon, Pythagoras & Co. und damit die gesamten anfänglichen Vernunftlehren (Logos) waren noch keine Natur- und Kulturwissenschaft in Ihrem heutigen Sinne. Da war noch viel Spekulation. Und wenn die wie beschrieben hier begründete Theologie/Christologie kulturgerecht zum Ausdruck gebracht wurde, weil auf kreative Weise Brücken auch zum biblischen Glauben zu bauen waren, ist die mythische Sprache verständlich. Doch wer hält das monistische Ganze, von dem frühe Denker, wie auch die Apologeten, Väter und spätantiken Kaiser als Erbauer der Staatskirche ausgingen, wie es in Evolution als Ökologie beschrieben wird, heute noch für einen spekulativen Mythos?

Und so ist es verständlich, dass auch eine vernünftige Rede von einem unsagbaren Sinn/Grund allen Seins, den alles durchwaltenden Prinzipien, was alles heute empirisch erklärt wird, recht mythisch erscheint. Zumal dabei, wie von uns bekannt, die philosophisch-theologischen Sachverhalte in menschliche Kult(ur)bilder ausgedrückt wurden oder vom Herzen gesprochen wurde, was für uns die ganzheitlich denkerische Wahrnehmung war. Doch wie kann man einem nachweislich christlichen Denker frühe Wissenschaft unterstellen, Religionsphilosophie in Synthese der Weltbilder, Vermittlung zwischen Altem Testament und neuem Denken. Dann jedoch weiter ihm und zu allem Übel auch noch seinen Schülern, die diese christliche Theologie weiterführten, unterstellen wollen, damit einen Landstreicher aus Galiläa als Logos gesehen oder für Bildungsbürger aufgemotzt zu haben? Und wie kann man das auch mit den anderen kirchlichen Vordenkern, den Apologeten und Kirchenvätern machen, die sich gegenüber oft meist geheimnisvoll bleibender Lehren auf dem richtigen Weg der Erkenntnis sahen in den gleichen Logos/Vernunftlehren begründeten, wie Valentin?

6.5.         Vermittlung zwischen den Weltbildern

Warum wird der Vermittlungs-Versuch Valentins zwischen Bibel und Philosophie als gescheiterte apologetische Vermittlungstheologie gesehen? Wäre es nicht gerade heute heilsam, sich auf die für unsere Zeit (oder den römisch-germanischen Westen) allzu aufgeklärte Vermittlung nicht nur bei den Valentianern zu berufen, den historischen Heilsprozess „Jesus“ aufgeklärt weiterzuführen?

Wie können Sie wissen, wie sich frühe Christen nicht nur im Pneuma der Philosophie bewegten, sondern den heilen Geist im kulturellen Bewusstsein auf kreative Weise bewirkten, sich in der Theologie des Neuen Testamentes bewegten, wie sie auch bei Paulus oder die synoptischen Evangelien beschreiben. Dann aber die Halluzination, die die Anhänger eines Heilspredigers hatten, zur historischen Grundlage von all dem machen wollen und noch im 3. Jahrtausend so einem puren Mythos den Vorzug geben wollen?

Nur weil der von uns als von einem kreativen, weltdurchwaltenden Geist durchzogene, wohlgeordnete Kosmos bei Ihnen wissenschaftlich als Ökologie im Gemein-sinn beschrieben wird, können Sie doch nicht selbst die eindeutig in Natur begründenden Griechen zu Mythologen machen wollen.

Wie können Sie beschreiben, wie wir den von den Propheten mit JHWH umschriebenen unsagbaren einen Grund und Sinn allen Seins auf die Beine der Vernunft stellten. Dann uns aber uns Brückenbauern zur alten biblischen Sprache nicht nur doch den Glauben an einen vorgesetzten Designer, geheimnisvollen Monster-Macher unterstellen, sondern gar einen Handwerksburschen als Grund der Offenbarung oder gar Gott selbst?

6.6.         Menschliche Bilder und Geschichten: seelsorgerisches Geschäft

Wer betrachtet, wie nicht nur aufgeklärte Engländer jetzt ihrem jungen Prinzen zujubeln, einen großen Kult betreiben. Und wie nicht Parteiprogramme sondern Personen gewählt werden, nur in menschlichen Gestalten, wie es beispielsweise Obama war, messianische Wirklichkeit gesehen wird. Der mag unser kulturelles Handwerk als frühpsychologische Seelsorger verstehen. Auch die Kirchenväter, die für den wieder barbarisch werdenden Westen eindeutige Bilder brauchten. Die daher zurecht nicht nur mathematisches New Age ablehnten oder alte Geheimniskrämerei ablehnten, sondern auch die Schüler Valentins, die die philosophische Lehre (Logos) in den Vordergrund stellen wollten.

Es mag daher zutreffen und lässt sich verstehen, dass ein Großteil der Ihnen heute als Gnosis  geltenden frühchristlichen Erkenntnislehren ausgemustert wurden, weil sie, wie Harnack bemerkte, den Vordenkern der Kirche als Sammelsurium von Fossilien, Rumpelkammer alter Mythen, Kehrricht erschien, das keine Volksbestimmung geben konnte. Was Markschies zu Recht in Berufung auf die Kirchenväter als Lehren bezeichnet, die sich zu „Unrecht auf die Erkenntnis“, damit die Vernunftlehren der Zeit beriefen, die auch der Kirche galt. Was letztlich nur bestätigt, dass es am Anfang der Kirche, weder um einen jungen Mann, noch nur um alte Mythen, sondern eine in Natur/Vernunft begründete Theologie/Christologie ging.

6.7.         Persönliche Ansprache der Sinnhaftigkeit aus Vernunft

Sie wissen, wie Menschen emotional bewegende menschliche Vorbilder brauchen, Persönlichkeiten mehr zählen als Programme und auch wir uns als psychologische Kulturwissenschaftler und Seelsorger entsprechender Begriffe und Bilder bedienten. Doch jetzt uns unserem Denken kommenden Frühchristen, nur weil sie keinen willkürlichen „Agenten“ im Himmel beschreiben, wie Sie ihn jedoch längst „abgeschrieben“ haben, nur noch der Bauch lehrt, als Bildungstheologie aussortieren zu wollen, schlägt das nicht dem Fass den Boden aus?

Wie können Sie die traubewältigende Halluzinationen, die Anhänger eines antiken James Mason hatten als historische Wahrheit annehmen wollen und Denkern, die sich wie beschrieben an Johannes und Paulus, ebenso wie an der antiken Wissenschaft „philosophischen Koine der Zeit“ orientierten, Brücken bauten, als apologetische Schwätzer hinstellen?

6.8.         Aus Logos keinen Mythos machen

Was soll das ständige Gerede von einem christlichen Kunstmythos, wenn sie wissen, dass die in Natur (Ökologie) begründete, monistische Philosophie des Mittelplatonismus die christliche Grundlage war, die die Schöpfung noch in Analogie zur menschlichen Fortpflanzung, damit auf damals natürliche Weise erklären mussten? Warum ziehen Sie den Klapperstorch der Aufklärung vor und warten dann vergeblich auf Kinder?

Ich kann verstehen, dass der bibelschlaue Handwerksgeselle, auf den Sie alles Denken und Forschen ausrichteten, ganze Lebenswerke und Ihre Lehre, wie Ihren Glauben gründeten, so an Herz gewachsen, dass Sie die philosophische Theologie mit den charismatischen Heilsprediger nicht zusammenbringen. Aber wenn Sie ihre Gehirn, in das sich diese Hypothese verstiegen hat, zum logischen Denken nutzen. Dann muss Ihnen doch klar werden, wie dafür aus historisch-wissenschaftlichen Gründen die Zeit ums ist. Wie aus dem beschriebenen frühchristlichen Ideenkosmos der bei uns erwachsen ist, das Heil, der historische „Jesus“ hervorging.

Wenn heute nicht nur klar wird, wie sich anfängliche Christen nicht nur in einer heute Ökologie genannten kreativen Realität/Rationalität begründeten, sondern so auch der Heilsprozess „Jesus“ historisch erklären lässt und sie ständig schreiben, wie eine philosophische, gerade theologische Argumentation in unserer Zeit, wie bereits bei Platon einen mythologischen Mantel brauchte. Wieso sprechen Sie ständig von einem „Kunstmythos“, zu dem sie so auch Markus machen, statt Ihren Studenten beizubringen, wie unserer weltbewegender Heilprozess, damit unser aufgeklärter Verstand in Auseinandersetzung und im Leiden mit alter Autorität sowie vielen Missverständnissen biblisch und griechisch gerecht bebildert wurde? Wie hier eine historische Realität im großen Gleichnis vermittelt wurde, die auch heute wegweisen wäre.

6.9.         Ökologische Weisheit als Christus war aufgeklärtes Thema

Warum führen Sie das Denken, das die Christologie in den Vordergrund stellte, im aufgeklärten Bewusstsein des historischen Jesus, der so wenig wie die jüdische Weisheit/Sophie ein Mädchen oder ein Mythos war, sondern Erfahrungswissenschaft in Kult(ur)bildern, nicht weiter?

Wie können Sie sich weiter auf einen Handwerksburschen als Offenbarung berufen, wenn Sie wissen, wie diese in Vernunftlehre der Zeit begründet war und damit heute heilswirksam wäre?

Wenn Sie Ihnen doch bekannt ist, wie wir von einem Geist oder Gesetz ausdingen, das als alle Stufen des Daseins und nun endgültig wissen, wie diese Ökologie auch das menschliche Recht und Leben bestimmen muss. Wie können Sie dann sämtliche frühen Denker, die sie ständig im Munde führen, von Philo, über Basilides bis Valentin, aber damit letztlich auch Justin, Origenes (selbst Ursprung der Freiheistsmetaphysik) oder alle folgenden Vordenker der Kirche, bis zu Clemens oder den späteren Kirchenlehren, ihrer Hypothese wegen als Phantasten hinstellen?

Und wenn Ihnen klar ist, wie wir als Religionsphilosophen nicht nur Isis und Co. als notwendige Verehrung der Vernunft aller Vegetation erklärten, sondern die Kabbala, damit auch die weiter in traditionell-kosmologischer Zahlen- und Zeichenmystik begründete jüdische Schwester Christi, aufgeklärt weiterverarbeitet haben. Wie dabei auch persische Philosophie früher Evolutions-/Ökologielehre einfloss, Judentum und Heidentum, Tradition und Bildung versöhnt wurde. Wie kommen Sie auf die Schnapsidee, da wäre ein junger Handwerker als der wahre Heilsbringer gesehen und apologetisch als JHWH oder wie bei Marcion, als den menschlichen Gott des Alten Testamentes ersetzende, Vernunftlehre (Logos) und so personifizierte Weisheit für Bildungsbürger aufgemöbelt worden?

       6.10. Wissenschaft der Zeitwende war Wiege Jesus

Wenn doch die geistige Zwischenstufe zwischen Philo oder dem astronomischen Philosophen Ptolemäus und der späteren Kirchenlehre in frühen Christen beschrieben wird, die sich in dem begründeten, was Ihnen als Ökologie nun erst wieder heilig und maßgebend ist. Wie kleinkariert ist es dann, die künftige Forschung weiter darauf beschränken zu wollen, warum die Anhänger eines heilspredigenden Landstreichers diesen verherrlichten und das später für Gebildete als neuer Gott in Person der Vernunftlehre (Logos) aufgebauscht wurde?

Beim der Vorlesung über den historischen Jesus kann Professor Peter Lampe in Heidelberg alle frühe Philosophie und so das Bedenken der in Ökologie begründeten Weltvernunft vom Tische wischen wollen, um einen jungen Mann, der alles nicht wollte und war, wie er ihn künftigen Theologen vermittelt, erhalten zu können. Aber wer sich Ihrer geschichtswissenschaftlichen Werke, wie zeitgemäßer Bibelkommentarte bedient oder einen kurzen Klick in Wikipedia macht, dem wird klar, dass die heutige Hypothese, die selbst hinter den Wiki-Beiträgen stehen muss, nicht mehr hinhaut.

6.11.    Nicht weiter von Gestern guten Hypothesen aufhalten lassen

Das Problem, das Markschieß bei Harnack sieht, auch Kirchenhistoriker wie Martin Hengel, dem er sein Buch widmete, bei seiner Betrachtung des christlichen Hellenismus hatten und nach wie vor dem Verstand im Wege steht, ist um. Weder uns hellenistischen Juden und wie sich zeigt, auch nicht einem der untersuchten gesamten frühchristlichen Denker, ob Justin, Irenäus, Origenes oder Clemens von „Alexandrien“ sowie dem ebenso dort entspringenden für den Kanon verantwortlichen Neuplatonisten Athanasius ging es um einen jungen Mann, wenn sie sich auf die Vernunftlehre beriefen.

Die Vermittlung zwischen Bibel und Philosophie, für die nicht nur der so den Jordan überquerende Brückenbauer Valentin steht, sondern wir insgesamt, mag auf schriftgelehrte Weise, in Übersetzung einzelner Texte, zu halsbrecherisch sein. Doch wenn Ihnen heute klar ist, wie nicht nur die Speise-und sonstige Lebensgebote, sondern auch die Kultgebote, Gebote ökologischer Vernunft unserer Zeit waren, hat sich diese Arbeit erledigt. Nicht nur weil die Päpste Ihrer Zeit die christliche Lehre in Vernunft/Natur begründen und sich im Recht oder einer Umwelt-Enzyklika auf die „Ökologie des Menschen“ nach gegenwärtigem Wissen berufen, ist klar, was auch Grund unserer Offenbarung war, die wir bereits in der alten Schrift verstanden.

6.12.    Blick eines Biologen wirkt Wunder

Wie ein forstwirtschaftlicher  Hochschullehrer zusammen mit einem Chemiker in „Am Anfang war Ökologie“ auch mit Blick auf die Babylonier hinsichtlich der praktischen jüdischen Gebote nachweisen, galt auch für uns. Wo am Anfang das Wort und die davon ausgehende menschliche Weisheit stand, sagte, was im Kult und Leben geboten war, ging es uns um eine Vernunftlehre, die Sie als Ökologie bezeichnen. Vieles, was am Anfang noch Mythos war, dann in Vernunft bedacht wurde, lässt sich erst in Neuzeit wieder in Vernunft begründen. Ob wir in Moses einen zweibeinigen Mann sahen, ist Nebensache. Sie zeichnen nach, wie auch Valentin, der nicht auf den Mythos, sondern den Logos, damit die zeitgemäße Vernunftlehre unserer wissenschaftlichen Erkenntnis setzte, ein Brückenbauer war. So waren wir hellenistische Juden keine philosophische Naturalisten, die wie die Griechen im Aberglauben weiter die mythischen alten Gottheiten verehrten, sondern unsere Theologie in gegenwärtiger Vernunft begründeten.

Nicht Mysterienkult, Kaiser- und Opfer für alte Gottesvorstellungen war unsere Sache. Im prophetisch-bildlosen Kult von Juden ging es um den Verstand und das Leben des Wortes, damit einer in natürlicher Schöpfung begründeten Vernünftigkeit/Nachhaltigkeit im Alltag. Und wo die christliche Kirche gebaut wurde, war keine markionistische Ablehnung des Alten oder nur eine antik-prozesstheologische Begründung, sondern waren im bildhaft-allegorischen Verstand des Alten die Brücke gebaut, konnten wir uns auf Abraham, Moses und Elia berufen.

6.13.    Vernunft/Erkenntnis mit Verstand ernst nehmen

Wenn Sie doch wissen, wie wir in den ersten Jahrhunderten eindeutig vom Logos sprachen, der auch Valentin als Knabe erschien. Wie können Sie ihren Studenten weiter beibringen, es sei uns um Visionen gegangen, die wir bei Anhängern eines jungen Heilspredigers, der das alles nicht war und wollte, abgekupfert oder uns aus den Fingern gesaugt hätten?

Wie wir uns in antiker Wissenschaft die Welt erklärten und darauf wir hellenistische Juden die Theologie bauten ist eigentlich nebensächlich. So wenig wie Sie Thales von Milet eine Mythologie unterstellen, können Sie uns, die wir uns in unserer Theologie, die zur christlichen wurde, in Jesus Geschichte machte, weiter einen Mythos unterstellen. Wo sie von Visionen sprechen und Halluzinationen, war nicht nur bei Philo von Alexandrien, der nach kirchlicher Säuberung erhalten blieb und daher immer wieder ins Spiel gebracht wird, war bei uns hellenistischen Juden aufgeklärter, in Natur/Vernunft begründeter Verstand, der dies mit dem jüdischen Gesetz in Bezug brachte.

Wie Valentin und dann seine möglicherweise dualistisch denkenden Schüler die Welt erklärten und ihre Theologie begründeten, ist nicht weiter wichtig. Auch wenn das Denken, wie es in Philo von Alexandrien beschrieben ist oder im astronomischen Weltsystem des Alexandrieners Ptolemäus beschrieben wird, heute auf weiterführende Weise erklärt werden. Wichtig ist, dass damit eine frühe Ökologie im Gemeinsinn die Grundlage war, von der in denkerischer Synthese der Weltbilder das Heil „Jesus“ ausging. Denn Ihnen ist bekannt, ist millionenfach bis zu den bekannten Vätern der Kirche der uns folgenden Lehrer beschrieben. Unsere und dann die christliche Theologie, ebenso wie die Kultpraxis und die notwendige kult(ur)gerechte Ausdrucksweise (Menschwerdung), gründet in der Vernunftlehre, damit der Natur- und Kulturwissenschaft unserer Zeit, für die wir im aufgeklärten Verstand (Auferstehung) die Brücke zur Tradition bauten.

6.14.    Wissenschaftliche Jungfräulichkeit ist wieder gefragt

Es waren nicht die alten Mythen oder Gesetze, auf die wir uns dabei in Vernunft beriefen. Die echt jungfräuliche, allein in Natur/Schöpfung begründete wissenschaftliche Erkenntnis (Logos) unserer Zeit lag im Stall von Bethlehem in der Krippe, war kreative Wirklichkeit, auch in Kultur. Dass sie in den Geschichten Gestalt annahm, war Voraussetzung für die Geschichte. Womit die Menschwerdung (menschliche Person, Rolle) ganz und gar kein doketistisches Scheinwesen war.

So sind nicht nur wir hellenistische Juden, die stadtrömischen Christen, sondern die ihnen folgenden Väter und auch kaiserlichen Erbauer der Kirche eindeutige Zeugen, wie die Vernunftlehre, die Sie in Ihrer Zeit jetzt nur etwas wissenschaftlicher darlegen, das uns gegeben Heil, der historische Jesus war.

In diesem Sinne hat Ihre Archäologie und die Schriftwissenschaft die Arbeit getan, ist erledigt. Sie brauchen ihr wissenschaftliches Vermögen nicht weiter für die Aufarbeitung der alten Texte einzusetzen. Sie sollten als Christen Ihre Theologie in Berufung auf die kult(ur)bilder in gegenwärtiger Wissenschaft/Vernunft begründen. Was von den Propheten mit JHWH umschriebener Grundes/Sinn aller Kreativität, allen Seins war und sein wird, von dem für uns Juden das Wort, damit die kulturell-menschliche Bestimmung (Humanität, Sozialität, Ökologie) ausging, ist in Berufung auf Jesus dort wahrzunehmen, christlich zu verstehen und zu glauben, wo auf weltgültige Weise in Evolution und Ökologie offenbar ist, was im kreativen Sinne Weise für die gemeinsame Zukunft wäre.

3.     7. Die Heilsprediger-Hypothese schaltet den Verstand aus

Eigentlich müssten Ihre Studenten, denen in Heidelberg beigebracht wird, dass nicht nur Johannes und Paulus von einem hoheitlichen Wesen mit kosmischer Begründung und Bedeutung, sondern auch Markus nicht vom angeblich historischen jungen Mann, sondern einem Davidsohn, Gottessohn oder Menschensohn schreiben, längst wissen, dass der gute Junge nicht war. Wie Philo von Alexandrien Peter Lampe nach jeder Vorlesung schrieb, lässt sich die Theologie des Neuen Testamentes oder konkret auch Markus nur als bildhafter Ausdruck einer Auseinandersetzung erklären, wie sie bei uns historisch war, zum Heilsprozess, dem Auferstand Josua, lat. „Jesus“ führte. Die notdürftigen Erklärungen in Massenhalluzinationen von Anhänger nach dem Tod eines jungen Mannes, sind angesichts der selbst freigelegten theologischen Inhalte nicht machbar.

Doch die Heilsprediger-Hypothese schaltet nicht nur hier scheinbar den Verstand aus. Selbst die heute vorliegenden frühen Evangelien und christlichen Texte, die zwar nicht in den Kanon der Staats-/Volkskirche aufgenommen wurden, aber denen die gleiche Theologie zugrunde liegt, wie sie dort inzwischen bildhaft gelesen wird und die von vielfältigen christlichen Bewegungen verfasst wurden, fallen dem Heilsprediger Kurz-schluss zum Opfer.

 Doch die Hypothesen die aufgestellt werden, um den jungen Mann selbst bei den Jesusgeschichten, Sprüchen oder ähnliche philosophisch-christliche Schriften halten zu können, wie sie erst vor wenigen Jahren ausgegraben heute nicht nur Markschies und Böhlig, sondern die gesamte ernsthafte Wissenschaft in antiker Natur- und damit davon ausgehender Kulturphilosophie begründen, sind allesamt völlig unhaltbar. So wenig wie Juden- oder Heidenchristen der verschieden anfänglichen Bewegungen hier von einem jungen Mann geschrieben haben, sondern dem, was Sie inzwischen nicht mehr philosophisch spekulieren, sondern als Ökologie beschreiben, ging es um den in der römischen Volkskirche und deren kanonischen Texten.

Damit sagen nicht nur die geschichtliche Entwicklung, das Wissen um die Vorgänger- und Geschwister- oder Konkurrenzkulte, in den das Christentum erwachsen ist, das Wissen um das Denken und Diskutieren am Anfang der Kirche oder in deren bis zur Reformation gültigen Lehre und  nicht nur die biblischen Texte was Grund des Christuskultes war. Die außerbiblischen Texte sind der absolute Beweis, der den Verstand nicht weiter ausschalten kann.

7.1. Urchristen waren keien Parasiten, sondern Philosophen

Nur um auf den Punkt zu bringen, was Sie hellenistischen Juden, die aus Vernunft und Erkenntnis Christen waren, an Irrsinn unterstellen: Die derzeitigen Päpste sind vom historischen Standpunkt der neutestamentlichen Wissenschaft aus Parasiten. Ebenso wie jeder moderne protestantische Pfarrer, der seine Predigt in gegenwärtiger Erkenntnis, statt den Halluzinationen nach dem Tod eines Handwerksburschen oder wie Prozesstheologen gar sein Gottesverständnis in Natur/Vernunft begründen will, nur scheinheilige Trittbrettfahrer, keine wirklichen Christen sind. Wer wie Benedikt VI. nicht nur behauptet, Natur/Vernunft sei von jeher der christliche Grund gewesen, nun gar das Recht in Ökologie begründet oder wie Franziskus in einer Umweltenzyklika eine „Ökologie des Menschen fordert“ die für jeden einsichtigen Menschen die Voraussetzung für eine gemeinsame Zukunft ist, betreibt ein „parasitäres“ Christentum. Auch wenn er nicht von den Päpsten und protestantischen Pfarren spricht, ist das der Schluss von Markschies Mitautor Alexander Böhlig in „Gnosis und Manichäismus“. Doch wer am Schluss seines Buches allen ernsthaften Denkern, wegen ihrer (dann jedoch allerdings auch in der Kirche) geltenden rationalen Begründung „parasitäres“ Vorgehen unterstellen muss, der zeigt nur die Unhaltbarkeit seiner Voraussetzung.

Auch für den neutestamentlichen Geschichtswissenschaftler, der sich vornehmer ausdrückt als sein Mitautor, bei Christus/Logos eine philosophische Apologetik für Bildungsbürger unterstellen muss, um den im Aufklärungsfernsehen vorgestellten bibelschlauen Handwerker halten zu können, bleibt die Christologie nachträglich. So kann alle Erkenntnis und Vernunft, die uns hellenistischen Juden, wie den Denkern, die offensichtlich selbst in den Augen von Irenäus & Co. Christen waren, nicht nur heilig war, sondern historische Wirklichkeit, der Heilsprozess: „Jesus“ war, nur im Nachhinein aufgesetzt worden sein. Wo ein Wanderguru und dessen egal wie geartete, inzwischen an den Hochschulen den künftigen Pfarrern in Halluzination begründete Herrlichkeit an den Anfang gestellt wird, hat jede wissenschaftliche Erkenntnis und Vernunft nichts verloren. Wen wundert dann, wenn die Predigt, wie die sozial- oder umweltkritischen Posts der protestantischen Pfarrerinnen und Pfarrer völlig vergeblich  und die Bücher der Päpste, die in gegenwärtiger Gnosis (natürlich-wissenschaftlicher Erkenntnis)  und Vernunft gründen, reine Papierverschwendung sind?

Jeder rational denkender Mensch kann bei dem, was Sie unserer Zeit als unterstellen, nur auf schizophrene Weise Christ sein. Er ist in seiner gegenwärtigen Verhaltensbegründung nach dem, was uns hellenistischen Juden und frühen Christen als wissenschaftlich-historisch unterstellt wird, ein reiner Trittbrettfahrer. Der die von einem galiläischen Geistheiler ausgehende frohe Botschaft und Theologie/Christologie, ähnlich wie die gesamten Erkenntnislehrer unserer Zeit für seine Zwecke, seine in schöpferischer Wirklichkeit bzw. in Vernunft begründete Ansichten/Erkenntnisse nutzt.

Wenn Sie als Hochschullehrer die gesamte Frohe Botschaft, selbst die synoptischen Evangelien wie Lukas ähnlich Böhling für aufgesetzt halten, wie Markschies davon ausgehen müssen, dass so der gute Junge für Bildungsbürger schmackhaft gemacht wurde. Dann können Sie ihren Glauben nur in einem Guru und davon ausgehenden Hirngespinsten begründen. Wahre Christen im angeblich historisch-wissenschaftlichen Sinne, wie Sie es künftigen Theologien beibringen, hätten sich an die Halluzinationen zu halten, die die Anhänger eines antiken James Mason nach dessen Tod hatten. 

Entschuldigen Sie, wenn ich Sie hier nicht mit dem langweile, was sie wissenschaftlich beschreiben, sondern daraus nur logische Schlüsse ziehe. Denn dass man nicht auch nur einem hellenistischen Juden, damit nicht nur den sich laut der Kirchenväter „zu Unrecht“ auf Erkenntnis berufenden Verfassern, wie sie als Gnosis ausgelistet werden, sondern auch den Verfassern der Texte, auf die Sie sich berufen, weiter einen jungen Mann unterstellen kann, wird in allen historischen oder bibeltheologischen Werken bestens deutlich gemacht.

Dass die Väter der Kirche, die sich auf dem richtigen Weg der Erkenntnis (Gnosis) sahen, ihre Diskussionspartner für Christen hielten und nicht an deren Begründung in Erkenntnis/Vernunft nach kosmischer Grundlage antiker Welterklärung zweifelten, wird auch von Markschies mehr als klar gemacht.

Und dass es sich nicht nur beim Weltchristentum des Manichäismus, der bei seiner philosophische Vernunftbegründung auch östliche Kulturvorstellungen integrierte, nicht um die als historischer Beginn gelehrten Halluzinationen gehandelte, die für Bildungsbürger zurechtgebogen sein sollen, ist auch offensichtlich.

4.     7.2. Das Wissen, um die Wirklichkeit Jesus fortzusetze ist gegeben

So machen selbst die führenden heutigen Lehrer mehr als klar:

-Die Vermittlung zwischen Bibel und Philosophie war nicht nur die Lebensaufgabe Valentins. Ohne unser bildhaftes Verständnis der Thora, wodurch wir in philosophischer Vernunftlehre das verstanden, was auch den als frühe Philosophie gesehenen Moses bzw. das prophetische Wort ausmacht, so den weltgültigen christlichen Bund begründeten, würden Sie keinen Jesus kennen.

-Auch alle apologetischen und weiteren Denker, die dann zur römischen Kirche wurden und sich dabei auf uns beriefen, sind wie wir keiner philosophischen Logos-Spekulation aufgesessen sind oder haben einen vorgesetzten Gottesbegriff jetzt als Logos ausgegeben bzw. geglaubt. Wer von uns, wie den anderen Christentümern oder christlichen Lehren eine Begründung in Vernunft/Natur nachweist. Der kann nicht den Neuplatonikern, die bestimmte Spielarten „aus Vernunftgründen“ ausmusterten, weil sie sie nicht für den Volksglaube, den im Westen notwendigen neuen Staatskult tauglich hielten, bei ihrer Logos-Christologie einen herrlich gewordenen Handwerksburschen unterstellen wollen.

-Und wer frühen Christen einen philosophischen Gottesbegriff bestätigt, wie er in dem Sinn/der Logik begründet war, die Sie heute als Ökologie nur etwas empirischer erklären als dies uns mittelplatonischen Monisten möglich war, dabei auch von Philo spricht, der im wohlgeordneten Kosmos den jüdischen Unsagbaren, Unvorstellbaren Grund/Sinn allen Seins sah. Der kann keine negative, unchristliche Theologie unterstellen. Der weiß selbst, dass es anfänglich weder um einen weggefallenen Erklärungsgrund, noch einen vergeblich zu beweisenden Designern, einen einzubildenden Aufpasser ging. Wie vielmehr die heutigen Naturalisten mehr über den nach unserer Lehre sonst unsagbaren, nur im Logos offenbaren Sinn/Grund des Ganzen sagen, als dies in Berufung auf einen angeblichen Besserwisser aus Galiläa oder was diesem angehängt wurde, möglich ist. Was heute in der Gotteslehre der Hochschule dann nur noch als für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung vermittelt wird, bei der übrigens dann weder die Natur/Vernunft, noch Jesus Christus ein wesentliche Rolle spielen.

-Dem Jesus Christus, der bei Valententin seine Speise nicht ausschied, so ewig war, bitte ich Sie neue Nahrung zu geben, statt zum Himmel stinkende Notdürftigkeiten als christliche Theologie zu vermitteln. Denn von einem jungen Mann, der enthaltsam lebte und daher keine Notdurft in die Welt setzten musste, ist weder Valentin, noch ein Denker unserer Zeit bei seinem philosophischen Kultur-/Menschenbild ausgegangen.

-Auch wenn wir uns aus Vernunftgründen der mythologischen Volkssprache bedienen mussten, sind wir, die auch Isis und Osiris philosophisch klar gemacht hatten, wie alle christlichen Denker von Natur/Vernunft ausgegangen. Was bei uns noch in vielfältigen recht mystisch klingenden oder in einem längst hinter Ihnen liegenden Dualismus erklärt wurde, damit auch christlicher Lehre zugrunde lag, ist das, was Ihnen als Ökologie gilt.

-Den Vordenkern der Kirche, die auf die menschliche Ausdrucksweise und Verehrung der Vernunft  in bedeutungsvollen Kult(ur)bildern bestanden, was höchst kreativ und kein Scheinwesen war, ist zuzustimmen. Und im Mittelalter wären sonst die Menschen eh wieder zu den Mythengöttern übergelaufen, hätten in Odin oder im Süden Osiris & Co. in Orakelmysterien als Weisheit verehrt.

Aber wenn Sie im 3. Jahrtausend, bei der Ihnen gegeben naturwissenschaftlicher Aufklärung weiter einen Wanderguru als Gott in Person, eine diesem in Halluzination aufgesetzte Lehre als Offenbarung ausgeben, haben die anfänglichen Christen, denen ein Doketismus unterstellt wird, weil sie die philosophische Lehre in den Vordergrund stellten wollten, scheinbar doch Recht behalten.

Wo die Pythagoräer oder andere Philosophenschulen, wie vormals die Chaldäer ihre Himmelskunde in einer mythischen Theologie volksverständlich vermittelten, ist es zu verstehen: Nur in der bekannten Ausdrucksweise konnte die Vernunft Karriere machen, die bisher für die Verehrung der Vegetation/Weisheit/Vernunft stehenden Mysteriengottheiten ablösen und das Heil bewirken, die Wirklichkeit Jesus sein. Und solange die Christologie nicht angezweifelt wurde, war dieses Heil gegeben. Doch wenn Sie heute von Visionen nach dem Tod eines Handwerksgesellen sprechen, damit weit hinter die mythischen Vegetationsverkörperungen zurückfallen. Dann wird es Zeit, in neuer Weise zu bedenken, was uns, wie den christlichen Lehrern, die sich auf uns beriefen, am Anfang wirklich wesentlich war.

-Wo der Schule Valentins, wie vorher Philo bestätigt wird, die drängenden theologischen Probleme ihrer Zeit in einer Vermittlung der Weltbilder (bei uns Bibel und philosophische Vernunft, wie Göttermysterien) lösen zu wollen, verweist dies auf einen ewigen Heilsprozess, der auch in heutiger Zeit mehr als notwendig und möglich ist.

Wenn Hegel verlangte, dass die Mythologie im Dienst der philosophisch formulierter Ideen, einer Vernunft stehen muss, wie sie heute nur andere Begriffe hat, ständig grün oder rot gepredigt wird, dann war dies unser Thema, für das auch bei Ihnen die Zeit reif ist. Das „Gesetz das durch alle Stufen des Daseins hindurchgeht, alle Erscheinungen dieser Welt von Einem in einer höheren Weltordnung begründeten Gesetz sich herleiten lässt“, wie es frühen Christen als Grund des so weltgültigen Judentums galt, wird heute wissenschaftlich als Evolution oder Ökologie definiert.

-Auch wenn wir die Weisheit, die uns sagte was Recht ist und auf den unsagbaren Grund allen Seins der Väter verwies, in personifizierter Form ansprachen, so hatte sie keine zwei Beine. Wenn frühen Christen Doketismus unterstellt wurde, dann war das deren Verehrung der sich in Vernunft ergebenden Weisheit, die ihre menschlich-kulturgerechte Ausdrucksweise verlangte.

Der christliche Logos ist jedoch keine Spekulation einer verfrühten Wissenschaftlichkeit mehr, wie Harnack Valentin unterstellen musste. Und auch keine philosophische Einfärbung eines Heilspredigers. Vielmehr ergibt sich das, was uns so auch als Weisheit Heilswirklichkeit „Jesus“ war, aus Ihrer Naturwissenschaft und dem Wissen, um die auch kulturelle, wirtschaftliche Verbundenheit und ökologische Abhängigkeit, die auch so auf einen jeweils kulturgerecht zu verehrenden gemeinsamen Sinn/Grund verweist.

-Dass wir, wie frühe Christen, Apologeten, Kirchenväter oder gar die Verfasser der von diesen Neuplatonisten ausgewählten Evangelien eine Theologie für Gebildete betrieben, trifft zu. Doch dass wir als Trittbrettfahrer unterwegs waren oder unsere Bildungstheologie einer Halluzination aufgesetzt hätten, die die Anhänger eines Heilspredigers hatten, ist unhaltbar. Vielmehr ist es Ihre Aufgabe, nach neuzeitlicher Aufklärung unsere Bildungstheologie, die im aufgeklärten Verstand (Auferstand) des Alten und damit Synthese der Weltbilder die Heilswirklichkeit „Jesus“ war, in aufgeklärter Weise fortzusetzen.  Dabei nicht nur zu erklären, wie unsere Theologie keine Logos-Spinnerei, sondern in zeitgemäßer Vernunft begründet war, die heute wissenschaftlich erklärt wird.

Vielmehr so auch mit den Gaben heutigen Wissens nicht nur die Notwendigkeit mündiger Kult(ur)verehrung eines gemeinsamen Sinnes/Grundes aufzuzeigen, sondern warum die einfache und kult(ur)gerechte menschliche Ausdrucksweise, die von den Kirchenvätern verteidigt wurde und bis zur neuzeitlichen die Kultur Aufklärung getragen hat, höchst kreativ und kein Scheinwesen war.

-Wenn die in Nag Hammadi gefundenen Texte neben kosmologischen Abhandlungen in Evangelientexten deutlich machen, dass es frühen Christen nicht einfach um einen losgelösten Seth oder Logosbegriff ging, den sie sich aus den Fingern saugten und in einen Mythenmantel hüllten. Wie vielmehr ein theologisches Weiterdenken zeitgemäßer Philosophie, die in monistischer Naturlehre (Öko-logos) gründete, das Thema des Neuen Testamentes war. Dann zeigt das Ihre Aufgabe in zeitgemäßer christlicher Theologie, als neuer Erkenntnis durch Verstand. Der Jesus Christus, den wir als Davidsohn ebenso sahen, wie das, was bisher die verschiedenen allzu menschlichen und mysteriösen sterbende und auferstehenden Gottessöhne repräsentierten, hatte keine zwei Beine, sondern war in Vernunft der Zeit begründete Heilswirklichkeit.

-Wenn wir die jungfräuliche Geburt des im Heilsprozess der Zeitenwende „Jesus“ gegebenen einen, in Natur/Vernunft gezeugten Gottessohnes auf hochphilosophische Weise darlegten, dann zeigt das nicht nur den rationalistischen Kurz-schluss. Der bei Ihnen aus Maria eine junge Frau machen will, die durch einen Schreibfehler zur Jungfrau wurde. Und selbst das wirft nicht nur die gesamten Hypothesen über den Haufen, da hätten hellenistische Trittbrettfahrer ihre Theologie einer Jesussekte angehängt oder die für Bildungsbürger aufgebügelt. Denn wie diese bildungstheologischen Trittbrettfahrer oder Parasiten dann auch dem Schreibfehler aufgesessen sind, kann keiner der rationalistisch zu kurz-schließenden Theologen erklären. Vielmehr verweisen die frühen christlichen Lehrer darauf, wie der christliche Glaube auf „unvoreingenommene“ Weise, allein in Natur/Vernunft (schöpferischer Autorität) bezeugt und so in neuer Weise von Ihnen wissenschaftlich zu begründen wäre.  

-Es erübrigt sich, über unserer Zeit als Achsenzeit zu spekulieren. Die Zeiten weltweiten Umbruches, neuer Herausforderungen, wie sie jetzt auch bei Ihnen gegeben sind, wie die Entstehung neuer Kulturformen auch im Osten ist vielfach beschrieben. Wo sich einer unserer persischen Denker, wie Mani als Apostel Jesus Christi vorstellte und in einer inhaltlichen Argumentation den Anspruch erhob, so auch Erfüllung der vor ihm vorhandenen Stifterreligionen Zoroastrismus, Buddhismus zu bieten, während er das Judentum wie Markion als sich abgrenzende Sekte sah. Da macht dies nicht nur alle Hypothesen vom hochgejubelten Handwerksburschen zunichte, sonder ruft Sie auf, diesen Heilsweg „Jesus“ in aufgeklärter Weise fortzusetzen.

-Wenn Sie doch ständig unserer Übersetzungsarbeit beschreiben, unseren aufgeklärten Verstand nach den Prinzipien der Kausalität. Wie wir so nicht nur die gesamte naturwissenschaftliche  Erkenntnis bedachten, darin gründeten, sondern ebenso die Kulturen im Orient oder der gesamten Welt. Damit das, was die alten Mythen den Menschen vermittelten, in psychischer Erkenntnis eines philosophisch erklärten Ganzen und darin den unsagbaren Sinn allen Seins sahen. Dann bitte ich Sie als Wissenschaftler, nicht einfach von Synkretismus zu reden, sondern den Heilsweg „Jesus“ in aufgeklärter Weise fortzusetzen. Übersetzung zwischen den Kulturen und Zeiten war für uns weit mehr als eine sprachliche Anpassung oder gar Ihr Streit um die Formulierung der „Versuchung“ im Vaterunser. Wo dann ein Neutestamentler der Münchner Maximilans-Universität wie Hermann Häfner im Gefolge von Franz Alt sprachliche Forschung anstellt, um zu erkunden, was ein aramäischer Guru wollte.

Wenn wir hellenistischen Juden in Moses keine frühe Philosophie gesehen, sondern gefragt hätten, was die Meinung eines Mannes mit Namen Moses war, müssten die Theologen heute von Mithras reden. An den Heilsprozess eines Weltjudentums im Namen Jesus wäre nicht zu denken gewesen.

Wer durch das Hauptportal in die Neuen Hochschule geht, wird in Heidelberg täglich durch die auch uns geltende hellenistische Göttin der Weisheit, die über dem Eingangsportal den „lebebendigen Geist“ verkörpert, hierzu aufgefordert.

Bei Wikipedia „Aufklärung“ wird die Hoffnung eines Aufklärers von 1791 zitiert: „Minerva, die römische Göttin der Weisheit spendet das Licht der Erkenntnis wodurch die Religionen der Welt zusammenfinden“.

Sie können doch nicht weiter die Augen schließen, in buchstäblicher Weise auf gebratene Tauben warten und wenn die nicht in den Mund fliegen, von „Pausieverzögerung“ sprechen. Der von Anfang an in Vernunft begründete Heilsprozess „Jesus“, wäre auf wissenschaftliche Weise über die vielfältigen, dann geeinten Anfänge, den neuen Staatskult der römischen Antike, wie später die Entscheidung der Frankenkönige oder die Reformation in Vernunft  der Zeit zu begründen und in aufgeklärter Weise weiterzuführen.

Wenn Sie davon ausgehen, dass Konstantin oder Clodwig aus rationalen, kriegerischen Gründen zum christlichen Kult konvertierten, dann weist selbst das den Weg. Denn auch heute wären mit dem christlichen Kult aus ganz rationalen Gründen die jedem aufgeklärten Menschen bestens bekannten „neuen Feinde“ zu besiegen. Die sich in kultureller Kurzsicht, egoistisch Gier oder einem Aberglaube ergeben, der den grenzüberschreitenden, kult(ur)gerecht zu feiernden, zu verehrenden Gem-ein-sinn und davon ausgehende gemeinsame natürliche Bestimmung verloren hat.

Statt den Studenten die Story von einem siebenschlauen Handwerksburschen beizubringen, bitte ich Sie in unserem Sinn wissenschaftlich weiterzuarbeiten und nicht unsere natürliche Erkenntnis neben das Christentum zu stellen oder als „parasitär angehängt oder es umgebildet“ zu sehen. Wie Marschieß und Böhlig ihr Buch über das anfängliche christliche Denken schließen müssen.

Wenn dort auch deutlich gemacht wird, wie sich in der griechischen auch die ägyptische Kultur spiegelt, dies alles in kausaler Vernunft/Natur der Zeit begründet, übersetzt wird. Wie wir das gegebene Ganze und darin das Ziel, die vernünftige Welterkenntnis, die nicht einfach Kult war, sondern bei Juden zur richtigen Tat führte, das Heil „Jesus“ sahen. Dann bitte ich Sie, Ihren Studenten nicht weiter beizubringen, die wahre Erlösung, das christliche Heil wäre eine Handwerksgeselle gewesen, der alles über das wahre schöpfungsgerechte Leben, wie Sie es heute wissenschaftlich erklären und selbst die Päpste predigen, besser wusste.

Es trifft zu, dass wir wie die Griechen im Geist des kausal im natürlichen Werden  wahrgenommenen, uns der Zahlen bedienten. Doch war uns auch klar, dass mit New Age Lehren oder mathematischen sowie sonstigen wissenschaftlichen Modellen, wie sie auch in Ihrer Zeit wieder gelten, kein Staat zu machen war. Wie Sie schreiben, haben wir nicht nur die Entstehung des Kosmos, den Platz des Menschen darin und so die Entwicklung der menschlichen Kult(ur)vorstellungen auf kausale Weise erklärt. Sie schreiben auch, wie wir den unsagbaren einen Sinn des Seins der Väter, wie ihn die Hellenen in Kultbildern und nicht mehr zeitgemäßen Mysterien vermittelten, in neuer Weise bedachten. Auch wie die davon ausgehende Bestimmung, damit das bereits den Propheten gegebene Wort in Natur/Vernunft verstanden, der neue Bund im Sinne des Alten Testamentes war, ist bekannt. Und genau dieser Weg „Jesus“, bei dem die christlichen, in frühwissenschaftlicher Erkenntnis begründeten Anfänge nicht zu trennen sind, wäre von Ihnen mit dem ihnen gegeben Wissen fortzusetzen.

5.     Wenn nag Hammadi und Markus ein theologisches Thema haben, ist heute ein neues Verständnis gefragt

Wie können Sie aus Geschichten wie Markus die Lebensgeschichte eines jungen Mann herleiten, der das alles nicht wollte, Gleichzeitig dies alles als theologisches Märchen schildern. Dann aber doch einige Worte aus dem Mund des häretischen Halbstarken herleiten wollen, den Sie Ihren Studenten als historischen Grund des Glaubens lehren?

Während gleichzeitig Evangeliengeschichten und Spruchweisheiten, die den bisher als Gnosis abgetanen Christen zugeordnet werden, als theologische Mythen oder Lehrweisheiten eines philosophischen Sachverhaltes geschildert werden, dem das zugrunde liegt, was bei Ihnen als Ökologie gilt.

Es erübrigt sich erklären zu müssen, dass die Unmenge der in unserer Zeit entstandenen christlichen Texten, von denen nur die Spitze des nach vielfältiger Vernichtung  noch vorhandenen Eisberges ausgegraben wurde, nicht von einem jungen Mann handelt, wie Sie ihn gegen besseres Wissen weiter bei Markus oder gar als Grund der Theologie des Neuen Testamentes vermitteln. Auch die einzelnen Texte zur Hand zu nehmen und zu zeigen, wie hier ganz eindeutig der Logos und nicht ein junger Mann das Thema war, damit die uns hellenistischen Juden maßgebende, in Naturwissen begründete Vernunft in personifizierter, menschlicher Person gesprochen hat oder beschrieben wird, kann ich mir sparen.

Denn wer die in Nag Hammadi ausgegrabenen Texte liest und sich von Wissenschaftlern wie Markschies oder Böhlig erklären lässt, dass dahinter beispielsweise die Handschrift der Valentianer steckt, ist das alles gesagt. Wenn damit den Verfassern christlicher Geschichten und Lehren ein philosophisches Konzept bestätigt wird, das sich in kosmischer Wirklichkeit begründet, wie sie heute als Ökologie/Evolution erklärt wird. Dann muss doch völlig klar werden, dass es nicht nur gegen alles Wissen spricht und die christliche Lehre als Irrsinn erscheinen lässt, bei Markus weiter von einem jungen Mann auszugehen und nach dessen Meinung oder wahren Worten zu fragen.

Wie können Sie wissen, wie ein als Christ anerkannter Denker, der erst aufgrund der Lehrmeinungen seiner Schüler in Kritik kam, sich in zeitgemäßer Vernunft-/Naturlehre begründet, dort den unsagbaren Grund/Sinn allen Seins bedachte und die davon ausgehende Bestimmung (Wort) in Person Jesus beschrieb. Was ja auch logisch war, da durch die Versöhnung der Kulturen im aufgeklärten Verstand und damit der Weltgültigkeit des prophetischen Wortes für uns die erwartete messianische Heilswirkung, der neue Josua, die Wirklichkeit Jesus gegenwärtig war. Dann aber weiter den Synoptikern einen jungen Mann unterstellen wollen.

Denn dass gleichzeitig ein stadtrömischer Christ, wie der laut ihrer Lehre ebenfalls in Rom in Straßennachbarschaft zu Seneca schreibende hellenistische Markus-Verfasser die Story von einem zufällig Jesus genannten Guru aus Galiläa zu einem theologischen Märchen im Stile eines Kaiserevangeliums ausformulierte, kann doch kein ernsthafter Denker glauben. Wenn sie dies weiter Ihren Studenten als Grundlage des christlichen Glaubens vermitteln, verhindern Sie, dass die in Natur begründete menschliche Vernunft, um die es uns mittelplatonischen Juden, damit auch dem Markus-Verfasser ging, wieder christlich bestimmend wird.

Wenn Sie aber auch den Markus- oder Lukasverfassern logischerweise unterstellen müssen, ähnlich wie die von philosophischer, in Natur begründeter Sinn-/ Vernunftlehre schreibenden Christen, hätten die Synoptiker eine Geschichte im hellenistischen Stil, von einem kosmologischen Wesen geschrieben, das sie im Stile hebräischer und hellenistischer Mythen zum Ausdruck brachten. Und wenn Sie wissen, wie so zu Recht die in Philosophie begründenden Verfasser, wie die Synoptiker die Geschichte der Vernunft als Wanderprediger aus dem Heidenland auf dem ewigen Heilsweg nach Jerusalem beschreiben. Und wie die damalige Ablehnung unserer weltgültigen jüdischen Lehre durch die Traditionsautoritäten und das Leiden oder die Jünger-Missverständnisse in früher Christologie-/Kirchendiskussion begründen. Wieso unterstellen Sie Markus & Co. weiter einen jungen Mann und bestätigen Valentin Vernunft?

6.     8. Gem-ein-Sinn und Öko-Logos sind die zeitgemäße „Christliche“ Lehre

Selbst wenn Sie nicht über den Schatten springen wollen, wie ihn Platon in seinem Höhlengleichnis deutlich machte. Wenn Sie wie bisher gelernt und gelehrt weiter davon ausgehen, dass ein Logos-Lehrer wie Irenäus, der die Schüler des christlichen Denkers Valentin aus Vernunftgründen tadelte oder ein neuplatonischer Schüler Alexandriens wie Athanasius, hätte im Gegensatz zu Valentin einen jungen Mann vor Augen gehabt. Diese Denker hätten nicht auf die kreative Notwendigkeit des menschlichen Kult(ur)bildes, das die Schüler Valtenis hinter die Lehre stellten stellten.

Vielmehr hätte dann auch ein eindeutig von der Vernunftlehre bestimmter Denker Athanasius, die in Philosophie (schöpferischer Vernunft/Öko-logos) begründenden Valentin-Texte für den Kanon nicht berücksichtigt, weil er von einem jungen Mann geschrieben hätte. Was aus tausenden Gründen völlig absurd ist. Allein, weil auch Johannes, auch wenn er nicht mehr als Gnosis abgetan wird, so wenig wie Paulus (bei Licht heutiger Lehre Betrachtet auch Markus) von einem jungen Mann schrieb. Und uns völlig unmöglich zu unterstellen ist, einen Landstreichern als Logos und damit das menschliche Leben maßgebende, gar den Grund/Sinn allen Seins offenbarende Wesen hingestellt zu haben.

Aber selbst wenn Sie alles Wissen auch um den kulturellen Kontext, die Vorgängerkult und die weitere Geschichte außer Acht lassen und am buchstäblichen Schattenbild, wie es ja auch Valentin ausmalte, festhalten wollen. Was hält Sie als Hochschullehrer davon ab, sich auf eine frühchristliche Lehre einzulassen, die sich nicht in Halluzinationen von Sektenanhängern begründete, sondern im monistisch-kreativen Ganzen? Warum darf es nicht sein, dass der Sinn allen Seins und die davon ausgehende Vernunft in Ökologie, wie kultureller menschlicher Evolution, so auch dem wirtschaftlich und kulturell zusammenhängenden, voneinander abhängenden Ganzen verstanden wird?

Warum schließen Sie sich als aufgeklärte Denker nicht einem selbst von der Kirche als christlich anerkannten Lehrer an, der sich dort begründete, wo Sie von Ökologie sprechen? Wenn Sie so frühchristlichen Lehren folgen, die aufgrund kaum nachvollziehbarer, m.E. aber in damaliger Situation einsehbarer Gründe für die Ablehnung ihrer Schüler keine Karriere in der Kirche machten, braucht Herr Söder die vor der Wahl in Bayern verteilten Kreuze nicht abhängen lassen. Sie brauchen sich nicht auf die in Vernunft/Natur begründete philosophischen Gottes- bzw. Sinnlehre eines Philo von Alexandrien zu berufen, auf den sich die Kirchenväter in ihrer christlichen Lehre und Theologie beriefen und wie sie uns galt. Es bleibt bei Jesus, wie er den anfänglichen Christen galt.

Noch wenig müssen sie zur Erdgottheit Gaia zurckkehren, die naturalistische Atheisten im Forum der Brights in Bezug auf moderne Monisten vorschlagen. Und die selbst der brasilianische Befreiungsbischof Leonardo Boff in einer ökologischen „concilium“  bemühte. Denn in Berufung auf frühe Christen wird nicht der in der alten Gottheit verehrt, in der die die natürliche Erde pantheistisch als lebendigen Organismus verehrt wurde. Es bleibt bei JHWH, dem unsagbare Sinn/Grund des lebendig-kreativen Ganzen, der dann in Berufung auf Jesus verehrt bleibt.

Und da auch die Päpste, die eine „Ökologie des Menschen“ predigen, ihre Forderungen für ein christliches Leben als Voraussetzung für die Zukunft in einer „Umweltenzyklika“ beschreiben oder das menschliche Recht in Ökologie, statt in alten Vorschriften oder gar kirchlichen Lehren begründen, schließt sich der Kreis, muss nichts umgeschrieben werden. Denn schließlich hat Benedikt XVI., der bei diesem Öko-logos in intellektuellen Reden meist vom Wesen des christlichen Glaubens im Weiterdenken griechischer Philosophie sprach, in seiner Rechtsrede vor dem Bundestag bereits auf die Stoa, wie die uns ebenso geltende jüdische Weisheit verwiesen.

Auch die protestantischen Pfarrer, die eine Vernunft predigen, wie sie ihren sozial- oder ökologisch- und damit zukunftsengagierten Zeitgenossen gilt, sich in wissenschaftlichen Fakten begründet, brauchen nicht neu zu schreiben. Sie wissen, dass es frühe Christen waren, die sich auf Jesus beriefen,  dabei aus zeitgemäßer Kultur- und Naturwissenschaft eine Bestimmung ableiteten, die über die Göttermysterien der Philosophen lebenswirksam war. Auch wie es diese in Vernunft begründete Bestimmung als lebendiges, weltgültiges Wort war, die vom Gesetzesstarren Judentum abgelehnt wurde, im Heilsprozess „Jesus“ leiden musste und damit das Christentum ausmacht, ist bekannt. 

In diesem Sinne muss auch die Liturgie des gemeinsamen Gottesdienstes nicht geändert werden, bringt doch beispielsweise gerade der Ostergottesdienst das zum Ausdruck, was sich bei uns als im aufgeklärten Verstand (kultureller Auferstehung) als Heilsprozess der Zeitenwende nachvollziehen lässt. Und die meist von mittelalterlichen Denkern wie Paul Gerhard geschriebenen Lieder, bei denen der Christus, auch wenn unbewusst, noch die Bedeutung hatte, die bei uns war, können so noch lauter gesungen werden. Nicht um sich nur daran selbst zu er“götzen“, sondern sich in Gemeinschaft für die Vernunft, Sinnhaftigkeit allen Werdens zu begeistern, die uns wie Christen galt und dann statt Opferkult als Gottesdienst in Öko-logischer Verantwortung zu leben.

Selbst die Manuskripte der Vorlesungen, wie sie Professor Peter Lampe in Heidelberg über den historischen Jesus hält, dabei die Theologie des Neuen Testamentes vorstellt oder Markus, müssen nicht geändert werden. Denn auch in seiner Theologie des Neuen Testamentes kommt genau das zum Ausdruck, was wir bewegten, den frühe Christen, die den jüdischen Kult vom Unsagbaren, dem Grund/Sinn allen Seins und dem davon ausgehenden Wort (hebr. Vernunft) in Auferstehung auf weltgültig vernünftige Beine stellten, ausmachte. Und gerade die Markusvorlesung macht diesen Heilsprozess deutlich, der für uns die Heilswirklichkeit Josua, Jesus war.

Auch die wissenschaftlichen Aussagen, die Professor Helmut Schwier über „Die Auferstehung“ macht, brauchen kaum verändert zu werden. Weisen sie doch nicht nur darauf hin, dass es dabei nicht um die Halluzinationen gegangen sein kann, die die Anhänger eines einzelnen Heilspredigers hatten oder dem das alles nur angehängt wurde. Vielmehr wird gerade in dem, was heute wissenschaftlich über die biblisch beschriebene Auferstehung gelehrt wird deutlich, wie es dabei nicht nur in den Paulustexten um den Heilsprozess „Jesus“ ging, damit den aufgeklärten Verstand, wie er bei uns als dessen Jünger mehr oder weniger gegeben war.

Und in diesem Sinne sind sicher auch die Paulusvorlesungen in aufgeklärter Weise weiterzuführen. Auch wenn dann nicht mehr von einem Sektenverfolger ausgegangen wird, der vor Damaskus vom Pferd stürzte und Halluzinationen hatte, die zum Geisteswandel führten. Oder der eine völlig eigene, vom guten Jungen unabhängige Theologie in die Welt gesetzt hätte, wie es ähnlich den christlichen Erkenntnislehren unserer Zeit unterstellt wird.

Denn die Paulusliteratur macht allein mit Blick auf die Auferstehungsaussagen deutlich, dass Paulus, so wenig wie die anderen urchristlichen Lehren, in einer aufgesetzten oder von einer Jesussekte unabhängigen Theologie zu begründen sind. Denn wie die Paulusliteratur sowie die Weltmission von Bewegungen eines neuen jüdischen, im Heil „Jesus“ begründeten Paradigma, dem aufgeklärten Verstand unserer Zeit ausging, die den Sinn ihres Seins in Natur/Vernunft bedachten und von nichts anderem mehr sprachen, wird von Ihnen auch beschrieben.

Um den christlichen Glauben in gegenwärtiger Sinnhaftigkeit/Vernunft zu begründen, wie sie als Ökologie oder sozialer Gem-ein-sinn und Weltverbundenheit auch Naturalisten/Atheisten predigen, müssen Sie sich nur auf frühe Christen berufen. Statt den künftigen Lehrern und Theologen den Grund des christlichen Glaubens als einen jungen Mann vorzustellen, der alles nicht war und wollte und der dann nur in Halluzinationen seiner Anhänger heilig geworden sein kann, stellen Sie den Grund christlichen Glaubens so vor, wie er heute bei frühchristlichen Denkern auf wissenschaftliche Weise beschrieben wird.

Denn die begründeten sich genau in dem, was im Studium der Natur- und Kulturwissenschaft den Studenten vorgestellt wird, heute meist gegen den christlichen Glauben sprechen muss. Und in der Vernunft/Weisheit, die davon ausgehend allen ökologisch-, humanistisch-, zukunftsorientierten Zeitgenossen heilig ist.

Die kirchlichen Lehrer, die allzu intellektuelle oder geheimnisvoll bleibende Lehren mit verworrenen Weltmodellen ablehnten, sind keineswegs zu verdammen. Wie Augustinus mit Blick auf seine manichäische Herkunft bemerkte, ist mit philosophisch-mathematischen Modellen kein Staat zu machen. Und warum die Kirchenväter, die für den inzwischen von Germanen-Kaisern regierten Westen eine Kirche bauen mussten, eine einfache Volkssprache und Ausdrucksweise als wahre Vernunft sahen, wird inzwischen in Ihrer Evolutionsbiologie, Neurologie oder von Kommunikations- wie Kulturwissenschaftlern bestätigt.

Was also hält davon ab, den christlichen Glauben wieder auf die Beine weltgültiger Vernunft zu stellen, wie wir das mit dem Judentum machte? Nicht um so die Kirche voll zu machen, ihre einen neuen Grund zu geben, die alten Dogmen und Lehren in Vernunft zu belegen. Vielmehr um im aufgeklärten gemeinsamen Kult Gem-ein-sinn und Öko-logos kulturbestimmend zu machen, bei Christen in Namen Jesus zum Leben zu bringen. Was spricht dagegen, so die gemeinsame Vernunft auch bei den Geschwisterkulturen wieder zum Leben zu erwecken und damit zum Friede zwischen den Kulturen beizutragen?

Nicht nur aufgrund der Entwicklung der historisch-kritischen Betrachtung der biblischen Geschichten, inzwischen auch des Neuen Testamentes, ist die Zeit reif. Auch natur- und kulturwissenschaftlich sind erst heute wieder die Voraussetzungen geschaffen, in aufgeklärter Weise wieder dort anzusetzen, wo  die frühen Christen auf sicher noch recht spekulative Weise ihren monistischen Christo-Logos begründeten, sich bei uns die historische Wirklichkeit Jesus beobachten lässt. Und wie die kulturell und wirtschaftlich zusammengewachsene Welt nach dem genau dem Öko-Logos, der Verant-wort-ung ruft, wird in all Ihren Medien täglich deutlich. Und Ihre Neuro- und Evolutionswissenschaftler erklären, wie ohne einen gemeinsamen Kult, eine Verehrung in mündiger Vernunft nicht zu machen ist.

7.      9. Ökologie des Anfang in aufgeklärter Verant-wort-ung leben

In „Am Anfang war die Ökologie° beschreiben Ihnen mit Vater und Sohn zwei Naturwissenschaftler, wie sich unser jüdischer Kult in seinen vielfältigen Vor-schriften in Ökologie begründete.  Doch indem ich Sie bitte, wie die Hüttermänner in Thora oder Mischna eine Vielzahl ganz konkreter Speise-, Hygiene-, Ackerbau- oder gar Kriegsvorschriften nachzublättern, die in erstaunlichem Wissen der Zeit gründen und der Ökologie gerecht werden, will ich damit keineswegs uns Juden über andere Kulturen erheben. Auch andere Kulturen haben Gesetze erlassen, in denen das Zusammenleben der Menschen wie ihrer natürlichen Mitwelt geregelt war und die nicht in nächtlichen Glaubenseingebungen, sondern in Vernunft der Zeit gründen.

Doch wenn Sie die Vielzahl unserer ganz detaillierter jüdischer Vorschriften betrachten, die in einem sinnvollen ökologischen Ganzen begründet sind, von Bestattungs-, über Kotbeseitigungsregeln bis zu ökologischem Kriegsverhalten reichen. Dann wird Ihnen deutlich, dass hinter den jüdischen Vor-schriften, dem sogenannten Wort Gottes, das wir dann wieder in Sinnhaftigkeit/Vernunft bedachten, kein als einzig und absolut vorausgesetztes Monsterwesen als Gott stand. Wie dies nicht nur allgemein, sondern selbst von Kultwissenschaftlern wie Jan Assmann in „Totale Religion“ dem Monotheismus unterstellt wird.    

Alles, was Sie in unseren weit über die bekannten Gebote hinausgehenden vielfältigen sozialen Vor-schriften für das tägliche Leben, auch das ökologische Verhalten lesen, war kein religiöser Kult. Sie sind nicht geglaubten Gottesnamen oder gar absolut und einzig geltenden Gestalten entsprungen, die schriftgelehrt in den alten Büchern nachgeblättert werden, sondern dem Sinn allen Seins, in dem auch Sie heute ihre Ökologie begründen. All diese das tägliche Verhalten regelnde Be-stimmungen, wie auch das Zinsverbot, das in einer frei wirtschaftenden Gemeinschaft von Beschnittenen als sinnvoll gesehen wurde, waren ein Ausdruck früher politisch-ökologischer Vernunft/Sinnhaftigkeit, die bei Juden mono-theisisch begründet war und zum Kult wurde.

In diesem Sinne bitte ich Sie zu bedenken, wie wir griechische Juden dann nicht nur den sich in aller Natur, der Genesis (dem Werden) offenbarende Sinn allen Seins in zeitgemäßer Vernunft bedachten. Sondern wie wir so auch den Weg wiesen, wie Sie im ewigen Heilsprozess das Wort Gottes, die schöpferische Bestimmung der alten Vor-schriften wieder dort bedenken und verstehen können, wo naturwissenschaftlich seit dem Urknall alles Werden auf sinnvolle Weise erklärt und so eine ökologische Verant-wort-ung zeitgemäß definiert  wird.

Was in Ihrem Säkularismus als Rückständigkeit ewig Gestriger, als moralisch Rigorismus gilt und leider so nicht nur im Nahen Osten politisch missbraucht wird, wäre wie nach der Zeitenwende bei uns, wieder auf die Beine ökologischer Vernunft zu stellen. Auf die selbst Benedikt XV. in seiner Rechtsrede verwies und wo auch sein Nachfolger die Umweltenzyklika gründet. Die Aufgabe eines aufgeklärten Christentums wäre es so nicht, Vorschriften zu erlassen oder verkündend Forderungen alter Gesetze, Vor-schriften zu predigen, diese gar in falsch verstandenem, mittelalterlichen Fundamentalismus zum Gottesstaat werden zu lassen. Das Fundament, auf dem der von Moses ausgehende Monotheismus uns eine Gebote gründete, zeigt sich gerade mit Blick auf die in Thora und Mischna verschrifteten vielfältigen alten Gesetze des täglichen Lebens als das, was Sie in ihren naturwissenschaftlichen Fakultäten lehren oder einfach als Ökologie gilt. Die in einem Sinn, Grund allen Seins gründet, damit wieder das offenbar macht, was wie sich zeigt, nicht von Menschen, der Meinung von Mehrheiten zu be-stimmen oder nach Habermaß in kommunikativer Vernunft vereinbart werden kann. Denn dass die schöpferische Vernunft, die sein päpstlicher Gesprächspartner, der dabei zu Recht vom christlichen Wesen sprach, für das menschliche Leben maßgebend ist, ist inzwischen wieder offenbar. Die Wahrheit liegt in der Genesis, die ihr inzwischen nicht mehr in Entstehungsmythen oder wie wir Griechen dann in vielfältigen doch noch recht metaphysisch klingenden Modellen, sondern  inzwischen wissenschaftlich beschreibt. Denn von dem umfassenden Sinn/Grund, den wir so zur Zeitenwende neu „christlich“ erkannten, ging unsere Bestimmung, das sogenannte Wort Gottes aus, das wir bereits als frühe Moses-Philosophie verstanden.

Ein heilsgemäßes Leben oder die von den Neutestamentlern ständig betonte Basileia, das Königreich, bei dem die in Schöpfung/Genesis begründete Weisheit weder von Gottkaisern vermittelt wird, noch alten Vorschriften, sondern einer Weisheit, die bei Ihnen als Ökologie des Menschen oder Weltvernunft definiert wird, im Kopf freier Menschen regiert, war unsere Heils-Hoffnung. Dies war für Juden das gelobte Land, in das Josua, lat. Jesus in einem Leben in kulturellem Friede und Vernunft führen sollte.

Auch wenn wir übersetzten, Brücken bauten, uns auf die Propheten, Abraham und Moses beriefen, so war es bekanntlich die bei uns hellenistischen Juden und dann Christen geltende gegenwärtige Sinn-/Vernunftlehre (Logos), in der wir damit die Wirklichkeit Josua, Jesus als schöpferische Bestimmung, Wort verstanden.

Wie Ihnen selbst aus den Jesusgeschichten des Neuen Testamentes bekannt, erkannten wir, wie nicht nur das Sabbatverbot zum Selbstzweck geworden war. Doch haben wir, wie Sie ja auch unsere Paulusliteratur deuten, das Gesetz nicht verworfen, sondern die dahinter stehende Vernunft erkannt. Nur so konnten wir in gegenwärtiger Vernunftlehre das Wort verstehen, ist der neue Bund geworden, der von Gesetzlichkeit befreite.

Ihre Zeit, die sich von alten Vorschriften befreit hat, predigt nun die schöpferische/ökologische Gerechtigkeit in allen modernen Medien, gar in einer Enzyklika und will sie per Gesetz, Subventionen und Steuererleichterungen erreichen. Was oft den Sinn auf den Kopf stellt, die Probleme nicht löst, sondern vergrößert. Wie sich nicht nur bei Diesel zeigt. Wie Sie wissen, war es unserer Anliegen, die wie gezeigt in Ökologie begründete Vernunft als ewiges Wort auf ganzheitliche Weise im Kopf/Herz der menschlichen Kult(ur) zu verankern. Um so zu der schöpfungsgerechten Lebensweise zu führen, nach der Sie alle vergeblich rufen.

Wenn bereits bei den alten Juden vernünftige Regeln nachgewiesen werden, die den Bestand der Beschnittenen im Rahmen der Umwelt sicherstellten, dann wäre es Ihre Aufgabe, dies wieder götterfrei auf neue Beine zu stellen. Statt vergeblich auf neue menschliche Könige zu warten, Messiasse wie Obama zu feiern und dann Trump zu wählen. Und damit die nationalistische Kurzsicht des Volkes zu verdeutlichen, vor der bereits Philo die Römer bei ihrer Demokratie warnte.

Die Gefahr, dass das Volk den Sinn und Zweck der bei uns Schrift/Thora gewordenen in Schöpfung begründeten ökologischen Vernunft nicht erkennt, ist bei Ihnen nicht mehr vorhanden. Auch wenn sich erweisen sollte, dass die Klimaveränderung ein natürlicher Prozess, nicht von sich überschätzenden Menschen gemacht ist. Jedem ist inzwischen offensichtlich, dass er nachhaltig im Rahmen der natürliche/schöpferischen Ordnung, die nicht er bestimmen kann, leben muss. Ihre Aufgabe, gerade als Theologen ist es, die Menschen dazu zu befähigen, sie in aufgeklärter Weise mündig zu machen, verant-wort-lich. Allein mit Halleluja und der Lehre von Halluzinationen, die die Anhänger eines Heilspredigers hatten (wie er sich auch mit Blick auf die Herkunft der alten Vor-schriften als Hirngespinst erweist), ist das sicher nicht möglich.

Auch wenn in unseren Texten ständig von schöpferischer Gerechtigkeit, Weisheit und Verantwortung geschrieben wurde, wie auch bei Paulus nachzulesen, so mag es zutreffen, dass in unserer Zeit die soziale Beziehung entsprechend der griechischen Lehre im Vordergrund stand. Doch dass auch wir Griechen unserer Logos/Vernunftlehren, wie die Stoa in Natur/Vernunft gründeten, deutlicher noch die Kyniker ein radikales Zurück zur Natur anstrebten, ist vielfach beschrieben.

Wenn Ihnen die Mitwelt nicht mehr als Böse, sondern in kausaler Weise als sinnvoll, damit „natürlich“ erscheint und seit Mitte des 19. Jahrhunderts  wieder ein ökologisches Verständnis gegeben ist, wie es bereits aus der Thora spricht, bei uns dann in Vernunft begründet war. Dann wäre dies in neuer Weise in unserer Sprache zu übersetzen, als lebendiges Wort zu verstehen, das von einem so offenbaren Sinn/Grund ausgeht und für uns die Wirklichkeit Josua, lat. Jesus war. Denn mehr noch als bei uns, ist bei Ihnen eine völlig neue Lebensweise, die sich am ökologischen Ganzen orientiert. Was nicht durch durch kurzsichtigen Wählern verpflichteten Politiker, noch politische Predigten zu machen ist. Auch wenn die dann bibellesend, jedoch ohne aufgeklärte Übersetzung, damit tiefgreifende Begeisterung für das Gegebene und damit Verant-wort-ung, auch in der Kirche gehalten wird. 

Nicht nur der Tempel in Jerusalem wurde auf Kosten der Perser gebaut. Auch die Schule der Befreiung von Götzenbildern und Pharonen-/Kaiserkult verdanken unsere himmelsbeobachtenden Väter, die dann Vernunft in Schrift fassten, dem Weiterdenken babylonischer, damit anfänglicher Wissenschaft. So ist dann auch der Heilsprozess zu bedenken, der bei uns keine Halluzination von Sektenanhängern, sondern ein weltgültiges Verständnis des bisher nur Beschnittenen dem Gesetz nach geltenden Wortes, damit einer in Genesis/natürlichem Werden begründeten Bestimmung war, war sie auch bei ihnen gegenwärtig ist.

Dieses Wiederholen war für uns kein schriftgelehrtes, phariäerhaftes Vorbeten alter Gesetze, noch der Wechsel zu griechischer Vernunft, die im Rahmen der Göttermysterien im Volk abstrakt und ohne Bestimmung blieb. Dies setzte die Übersetzung im aufgeklärten Verstand, die Synthese der Weltbilder voraus. Und wie die urchristlichen Bewegungen den Sinn ihres Seins und die davon ausgehende Bestimmung in denkerischer ihm Rahmen der Natur-/Vernunftlehren (Logos) verstanden und Übersetzungsarbeit war, wird von Ihnen ausführlich beschrieben.

So schreiben Sie auch, wie sich das Judentum abhob, nicht nur die Logik des zu verehrenden unsagbaren Sinnes/Grundes durchschaute, sondern in seiner Verschriftung bei den Beschnittenen ein Bewusstsein schöpferischer Gerechtigkeit aufrecht erhielt, wie es mit den Göttermysterien und Kaiserkult nicht zu machen war. Es ist Ihre Aufgabe, auf dem von uns dann gelieferten Fundament eines weltgültigen Judentums, im aufgeklärten wissenschaftlichen Verständnis des biblischen Glaubens die Voraussetzungen, für ein ökologisches Bewusstsein zu schaffen, das dann nicht nur bei Christen zu einer völlig neuen Lebensweise führt.

Es geht nicht darum, unsere Vorfahren, die nichts dem Zufall überließen, strenge Regeln für das gesamte Leben aufstellten, wie sie mit Mithras und Isis nicht zu machen waren und in kaum einer Kultur bekannt sind, zu erheben. Ob die Beseitigung des Ofens, auf den ein möglicherweise verseuchender Kadaver fiel, überflüssig und die Klassifikation der Wasserqualität in der Mischna richtig war, spielt keine Rolle. Doch wem klar ist, wie die vielfältigen, seitenlangen Weisungen, allein über die richtige Nahrung sowie über alle Fragen des täglichen Lebens der Thora (Gotteswort) von einem vernünftigen Denken ausgingen, das sich in natürlicher Schöpfung/Sinnhaftigkeit seiner Zeit begründete. Dem ist klar, dass hier keine religiöse Eingebungen, sondern die politische, menschliche Ratio die Feder führte und zum Kult wurde. Dem dürfte es daher nicht schwer fallen, die allseits geforderte ökologische Weisheit wieder kulturbestimmend zu machen. Dies im biblischen Glauben zu begründen, in Gestalt Jesus zu vermitteln, ohne in taube Gesetzlichkeit und Predigt zu verfallen oder sich gar auf einen antiken James Mason als Christus berufen zu wollen.

Während Ihre Prozesstheologen mathematische Modelle oder persönliche Beliebigkeiten nach alten Buchstaben in die Welt setzen, haben wir im frühwissenschaftlich-philosophisch erklärten Prozess allen Werdens in Erfüllung der Propheten auf weltgültige Weise das Wort wahrgenommen. Und in der menschlichen Person, der Ausdrucksweise im erst so erfüllenden Erbe der Vorbilder, ist dies zum Geschichtsprozess „Jesus“ geworden, der von Ihnen aufgeklärt weiterzuführen wäre.

Auch ohne sich auf die Sohar oder die anderen, auch paganen Geschwister Christi zu berufen, die allesamt in dem gründen, was Sie als Ökologie beschreiben, macht selbst der schriftgelehrte Blick in die alten Bibel deutlich: Der anfängliche Monotheismus ging nicht von absolut gesetzten Gottesvorstellungen aus, sondern dem genauen Gegenteil. Die „gewaltige Unterscheidung“, die sich in dem dann von uns neue definierten Sinn/Grund allen Seins begründete, lässt sich selbst in den Nachhaltigkeitsvorschriften nachlesen, die unsere Alten für Eroberungen bei Erhaltung des Baumbestandes machten, ebenso wie den sozialen Geboten, die Familie oder Lebensweise betreffen.

Auch wenn es möglicherweise vor der Errichtung des Staatesgebides nach weltweiter Ablehnung und deutscher Massenvernichtung jüdischer Menschen nie ein Staat Israel gegeben hat, wie ihre Geschichtsforscher annehmen. Im Israel der Beschnittenen des ewigen Exils wurde darauf geachtet, dass die Felder nicht ausgelaugt wurden und Zeit zum Regenerieren hatten. Die Speisegesetze zielten darauf ab, das Ökosystem möglichst intakt zu halten. Wälder wurden intakt gehalten und durften selbst im Krieg nicht abgeholzt werden.

All diese im Grunde öko-logischen Gesetze, die Sie in der Bibel als Wort Gottes lesen, drücken eine in Genesis/Ökologie und deren Sinn (JHWH) begründete Vernünftigkeit aus. Sie gründen dort, wo inzwischen Ihre Päpste das Recht und Pfarrer das ökologische und sozial rechte Handeln begründen. Aber  ist damit nicht auch klar, was unserer Theo-logie zugrunde liegt, wo wir die Offenbarung der Vätergottheiten sahen? Auch wenn das in den Kulttexten weiter in seiner Herrlichkeit, trotz Verbot auch immer wieder in Metaphern und Namen  umschrieben, so persönlich angesprochen werden musste.

Wenn damit das Alten Testament selbst die modernen Schriftgelehrten darauf verweist, wo die schöpferische Wirklichkeit, das Wort, die Gesetze und damit die irdische Wirklichkeit dessen begründet war, was wir mit JHWH umschrieben, Sie Gott nennen. Warum lassen Sie sich weiter von Gottesbildern/-vorstellungen davon abhalten, die in ihren naturwissenschaftlichen Fakultäten erklärte kreative Wirklichkeit (Ökologie/Evolution) als maßgebendes Wort, einzige offenbare schöpferische Wirklichkeit zu bedenken?

Auch das Problem des privaten Landbesitzen, der sich nicht dem Gemeinsinn unterstellt, wie es in Ihrer Zeit selbst die Kapitalisten und Banker in Krisen beklagen, war den Alten ebenso bekannt, wie das Zinsproblem. Das ein auch gemeins-sinniges und nachhaltiges, damit echt wirtschaftliches Wirtschaften fast ausschloss.  Es mag übertrieben sein, dass jeder Bioethiker im alten Judentum, das Freiheit dem Kommunismus vorzog, dafür in den Weisungen der Thora die Voraussetzungen schaffte, ein Paradies gesehen hätte. Doch wer angesichts all dieser bereits lange vor uns in Vernunft/schöpferischem Sinn öko-logisch begründete Gesetze, die in Thora oder Mischna als Wort galten, von Ihnen so gelesen werden, weiter unterstellt: Wir Griechen hätten dann einen Landstreicher aus Galiläa als Gotteswort/Thora in Person , die Halluzinationen von Sektenanhängern als dessen Erfüllung gesehen oder ausgegeben und geglaubt hätten. Muss der nicht „buchstäblich“ den Verstand verloren haben?

Wenn sich die Kurzsichtigkeit des Kapitalismus, Konsumkultes in der freien Demokratie als Gefahr für die Zukunft erweist. Wenn die freie aber schöpferisch gerechte Marktwirtschaft, die ihre Altkanzler beschworen, bereits bei den Alten nicht funktionierte, ohne dass nicht nur Vorschriften erlassen, sondern eine gemeinsame schöpferische Bestimmung gefeiert wurde. Dann ist es ihre Aufgabe in der Geisteswissenschaft, auf kulturaufklärende Weise die Augen zu öffnen, um die kommenden Probleme zu lösen, damit die Menschen auf kreative Weise Zukunft schaffen, statt zu zerstören.

Denn wie es nicht allein die von machtlosen Rabbinern formulierten Gesetze waren, sondern der in natürlicher Schöpfung/Sinnhaftigkeit begründete Kult, lässt sich auch in der Geschichte beobachten und war auch unser theologisches Thema.

Die Ein-sichten, zu denen die alten Juden kamen, wurden bekanntlich bei uns in neuer Weise bedacht. Auch wo die christliche Erkenntnis beschrieben wird ist klar, wie der Unsagbare, Eine, der den Propheten geltende Sinn, Grund allen Sein (JHWH) durch dessen Wort/Vernunft alles geworden ist, in antike-aufgeklärter Weise weltgültig bedacht wurde.

Es mag interessant sein, bei den alten Juden die ersten botanisch wissenschaftlichen Experimente nachzuweisen. Und wie dort ein naturwissenschaftliches Denken war, das konträr stand zu dem damals herrschenden Denken, wie man zu Erkenntnis kommen sollte. Und wie die Juden damit auch weit über dem Orakelglaube standen, nach dem in anderen Kulturen Göttermysterien befragt wurden. Doch auch wie wir die Brücke zwischen Hellenistmus, der griechischen Logik und dem alten Judentum bauten, der alten Naturbeobachtung und ihren Gesetzen, ist bekannt. Sie wissen auch, wie wir nicht weiter in mythischer Naturbetrachtung nach der Kabbala/Tradition oder auf alchemistische Weise nach Erlösung suchten, sondern in der Natur-/Vernunftlehre (Logos) unserer Zeit die Lösung/Befreiung sahen. Mit Halluzinationen von Sektenanhängern, die ihren Guru für Bildungsbürgern als Logos ausgaben, hatte unsere Theologie/Christologie, die ich Sie bitte aufgeklärt fortzusetzen, nichts zu tun.

Auch wenn es sicher zutrifft, dass sich bereits die alten Rabbiner und dann auch wir jüdisch-griechische Denker in heutigen biologischen Fakultäten pudelwohl fühlen würden – wahrscheinlich sogar wohler als bei den Schriftgelehrten, in den theologischen Fakultäten. Ohne das Wissen um die Begründung der biblischen Schrift, wie sie es heute wieder haben, bleibt die Biologie/Ökologie ein unbestimmter, verkürzter Naturalismus. Dann stößt auch die darin begründete Predigt, selbst wenn sie nicht nur grün oder rot bleibt, sondern biblische Texte gelesen werden, auf taube Ohren.

Wo der gemeinsame Sinn/Grund allen Seins dort wahrgenommen wird, wo wir ihn und die davon ausgehende öko-logischen Gesetze begründeten. Dort braucht die bei den Juden im Gegensatz zu anderen Kulturen aufgehobene Trennung zwischen Kult und weltlicher Kultur keine Angst zu machen. Ganz im Gegenteil. Die Aufgabe der globalen, totalen Religion ist es dann, auf jeweils kult(ur)gerechte Weise die Menschen für das zu begeistern, was auf wissenschaftliche Weise ausdiskutiert und auf Weltfriedens-oder Klimakonferenzen vertreten wird.

Wie menschliche Könige das nicht bewegen können, wenn auch dem Kopf der Wähler die Weisheit fehlt, wie wir sie zum Kult der westlichen Welt im Namen Jesus machten, war auch uns klar und ist täglich zu beobachten, wird in allen Medien berichtet. Und nichts anderes war Thema nicht nur unserer dann christlichen Theokratie, wie auch der östlichen Kulturen, die sich in kosmischen Modellen begründeten und damals von uns mit bedacht wurden, in diesen Sinne von Ihnen neu zu bedenken wären.

Die in Ökologie begründete Vernunft, die bei Beschnittenen als Wort in Schriftform an die Generationen weitergeben und von uns auf die Beine der Vernunft gestellt wurde, musste im europäischen Mittelalter, dem die Vernunft nicht verloren ging, sondern bei den Stämmen des Westens so noch nicht vorhanden war, in kirchlicher Mission und Lehre vermittelt werden. Sie hat dann in der von uns verfassten Schriftform die Re-formation ermöglicht, von missbrauchter Lehrautorität befreit und die Kultur zur Aufklärung getragen.

Aber was spricht bei all Ihrem Wissen dagegen, Babylon zu verlassen, den Sinn des Ganzen und die davon ausgehende Bestimmung in einem modernen holistischen Weltbild auf ganzheitlich Weise als ewiges Wort wieder dort wahrzunehmen, wo Sie die Genesis auf wissenschaftliche Weise beschreiben?

Der Mensch herrscht heute über die Fische des Meeres, das Vieh, die Erde. Doch er herrscht weder nach dem Mandat des Himmels, einer kosmischen, heute ökologische Ordnung, wie es Aufgabe der Pharaonen und Könige war, noch im Sinne der Weisheit, die uns Juden der König im Kopfe war. Er waltet damit nicht  im Sinne der Vernunft, des Sinnes/Grundes, den heute selbst die Evolutionsbiologen seinen Genen zuschreiben und der bei Kulturwesen über die eigene Genweitergabe hinausgehend die Genesis umfasst. Seine kapital- und konsumverherrlichende Kurzsicht  sorgt für leere Meere, gierig aufgefressene Energievorräte, Artenvernichtung und Zerstörung der Umwelt. Doch wenn Ihnen doch klar ist, wie wir die alte Königsherrschaft, die kosmische Vernunft in Gestalt von Pharaonen, dann Gottkaisern und ihren phantastischen Gottheiten wie Isis & Co. umsetzen sollte, in eine Weisheit des Volkes verwandelt wollten. Warum setzen Sie diesen Heilsweg, in dem wir die Wirklichkeit Josua, Sie schreiben Jesus sahen, nicht in aufgeklärter Weise fort, schaffen dafür die wissenschaftlichen Voraussetzungen?

8.     10. Recht und Religionen haben einen Grund/Sinn

Heute erklären Sie die Genesis und damit den uns Juden geltenden unsagbaren Einen, Grund und Sinn allen Seins in einer auch die menschliche Kulturgeschichte umfassende Evolution,  reden davon ausgehend statt von Maat, Wort, Logos, Tao, Dharma von Ökologie. Dass mündige Menschen das hier begründende gemeinsame Recht menschlicher Kultur halten, ist Aufgabe der verschiedenen Religionen, die heute mehr denn je gefragt ist.

Im Namen des bei Ihnen wieder wissenschaftlich offenbaren und uns geltenden Sinnes allen Seines bitte ich Sie den Grund der christlichen Kultur in neuer Weise zu bedenken. Um so die wissenschaftlichen Voraussetzungen für einen Friede zwischen den Kulturen zu schaffen, gefährlichen Fundamentalismus in gemeinsame Verant-wort-ung für die kreative Gestaltung von Zukunft zu verwandelt. 

Aus unserer Zeit ist mir zwar klar, wie schwer es fallen muss, sich von viele Jahre getragenen, liebgewordenen Vorstellungen, Lehrmeinungen zu lösen, dies Angst, Abwehr auslösen muss. Doch nur so haben sich die Kulturen im kreativen Sinne entwickelt, indem sie sich trauen, neue Verbindungen einzugehen. Wenn Sie sich vom alten Glauben lösen, unsere Perspektive einnehmen, quer denkend wieder die Weltbilder verknüpfen, verlieren diese nichts, sondern gewinnen eine völlig neue Dimension. Denn das Wissen hierzu ist Ihnen gegeben, die Zeit ist reif.

Sie beschreiben, wie die Reformation der Neuzeit aus einer besonderen Zeitepoche, den politischen, geistigen Umständen und vielen Denkern heraus entstand und ohne den Rückgriff auf unsere Texte, wie es Renaissance war, nicht möglich gewesen wäre. Und damit wissen Sie, wie ähnlich auch die „grund“legende Reform des dann weltgültigen Christen-Judentums  nicht ohne die Entwicklung, den Fortschritt der Geschichte, wie sie millionenfach in dicken Wälzern im Westen, wie Osten der Welt beschrieben wird, zu erklären ist. Auch wie wir, damit die christlichen Erkenntnisbewegungen, den Grund jüdischen Glaubens und die von einem unsagbaren Sinn/Grund allen Seins ausgehende Bestimmung in Vernunft der Zeit bedachten, so die Reform war, wird selbst von Christoph Markschies beschrieben.

Sie wissen, wo und wie wir als ewige Exilanten, damit im Lernen bei den antiken Hochkulturen erwachsen sind. Wie wir das dortige Naturwissen nicht verwarfen, sondern weiterdachten und uns so statt menschlicher Herrscher sowie Gottheiten ein in Genesis begründetes Wort, damit eine menschliche Weisheit galt, die wir personifizierten und in königlichen Geschichten ausmalten. Auch wie wir uns nach dem Wandel vom Mythos zum Logos und weltweiterer Vernetzung mit anderen Kulturen austauschten. Oder wie diese die von uns in Vernunft erklärte, begründeten Prinzipien zwar unterschiedlich benannt wurde, jedoch alle in natürlicher Schöpfung (heute Ökologie/Evolution) begründet waren. Damit das, was unsere in frühem Naturwissen begründete Sinn-/Vernunftlehre war, im Osten nur als „Dharma“ beschrieben und in anderen Kulturpraktiken umgesetzt wurde. Allein zu wissen, wie selbst bei der Übersetzung für Logos oder Wort  Dharma stand, sollte Anregung sein, das moderne Babylon zu verlassen.

Sie wissen…

-Wie der erste gescheiterte Versuch die volksbeliebten Gottesbilder auszumeißeln, der meist nur mit Echnaton verbundenen Armanazeit, bereits in der Ordnung des Sonnenverlaufes und deren für alles irdische Leben maßgebend gesehen kreativen Vernunftkraft begründet war.

-Wie die Ägypter die nicht nur Naturwissenschaftler waren, sondern hierin ihr Recht und ihren Kult in einer Theokratie gründeten. Wie ihnen egal wie ein selbst in den Pyramidenbauten umgesetztes frühes Wissen um kosmische Zusammenhänge und Dimensionen gegeben war, das erst in Neuzeit wieder erwachte. Und damit auch die fruchtbare Nilschwemme, die Naturbeobachtung der Grund ihrer Götterverehrung und Ihres Kultes war. Auch wenn sie noch weit davon entfernt waren, von Ökologie sprechen zu können. Wie auch Maat, die Tochter des Re, die für Weltordnung, Wahrheit, Staatsführung, Recht, soziale Gerechtigkeit und ewiges Leben (Zukunft) stand, auch in anderen Götterbildern wie Isis und Osiris die alte Hochkultur trug und wahre Wunderwerke ermöglichte, ein Mythos mit festem Grund. Wie so in einem bild-hübschen Mädchen, das die gesamte kreative Natur, Wind, Wellen, Sonne, Sterne, Wachstum… kulturgerecht verkörperte, bereits das verehrt wurde, was die Hebräer verschrifteten und Sie heute in Ökologie und Evolution beschreiben.  Und warum kulturgerechte Bilder notwendig für die gemeinsame Verehrung waren oder das in Kult(ur) verehrt werden muss, was Sinn macht und zu halten ist, wird bei Ihnen von Neurologen, Kommunikationswissenschaftlern und bekennend naturalistisch-atheistischen Evolutionsbiologen wie Thomas Junker erklärt.

-Wie Moses, der Ägypter, den wir als frühe monotheistische Philosophie sahen, das in Ägypten gewonnen Wissen weiterdachte, so vom Pharonenkult und Götzenopfern befreite. Weil das Wissen, das die natur-/himmelbeobachtende Hebräer verschrifteten, dann für Beschnittene in einem zum Kult  gewordenen umfassenden, öko-logischen Gesetzeswerk beschrieben war, das in Genesis gründete, als Thora und damit Wort Gottes Geschichte machte.

-Wie dann die Befreiung aus Babylon durch die Perser war, die für ihre frühe Naturwissenschaft von Ihnen in vielen Büchern gerühmt werden. Die nicht nur den Tempel in Jerusalem durch die Staatskasse Dareios (das Gute, wie es die persische Philosophie/Zarathustra bedachte, aufrecht erhaltend) finanzierten. Auch was die Perser in frühem Monismus im Namen Ahuramazda als Weltgeist verehrten, damit „Gut denken, gut reden, gut handeln“ war weit von dem entfernt, was Sie mit Ökologie bezeichnen. Doch wo ist der Unterschied, außer, dass Sie all das, was damals noch weitgehend mythisch bedacht wurde, nur besser wissen?

Und Sie beschreiben auch, wie Esra und Nehemia am Hofe Dareiso erwuchsen, damit bei Zarathustra (monistischer Philosopie) in die Schule gingen. Und wie die persische Philosophie bereits mit Mithras einen Vertrag (wir sagten Bund) in Vernunft schloss, der die lieblichen Mythenbilder immer mehr verdrängte. So in dieser Zeit der biblische Monotheismus der Propheten entstand, die einen unsagbaren Grund allen Seins statt Gottesbilder und Könige verehrten und denen die davon ausgehende Bestimmung als Wort kulturbestimmend war.

So können Sie sicher auch verstehen, auf was wir uns beriefen, als wir den alten Bund in neuer Weise weltgültig machten, was ich hier nicht nochmals darstellen muss.

Doch wie können Sie uns unterstellen, wir hätten zwar den unsagbaren Einen, den Grund allen Seins und die davon ausgehende Bestimmung, so einen weltgültigen Bund bedacht, dann aber einen jungen Handwerksburschen in den Himmel gehoben, für Bildungsbürger als Logos in Person hingestellt?

Ist das nicht ebenso wissenschaftlich, wie wenn Sie den Ägyptern ihrer bildhaften Verehrung wegen unterstellen würden, ein junges Mädchen zur Maat, damit dem Naturprinzip menschlicher Gerechtigkeit gemacht zu haben. Und dann hätten hebräische Propheten im Namen Moses die Story der bildhübschen Frau zu ihren öko-logischen Gesetzen, dem in Genesis begründeten Wort  ausformuliert?

Nur weil gerade im wilden Westen Europas (bei den germanischen, gotischen, fränkischen Stämmen) die uns geltende Vernunft als eine friedliche Siegfriedsgestalt in Form eines jüdischen Weisheitslehrers Mensch werden musste. Nur in dieser menschlichen Gestalt das bei uns in Natur/Vernunft verstandene Wort nicht nur gegen Mithras und Isis, sondern auch noch Wotin antreten musste, damit die christliche Mission funktionieren konnte. Deswegen können Sie uns doch nicht einen jungen Mann unterstellen wollen.

-Wie die Christianisierung Europas im Mittalter und dann die volksförmige Darstellung der Reformation zu einem völlig neuen Christusbild führen musste. Damit der anfänglich in vielfältigen Symbolen bereits in den Katakomben versinnbildlichen Logos,  nicht nur den Philosophenbart, wie auf den Bildern als Zeus-Pantokrator bekam, sondern auf Runensteinen des Nordens nur mit bärtigem Gesicht die Funktion von Odin und Thor übernehmen konnte. Die Translatio, die heidnischen Vorstellungen gerecht werden, diese inhaltlich erfüllen und im Kult weiterführen musste, um ihre Mission zu erfüllen, wird von Ihnen vom Beginn des jüdischen Kultes, bis in die Neuzeit, wie in allen Kulturen nachgezeichnet.

Doch wollen Sie ernsthaft unterstellen, der Christus, der im Sittenwechsel (um einen Glauben im heutigen Sinne ging es nicht) erst kurz vor der Reformation im Norden und dann Osten Europas die Funktion der heidnischen Verehrungsgottheiten einnahm, wäre eine Spätfolge unserer Apologetik. So wie wir den guten Jungen für Bildungsbürger als Logos ausgegeben hätten, wären die Germanen und Wickinger einem fiktiven Glaubensgebilde „Christus“ auf den Leim gegangen. Fallen Sie damit nicht weit hinter das zurück, was Ihre bis zum Ende des Mittelalters missionierten Vorfahren im Rahmen ihrer Zeit als tieferes Motiv erkannten? Denn als deren Fürsten, Bildungseliten oder gar die heidnische Volksversammlungen im Credo  das Wagnis eines völligen Kulturwandels eingingen, war der bis zur Aufklärung gelten Christus noch maßgebend? Wollen Sie, dass die Germanen wieder zu Odin, Thor zurückkehren oder sich dann menschlichen Ideologien zuwenden, weil ihnen die Missionare nur ein Bären aufgebunden hätten, historisch nur ein gutherziger Charismatiker war?

Wie kann eine sozial engagierte Prozesstheologin wie Catherine Keller, die es sich zu Aufgabe macht, gegen Fundamentalismus anzutreten, dem Ballast alter Bildern zu befreien sowie die Weltbilder zu versöhnen und zu einer ökologischen Lebensweise zu  führen. Und deren Job es wäre, wie wir im naturwissenschaftlich erklärten Prozess allen Werdens die schöpferische Wirklichkeit, dessen Sinn/Grund und die  davon ausgehende Bestimmung zu verstehen. Dann aber „Über das Geheimnis“ schreiben und in persönlicher Schwärmerei stecken bleiben? Gleichzeitig wie ein pubertierendes Mädchen bei ihrem ersten Freund, von Jesus schwärmen, um dann in Bezug auf Michael Welker vom „Locken des Logos“ zu reden und sich gleichzeitig auch noch auf Johannes zu berufen.

Warum macht der kein Neutestamentler klar, dass es bei Johannes um die im Prozess allen Werdens wahrgenommene Weltvernunft ging, die Sie heute als Ökologie des Menschen bezeichnen, auch in kultureller Evolution beschrieben wird? Was für uns als lebendiges Wort, die historische Wirklichkeit „Jesus“ als ein Heilsprozess war, der in aufgeklärter Weise heute dringend fortzusetzen wäre.

9.     11. Naturalisten als Christen

Die „Gretchenfragen an Naturalisten“, wie sie bei Ihnen Gerhard Vollmer beschreibt, können Sie in unserer aufgeklärten Brücke zwischen Natur- und Kulturwissenschaft in christlichen Glauben verwandeln. Denn wie wir unsere Kulturwissenschaft in Naturwissen begründeten, ohne dies naturalistisch zu verkürzen, ist Ihnen bekannt. Und so stellt sich doch die Frage, wie wollen Sie die allseits geforderte ökologisch-globale Vernunft/Sinnhaftigkeit halten, wenn die Kulturwissenschaftler nur aus unbedeutend gewordenen Büchern vorlesen und die Naturalisten aus Angst vor Aberglaube die selbst freigelegte Sinnhaftigkeit allen Seins abstreiten?

Auch wenn wir das Werden noch nicht wie Ihre Wissenschaft in einheitlicher sinnhafter Logik begründen konnten, sondern vielfältige spekulative Modelle unterwegs waren, so ist bei uns alles mit „rechten“ Dingen zugegangen. Aber begründen bei Ihnen inzwischen nicht auch die Päpste, wie die Pfarrer in Realität das Recht und rechte Verhalten in dem, was Ihren Naturalisten recht ist, als deren Katechismus und als nie endgültig, sich im ewigen Wandel befindlichen Wissen gilt?

Auch wir haben uns mit einem verkürzenden philosophischen Naturalismus auseinandergesetzt, bei dem bekanntlich noch die alten Gottheiten verehrt, Kaiserkult und Göttermysterien galten. Doch da wir bekanntlich den jüdischen und damit christlichen Kult genau in dem begründeten, auf was sich Ihre Naturalisten berufen, wir keine Buchstaben-Kreationisten oder Gesetzesfanatiker waren, kann ich den Streit Ihrer Zeit kaum verstehen.

Den unsagbaren Sinn allen Seins, wie Sie ihn auch bei den urchristlichen Lehren als die maßgebende Größe nachzeichnen, haben wir nicht nur in der alle Philosophie tragenden Frage nach dem woher, warum, wohin gesehen. Er war in jeder frühen Forschung gegenwärtig, die ihn bereits voraussetzte. Wer es wie Sie gewohnt ist, alles auf natürliche Weise zu erklärten, kann sich kaum erklären, was der Wandel vom Mythos zum Logos bewirkt hatte. Wie sonst hätten die Griechen dann von „natürlichen“, daher logisch nachvollziehbaren, somit sinnvollen Prozessen ausgehen, diese hinterfragen können und wie Sie beschreiben, wenn sie den Sinn des Seins nicht vorausgesetzt hätten. Auch wenn bei uns noch keine Evolutionsbiologen auf empirische Weise belegten, wie nicht allein die Fortpflanzung, sondern die Genmaximierung den Sinn des menschlich-biologischen Wesens ausmacht, haben wir weitergedacht, wie dies nur in einem Sozialwesen funktionieren kann, das auf gemein-sinn angelegt ist. Aber auch das muss ich Ihnen, wo selbst die kapitalistischen Banker nach jeder Krise den fehlenden Gemeinsinn beklagen nicht erklären. Und warum wir dieser Gemeinsinn in der immer globaler, vernetzten Welt nicht weiter auf die Beschnittene beschränken konnten, muss ich Ihnen, die wissen, wie das Leben der eigenen Brut von brasilianischen, den Regenwald abholzenden Bauern abhängt, wie umgekehrt südamerikanische Bauern deutsche Stromkonzern und damit Ihr Verhalten gerichtlich belangen, nicht erklären.

Auch wenn uns die Natur nur einen biologischen Sinn in die Gene gelegt hat, war den geistbegabten Menschen, wie den griechischen Philosophen bewusst, dass, der natürliche Sinn über die Gene hinausgehend die gesamte Genesis umfasst. Und so war uns griechisch denkenden Juden klar, dass es keinen Sinn macht, weiter den mythischen Gottheiten auf mysteriöse Weise zu opfern, sondern sich in Begeisterung für die Genesis, deren gemeinsamen Sinn zu verehrten, was uns als JHWH unaussprechlich, unvorstellbar war.

Sie beschreiben auch, wie es in der evolutionären Entwicklung sinnvoll war, selbst ihre noch tief im Mittelalter steckenden, wilden preußischen Vorfahren, von Ihrer mysteriösen Götterverehrung zu befreien und so die Aufklärung zu ermöglichen. Wenn die uns folgenden Denker bei ihrer Mission dabei entsprechend der germanischen Vorstellungswelt zu Mitteln griffen, die bei Ihnen heute zu den bekannten Gottesvorstellungen führten, der uns geltende Sinn allen Seins (JHWH) als Erklärungsgrund herhalten musste und dann wegfiel, auch als Designer dem Buch nach nicht zu beweisen ist, dann „Gott sei Dank“. Das lässt sich als schöpferisch vernünftiger Heilsweg erklären, wie er uns als Jesus Christus galt.

Aber wie Sie bei all Ihrem Wissen um unser Denken und damit auch um die christlichen Anfänge und Erkenntnislehren die Sinnhaftigkeit und Logik alles Seienden, wie menschlichen aller Psyche aus der Hand nehmen wollen und uns ein unterstellen, eine Art himmlisches Monsterwesen verehrt zu haben, wie es zu Recht polemisch als Spaghettimoster hingestellt wird, das ist kaum erklärlich. Hat Ihre buchstäbliche Theologie, die einen angeblichen Che Guevara  aus Galiläa als Gott oder dessen Offenbarung erklärt, damit auch den Kulturwissenschaftlern, die sich über die evolutionäre Entwicklung Gedanken machen, wie Vollmer zwischen den Welten vermitteln wollen, so den Geist geraubt?

Selbst Christoph Markschies beschreibt doch, wie es die christliche Mission der anfänglichen Christen war, den Sinn ihres Seins, den sie auf jüdische Weise verehren, zu vermitteln, über nichts anderes mehr reden wollten. Und wie wir, wie auch die anfänglichen Heiden-Christen in vielfältiger Erkenntnis den unsagbaren Grund/Sinn allen Seins in neuer Weise bedachten. Auch wie dabei christliche Erkenntnislehren, die sich weiter auf mysteriöse oder mathematisch bedeutungslos bleibende Weise begründeten, in ihrem New Age geheimnisvolle Lehren für eingeweihte Zirkel entwarfen, angeklagt wurden, sich zu Unrecht auf Gnosis/Erkenntnis zu berufen, wird nicht allein von ihm deutlich gemacht.

Sie können sicher nachvollziehen, wie es sinnvoll war, Ihren germanischen Vorfahren, die Orakel befragend im Mittelalter steckten und weit von unseren frühwissenschaftlich Erklärungsmodellen des Werdens entfernt waren,  mit unseren himmlischen Grund aller Kreativität einen vernünftigen Erklärungsgrund für alles zu liefern. Doch warum soll der hinter allen natürlichen Erscheinungen stehende unsagbare Grund aller Kreativität wegefallen sein, nur weil Sie wieder wie wir die Zweckmäßigkeit und Logik der natürlichen Vorgänge kennen, wie Laplace bereits Napoleon lehrte?

Auch die Vorstellung eins geheimnisvollen „Aufpassers“ im Himmel, die bei Ihren kirchlichen Bildungseinrichtungen voraussetzend diskutiert oder bei theologisch-philosophischen Meisterkursen an Ihren Hochschulen in Berlin und München als evolutionärer Sinn des Glaubens bedacht wird. Die mag in ihrer Zeit die Menschen zu einem gemeinschaftlichen Verhalten gebracht haben, so sinnvoll gewesen sein. Doch wenn mit einem Aufpasser die Menschen weder zu einem sozialen, noch weit weniger einem ökologisch gerechten Verhalten zu bewegen sind. Wenn den Lehrdienstanwärterinnen und Studenten in der Gotteslehre ein junger katholischer Priester, der auf seine Berufung wartet, mit Blick auf die Gefahren des Fundamentalismus oder der Verwerfung dogmatischer Gottesvorstellungen, nur eine völlig außerhalb des natürlichen Werdens liegende letzten Hoffnung vermitteln kann, die völlig keinerlei Relevanz für das Verhalten hätte. Wird es da nicht für Wissenschaftler, die sich auf die evolutionäre Erkenntnis berufen, nicht höchste Zeit, sich wieder auf das zu berufen, wo in Folge von uns auch die Heiden-Christen ihre Erkenntnis schöpften?

Die polemischen Angriffe ihrer naturalistischen Atheisten, die nicht nur mit dem Spaghettimonster oder einem himmlischen Schweinchen die Probleme auf den Punkt bringen, sind daher ganz im Sinn dessen, was uns als JHWH galt. Die ganzen Organisationen, die so kirchliche Zeremonien nachstellen oder Busse durch Deutschland fahren lassen, mit der Aufschrift „Es gibt keinen Gott“, haben einen Sinn in evolutionärer Entwicklung, wie er uns galt. Den Zusatz „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ können sich die sich so für eine friedlichere, freie Welt einsetzenden Buswerber sparen. Den Chef der im Himmel sitzt und sich alles ausdenkt, in seiner Willkür durch Gebete oder Opfer Umzustimmen ist und so dann als einzig „telelogisch“ für die christliche Theologie vorausgesetzt wird, den gibt es nicht und hat es auch für uns Gottesbildstürmer nicht gegeben.

Es war richtig, dass wir nicht in abstrakten philosophischen Begriffen und Vernunfterklärungen verharrten, den Sinn und Grund allen Seins in seiner Herrlichkeit als Vater des Alles oder in kulturbekannten Begriffen persönlich ansprachen und beschrieben. Nachdem Sie wissen, wie der Kopf der menschlichen Kulturwesen funktioniert, ist Ihnen klar, wie auch in Zukunft menschliche Vorstellungen gebraucht werden, die ökologische Vernunft oder Kult(ur)bilder nicht verehrt werden kann. Wir haben so nicht nur von alten Gottesopfern und Gottheiten befreit, die in Mysterien ihre Unwesen trieben und noch den griechischen Philosophen galten. Wir haben so nicht nur Nächstenliebe oder wie die Stoa Sozialverhalten gepredigt, sondern den Sinn allen Seins zum grenzüberschreitenden global geltenden sozialen Gemeinsinn gemacht. Das Miteinander der Menschen im Alltag und in den verschiedenen Kulturen stand bei uns auf dem Programm. Auch wenn, wie gezeigt, das alltäglich ökologische Verhalten bereits das theologische Thema meiner jüdischen Vorfahren in der Thora (dem Wort) war, gab es bei uns die Probleme Ihrer Zeit noch nicht, war das Miteinander in neuer Zeit gefragt. Währen bei Ihnen aufgrund der Ihnen gegeben technischen Möglichen und aktuellen Problem mit menschlicher Gier die „Ökologie des Menschen“ im Mittelpunkt steht, Voraussetzung für die Zukunft im schöpferischen Sinne ist. 

Doch ist es für eine Zeit, die den uns geltenden natürlichen Lebensfluss in ihren Vernunftlehren (Logos) in einheitlichen evolutionären Prinzipien beschreibt und die auch für die Kulturentwicklung gelten, nicht unwissenschaftlich, uns ihre heutigen Gottesbilder aus Buchstaben und Baugefühlen unterstellen zu wollen?

Wer in der Kirche ständig den ewigen Wandel beschwört, dabei von Buße spricht, dann auf wissenschaftlichen Weise den evolutionären Fortschritt beschreibt, muss der nicht auch offen für einen Wandel der Glaubensvorstellungen sein?

Denn wenn bei uns noch nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, was bei Ihnen allgemein als Grund des Glaubens unterstellt wird, dann war das allenfalls ein Problem, dass unserer Vernunfterklärung (Logos) noch nicht zu umfassend und empirisch war, wie Ihrer Naturwissenschaft gegeben. Und wenn selbst die Blindenheilungen Jesus nicht mehr als gottesbeweisende Naturbrechungen, sondern im Rahmen der Jünger-Missverständnisse erklärt werden. Dann gehen diese Missverständnisse weit über die frühe Kirche und deren Christologie-Diskussionen  hinaus, wie es bei Ihnen gelehrt wird. Auch bei Ihnen wird über das Wesen der Vernunft in der gesamten Kultur heftig gestritten, wird es höchste Zeit, dass der Heilsprozess „Jesus“ von Ihnen auf wissenschaftliche Weise fortgesetzt wird, so von gegenseitigen Missverständnissen und Feindschaften der Kulturen und Weltbilder befreit.

Der uns auch in der Paulusliteratur, damit auch der Theologie eines neuen jüdisch-griechischen Paradigmas geltende aufgeklärte Verstand, wie die wundersame klingende Auferstehung als Grund für die Glaubensablehnung gilt, ist daher mehr denn je gefragt. Mit Über- und Unnatürlichkeiten, die uns gegen besseres Wissen über unsere frühe Mathematik oder die natürlich-realistische Philosophie des Mittelplatonismus weiter unterstellt werden, hat das alles nichts zu tun.

Die Metaphysik, als Lehre von den erfahrbaren ersten und letzten Dingen, wie sie nicht nur gebraucht wird, um dem Leben Sinn, Richtung zu zeigen. Die auch letztlich naturwissenschaftliche Modellrechnungen, die Vermessung der Kreativität in kaum vorstellbaren Dimension des Kosmos erst ermöglicht. Die hatte bei uns einen festen Grund, wurde bekanntlich nicht in alten Bücher gelesen, sondern in aufgeklärter Weise dazu Brücken gebaut, wie es Aufgabe Ihrer Theologie wäre, sie sich meist auf die Schriftlehre beschränkt.

Nachdem bei uns der Kosmos in frühwissenschaftlicher Erklärung als Tempel, damit Vergegenwärtigung des Unsagbaren Grundes galt, so in Vernunft die menschliche Bestimmung als Wort verstanden wurde, hatten keine Probleme mit dem Realismus. Auch dass wir damit im Gegensatz zu den an der Tradition orientierten jüdischen oder römischen Kultvorstellungen standen, was zu den biblisch beschriebenen Auseinandersetzungen des uns geltenden Heils „Jesus“ führte, ist bekannt. Dessen Leiden können Sie sich ebenso erklären, wie das Kreuz, das er an der Achse der Zeit zu tragen hatte.

Der Aufbau der Welt nach ewigen kausalen Naturgesetzen als Prinz-ipien allen Seins, die dessen Sinn nicht verwerfen, sondern offenbar machen, war das Thema, als nicht nur Johannes vom Logos (Vernunftlehren) als ewigem Sohn sprach. Keine Glaubensgespinst oder philosophische Spekulationen, sondern die frühwissenschaftliche Erklärung der Welt, bei der Sie heute nur etwas weiter sind, wurde zum Grund des christlichen Glaubens. Dies war in Synthese der Weltbilder von Ost und West, Gestern und Morgen das Heil, der Josua, lat. Jesus, der die ganze Welt in ein gelobtes Land führen sollte. So wie es bei ihnen ein Leben in „Ökologie des Menschen“ bzw. Weltvernunft und Friede wäre.

Auch wie wir als Holisten und im Sinne eines modernen Monismus (ohne die Böse Biologie/Natur) unterwegs waren, die Väter der Kirche ihren Mitstreiter Basilides wegen seiner dualistischen Vorstellung ablehnten, ist bekannt aber im Grunde egal. Denn wenn der eindeutig in der „gegenwärtigen“ Welterklärung lag, wie sie die Antike gab und diskutierte. Dann ist ebenso, wie im Mittelalter, bei dem auf der ewigen Reise nach Jerusalem Zeit oder durch Einwanderung der Nordvölker auch im Mittelmeerraum die Vernunft in den Hintergrund gedrängt wurde, die Ihnen geltende Erklärung des Werdens und damit die Ökologie für Christen maßgebend.

„Fest im Glauben stehen“ war für uns die Wahrnehmung eines nun weltgültigen Sinnes/Grundes und der davon ausgehenden Bestimmung dort, wo Sie heute von Ökologie und kultureller Evolution sprechen. Wenn nun die Naturalisten aus lauter Angst vor gestriger Glaubenslehre einen über die Genweitergabe gehenden Sinn abstreiten, den sich jeder selbst suchen müsste. Womit nicht nur jedes darüber hinausgehende soziale oder ökologische Engagement pure Beliebigkeit, selbst der Aktivismus der Atheisten, die Bücher schreiben oder Busse gegen die Glaubenslehre fahren lassen, ein „sinnlos“ beliebiger Einsatz wäre. Wo aber alles sinnlos ist, der persönlichen Beliebigkeit überlassen bleibt, da wundert nicht, wenn die „Ökologie des Menschen“ und damit die zukunftsgestaltende, nachhaltig-soziale Lebensweise grün, rot und nun auch in der Kirche völlig vergeblich gepredigt wird. Wer will es dann ihren Zeitgenossen verdenken, wenn sie ihren Sinn in Kapitalegoismus, mehr Konsum, wie Freizeitvergnügen sehen wollen oder König Fußball vergöttern.

Und wenn es dann die Kirchen als ihre Seelsorge betrachten, einen jungen Galiläer als großes Vorbild aufzubauen, muss es so logischerweise heiße Luft bleiben, wenn sie in diesen ihre eigene ökologisch-humanistische Sinnhaftigkeit hineinpredigen.

Es mag offen bleiben, ob wir den Sinn und Zweck des Universums (das im Sternenhimmel als sinnvoll Berechnete, wie Leben in evolutionärer Entwicklung/Geschichte) im Menschen bedachten oder im großen Ganzen. Fest steht wie wir, ebenso wie die sog. Heiden-Christen, darüber in Erkenntnis unserer Zeit nachdachten. Uns dies weder durch Isis & Co., noch den römischen Kaiser oder die jüdische Gesetzeslehre oder sonstige religiöse Rederei vorgeben ließen. Wenn es Aufgabe der Religionen war, in der Entwicklung der Zeit diesen Sinn volksverständlich selbst denen zu vermitteln, die bisher Odin verehrten und Orakel befragten, was richtig und sinnvoll sei. Dann bitte ich gerade ihre Evolutionslehrer verständlich zu machen, wie das in dieser Zeit der taugliche/kreativ sinnvolle Weg war und wie jetzt die Zeit gekommen ist, die gemeinsame menschliche Bestimmung dort wahrzunehmen, wo sie heute die Welt, alles Werden und das ökologische Gefüge erklären.

Einen privaten, beliebig dann auch in ökologischem Verhalten gesehenen Sinn anderen Vermittel zu wollen, wird kaum gelingen. Und diesen dann mit Steuervorteil oder Subventionen zu einem nachhaltigen Verhalten locken zu wollen, den Sinn so per Gesetz vorzuschreiben, führt nicht nur zu Lustverlust, statt intrinsischer Motivation, die negativen Stress in Endorphine verwandelt. Die Berge der oft zum Selbstzweck werdenden Bürokratie werden dann heimlich meist umgangen. Doch spinnen die Artenschützer, wenn sie in ihrer scheinbar persönlichen Beliebigkeit aufschreien, weil die für die kreative Entwicklung notwendige Vielfalt der Natur in Gefahr ist oder sich sonst Menschen für die Zukunft und Umwelt engagieren? Oder gibt es doch eine objektive Sinnhaftigkeit, die wie gezeigt, nicht nur die Zukunft der eigenen Brut bestimmt, sondern im Sinne des Ganzen den Religionen zugrunde liegt, bisher kult(ur)gerecht vermittelt wurde und bei Juden gar für das Verhalten im Alltag frühökologisch ausformuliert Wort/Thora war?

Ersparen Sie mir, dass ich hier auch auf die vielen weitern Missverständnisse eingehe, die in Ihrem modernen Babylon die Weltbilder auf scheinbar unversöhnliche Weise trennt und nach querdenkendem Übersetzen ruft. Doch auch wenn wir uns in unserer Kulturwissenschaft als frühe Psychologen, damit Seelsorger sahen und von einer unsterblichen Seele sprachen, haben wir die mit Sicherheit nicht als Bauteil des menschlichen Körpers gesehen, sondern im Kopf (wir sagten auf ganzheitliche Weise auch Herz) verortet. Und auch wenn das Fegefeuer erst von den Germanen mit eingebracht wurde. Dass unser Denken (damit auch die Seele), wie unser Verhalten Folgen für die Zukunft hat, muss ich Ihnen, die errechnen, wie heiß des demnächst aufgrund menschlicher Einflüsse oder fehlender Anpassung unterm Hintern wird, nicht sagen.

Und wenn wir die bei Ihnen vieldiskutierte Willensfreiheit nicht gesehen hätten, wären die gesamten Kultkonzepte, die in unserer Zeit bedacht wurde, Unsinn gewesen. Denn auch wie die menschliche Willensfreiheit beschränkt ist, Kulturwesen, auch wenn sie sich noch so schlau und selbstständig sehen, als Massentiere verhalten, den jeweiligen Kulturleitbildern folgen, war uns bewusst. Was bei uns den Beschnittenen, dann Römern, Griechen, Germanen und Franken im Kult als Wort vermittelt wurde, bis zur Aufklärung auch als Christus in zeit-/kulturgerechte Verant-wort-ung nahm, hatte in den Kulturen des Ostens nur andere Namen, galt dort als Toa oder Dharma.

Es würde hier zu weit führen, zu erklären, wie nicht nur Okkultismus, Orakelglaube,  Hexerei, sondern all das, was moderne Menschen ihrer Zeit als Aberglaube sehen, von uns im Namen Josua, lat. Jesus, wie dann auch den Erbauern der Kirche abgelehnt wurde. Doch wie können Sie denken, die Probleme ihrer Zeit wären ohne einen gemeinsamen Kult zu lösen und gleichzeitig evolutionsbiologisch bzw. in Geschichte nachzeichnen, wie der Kult alle Hochkulturen und ihre Leistung trug, bis zur auf ihre Kultur Aufklärung getragen, Europa hervorberacht hat?

     12. Sinn-/Vernunftlehren in Auferstehung JHWH

Wie die gesamte und auch uns geltende griechische Philosophie von einem natürlichen Sinn des Ganzen, allen Werdens ausging, ohne den weder Pythagoras, Sokrates, Platon oder die Stoa Sinn machen würde, muss ich nicht erklären. Wie daher alles, was neuzeitliche Naturwissenschaft in evolutionärer Weise als kreativ sinnvoll beschreibt, bereits von frühen Denkern, die ihre als frühchristliche Erkenntnis- und Reformbewegungen erklärt, als Sinn allen Seins gesehen wurde, kann nicht verleugnet werden.

Erklären Sie ihren Studenten daher, wie wir von alten Gottesbildern, Vorstellungen befreiten und genau dort JHWH auf rationale begründeten, wo in Ihrer Zeit Naturalisten oder sonst aufgeklärte Menschen wissen wollen, wie es am Anfang war, was der Sinn des Lebens ist, der über den eigenen Tod hinausgeht.

Es erübrigt sich, unsere Schriften nach Gottesvorstellungen abzuklopfen. Nachdem Sie wissen, wie wir das in Vernunft erklärte, damit jetzt natürliche Werden als Wort,  menschliche Bestimmung verstanden,  bestätigen Sie, was ja auch Ihre theologische Lehre ist. Einzig der Logos, damit die Vernunft/Logik, in der in den naturwissenschaftlichen Fakultäten die Welt erklärt wird und die die Atheisten den Gottesbildern entgegenstellen, galt dann auch Christen als Offenbarung der Vätergottheiten.

Wenn Sie nicht weiter die historisch völlig unhaltbare Story von einen zufällig Jesus genannten Handwerksburschen als den  Grund von christologischen Halluzinationen lehren, sondern wie uns in historischer Realität das Heil „Jesus“  in sinnvoller Natur/Vernunft (Logos) gegeben war, lösen sich nicht nur die Wiedersprüche auch zwischen Ihren Weltbildern, auf ähnliche Weise wie bei uns auf. Die rationale Erklärung der Welt, wie sie nur in etwas empirischeren Logoslehren als Öko-logie oder Evolution vermittel wird, damit auch der Naturalismus an sich, wird damit zum Beleg dessen, worin wir und dann die frühen christlichen Bewegungen, den unsagbaren Grund/Sinn allen Seins sahen, der (in Metapher) seit Abraham galt.

Was uns als JHWH galt, war in diesem Sinne das genaue Gegenteil einer gegen alle Vernunft sprechenden Vorstellung. Der in Vernunftlehren (Logos) offenbare Sinn war kein Produkt einer Glaubens-Halluzination des linken Schläfenlappens, das an kirchlichen Bildungseinrichtungen in meditativer Versenkung oder per Gotteshelm herbeizuzaubern wäre und kein eingebildeter Aufpasser, wie er bei theologischen Meisterkursen der Hochschulen als evolutionärer Nutzen bedacht wird. Auch wenn es bei uns bekanntlich unterschiedliche Strömungen gab, sich dann die gegen den allein den Logos gelten lassenden Markionismus gerichtet christliche Denkweise durchsetzte. Weil die im bildhaften Verstand unserer jüdischen Traditionstexte an das Alte Testament anknüpfte. Was wir als Sinn/Grund allen Seins, der war und sein wird erkannten, war auch nicht das, was Buchstabenkreationisten wie einen sich alles ausdenkenden Designer dem Buch nach bewahren wollen und woran alle Gottesbeweise scheitern und Theodizee genannte Zweifel begründet sind.

Wenn wir Zweifel hatten, dann waren dies die Zweifel an einem umfassenden Sinn/kreativen Grund. So bitte ich Sie auch unserer Diskussion mit dualistischen Denkweisen, wie Basilides zu verstehen, die dem kreativen Grund des Ganzen ein negatives, böses Prinzip entgegenstellen wollten. Doch schon bei uns setzte sich ein Denken über einen  umfassenden schöpferischen Grund des Ganzen durch, wie er nun nicht nur vorausgesetzt, sondern wissenschaftlich beschrieben wird. Und ohne den keine Wissenschaft wäre. Bereits wir gingen von einen kreativen Sinn/Grund aus, den die Geologen nun gar in Erdbewegungen und damit katastrophalen Beben und selbst mörderischen Zunamis nachweisen. Den die meist von einem Zweck sprechenden Evolutionsbiologen nicht nur in allen natürlichen oder körperlichen Prozessen, selbst den Krankheiten der Kultur oder den menschlichen Gefühlregungen und ihren Fehlleitungen beschreiben.

Warum nehmen Sie nicht nur die Päpste beim Wort, die das Recht und rechte Verhalten in einer Ökologie begründen, wie sie die Naturalisten erklären, sondern auch die Naturlehrer selbst? Sagt nicht der Begriff „Natur“ selbst, dass dahinter kein Mythos, keine menschliche Beliebigkeit, sondern eine sinnvolle Logik steht, wie sie bereits wir in Vernunftlehren (Logos) erklärten?

Ich denke, dass ich nicht weiter darlegen muss, wie Sie durch den Wandel der Perspektive dem christlichen Glauben nicht den Grund nehmen und nicht nur die berechtigen Gründe Ihrer Glaubensgegner entkräften, sondern ins diese Gegenteil verwandeln. Wie Sie so die Naturwissenschaft zum lebendigen Zeugen für das machen, was uns als Logos und damit nicht als Entkräftung, sondern Christen weltgültige und somit einzige Offenbarung des Vätergottes war. Was nicht nur dem fundamentalistischen Aberglaube den Weg versperrt. Sondern den sich durch die heutige Glaubenslehre selbst verkürzenden Naturalismus zu einer Begeisterung für das führt, was als Öko-logos galt und als christliches Heilswesen „Jesus“ zu einer neuen Lebensweise führte.  

Machen Sie so die Kritiker, die polemisch das Gewicht der Seele in toten Köpern hinterfragen, zu Seelsorgern. Lassen Sie die Psychologen, die Neurologen, die Evolutionsbiologen gemeinsam mit Kulturwissenschaftlern erklären, warum Menschen den Sinn Ihres Seins, den unsagbaren Grund der Genesis lieben, verehren, feiern oder gemeinsam besingen müssen, um sich öko-logisch zu verhalten. Und statt sich wegen der Lehre von Auferstehung und vom ewigen Leben lächerlich machen zu lassen, zeigen Sie auf, wie die in Evolution seit dem Sternenstaub erklärte Ewigkeit nur im aufgeklärten kult(ur)verstand zu machen ist.

Zeigt nicht der aufgeklärte Blick auf die jüdisch-christliche Entwicklung, dass trotz aller fast unlösbarer Probleme zur Resignation kein Anlass besteht, sondern dies eine Herausforderung ist für Sie. Um für eine nachhaltige, im schöpferischen Sinne mündig verant-wort-liche Lebensweise die wissenschaftlichen Grundlagen zu legen. Bei der die Religion nicht das Recht vorgibt, sondern aufgeklärte Menschen in einem friedlichen Miteinander der Kulturen begeistert, sich ihrer schöpferischen Verantwortung in völlig neuer Lebensweise zu stellen.