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Herkunft des Heils „Jesus“ aus griechischer Natur- und Vernunftlehre

Wie die griechische Natur-/Vernunftlehre (Logos) bei hellenistischen Juden als Weisheit, Sohn, Gesalbter: „Christus“ auf den heute nicht nur in Bibel und Koran im Wort beschriebenen „einen“ Sinn und Grund allen Seins (Gottheit von Juden, wie Griechen), damit rechte Lebensweise verwies. Womit die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Vernunft erklärte Natur, damit der gesamte Kosmos wahrer neuer Tempel und so begründete Weisheit, Wort, Gesetz das historische Heilswesen „Jesus“ war. Und wie daher heute meist in Ökologie begründete Weisheit aufgeklärt in natürlich begründeten Vernunftreligionen zur tiefgreifenden Kulturbestimmung mündiger Weltbürger und damit auch die wissenschaftliche Voraussetzung für ein Leben in Gemeinsinn und Vernunft sowie kulturellen Friede geschaffen werden könnte.

Eigentlich ist die Geschichte logisch und einfach:

Während für naturbeobachtende und himmelsberechnende Hebräer der so erkannte schöpferische Sinn noch „allein“ die Grundlage für ihr Gesetz/Thora, das Gotteswort war. Das ist im hellenistischen Judentum, wie bei ihre menschlichen Gottheiten, Mysterien, Orakel und Opfer kritisierenden Griechen in „einem“ im nun natürlichen Weltganzen begründeten gemeinsamen Sinn allen Seins weltgültig geworden.

So ist im Wandel vom Mythos zum Logos die bisher Juden „allein“ geltende Bestimmung (Thora) genau dort verstanden worden, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was uns inzwischen schon die Kinder als Weisheit vorbeten, wurde von anfänglichen Denkern als Christus=Sohn, damit universale Bestimmung/Vernunft im Sinn des Propheten geltenden  Wortes, wie Tao oder Dharma verstanden.

Genau dieses erst nach Einigung anfänglich vieler anfänglich nicht nur platonischer, sondern auch in persischer Philosophie begründeter, später christlicher, wie dann  auch innerkirchlich konkurrierender Lehren hervorgegangene Heil „Jesus“ und dessen Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, sowie vieler Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem ist in den Evangelien nachzulesen. Die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit als Christus liegt damit auch den Theologiebriefen des im hellenistischen Judentum gewandelten Pharisäers (Paulus) zugrunde. Wo es egal wer die Texte verfasste, nicht um den Verfolger einer Handwerksburschen-Sekte ging, sondern des im hellenistischen Judentum lebendigen Heils „Jesus Christus“, von dem die Weltmission ausging.

Doch damit war der Grund christlichen Glaubens kein als Christus verherrlichter Guru als neuer Gott. Umgekehrt. Er liegt dort, wo wir heute von ökologischer Weisheit oder in Evolution begründetem Humanismus sprechen und dies in Bezug auf die verschiedenen kulturellen Traditionen (somit rational begründeten Vernunftreligionen) im „gemeinsamen Sinn“ zur tiefgreifendenden gemeinsamen Kulturbestimmung mündiger Weltbürgern werden könnte.

Inhalt:

-A) Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

-B) Begriffsklärung Logos vorweg

-C) 1 bis 23, Geschichte des jüdischen Heils „Jesus“ im griechischen Wandel vom Mythos zum Logos

 

A)     Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

Als vor wenigen Jahren Klaus Berger in Heidelberg Jesus Christus als hoheitliches Wesen der Bibel nach lehrte. Da trug das zwar bereits bei der aufgeklärten Welt dazu bei, die christlichen Glaubensaussagen als absurd zu sehen. Doch wo ein junger Mann als historischer Jesu noch ohne zu hinterfragen als postmoderner junger Gott galt, war die Lehre, die Dank historischer Kritik heute unhaltbar geworden ist, noch halbwegs logisch.

Die in vielen Briefen geäußerte Bitte, den Anstoß zu geben, das hoheitliche Wesen dort zu bedenken, wo  bereits Wurzel-/Radikalkritische Neutestamentler vor ihm den historischen Jesus sahen, alle anfänglichen Denker vom Logos=Christus sprachen, wir heute in Ökologie oder als Evolution definieren, hat er mit dem Verweis auf die Bibel abgelehnt. Wenn Professor Berger nun seine historisch-kritischen Nachfolger, die heute in aufgeklärter Welt nur noch einen einfachen Religionsrebellen zulassen können, im Buch als „Bibelfälscher“ bezeichnet, dann ist das verständlich, trifft jedoch nicht zu. Denn auch wenn ein mehr als banaler junger Mann als der historische Jesus vorgestellt wird, der als seinem Vater helfender Bauhandwerker zwar nicht lesen konnte, aber angeblich besonders gut in der Thora ausgebildet war. Bereits in der Vorlesung über den Historischen Jesus wird vermittel, dass es um den nicht ging, die Verfasser vom Christus, dem Gottes-, Menschensohn als neuem König, der schöpferischen Basileia und so einem jüdischen Heil schreiben. Wie es hier in hellenistischer Naturlehre begründet wird. Denn wo die heutigen Lehrer ihren banalen „jungen Mann“ hernehmen, der der historische Jesus gewesen sein soll, konnte auch aufgrund penetranter, das Studium störender Zwischenfragen eines laienhaften Gasthörers nicht beantwortet werden und ist so sicherlich nicht nur in Heidelberg kaum ein Thema. 

Auch Benedikt XVI., der als Anwalt schöpferischer Vernunft gilt, diese bei intellektuellen Reden ständig als christliches Wesen im Weiterdenken griechischer Philosophie und mit Verstand einsehbar bezeichnete, konnte den jeweils vor den Deutschlandbesuchen geäußerten Bitten nicht entsprechen. Er hat in seinen drei Jesusbüchern zwar wie von einem einfachen Menschen, dabei jedoch den biblischen  Christus, damit aber die schöpferische Vernunft beschrieben. Die er dann beim Deutschlandbesuch in seiner letzten großen Rede vor dem Bundestag als Grund des Rechtes nicht im biblischen Jesus, sondern in ökologischer Lehre zu bedenken gab. Dabei hat er sich  auf die jüdische Weisheit, wie das bezogen, was der Stoa als Logos, damit in Vernunft erklärte Natur zugrunde lag. Spätestens hier hätte ihn die historisch-kritische Wissenschaft, die sich sonst beschwerte, dass er auf die heutige Kritik nicht einging, beim „Wort“ nehmen müssen. Zumal der als „Mann des Wortes“ gelobte Franziskus dann seine Predigten oder Enzyklika von einem sozial-ökologisch gerechten Verhalten als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft genau dort begründet, wo der über die heutige „Verfassung ohne Grund“ schreibende Philosophen-Papst das Recht nun in Ökologie zu bedenken gab,  von griechischer Vernunftlehre oder jüdischer Weisheit und sonst von Jesus Christus sprach.

Die historisch arbeitende theologische Hochschule hat heute die aufklärerische Kritik an einem hoheitlichen Christus, ebenso wie aber die an einem zum Zwergenmaß gewordenen jungen Mann als historischen Jesus, meist allerdings aufgrund biblischer Zweifel, längst überholt. Ohne jedoch ihre wissenschaftlich-historische Erkenntnisse um die Anfänge und exegetischen Erkenntnisse ernst zu nehmen. Und damit den biblischen Jesus Christus, wie ihn der daher kaum mehr ernst genommene Berger als persönlichen Gott nur dogmatisch bewahren will, in seiner historischen und heute weiterzuführenden Heilsgröße aufgeklärt zu bedenken. Und zwar dort, wo Benedikt XVI. das Recht, Franziskus, wie auch jeder protestantische Pfarrer in Realität das rechte Verhalten herleiten, auch von einer „Ökologie des Menschen“  geredet wird.

Hier muss daher nicht die erst mit der Aufklärung beginnenden Leben-Jesusforschung nachgezeichnet werden. Und wie bereits vor den Weltkriegen Neutestamentler deutlich machten, dass es beim historischen Jesus um das ging, was Griechen als Logos bezeichneten, so noch vergeblich die Realität des heute in weltgültiger Natur-/Sinnlehre zu erkennenden Glaubensgrundes neu definieren wollten. Doch allein die Tatsache, wie noch für Karl Barth, der über den angeblich Historischen sagte „ich kenne diesen Herren nicht“ oder den von Berger wegen seiner rationalen Entmythologisierung kritisierten Rudolf Bultmann und seine Schule „Christus“ maßgebend galt, dessen historisch-kritische Hinterfragung nicht zu verhindern war, weist den Weg.

Auch wenn heute von Jesus-Worten gesprochen wird, wie wenn es doch um heimlich mitgeschriebene Botschaften eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen ging, werden die Jesusgeschichten als bewusste Kompositionen von Weisheitslehren durch hochgebildete hellenistisch-jüdische Theologieliteraten gelehrt. Die je nach theologischem Aspekt einzelne Logien (Weisheitslehren) aufgriffen oder sie in einen anderen Zusammenhang stellten. Damit zeigen sich die biblischen Verfasser als mittelplatonische Denker, die es sich zur Aufgabe machten, die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit an Stelle der buchstäblichen Schriftlehre traditioneller Pharisäer, wie der griechischen Gottheiten zur Volksbestimmung zu machen oder wie Johannes, griechische Philosophenschulen. Was, wie hier deutlich wird, alles Jünger, echte Apostel des Heils „Jesus“ waren.

Doch wo blindwütig ein junger Mann unterstellt, nicht das historische Heil „Jesus Christus“ bedacht wird. Wodurch der jüdische Bund im bildhaften Verständnis der alten Texte im Sinne zeitgemäßer Lehre von der Natur (Logos) auf weltgültige Beine gestellt, so nicht nur Elia oder Moses in Josua/Jesus auferstanden waren. Da wird zwar gelehrt, wie Johannes von philo-sophischer Weltvernunft, Paulus von Weisheit, in diesem Sinne auch die anderen Evangelien vom Christus, dem wahren Gottessohn, König, Auferstandenen schreiben. Aber auch wenn erklärt wird, wie alle philosophischen Sachverhalte im Volk zeit- und kulturgerecht vermittelt wurden. Was ja auch alle kirchlichen Vordenker, Väter in vielen Texten als notwendig betonten. Und die dann konkret beschrieben, warum die nun in Natur begründete Vernunft/Weisheit nur in der bekannten menschlichen Gestalt im Volk vermittelbar war. Weil nicht jeder ein Philosoph sein konnte oder den alten volksbestimmenden Gottheiten entsprochen werden musste. Und die Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom „Heidenland nach Jerusalem“ (bereits von Kirchenvätern als ewiges Ziel gelebter Weisheit, keine Stadt) bis in die frühe Kirche und ihre Christologie-Diskussion verortet werden. Heute bleibt nur ein bibelschlauer Handwerksbursche, der in Jerusalem wegen Häresie hingerichtet und dem das alles angedichtet, der nur als Christus, Gottesssohn gesehen, für Bildungsbürge apologetisch als Logos (damit Natur-/Sinnlehre) ausgegeben worden wäre.

So dass der neben mir sitzende Student zum Abschluss der Vorlesung über den historischen Jesus fragte, wieso der gute Mann durch seine Freunde zu etwas gemacht wurde, was er nicht war und wollte. Was Professor Peter Lampe jedoch als Theologie des Neuen Testamentes vorstellte. Und dann von Ihm in „Die Wirklichkeit als Bild“ nur noch eine konstruktivistische Wirklichkeit (in Analogie zu traumwanderden Jugendlichen, die ihre Vision als Wahrheit sehen) erklärt werden kann. Womit das letzte Argument in der Pause zur Vorlesung über den Markus-Verfasser als einen philosophisch, wie literaturwissenschaftlich hochgebildeten Theologen wahrscheinlich in Rom war. Wo in der Stoa die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) den Menschen nicht nur ihren Sinn und ihre Aufgabe im kreativen Ganzen vermittelte, sondern sagte, wie die persönliche Gier unter die Herrschaft natürlicher Schöpfung, damit Vernunft zu stellen war, damit die Voraussetzung für die Ethik des Neuen Testamentes lieferte. „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was sich im Geschichtsgeschehen der USA logisch begründen lässt. Ganz im Gegensatz zu Verherrlichung eines bibelschlauen Handwerksburschen durch einen hochgebildeten jüdische-hellenistischen Theologieliteraten des Mittelplatonismus. Oder gar, dass der in Zeiten der Stoa zur Weltbestimmung für die von Peter Lampe beschriebenen „stadtrömischen Christen“ wurde.

In Rom, Syrien, Alexandrien oder sonst wo war bei hellenistischen Juden, aber auch bei den als „Gottesfürchtigen“  zum weltgültigen Judentum konvertierten Griechen, die in Vernunft gelehrte monistische Natur (Logos), damit frühe Ökologie maßgebend für das schöpfungsgemäße Leben. Und da der in der auch für die anderen Synoptiker grundlegenden Markus-Geschichte genau das beschreiben wird, was sich allein im hellenistischen (damit von griechischer Naturlehre/Logos als Christus ausgehenden) Judentum als Heilsgeschehen realgeschichtlich nachvollziehen lässt. Was Philo als heimlicher Hörer, stellvertretend für das hellenistische Judentum, Professor Lampe nach jeder Vorlesung deutlich machte. Damit ist klar, wie die synoptischen Evangelien, die einzig noch als Belegt für einen jungen Mann dienen könnten, gleichwohl sie wie gelehrt, vom Christus schreiben, der jedoch im hellenistischen Judentum im Logos begründet war, hier auch das Heil zu sehen ist. Und da dieses Heil, zu dem auch die menschliche Ausdrucksweise gehört, sich in historischer Realität kausaler kulturellen Entwicklung nachvollziehen lässt, wurde daher dort auch zu Recht vom Heil im Sinne Josua gesprochen, war Jesus eine historisch lebendige und damit heute wegweisende Größe.

Denn damit steht aber auch fest, wie und wo die Brücken zwischen den Zeiten bedacht wurde und die Synthese der Kulturen gegeben war. Wo zeitgemäß, aber kulturgerecht übersetzt, in Vernunft ein neuer, weltgültiger jüdischer Volkskult begründet und damit das prophetisch erhoffte Heil herkommt. Denn nicht allein in der Bildung jüdischer Diaspora, die im bildhaften Verstand der Moses-Propheten als frühe Philosophie griechischer Naturlehre folgte, den in Vernunft erklärten Kosmos als neuen Tempel, lebendige Thora sah, war im aufgeklärt-bildhaften Verstand jüdischer Tradition ein Auf-Verstand alter Wesentlichkeit, jüdischer Kulturbestimmung in Weisheit gegeben.

Auch in nichtjüdischer Bildung, ob in Persien oder für die Kirche maßgeblich Kleinasien, wo vorher die griechische Vernunftlehre ihren Anfang nahm, wurde so von kirchlichen Vordenkern in Synthese der kulturellen Vorstellungen in Naturlehre (Logos) eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus und JHWH bedacht. So wurde von dort kommenden Denkern später in Dreieinigkeit die in Vernunft/Logik erklärte Natur (Logos) als gleichen Wesens wie ihr ewiger Grund, damit auch die Väter-Gottheiten beschrieben. 

Wo wir heute nicht nur die Natur in Vernunft (Logos) erklären, sondern so auch, wie alles auf kreative (schöpferische) Weise öko-logisch zusammenhängt, ein heiles auch für unser Leben maßgebendes Ganzes bildet. Dessen Sinn wir als selbstverantwortliche Wesen in gemeinsamer Kult-ur (im heilen Geist) gerecht werden müssen. Was, wie gerade die Europawohl zeigte, bei der trotz weltweitem Ruf nach gemeinsamer ökologischer Weisheit oft das Gegenteil gewählt wurde, nicht einfach ist. Und wenn so beispielsweise auch die Menschen in der Lausitz kein Verständnis für ihre Arbeitslosigkeit haben, wenn einige Kilometer in Polen weiter neue Braunkohlebergwerke gebaut werden. Dann zeigt dies, wie in einer zusammenhängenden Welt auch ein gemeinsamer, heiler Geist gebraucht wird. Wobei auch die Stimmen der Jugend für den Klimaschutz so wenig wie die des Papstes einen grundlegenden Verhaltenswandel ausmachen, wie ihn nur ein grundlegender gemeinsamer Kulturwandel bewirken kann. So diskutierten Neuplatoniker anfänglich in einer globalen Welt, auch mit Blick auf den Sittenverfall, die legendären ausschweifenden Lebensweise Roms bei gleichzeitigem Hunger, dem die Kaiser mit Restauration der alten Gottheiten begegnen wollten, noch recht spekulativ über einen neuen gemeinsamen gottesbild- und opferfreien Kult in Dreieinigkeit. Der im ganzen römischen Reich, damit weit über Europa hinaus Geltung haben, Gemeinsinn schaffen sollte. Und spätantike Kaiser, die die als gottlos (atheistisch) geltenden, weil den altbewährten Gottheiten oder gar den von Römern als sinnlose Falbeln angesehenen Buchstaben der Juden aufgrund einer höchsten Wesentlichkeit oder Weisheit die Ehre verweigerten und daher als „Christen“  galten, nicht weiter verfolgten wollten. Die im neuen Kult aufgrund ihrer Bildung die Zukunft sahen. Die mussten für die heilige Weisheit auf byzantinischen Mauern bei unzähligen Konzilen, für die Intellektuelle Berater/Bischöfe mit unterschiedlicher philosophischer Sicht aus dem ganzen Reich, maßgeblich jüdischer Bildung Alexandriens zusammengetrommelt wurden, eine einheitliche Kirche bauen. Wobei dann nicht allein die später zur Moschee werdende Hagia Sophia in Konstantinopel in den Islam mündete.

Auch wenn diese Darstellung der Dreieinigkeits-Debatte in heutiger Begrifflichkeit und des neuen Weisheits, damit Christuskultes, für den die Kirche gebaut und der auch im Islam philosophisch weitergeführt wurde, allzu rationalistisch verkürzt ist. Dies trifft weit mehr die historische Realität, als einen jungen Mann an den Anfang zu stellen. Der bei Wissenschaftlern, die sich historisch-kritisch mit dem Islam auseinandersetzen, zu allem Übel dann von arabischer Aufklärung, die in Wirklichkeit ebenso Aristoteles folgte und sich auf den gleichen Logos wie die Kirche, damit in Vernunft, als Natur gelehrte Genesis berief, zu Mohammed nicht nur numismatisch nachweisbar „umgemünzt“ worden sein müsste.

Wo nicht die philosophischen Diskussions-Dokumente-Texte Gegenstand der Betrachtung sind, sondern man der heutigen Lehre von einem jungen Mann folgt, glaubt man eh zu wissen, auch in der Antike wäre nur sonntägliches Glaubensgeschwätz von dessen Gottheit gewesen. Nachdem man an Pfingsten Kerzen auf dem Kopf anzündete und so den Heiligen Geist lobte, ähnlich wie in Bibel-TV. Mit einem in Vernunft erklärten gemeinsamen kreativen Sinn allen Seins, der sich im öko-logisch zusammenhängenden Ganzen zeigt und heute mehr denn je auch ein heiles, gemeinsames Kulturverständnis, einen neuen Geist notwendig machte, hat das dann alles nichts zu tun. Wer sich jedoch die Mühe macht, die antiken Texte in den geschichtlichen Lehrbüchern mit aufgeklärten Augen zu betrachten, der stellt fest: Mit Kerzen auf dem Kopf, poetischen Hirngespinsten des traditonellen Glaubens, die einem Handwerksburschen zur apologetischen Einfärbung oder sonstigen Zwecken aufgesetzt wurde, hatten weder die christologische Diskussion zur philosophisch-theologisch einheitlichen Definition nun in monistischer Vernunft erklärter schöpferischer Wirklichkeit/Natur und damit auch der heilen Einheit im Geist der Kultur (damit des gesamten Volkes) etwas zu tun. Doch war das der Grund, wofür die notwendige Kirche der Heiligen Weisheit als Gottessohn gebaut wurde oder der sich dann davon abgrenzende, andere Wege gehende Koran.

Wenn daher die künftigen Theologen, die aufgrund heutiger Hypothese nach der Verherrlichung eines Gurus durch seine Freunde fragen, auf der Kanzel von diesem als Christus wie einem neuen Gott reden. Da müsste man das nicht allein verbieten, weil so der christliche Glaube in aufgeklärten Augen (die allerdings der Anfang waren) als Schwachsinn erscheint und weltweitem mörderischen, sich gegenseitig abgrenzendem Aber-glaube Vorschub geleistet wird. Auch wegen der Gefahr, dass Menschen statt die ökologische Weisheit in Bezug auf ihre aufgeklärte Wurzeln als Kultbestimmung sehen, sondern wieder einen Guru anbeten oder zweibeinigen Heilsbringern folgen, wie das nicht allein die „Deutschen Christen“ in Mehrheit im „Dritten Reich“ taten.

Heute lässt sich aber nicht nur nachvollziehen, wie notwendig die Fleischwerdung war. Wie damit die schriftlich-menschliche Ausdrucksweise der Weisheit/Vernunftlehre kein doketistischer Schein, sondern höchst schöpferische Wesentlichkeit in kreativer Kulturentwicklung war. Auch wie der weitere Weg in Kulturentwicklung, der dazu führte, dass heute wie selbstverständlich bei Jesus von einem egal wie gestrickten jungen Mann ausgegangen wird, lässt sich als logischer und kreativ notwendiger Entwicklungsprozess in Evolution betrachten. Wer in den Geschichtsbüchern die Kulturentwicklung nach der Völkerwanderung, dann die Mission der Stämme des Nordens liest, die mit Gewalt von den alten Bildern und Opfermythen abgebracht wurden. Im Gegensatz zu den Anfängen in antiker Hochzivilisation und Philosophie, wo Gewalt gegenüber Bilder- und Opferverweigerern war. Und wer dann auch die Diskussion über die Bilder noch bis bald ins Mittelalter betrachtet. Wobei sich die (meist für die sinnliche Ausdrucksweise stehende Frauen) durchsetzten, die die „pädagogische Seite“ der Christus- und Kreuzesbilder betonte, weil das Volk nicht lesen konnte. Der macht es sich zu leicht zu denken, jetzt wüsste er, warum die heutige Theologie die alten Texte und Lehren nicht ernst nimmt, sondern einen jungen Mann als selbstverständlich voraussetzt. Die heutige Lehr-Hypothese zeigt vielmehr, wie notwendig die Bilder, damit menschliche Persönlichkeiten auch weiterhin sind. Ohne die die Emotionen, die Menschen in Ihrer Ganzheit ansprechenden Bilder und Geschichten, ohne die auch heute keiner der oft teuer bezahlten Weisheitslehrer/Erfolgstrainer auskommt und die in der gesamten Kommunikation über den Erfolg entscheiden und politische Mehrheiten bestimmen, hätte sich die christliche Lehre verflüchtigt. Und so ist es keine Selbstmanipulation sondern ein Gebot der Vernunft, wenn wir auch dann, wenn wir wissen, dass es bei Jesus um eine Weisheit ging, die wir heute in Ökologie begründen, weiter voller Begeisterung die alten Lieder singen und von Jesus sprechen. Ähnlich, wie wir das auch am Anfang, beim bildhaften Auferstand des Alten beobachten. Doch dafür ist die Zeit reif.

So wird im Studium bei Paulus die philosophische, damit frühökologische Weisheit als Christus vorgestellt und ständig auf Platon, Philo, damit den gewandelten Pharisäer, das philosophische Judentum verwiesen. Das im bildhaften aufgeklärten Verstand (der Auferstehung Moses, weltgültig als Josua, lat. Jesus) die philosophische Weisheit als lebendiges Gesetz/Wort, Christus und so das Heil „Jesus“ sah. Wobei Paulus gegenüber abstrakten Weisheitslehren das volksverständliche Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit als Wort vom Kreuz verteidigt. Auch in allen weiteren Lehren und Werken heutiger Theologen, wie der gesamten Geschichtswissenschaft wird deutlich, wie es beim historischen Heils-Wesen „Jesus“ nur um die in früher monistischer Naturwissenschaft (Ökologie) begründete Weisheit gegangen sein kann, die  frühen Christen, wie sämtlichen neuplatonisch argumentierenden Vordenkern der Kirche als wahrer König/Gesalbter, Christus=Sohn galt.

Gleichzeitig wird gelehrt, wie hellenistische Juden in der griechischen Naturlehre (Logos) und so begründeter, damit auch in der Stoa geltender Weisheit das sahen, was den Juden, die sich weiter kriegerisch auch von philosophischer Weisheit abgrenzten, auf buchstäblich-erstarrte Weise als Gesetz/Wort galt. Wie so das Christentum aus einem Laboratorium vielfältiger konkurrierender anfänglicher Lehren hervorging, denen allessamt die Logos genannte Natur-/Vernunftlehre maßgebend war. Womit auch klar wird, warum die so begründete naturphilosophische Weisheit von hellenistischen Juden, die als Weltbürger den Kosmos als neuen Tempel sahen, nicht nur als Christus und Heil im Sinne Josua, damit Jesus definiert wurde, sondern auch historisch „Jesus Christus“ war. Auch warum die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit, die nach heutigem Geschichtswissen allen anfänglichen christlichen Lehren galt, Gegenstand der christologischen Debatten war, um mit einem ersten großen kirchlichen Denker wie Origenes zu sprechen „zur Erbauung Einfältigerer das Fleisch der Schrift annehmen musste“ um im Volk auch von Nicht-Philosophen verstanden, zur Kulturbestimmung zu werden. Was in ähnlicher Weise bei fast allen anfänglichen Denkern nachzulesen ist. Nicht umgekehrt, wie heute gelehrt wird. Wie aber ohne die philosophische, damit in früher Ökologie begründete Weisheit, die sich auf die bildhaft auf-verstandenen alten Schriften bezog (jedoch nicht hier begründet), alle Berufung auf das Gesetz oder alten Gottheiten als vergebens gesehen wurden.

So geben in Heidelberg verantwortliche Neutestamentler wie Gerd Theissen und Peter Lampe ein Buch heraus, in dem von einer Schülerin beschreiben wird, wie griechische Naturphilosophen das, was Juden bisher „alleinig“ galt, jedoch buchstäblich abgeschrieben war, nun als „einzige“ Wahrheit im Weltganzen, wie kausalen Werden nach früher Wissenschaft definierten. Wie das als „eine“ höchst wesentlich offenbar war, was der Sohn=Logos/Christus nach dem Neuen Testament im Sinne der Väter-Herrlichkeiten/Gottheiten offenbar machte. Wie damit frühökologische Lehre (Logos) das Heil „Jesus“ als jetzt weltgültige Offenbarung war, wird so mehr als deutlich. Weil die antike Ökologie oder Naturlehre (Logos) das offenbar machte, was den Juden bisher „allein“ statt menschliche Gottesbilder oder Könige als Sinn oder Weisheit bestimmend war.

Heute wissen wir, wie die von Christus abgelösten Vegetations-Herrlichkeiten (menschlichen Gottessöhne) bereits in Vernunft/Natur erklärt, von traditionstreuen römischen Kaisern im Volk die Vernunft/Weisheit bewirken sollten, die wir heute aus Ökologie ableiten.   

Wie kann man daher wissen, wie es in der jahrhundertelangen christologischen Diskussion und der gesamten Lehre nicht um einen jungen Mann ging, sondern die in griechischer Natur-/Sinnlehre (Logos) begründete Weisheit als neue Herrlichkeit und ihr Verhältnis zum Grund/Sinn allen Seins, damit auch den Väter-Gottheiten. Was bekanntlich auch Thema der weiter der römischen Tradition treuen Theologen war. Die eher die als absurd gesehenen Fabeln der ebenso wie sie der Tradition ihrer Väter buchstäblich treuen Juden akzeptierten, wie nun die Weisheit als Christus gegen die altbewährten Gottheiten auszutauschen. Die nicht nur von Augustus, sondern noch von Soldaten-oder Philosophenkaisern restauriert werden sollten, weil so ein Staatswesen herzustellen, Gemeinsinn dem Sittenverfall entgegenzusetzen war. Wie aber mehr noch alle die Thora bildhaften verstehenden christlichen Verfasser und Vordenker der Kirche, sich dabei allesamt auf den Logos, damit zeitgemäß gelehrte Natur und ihre kausalen Prinzipien beriefen. Und wie dann griechische Denker, die in Naturlehre (Logos) aufgeklärt die Einheit von Zeus und JHWH in einer höchsten theologischen Wesentlichkeit definierten, maßgebend an der Dreieinigkeit mitwirkten. Oder wie so letztlich alle zum neuen Judentum konvertierten Christen, auch Konstantin (wie bereits sein Vater), von einem in griechischer Bildung und Lehre (Logos) definierten gemeinsamen Grund allen Seins als einzigen höchsten Wesentlichkeit/Herrlichkeit (Gottheit) ausgingen.

Wobei dann auch in der konkreten Argumentation der verschiedenen philosophischen Parteien im christologischen Streit mehr als deutlich wird, wie kein Wanderprediger  verherrlicht wurde, sondern die in Natur begründete Weisheit das Thema war, die wir heute aus Ökologie ableiten. Die auf ihren „einen“ alles überdauernden Sinn/Grund allen Seins verwies. Wie so der Sohn (damit die in Vernunft erklärte Natur/das Weltganze), ähnlich wie das Wachstum und die Strahlen auf die ewige Sonne, so die Weisheit auf die Wesentlichkeit der Verehrung eines Vaters/Grundes allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten verwies. Und wie damit die in Vernunft erklärte Natur und ihre inzwischen als Evolution oder Ökologie gelehrten Prinzipien (Logos), als eine von „einem“ einzigen alles überdauernden Urgrund allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten unabhängige Hypostasie gesehen wurde. Wie Neuplatoniker damit das, was uns heute als kausal zusammenhängende, auf einen kreativen Sinn verweisende Natur, wie menschliche Kultur mehr oder weniger selbstverständlich, jedoch keine gemeinsame heilvolle Kulturbestimmung ist, in philosophischer Verantwortung in drei Dimensionen definierten. Dann aber nicht nur den Studenten, sondern der Welt zu vermitteln, beim Glaubensbekenntnis wäre es um einen Guru gegangen, der als jungfräulich ausgegeben, als Gott verherrlicht wurde oder als neue Weltbestimmung galt, so den Sinn allen Seins offenbarte?

Wie können wir in Lehrbüchern beschreiben, wie die in Natur begründete Weisheit und ihre notwendige volksverständliche Ausdrucksweise als neue Kulturbestimmung das Thema der gesamten Zeitenwende, sämtlicher Diskussionen der Zeit war. Wie beispielsweise in einem Christentum wie dem dualistisch-persischen Manichäismus, trotzdem in früher Ökologie (monistischen Äonenlehren) begründete Weisheit das christliche Wesen „Jesus Christus“ als ein Gesandter beschrieben wurde. Wie so die in natürlichen Werken begründete Weisheit auch in der Gestalt des Buddha genannten chinesischen Prinzen, wie in persischer Philosophie in Zarathustra vermittel gesehen wurde. Wie so in Mani, einem letzten Prototyp und Vollendung naturphilosophischer Erkenntnis vor dem ebenso aus  Naturphilosophie hervorgegangen Islam der „christliche Gesandte“ (als was auch Mohammed galt), dort begründet war, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was sich auch im Koran bestätigt, der Jesus als das auch im Propheten vermitteltes Wort (verschriftete Weisheit) darstellt. Der die Ausdrucksweise eines Gottessohnes und damit auch das Kreuz ablehnt und Mutter Kirche nicht als Gottesgebärerin sieht, sondern vom „Sohn der Maria“ spricht. Wie es auch in der Felsenkirche eingemeißelt ist, dass Jesus das sei, was der Prophet als Wort verkündete. Was hindert noch das christliche Wesen in aufgeklärter Weise dort zu bedenken, wo wir nun in fortgeschrittener Weise die Welt erklären und daraus eine sich entwickelte Weisheit ableiten, die nun gar von Schulkindern weltweit eingefordert wird. Um so die allseits gepredigte Weisheit im aufgeklärten Verstand und damit Berufung auf die verschiedenen Traditionen zur der gemeinsamen Kulturbestimmung werden zu lassen, die Jesus Christus hatte, der Koran im Sinne des letzten Propheten noch immer hat.

Wenn sich nun aber trotz allem gegebenen Wissen die Theologen weigern, wegen ihrem angeblich bibelschlauen Handwerksburschen, für den sie kein einziges historisch-wissenschaftliches, wie exegetisches Argument mehr haben, in neuer Weise über den echt historischen Jesus Christus nachzudenken, um das gegebene Heil in aufgeklärter Weise weiterzuführen. Wenn so die Chance vertan wird, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, die allseits weit vergeblich gepredigte, in Naturwissen (Schöpfung) begründete Weisheit nicht nur im einfachen Volk als die Bestimmung wahrzunehmen, die Christus hatte, bei Moslems der Koran, Juden die Thora hat oder im Osten das Tao. Womit dann Ökologie oder Evolution wieder die Herrlichkeit/Wesentlichkeit offenbar machen würde, die seit Nitzsches „Gottestod“ im Westen wissenschaftlich abgeschrieben ist. Was Voraussetzung für einen Kulturwandel, Leben in ökologischer Vernunft mündiger Weltbürger, wie kulturellen Friede wäre. Wie sonst, als ein Verbrechen gegenüber der wissenschaftlichen Gabe, dem Geber, wie der gesamten Menschheit soll man dies bezeichnen?

B)     Begriffsklärung vorweg

a)     Logos stand bei den Griechen für frühwissenschaftliche, vernunftbegründete „Lehre“.

Der Begriff Logos/Lehre steht damit auch für „Vernunft“, „Sinn“ oder „Weisheit“. Die nicht menschlichen Meinungen oder alten Gottesmythen entspringt, sondern sich aus dem natürlich-kausalen Weltganzen (Ökologie, Kosmologie), wie dem frühwissenschaftlich erklärten Lebensfluss nach einheitlichen Prinzipien (Evolution, Geschichte) ableitete.

Und wenn die frühchristlichen Denker von „Logos“ sprachen, über sein Wesen als Sohn=Christus im Verhältnis zu einem von Menschen nicht zu definierenden Grund diskutierten. Dann war das die im antiken Monismus in Vernunft erklärte Natur, die wir heute mit Ökologie oder als Evolution, so auch in Kosmologie beschreiben.

Denn auch wenn die Wissenschaft noch in Kinderschuhen vielfältiger recht metaphysisch klingender Modelle stand. Mit Logos bezeichneten die antiken Denker meist das, was wir Ökologie oder Evolution nennen und damit auch die sinnlich wahrnehmbare Natur nach kausalen Prinzipien insgesamt. Von der erst nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in nun logischer, natürlicher Erklärung als das gesprochen werden konnte, was wir unter „Natur“ und so auch Naturwissenschaft verstehen.

Logos umfasst so die gesamten naturphilosophische Lehre, wie gewonnene „Erkenntnis“ auch über den „Sinn des Seins“ und die davon ausgehende schöpferisch gerechte, wir sagen ökologische Lebensführung. Was bei Juden als von JHWH ausgehendes Wort (auch Vernunft) galt, als Weisheit als wahrer König bestimmend, aber im Gesetz/Thora, allein Beschnittenen galt und  buchstäblich versteinert war.

Im Logos begründete sich daher auch die in Jesus verkündete christliche Lehre. Denn erst im Christuskult wie wir ihn kennen, wurde die nun universale philosophische Vernunftlehre der Intellektuellen, damit eine Weisheit, die bisher in abgeschriebener Form nur bei Juden Kultstatus hatte (daher im bildhaften Verstand als Septuaginta in Griechisch übersetzt wurde), volksgerecht zur umfassenden Kulturbestimmung.

Kurz:

-Wo wir von „Christus“ reden, ging es um die nun in Vernunft erklärte Natur und ihren Sinn als gemeinsame Lebensbestimmung. Was bei Juden seit dem Exil als verschriftete Weisheit bisher allein der wahre König, Gesalbte war.

-Und genau dessen Weltgültigkeit war im jüdischen Sinn das prophetisch im neuen Josua erhoffte historische Heil „Jesus“, dessen aufgeklärte Weiterführung wissenschaftliche Aufgabe wäre.

b)     Die Geburt der Vernunft, Achse der Weltgeschichte, Beginn durchdachter Weltreligionen

Die Geburt der Vernunft und damit der Wandel vom Mythos zum Logos gilt als Achse der Weltgeschichte. Nicht weil nur die Griechen das Weltganze, wie Werden kausal, damit als Natur, in Logik, damit auch deren Sinn erklärten. Und dann in Kritik an Orakelglaube und Mysterien bisheriger Religionen die alten Gottheiten, wie den Kult in seiner Bedeutung für die vernünftige gemeinsame Lebensweise (damit den Staat) rational, naturgemäß (im Logos) neu bedachten. Und so nicht allein im Vorderen Orient neue durchdachte Kultsysteme, damit die heutigen Weltreligionen entstanden. Denn bereits vorher, in Ägypten, wie zeitgleich bei als Propheten bekannten hebräischen Philosophen, in Persien, China und Indien  entstanden durchdachte am Sinn des Weltganzen ausgerichtete  Kultursysteme (Vernunftreligionen) mit ethisch-sozialen, wie auch ökologischen Lehren, die auf die jeweiligen kulturellen Wuzeln aufbauten.

Während es der Osten schaffte, die alten Lehren zu transformieren, war im Westen die Zeit für die dort immer mehr in Kritik stehenden mysteriösen Gottheiten, wie den Gott-Kaiserkult abgelaufen. So musste die naturphilosophisch definierte Weisheit, wie sie Kyniker oder die Stoa, damit auch hellenistische Juden vertraten, im Sinne von Zeus/Jupiter (oder dem philosophischen Konstrukt eines die alten Gottheiten verkörpernden Serapis), wie des erstarrten jüdischen Gesetzes, zur neuen Volks-/Kulturbestimmung werden. Sie musste das Kreuz der aufgeklärt verstanden (auferstanden Göttersöhne, wie des Gesetzes) tragen, so für den Volksverstand die Rolle menschlicher Gottheiten einnehmen und erfüllte damit als verheißener, von den Seinen verschmähter Erlöser auch die Prophezeiungen der Propheten.

c)      Viele Begriffe, eine Bedeutung

Ob die Ägypter den Naturprinzipien in Form der ihre Hochkultur tragenden „Maat“ , damit des Pharos oder anderen Gottheiten folgten, für Hebräer dann das in natürlicher Schöpfung verstandene,  verschriftete „Gesetz/Wort“ statt der Pharao maßgebend war. Ob von „Weisheit“, in China und Indien von „Tao“ als rechtem Weg, „Dharma“ auch als Gesetz, Recht, Sitte oder gleichbedeutend in Griechenland von „Logos“ gesprochen wurde. Da hatte jedes Wesen und so auch der mit Weisheit/Vernunft begabte Mensch im Weltganzen seine Pflicht zu erfüllen. Da wurde wie bei Parmenides dessen Sinn bedacht und daraus wie bei Sokrates und Platon, dann konkret der Stoa, die rechte Lebensweise abgeleitet. Daher ging es auch im Osten um das, was uns die als Johannes bekannte griechische Philosophenschule im neuen Heil „Jesus“ als Weg, Wahrheit, Leben vorstellt. Und was nur in unterschiedlichen Kulturmodellen den Menschen vermittelt wurde, um sie in Religion, im gemeinsamen Kult, auf ganzheitlich-emotionale Weise an den gemeinsamen Sinn des Weltganzen zu binden. In dem die alten Wesentlichkeiten/Weltbestimmungen (Gottheiten) in neuer Weise entdeckt und gefeiert wurden.

Da ging es um die nun in Natur und auch in Himmelsbeobachtung berechneten, in Geschichte beobachtenden schöpferischen Prinzipien/Gesetzmäßigkeiten und damit den Sinn des Seins. Den die Philosophen der Hebräer in JHWH umschrieben, die des Ostens in ihren kosmologischen Lebensmodellen  namenlos vermittelten und die Griechen noch philosophisch in Zeus definierten. Ein in Naturwissen begründeter Sinn des Weltganzen, der heute quasi vorausgesetzt wird, wenn Chinesen, Amerikaner, wie Europäer auf Weltkonferenz über den richtigen Weg diskutieren oder sich Weltbürger in Amnesty Internation, wie als Ärzte ohne Grenzen engagieren. Der wurde nach dem Wandel vom Mythos zum Logos zeitgleich, aber unabhängig voneinander von indischen, chinesischen, wie griechischen Philosophen und den biblisch bekannten Propheten bedacht (dort dann in Persien als Wort/Gesetz verschriftet) so in verschiedenen Konzepten zur kulturell tiefgreifenden, lebensmaßgebende Bestimmung. Was dann christlich in Synthese von Juden- und Griechentum weltgültig wurde.

d)     Natur-/Sinnlehre: Logos=Sohn=Christus

Auch wenn dann später Neuplatoniker vom Logos als Sohn und Christus sprachen. Dann  war das maßgebend, was wir heute nur auf wissenschaftlichere Weise beschreiben und fordern, aber auf kulturgerechte Weise in menschlicher Psyche emotional, ganzheitlich bestimmend zu vertiefen wäre. Was als auch die sozial gerechte Lebensweise umfassende „Ökologie des Menschen“ als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft erkannt ist und auch in der Antike erst in zeitgemäßer Form volks-/kulturbestimmend werden musste. Da legten nicht weise Männer mit Namen Moses (damit Jesaja, Jeremia), Zarathustra, Konfuzius, Latose oder die unzähligen griechischen Philosophen aus Mythen abgeleiteten, persönliche Moralvorstellungen oder Volks-Mehrheitsmeinungen alten Gottheiten in den Mund.

Vielmehr ging es beim Logos-Begriff in Griechenland, so auch bei hellenistischen Juden, für die dann der Kosmos Tempel war und die im Logos das Wort/Gesetz verstanden (denen wir so die Christologie und das Neue Testamentes verdanken) vordergründig um das, was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen. Woraus wir einen gemeinsamen Sinn, so Weisheit und dann Kulturwissenschaften, Politik, Gesetze ableiten. Was aber damals in den Kultsystemen zur gemeinsamen, auch die Emotionen beflügelnden, die Menschen ganzheitlich bestimmenden Weg und Gesetz wurde, wie wir es bei Christus oder Mohammed als dem letzten Propheten beobachten können.

e)     Logos/Naturlehre war Theologie, machte so Weisheit zur tiefgreifenden Volksbestimmung

Denn Naturlehre und Philosophie war auch Theo-logie. Und da griechische, wie jüdische Religionsphilosophen die frühe Lehre vom logischen-kausalen, zusammenhängenden Ganzen im Sinne von Zeus (oder dem philosophischen Serapis, das gesamten Götterpantheon in Vernunft vereinend) wie JHWH betrachteten. Womit sie so die naturphilosophische Weisheit intellektueller Philosophie zu einer volksbedeutende Bestimmung machten, die bisher nur Juden als Wort/Gesetz galt. Wie es übertragen auf unsere Zeit Aufgabe der Hochschulwissenschaft ist und wieder mehr als heilsam wäre. (Was hier auf leinenhafte Weise angestoßen werden soll.) Daher wundert es nicht, wenn Logos als antiker „Allerweltbegriff“ bezeichnet wird und oft für Verwirrung wie Logos-Blindheit sorgt.

Denn diese Blindheit, von der nur die theologische Wissenschaft heilen kann, besteht heute nicht darin, nicht zu wissen was weise, sinnvoll und wesentlich für die gemeinsame Zukunft wäre. Vielmehr wäre es Aufgabe zeitgemäßer Theologie in der allseits gegenseitig gepredigten, nur naturwissenschaftlich begründeten Weisheit eine tiefgreifende, allumfassende schöpferische Bestimmung im Sinne der verschiedenen religiösen Kulturbestimmungen, Gründergestalten, Schriften verstehen zu lassen. Denn ob allseits nach ökologischer Weisheit oder die in einer zum Dorf gewordenen Welt, bei der alle gegenseitig aufeinander angewiesen sind, in Bezug auf den antiken Logos-Begriff von Intellektuellen nach Weltverbundenheit gerufen wird. Wie sich heute zeigt, ist das mit Naturlehre und Wissen, mit gutgemeinten Predigten und politischen Gesetzen ohne tiefgreifend alte Grenzen überschreitenden kulturellen Verstand allein nicht zu machen. Denn wie sich eine Kultur versteht, ist nicht allein bei Chinesen, Amerikanern, Europäern oder den Kämpfern des IS maßgebend für das Handeln.

f) Logos: Naturwissenschaft, Ökologie und Evolution als Theologie

Im Grunde umfasst der damit auch für Logik, Vernunft, Sinn stehende Logos-Begriff alles, was wir heute in vielen Einzelwissenschaften, von Kosmologie, Geologie, Mathematik, Physik, Biologie, Medizin, bis Psychologie aber auch Theo-logie bezeichnen. Die allerdings in heutiger  „Buchreligion“ zur Schriftlehre gewordenen, so weitgehend abschrieben ist. Doch wo die Antike das dann verschriftete Wort herleitete, dafür hat der moderne Monist und Religionskritiker Ernst Hackel den Begriff „Ökologie“ nach dem antiken Logos-Begriff geprägt. Wie er der antiken monistischen Philosophie als Wissenschaft, damit aber auch als Theologie  und Christologie galt. Während Hackel damals in Rom polemisch zum Gegenpapst ausgerufen wurde, begründen heute die Päpste das Recht (Benedikt vor dem Bundestag), wie das ökologisch-sozial gerechte Verhalten (Franziskus in Predigten und Enzyklika)  bereits nicht mehr in der Bibel, sondern  genau dort, wo die Griechen von Logos, Juden von Weisheit sprachen, wir heute in Ökologie definieren. Sie sprechen von einer „Ökologie des Menschen“. So das Lebenswerk des philosophischen und ursprünglich auch als Titel für die Umweltenzyklika, ein auch sozial gerechtes Leben als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft des praktischen Papstes geplant. Ohne allerdings dann hier auch den Grund des bisherigen Glaubens entsprechend Bibel oder Koran begründen zu können. Wie es damals das Heil der Antike war, heute mehr als notwendige wissenschaftliche Aufgabe wäre.

Denn die antike Naturlehre (Logos) diente nicht nur zum Nahrungserwerb und zur Technik, einer arbeitsschonenden Befriedigung der wachsenden Konsum-Herrlichkeit. Sie war Kulturwissenschaft, wie wir sie nicht allein in der Stoa nachlesen. Was erst in Christo-logie, in einem weltgültigen Judentum, ob in der Kirche des Westens, wie im arabischen Koran zur Kulturbestimmung wurde. Wo die Väter von Kirche und Koran Zarathustra, Platon oder Aristoteles nicht nur weiterdachten, sondern die intellektuelle Lehre (Logos) so erst zur Volksbestimmung machten.

Doch mehr noch wie die Ökologie, hätte man in Bezug auf den griechischen Logos-Begriff, der im logischen Lebensfluss entstand, auch die Evolutionslehre als Evo-logie bezeichnen können. Weil hier, wie bei der Entstehung des Begriffes, nicht mehr in mysteriösen Wesen, menschlichen Gottheiten als designenden Monstern, sondern der nun kausale Lebensfluss und dessen kreativer Sinn in Naturlehre erklärt, damit die Bestimmung abgeleitet wurde, die Juden bisher alleinig galt. Nur besser, empirischer, einheitlicher als zu Heraklits Zeit, wo noch verschiedene spekulative Weltprinzipien modellhaft  gelehrt wurden.

f)      Der Wandel vom Mythos zum Logos geht weiter

Wenn wir vom „Wandel vom Mythos zum Logos“ sprechen, dann bringt das jedoch ein mehr als umfassendes neues Weltverständnis und die ganze Breite, wie Vieldeutigkeit des Begriffes zum Ausdruck. Es drückt einen mehr als gewaltigen Kulturwandel aus, der kaum beschreibar ist und dessen Folgen uns immer noch beschäftigen. Denn der Wandel der Achsenzeit ging zwar von der rationalen Welterklärung aus, umfasste aber auch die Religion. Womit in Kritik der alten wundervollen Mythen und menschlichen Gottheiten, wie deren aufgeklärter Begründung in natürlicher Logik (auch hinsichtlich ihrer kulturellen Funktion für das Staatswesen, vernünftige Verhalten freier Menschen) im Sinne der der alten kulturellen Bilder eine allumfassende Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit bedacht wurde. Was im Sinne aufgeklärter hellenistischer Juden das Heil „Jesus“ war und so in der jüdischen Diaspora. Zu betrachten im gesamten hellenistischen Judentum, maßgeblich der Diaspora, bei Denkern wie Aristobul, den Verfassern jüdischer Kult-Weisheitsliteratur, wie Jesus Sirach oder im Namen Philo von Alexandrien auch definiert wurde. Worin Melanchthon nach einer in seiner Dokumentation zu findenden Notiz an einem Apotheker-Freund begründete, warum Erasmus von Rotterdam und dann Martin Luther die alten Gottesnamen (nomia sacra)  und Christologie-Titel einheitlich volkgerecht in „Jesus“ übersetzten.

Und während in der Antike vielfältige spekulative Erklärungsmodelle herhalten mussten, setzen wir von Weisheit sprechend oder uns dafür weltweit engagierend einen gemeinsamen Sinn voraus, ist uns „Gott sein Dank“ eine einheitliche Erklärung des für unser Sein maßgebenden kreativ sinnvoll zusammenhängenden Weltganzen und Werdens gegeben. Die mit Ausnahme bei den die Bibel wörtlich lesenden (Buchstaben) Kreationisten, die sich damit als letzte Verfechter der Genesis sehen, doch das Gegenteil bewirken, Weltgültigkeit hat. Womit allein der Begriff „Kreationisten“ für eine Glaubenslehre, die nicht in natürlicher Kreativität nach wissenschaftlicher Lehre (Logos) gründet, sondern alten buchstäblichen Lehren, Gottesvorstellungen, das heutige Babylon verdeutlicht. So ist uns eine moderne Lehre (Logos) gegeben, die das Werden und dessen Sinn seit dem Urknall oder dem Entspringen aus dem Schwarzen Loch, damit die in verschiedenen Namen verehrte „eine“ Herrlichkeit nur in weiterführender Weise als bei den Griechen beschreibt. Und die gleichen Theologen, die Bücher herausgeben, in denen Xenophanes, Heraklit und seine Kollegen als Urmonotheisten im christlichen „einen“ Sinne nachzeichnen. Den die Griechen dort herleiteten, wo wir das Werden/Weltganze wieder auf eine kausale Weise in einheitlichen Prinzipien erklären und auf Weltkonferenzen einen gemeinsamen Sinn als selbstverständlich voraussetzen. Die vermitteln ihren Studenten, da sei nur heilspredigender Handwerksbursche gewesen, der dann als Logos galt oder hingestellt wurde, so der zu glaubende Grund christlicher Religion wäre. Ohne dafür noch ein einziges Argument zu haben.

g)      Der moderne Logos vermittelt uns einen gemeinsamen ewig Seienden/Sinn

Die oft unheilvolle christologische Diskussion um das Wesen des Logos und seinen Grund hat sich erledigt. Denn der auch biblisch beschriebene Grund des christlichen Glaubens lässt sich nicht nur geschichtlich nachvollziehen, sondern auch in Gegenwart. Wir erklärten nicht nur das Werden in Vernunftlehren: Logos. Wir wissen so auch, wie alles auf herrliche kreative Weise öko-logisch zusammenhängt. Auch wie unsere Zukunft davon abhängt, nicht nur zu Wissen was weise wäre und Weisheit zu predigen, sondern ob es in verschiedenen Kultur gelingt, die schöpferische Wirklichkeit zur tiefgreifenden Bestimmung zu machen, was auch die von Harald Lesch mit seinen Studenten bedachte Öko-Diktatur nicht erreichen kann, ist vielen Köpfen klar.

Ob die Biochemiker Versuche bei kleinsten Teilchen anstellen oder die Astrophysiker die Galaxien des Universums in unvorstellbarer Vielzahl und Weite berechnen, die Evolutionsbiologen begeistert den „einen“, allumfassenden logischen Lebensfluss und inzwischen den Sinn sämtlicher natürlicher Prozesse, selbst menschlicher Gefühlsregungen oder Kultformen, Religionen beschreiben. Dann liegt das zugrunde, was die Antike seit Heraklit Logos nannte und darin den „einen“ Sinn sah oder im Sinne eines transzendenten ewig Seienden, alle Welt überdauernden definierte.

Aber auch wenn über neue Staatsmodelle nachgedacht, nun nicht auf Konzilen, sondern Weltkonferenzen in New York über Friedens- und Klimapolitik diskutiert wird oder in der Charta der UN eine sinnvolle gemeinsinnige Lebensweise der Staatengemeinschaft beschrieben, damit heute ein gemeinsamer, uns überdauernder Sinn als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Dann hat der gleiche Logos seine nun auch dem Volk verständliche Weltgültig erreicht, wie wenn die protestierenden Schulkinder weltweit von den Erwachsenen Weisheit fordern. Mit dem riesen-großen Unterschied: Die naturwissenschaftliche Vernunft-/Sinnlehre der Antike wurde in theologischer Religionswissenschaft im Orient zum Wort des arabischen Propheten und im römisch-griechischen Westen als Gottessohn am Kreuz zu der Kulturbestimmung, die bisher die griechischen Gottheiten, wie das jüdische Wort/Gesetz hatte. Wie damit das heute wissenschaftlich weiterzuführende Heil „Jesus“ gegeben war, muss nicht ständig deutlich gemacht werden.

Wenn aber heute in Bezug auf einen jungen Guru vom Logos als Gotteswort, gar von Gott selbst oder antiker Spekulation einer alles durchwaltenden Vernunft-Gottheit gesprochen wird, führt das nur zur Verwirrung und verbaut den Blick für das Wesentliche. Aber die Logik und damit auch die kulturelle Bedeutung der Naturlehre (Logos) in der Antike lässt sich erklären. Das Weltganze, wie alles Werden wurde nicht allein in Griechenland nicht mehr im Mythos, in alten Gottheiten, sondern nach kausaler Gesetzmäßigkeit erklärt. Wofür Heraklit in Ephesus, damit der Ur-Ur…großvater der als Logos-Evangelist Johannes bekannten Lieblingsjünger, erstmals den Begriff „Logos“ gebrauchte. Denn heute ist klar, dass eine griechische Philosophenschule aus Ephesus (es könnte auch ein sonstiger Ort in Kleinasien, Syrien, Alexandrien oder Rom sein) hinter dem Evangelium steht. Das die Geschichte des Logos (damit die naturwissenschaftliche Weisheit/Weltvernunft) in ihrer kulturgerechten menschlichen Ausprägung (kulturgerechten Rolle, Aufgabe: Person) vorstellte. Nicht umgekehrt. Was die Voraussetzung für das universale Heil „Jesus Christus“ in der Weltgeschichte war.

h)     In Naturlehre (Logos) begründete Weisheit kann aufgeklärte Bestimmung werden

Maßgebend die griechische Philosophenschule, ebenso wie die ihnen folgenden Jünger der Weisheit (Religionswissenschaftler, Reformbewegungen) aus dem hellenistischen Judentum, haben den Logos, damit die Weisheit, Weltvernunft erst zur volksgerechten Kulturbestimmung gemacht. Und zwar im aufgeklärten Verstand und damit im Sinne der so erfüllten kulturellen Vor-bilder wie Zeus oder JHWH, damit gültig für Griechen, wie Juden.

Was in einem in Buchstaben-Glaube und Wissen auseinandergebrochenen Weltverständnis so vergeistert wirkt und meist zur gegenseitigen Missverständnissen, heute jedoch auflösbaren Gegensätzen führt. Was naturwissenschaftliche Atheisten, oft aus der Evolutionswissenschaft, damit moderne Logos-Jünger, die hierin wieder die „einzige“ heilige Herrlichkeit, Wesentlichkeit (Gottheit) sehen meist hindert, sich auf den antiken Logos-Begriff zu berufen und die Bibel mehr als zu verwerfen. Das lässt sich aufgrund der heutigen christlichen Lehre, die von einem jungen Mann als Logos-Gott redet oder das abgeschriebene biblische Gotteswort mit Logos übersetzt, ohne dies mit den natürlichen Werden, Weltganzen in Verbindung zu bringen, gut verstehen. Doch wer im Logos einfach die fortschreitende antike Naturlehre sieht und die Philosophie- wie christliche Geschichte unvoreingenommen betrachtet. Dem wird klar, warum der Begriff so viele Bedeutungen, dann auch in der Christologie hatte und er historisch in der bekannten Gestalt das Heilswesen „Jesus“ war. Wie es in Kanon oder Koran um das schöpferische Wort, die Verschriftung des Logos, damit eine heute zeitgemäß zu verstehende gemeinsame Weisheit ging, die ohne tiefgreifende Kulturbestimmung weit vergeblich gepredigt wird.

Aus was sonst, als der Himmelsberechnung, Naturbeobachtung, dann Naturwissenschaft leitete sich die der Antike heilige „Weisheit“ oder „Weltvernunft“ ab, die heute nicht allein bei Johannes und Paulus gelehrt wird und für die eine Kirche, ein allumfassender Volkskult gebaut wurde? So darf es nicht wundern, wenn über die jüdisch-christliche Weisheit oder beim Gotteswort von Logos gesprochen wird, aufgeklärte hellenische Juden den Logos als Heil „Jesus“ definierten. Auch wenn dies bei heutiger Lehr-Hypothese zur totalen Verwirrung führen muss. Wenn das heute, wo die Naturwissenschaft Gott scheinbar ersetzt hat, aus Abgrenzung zu fatalem Fundamentalismus dann völlig frei von Naturlehre oder gar der griechischen Philosophie eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gottheit gelehrt, das Gotteswort nur in vielfach abgeschriebenen Buchstaben gelesen wird, zur totalen Verwirrung führen muss.

Was sonst aber war Lieferant für die antike Sinn-, damit Gotteslehre, wurde daher von aufgeklärten Juden als wahrer nun weltgültiger Mittler schöpferischer Bestimmung (Wort) bezeichnet als das, was wir heute in Naturwissenschaft beschreiben?

Was sonst als eine in natürlicher Schöpfung (im Öko-Logos) begründete „eine“ Sinnhaftigkeit/Weisheit war es, die den Hebräern bereits als Wort/Gesetz nach der Moses-Thora galt, bisher „allein“ bei Beschnittenen die Kultfunktion des Königs hatte und für die dann eine allumfassende Kirche, ein neuer einheitlicher Volkskult gebaut werden sollte?

Hier wird nicht nur deutlich gemacht, wie die Synthese des griechischen, wie jüdischen Welt- als Schöpfungsverständnisses, damit auch von Gestern und Gegenwart, wofür griechische Denker den jüdisch-hellenistischen Religionswissenschaftlern (im Logos/Naturwissenschaft) die Vorlage lieferten, das Heil „Jesus“ war. Vielmehr wird so deutlich, wie dieses Heil, das in anderen Kulturen nur andere Namen hatte, heute auf mündig-aufgeklärte Weise mehr als heilsam sein könnte.

i)       Logos=Christus lebt, der Weg ist frei

Für den zur Banalität geworden jungen Mann als den historischen Jesus gibt es heute kein einziges, weder exegetisches, noch weniger geschichtswissenschaftliches Argument mehr. Der Weg ist frei, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die meist in Ökologie begründete, für unsere gemeinsame Zukunft notwendige Weisheit nicht nur vergeblich gegenseitig gepredigt, sondern im Namen des schöpferischen Wortes der Propheten von Bibel, wie Koran, des Heils im wahren einen Sohnes „Jesus“, des Tao, Dharma oder gar der Weisheit der alten Indianer gefeiert und gelebt wird.

Der heilspredigende Handwerksbursche hat seine Arbeit getan, ist aufgeklärt zu versehen und so das Heil weiterzuführen „Gott sei Dank“

Von wegen, da war ein besonders bibelschlauer Handwerksbursche, der sich neben der Arbeit in der Werkstatt seines Vaters als Heilsprediger betätigte, nach seinem Tod als wahrer Tempel, Logos, lebendiges Wort, Weisheit, Christus erhöht (ausgegeben) wurde. Und der so als neuer Gott gegolten oder die Väter-Gottheiten offenbar gemacht hätte. Der gleichzeitig als Weltbestimmung Maßgabe für eine gemeinsinnige, schöpfungsgerechte Lebensweise in Gleichheit von Juden wie Griechen gewesen wäre. Wie es bei einem buchstäblichen Verständnis der synoptischen Texte, die längst als bewusst komponierte Heilsgeschichten des Christus, Auferstandenen auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem gelesen werden, trotzdem blindwütig als einzig wissenschaftlich vorausgesetzt wird.

Das messianisch erhoffte jüdische Heil „Jesus“ im dann weltgültigen, allumfassenden Sinne, ist ohne das, was wir als Geburt der Vernunft, Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft in Griechenland bei vielzähligen Denkern, dann des hellenistischen Judentums wissen, nicht zu machen. Was nicht allein die bekannten Evangelien an Heilswirkung Jesus Christus beschreiben, den Kulturwandel der Zeitenwende ausmacht, aber in einem verherrlichten Guru weder zu begründen, noch ernst zu nehmen ist. Das wird hier von griechischer Naturphilosophie (Sinn-/Vernunftlehre: Logos,  weiterentwickelt: Ökologie/Evolution, so bedachter Weisheit) ausgehend in seiner historischen Realität begründet.

Und wenn nicht allein die christlichen Verhaltenslehren denen der Stoa entsprechen, damit den gleichen Ursprung in Naturlehre haben. Wenn nach heutiger theologischer Lehre in diesem Öko-Logos (Lehre vom sinnvoll- zusammenhängenden Ganzen nach kausalen Gesetzen/Prinzipien) als maßgebenden Mittler die monotheistischen Formeln des Evangeliums und Urchristentums, der „Eine und Einzige“ begründet sind. Wenn begonnen bei den Vorsokratikern über Platon oder Pythagoras bis zum philosophisch-hellenistischen Judentum auf die Einzigartigkeit des „einen“ Sinnes des gesamten Kosmos, allen Seins als Judentum und Griechen verbindende christliche Gottheit verweisen wird: Eine ewig seiende Wesentlichkeit, die  den Juden vormals „alleinig“ galt. Dann wird hier das Heil beschrieben, das bei Juden den Namen Josua, lat. Jesus, aber nichts mit einem jungen Mann als göttliche Größe zu tun hatte.

j)       Jesus ist aufgeklärt zu verstehen, das Heil nicht nur christlich weiterzuführen

Dieses von griechischen Denkern ausgehende jüdische Heil war das Gegenteil von Glaube an einen Gott des Buches oder Bauches aufgrund übernatürlicher Phänomene, Unerklärlichkeiten, wie es heute nicht ohne Grund dem christlichen Glauben unterstellt, dieser als Gestrig oder Gefahr gesehen wird. Wenn die Theologen ernst nehmen, was sie selbst erklären. Dann ist nicht nur das, was wir naturalistisch als Weisheit in Ökologie oder Atheisten als Humanität aus kultureller Evolution ableiten, inzwischen auch der Papst oder sozial-ökologische protestantische Pfarrer predigen, genau das, was Christus ausmacht. Dann ist nur ein vorgesetztes Gottesbild, ein im Himmel thronendes Monsterwesen, das sich alles zielführend ausgedacht hat und dann herstellt, wie es eh nur noch Buchstaben-Kreationisten hochhalten, ersatzweise ein spirituell-religiöses Bauchgefühl oder ein Buchgott als geheimnisvoller Aufpasser wissenschaftlich gestorben. Der echt herrliche einzige und ewige Urgrund und Sinn allen Seins, den die Hebräer, wie dann Griechen in Naturbeobachtung/-berechnung erkannten und auch hellenistisch-aufgeklärten Diaspora-Juden, wie „Gottesfürchtige“ genannte Griechen oder Kirchenvätern im Sinne JHWH und Zeus statt Isis, Mithras oder Serapis „höchste Wesentlichkeit“ war. Der erweist sich dann allein in dem, was bisher meist in den Gegensatz zum Glauben gestellt wird, so zu dem scheinbaren wissenschaftlichen „Gottestod“ führte.

Wo heute in „Christologie“ der große Medienbruch in einem jungen Mann erklärt wird, so nur noch völlig frei von Naturwissenschaft oder Jesus eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gott-Glaubensrelevanz gelehrt wird. Da wäre es Aufgabe der Theologie, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit aufgeklärte Menschen die Weisheit, die in einer Zeit, bei der wir die Zukunft von Generationen zerstören, mehr als wesentlich wäre, im Sinne der Väter-Gottheiten verstehen. Womit die in Ökologie begründete Weisheit, humanitäre Lebensweise, die wir gegenseitig predigen, zur tiefgreifenden Kulturbestimmung wird und zu einer schöpfungsgerechten Lebensweise mündiger Weltbürger im Gemeinsinn führt.

Denn auch warum es nicht reicht, nur die ökologische Weisheit auch in der Kirche zu predigen, eine neuen Form von freier sozialer Marktwirtschaft, gemeinsinniger Lebensweise als Werkgerechtigkeit zu verlangen. Warum der Vorwurf an den Einzelnen, als Vielflieger oder in sonstiger Lebensweise nicht der Vernunft zu entsprechen, nur eine pharisäerhafte Werkgerechtigkeit ist. Warum es in menschlicher Kultur notwendig ist, statt menschliche Götzenbilder und ersatzweise Konsumwachstum wie Kapital zu verherrlichen, den inzwischen erkannten Sinn gemeinsam von ganzem Herzen zu lieben, wie er dem Ruf nach ökologischen, humanistisch-gemeinsinnigen Verhalten zugrunde liegt. Warum der im Sinne der alten Kulturbilder in aufgeklärter Weise auf allen Kanälen der Kultur zu feiern, zu verehren ist, um das zu leben, was allseits als vernünftig erkannt wird. Auch das sagt uns heute „Gott sei Dank“ die Naturlehre (Logos) in Form von Neurologie, Psychologie, Kultur-, Kommunikations- oder Evolutionswissenschaft.

1.      Das Heil „Jesus“ war die in Naturlehre (Logos) begründete Einheit von Juden und Griechen

Der christlicher Religion zugrunde liegende weltgültige prophetische Bund, womit in Folge Moses das messianische Heil Josua, lat. Jesus historisch war, verdankt sich eindeutig griechischer Natur-/Sinnlehre: Logos. Wo im monistischen Weltverständnis (antiker Ökologie)  begründeten Weisheit, nach der wir heute alle vergeblich rufen, der wahre Welt-König, Sohn, Christus gesehen, im Sinne der bisher kulturbestimmenden Bilder/Götzen zur allumfassenden Kulturbestimmung wurde. Da hatte das nichts mit einer Heilsprediger-Verherrlichung zu tun. Was den Moses-Propheten der Hebräer als menschlich unbestimmbarer, unsagbarer Sinn/Grund allen Seins (JHWH), wie eine so im natürlichen Werden, wie Weltganzen begründete Bestimmung und damit als Gesetz galt (Wort/Thora), für sie der wahre König war, wurde in den bekannten, vielfältigen philosophischen Natur-/Sinn-/Vernunftlehren „Logos“ der Griechen, mehr noch dann von hellenistisch aufgeklärten Juden der Diaspora auf neue, weltgültige Beine gestellt. Der Kosmos war dort zum Tempel, damit Vergegenwärtigung/Offenbarung der Väter-Gottheiten geworden. Die in Vernunftmodellen der Griechen begründete Naturlehre/Logos galt aufgeklärten Juden als das prophetische Wort/Gesetz.

Das weltgültige Königtum des universalen einen schöpferischen Sinnes und davon ausgehendes Gesetzes war der erwartete Messias, das Heil in Nach-Folge Moses, Josua, gelobtes Land, wie es als Leben in Vernunft und Frieden erhofft wurde: „Jesus Christus“. Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit im hellenistischen Judentum auch definiert wurde. Dessen in der Form von Kaiserevangelien beschriebene Geschichte auf dem Weg von Galiläa, dem Heidenland nach Jerusalem, seine Auseinandersetzung mit anderen jüdischen Heilserwartungen, bei denen die buchstabentreuen Schriftgelehrten und traditionstreuen Pharisäer weiter das Heil in der Weltgültigkeit der buchstäblichen Thora/Traditionslehre sahen, wie der Missverständnissen bei eigenen Jüngern (die über die frühe Kirche bis heute reichen) ist Christen gut bekannt.

2.      Wo Logos drauf stand, war Naturlehre, so begründete Weltvernunft/Weisheit drinnen

Wenn meinungsführende Heidelberger Theologen einen jungen Mann, der angeblich als Logos oder Weisheit  gesehen worden wäre, als den historischen Jesus lehren, diesen selbst griechischen Philosophenschulen, die als Johannes vom Logos/Weltvernunft in zeit-/kulturgerechter Ausdrucksweise (fleisch-menschgeworden) schreiben unterstellen. Dann bei Paulus (dem gewandelten Pharisäer) ständig vom philosophischen Judentum oder Platon reden und weiter unterstellen, hier wäre es um die Lehre eines im Geist  seiner Anhänger wiedererwachten Gurus gegangen. Dann jedoch Bücher herausgeben über „Der eine und einzige Gott“ (besser wäre Zeus, Jupiter, Isis, Mithras, Serapis, Apollo oder wie die Juden auf Namen zu verzichten), monotheistische Formeln im Urchristentum und ihre Vorgeschichte bei den Griechen und Juden. Dann ist man versucht „Wahnsinn“ zu schreien. Wie können Theologen nun auch in Kultformeln nachweisen, was sich in Geschichtsbetrachtung zeigt: Wie der Sinn/Grund allen Seins, der Juden als höchste Wesentlichkeit, statt menschlichen Gottheiten und Königen bestimmend war, zur Grundlage aller philosophischen Systeme, Lehren und dann in „Einheit“ gesehen wurde. Dann aber weiter behaupten, da wäre nur ein junger Guru gewesen, dem das alles konstruktivistisch angedichtet wurde?

Doch in Wirklichkeit zeigen Sie nur, wie wichtig die damals von neuplatonischen Theologen (nicht allein Celsus) verurteile einfache menschliche Ausdrucksweise der Weisheit im Sinne bisheriger Kulturbestimmungen war. Warum nicht die philosophisch für den gemeinsamen Sinn stehende stoische Kunstfigur eines neben verschiedenen Göttern auch für Zeus stehende Serapis die Lösung war, sondern die Weisheit in einem jüdischen Wanderprediger in Funktion eines Zeus-Pantokrators auf dem Weg nach Jerusalem im Volk zu vermittelt war, um zum Heil zu werden. Denn wenn selbst für aufgeklärte Theologen, die lehren wie philosophische Erkenntnisse in Geschichten und Personen beschrieben wurden und erklären, wie eine so konstruierte Wirklichkeit wirkt, aber an menschlichen Personen hängen. Wie viel mehr war im Volksglauben vor 2000 Jahren das bewusst gewählte Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit im jüdischen Sinne notwendig, war nur so der dann zur Aufklärung führende Kulturwandel christlicher Bestimmung möglich?

In den naturphilosophischen Lehrgebäuden der griechischen Geschichte wurde in frühen Modellen kausaler Welterklärung eine im Zeitalter des Anthropozän und einer zur Stadt gewordenen Welt für unsere Zukunft mehr als notwendige Weisheit bedacht, die als Christus kulturbestimmende Geschichte machte. Denn diese nun in Naturlehre/Schöpfung (Öko-Logos) begründete Weisheit, die auch in den Kulturmodellen Indiens und Chinas unter anderen Namen maßgebend für das menschliche Leben war, Kultstatus hatte, galt bereits im Mythos der Hochkulturen der Ägypter oder Perser und der dort erwachsenen Hebräer. Wo sie im bildlosen Kult nach dem Exodus statt menschlicher Herrscher und sonstiger mysteriöser Gottheiten bereits der wahre König war. Nach der Zeitenwende wurde die in früher Ökologie begründete Weisheit dann im Sinne eines so weltgültigen Juden-Christentums zur Ablösung von menschlich-mysteriösen Gottheiten in menschlich-göttergerechter Gestalt zur Welt gebracht. Sie wurde so im Westen im Kanon als Sohn der Maria, der sich auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem mit den Schriftgelehrten und Pharisäern auseinandersetzte, wie im Koran als dem Propheten gegebenes Wort zur Kulturbestimmung.

3.      Stoa wurde christlich zur Kulturbestimmung im jüdischen Sinn

„Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten. Nahezu nichts ist sich fremd. Alles Geschaffene ist einander beigeordnet und zielt auf die Harmonie derselben Welt. Aus allem zusammengesetzt ist eine Welt vorhanden, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft (Logos), allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, so wie es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt“

Marc Aurel, aus dessen Selbstbelehrung diese in Wiki aufgeführte frühe Beschreibung ökologischer Weisheit stammt, musste die Jünger der im Lebensfluss des Weltganzen begründeten Weisheit, die nicht weiter den bisher staatstragenden Gottheiten opferten und daher erstmals „Christen“ genannt wurden, noch als Atheisten wegen Staatsgefährdung verfolgen lassen. Auch wenn er eine naturphilosophisch bedachte höchste Wesentlichkeit ohne grundlegenden Kult-Mythos als Serapis verehrte, in der neben zahlreichen für die Vegetation, auch für Vernunft und Weisheit stehende Gottheiten wie Osiris, Isis, Apollo, selbst der Göttervater Zeus aufgegangen war. Was dann heute als eine der Kultformen griechischen Monotheismus ausgewertet wird, die der „Einzigkeits“-Formeln der Schriften des hellenistischen Judentums und so auch dem Neuen Testament entsprechen würde. Wobei dies alles andere als die heute im Monotheismus angenommene Verabsolutierung eines eigenen, vorgesetzten Gottesbildes, sondern eher das Gegenteil war.

Warum die naturphilosophisch bedachte Weisheit eine menschliche Gestalt benötigte, die auch der  Kunstfigur des Serapis mit dem Kranz (bei Jesus: Dornenkrone) entsprach, in dem die in antiker Aufklärung gestorbenen ägyptisch-griechischen Gottheiten auferstanden waren, um in allumfassender Weise der jüdischen, wie griechischen Kultur gerecht zu werden, einen neuen Volkskult im jüdischen Sinne zu begründen, lässt sich verstehen. Doch es gibt kaum etwas Schwachsinnigeres, als es bei all diesem Wissen, wie selbst der auch den synoptischen Evangelien bestätigten „Einzigkeit“, die bereits in philosophisch begründeten Kunstfiguren wie Serapis oder weiterer christlicher Konkurrenzmodelle wie Isis und Mithras galt, es weiter als einzig wissenschaftlich zu bezeichnen, ein zum Christus erhöhter Junghandwerker wäre dann als Logos gesehen oder als Weisheit ausgeben worden. Ein besonders bibelschlauer Guru wäre und dann für Juden und Griechen zur gemeinsamen Weltbestimmung, gar als wahrer Mittler der von den Vätern verehrten Herrlichkeiten gesehen worden.

Die die im Öko-Logos begründete Weisheit, die für alle antiken Naturphilosophen einzige Wahrheit, statt Meinungen der Mehrheit und traditionelle Lehren einziger Maßstab des Lebens war, war eindeutig das christliche Wesen. Das dem somit weltgültigen jüdischen Bund/Verstand zugrunde lag, so mehr als in philosophischer Theorie in Geschichte(n) als Wort zur Kulturbestimmung wurde, damit die Heilshoffung in Josua erfüllte, lat. der historische Jesus war. Ohne das mit Thales von Milet beginnende, über Sokrates und Platon führende naturphilosophische Denken, das maßgeblich im Lehrgebäude der Stoa aufging, ist das Christentum, die Geschichte nicht denkbar und auch die heute viel gefragte „Ökologie des Menschen“ nicht machbar. Vielmehr ist der Philosoph auf dem Kaiserstuhl als antiker Obama (besser noch wäre der vorhergegangene Vizepräsident El Gore, der vor Jahren bereits in „Wege zum Gleichgewicht“ ökologische Weisheit einforderte und dabei am Schluss von Religion sprach) ähnlich wie Seneca ein Beispiel: Es reicht nicht, die Wahrheit, den Weg zu kennen, zu predigen oder gegenseitig zu verlangen. Die im Öko-Logos begründete Weisheit musste in der bekannten Gestalt zur Kulturbestimmung werden. Und ebenso zeigen allein die hochphilosophischen Ausführungen des Kaisers über eine naturgerechte Lebensweise, wie es zu Trugschlüssen führt, im antiken Pantheon, bei dem der Philosoph im Gegensatz zum Volk „Serapis“ verehrte (eine in antiker Aufklärung philosophisch begründete Synthese ägyptischer Fruchtbarkeitsverkörperungen wie Osiris mit den als Göttervätern für die kreative Ordnung des Ganzen stehenden römischen Zeus, Jupiter oder Hades-Pluto) nur die Mythenbilder und deren Mix zu betrachten. Ähnlich wie dies dann auch beim Christuskult, dem die Verherrlichung eines bibelschlauen Wanderpredigers als Öko-Logos oder Weisheit, damit Christus an Stelle von Serapis, Zeus & Co. unterstellt wird, zu Fehl-, besser höchst folgereichen Kurzschlüssen führt.

Ohne die vielfältigen Wurzeln des Christuskultes in den antiken Hochkulturen oder bei den Hebräern außer Acht lassen zu wollen, wäre es hilfreich den Mittelplatonismus und maßgeblich das monistische, damit in früher Ökologie begründete Weltbild der Stoa zu beleuchten. Wer sich allein das  Denken der Stoa, die in Naturlehre (Logos) begründete Ethik betrachtet, die dann auch die Grundlage christlicher Lehre bildete, weil sie den jüdischen Bund auf weltgültige Beine stellte. Wer dann aber weiter unterstellt, es wäre einig wissenschaftlich, dass es bei Jesus um einen thoraschlauen Handwerksburschen gegangen sei. Dessen Botschaft im großen Medienwandel maßgebend und der als Öko-Logos, Weisheit oder Wort ausgegeben, dann von der Bildung oder Neuplatonikern, die als kirchliche Vordenker gelten, als neuer maßgebender Gott geglaubt wurde. Der muss in Wissensverweigerung nicht nur völlig den Verstand verloren haben. Der verbaut die Chance, dass die heute allseits geforderte und gepredigte Weisheit wieder die Kulturbedeutung bekommt, wie sie durch Kirche oder Koran zur Welt gebracht wurde.

4.      Das Wesen antiker Philosophie: Die ökologische Weisheit „Jesus Christus“

Es genügt nicht, sich allein auf die Stoa zu berufen oder bei Wiki zu lesen, wie hier die Welt als ein kausal zusammenhängendes Ganzes betrachtet wurde, dem jeder Mensch als Weltbürger auf seinem  Platz gerecht werden, dazu die auch heute beklagte Gier und Kurzsicht beherrschen muss. Auch wenn so bereits klar wird, wie hier antike Weltbürger in einer Zeit, die weder die heutigen Probleme hatte, noch wusste, wie die die massenweise Regenwald verbrennenden brasilianischen Bauern unsere Zukunft bestimmen, ebenso wie umgekehrt wir (auch als Aktionäre weltweiter Player) ihre. Und wie ganz ohne Internet und weltweite Kommunikation eine weltgültige Theorie radikaler ökologischer, gemeinsinniger Lebensweise in einem kreativ zusammenhängenden Ganzen bedacht wurde. Die für alle gleichwertigen Menschen der Welt Gültigkeit haben sollte. Besser ist es, die Texte der sich auf die frühen Naturphilosophen, auf Parmenides, Heraklit oder Pythagoras berufenden, noch meist von Zeus & Co. redenden, jedoch nicht in vorgesetzten Gottesbildern, sondern im natürlich-kausalen Werden, kreativen Weltganzen begründenden Denker selbst zu lesen. Und dabei die Stoa nicht abzuspalten, sondern sie als ein aus antiker Philosophie erwachsenes Denk-Lebensmodell zu betrachten, das auch bei hellenistisch aufgeklärten Diasporajuden galt, wo die Weisheit König war: Eine Theorie die über vielfältige Bewegungen eines antiken New Age (kulturelles Laboratorium) als Trinität in christlicher Theologie aufging, in der bekannten Weise im einheitlichen Staatskult als Christus in volksgerechter Gestakt Kulturbestimmung wurde.

In einer nüchtern-unvoreingenommenen Betrachtung der Philosophie allein der Stoa wird dann nicht nur deutlich, wie die in früher Ökologie begründete Weisheit das Wesen war, das Juden als Wort und Weisheit, damit „Christus“ galt. In der Geschichtsentwicklung lässt sich auch der historische Heilsprozess „Jesus“ nachvollziehen, bei dem die von den Philosophen gepredigte Weisheit zum Kult und damit zur weltgültigen Kulturbestimmung im Sinne der Propheten wurde.

Der Mensch war mit Beginn der griechischen Philosophie, nicht erst für die Denker des Mittelplatonismus und dort der Stoa ein selbstverantwortlicher Teil des monistisch verstandenen öko-logischen Ganzen, wie des heute in Evolution beschriebenen kreativen Lebensflusses, dessen Gesetzen er folgen musste. Doch ein schöpfungsgerechtes menschliches Leben nach den Vorgaben der Natur bedurfte auch in der Antike eine kulturgerechte Begeisterung, war weder mit den nur Beschnittenen geltenden altersstarren Gesetz, noch mit den alten Gottheiten der Griechen zu machen. Wo wir heute von einer für alles irdische Leben maßgebenden Ökologie sprechen, eine höchste Wesentlichkeit erkennen, deren Gleichgewichte wir halten müssen, sprachen die antiken Philosophen vom Logos, damit einer Natur-/Sinn-/Vernunftlehre.

Während heute konstruktivistische Philosophen behaupten, die von griechischer Philosophie als für das menschliche Leben maßgebende Sein bezeichnete Wirklichkeit der Welt wäre nur ein Konstrukt des menschlichen Kopfes. Und Neutestamentler zur Bewahrung ihres kindlichen Bildes dann auch Christus konstruktivistisch in Visionen begründen wollen, die Sektenanhänger nach dem Tod ihres Gurus hatte. Da hat die antike Philosophie auf naturwissenschaftliche Weise die Wahrheit und Weisheit in kausaler Wirklichkeit des Seins der Welt, damit früher Evolution oder Ökologie bedacht. Was dann auf konstruktivistische, seelsorgerische (frühpsychologische) Weise in Folge Moses im Neuen Testament zur Sprache gebracht, zur Kulturbestimmung wurde, historisch Jesus war. Nicht umgekehrt.

5.      Wo Jesus Christus geboren wurde, ging alles mit rechten Dingen zu

Die Stoiker waren von der strengen Kausalität allen Geschehens überzeugt. Was immer in der Welt und unter Menschen vorkommt, beruhte bereits für Sie auf einer lückenlosen Kausalkette. Wo diese nicht nachweisbar ist, versagt unser Erkenntnisvermögen. Auch der Einzelne war durch das Schicksal dieser heute in Evolution, wie Ökologie beschriebene Kausalkette (Heimarmee) bestimmt, der er als schöpferische Vorsehung bedingungslos zu folgen hatte. Doch was heute als eine „Ökologie des Menschen“ gefordert wird, war als eine Bestimmung erkannt, die auch in der Antike ohne den kulturell-religiösen Wandel, die Abwendung von alten Mysterien, menschlichen Gottheiten, die dann im Christuskult aufgehen mussten, nicht zu machen. Doch der von Nitzsche im Tollen Menschen beklagte Gottestod wäre dort, wo der Öko-Logos auf das verwies, was als Zeus, Jupiter oder in sonstigen Namen verehrt wurde, bei Juden namenlos, menschlich nicht bestimmbar, sondern der eine Grund aller Bestimmung war, nicht gewesen. Im Gegenteil.

Die Natur-/Vernunft-/Sinnlehre (Logos), damit die monistisch in früher Ökologie begründete Lehre war für die gesamte griechische Philosophie nicht nur die Grundlage des Denkens, sondern maßgebend für das Leben in menschlicher Gemeinschaft.  „Logos“ und damit die Lehre natürlicher Sinnhaftigkeit, Logik haben die Denker nicht nur in früher Ökologie metaphysischer Weltmodelle wahrgenommen. Logos war für Stoiker sowohl die Bedeutung von Sprache als auch von Vernunft. „Logik“ umfasst dann einerseits die formalen Regeln des Denkens und korrekten Argumentierens als auch jene Teile der Sprache, in denen gedankliche Operationen zum Ausdruck gebracht werden.

Damit ist heute  offensichtlich:

·        Nicht erst die Stoa hat im Logos (im natürlich-sinnvollen Werden, Weltganzen) einen Grund/Sinn allen Seins bedacht. Wie er bereits den Hebräern als nicht menschlich bestimmbar, unaussprechlich (JHWH) galt, damit bisher nur von Beschnittenen als kulturbestimmend verehrt wurde.  

 

Wo allerdings bei kausaler Kette kreativer Entwicklung von Zeus & Co. gesprochen, dann der namenlose eine Grund/Sinn allen Seins, der war und sein wird (JHWH) als wesentlich gesehen wurde. Da zeigt sich besser wie in allen biblischen Texten, der Gottesnamen des Volkskultes  oder auch im Nachblättern bei Philo, wie den frühkirchlichen Philosophen, wer dann von diesen als wesenseins oder wesensgleich mit dem Öko-Logos (in Dreieinigkeit) bedacht wurde. Denn da ging es nicht um den heute unterstellten Handwerksburschen, wäre kein Aufpasser oder planende Handwerker im Himmel aufgrund wissenschaftlicher Welterklärung arbeitslos geworden. Wo die Evolutionswissenschaft nun alle Prozesse und Gefühlsregungen, gar den religiösen Kult im kreativen Sinn erklärt, den die Antike modellhaft-spekulativ voraussetzte. Da bestätigt sich vielmehr das, was den philosophischen Denkern an Anfang von Kirche wie Koran im Verwerfen traditioneller menschlicher Gottesbilder wesentlich und zu verehren war.

 

·        Für Ethik, Moral, rechte Staatsführung, Leben in Gemeinschaft und persönliches Glück (geistig, wie körperliche Gesundheit) galt weder die menschlicher Meinung, deren Mehrheit, noch traditionelle Vorgaben/Gesetzlichkeit, sondern allein die kreative Natur, der Öko-Logos. 

 

·        Was bisher den Juden dem traditionellen Moses-Gesetz nach galt, erstarrt und nicht nur im Sonntagsgebot oft zum Selbstzweck geworden war, wurde nun in ökologischer Weisheit als schöpfungsgerechtes Leben (einzige Wahrheit „ich aber sage Euch“) begründet.

 

·        Der Kosmos im allegorischen Verstand der Abraham-Tradition (David, Moses als frühe Philosophie Weisheit) zum wahren Tempel, das natürliche Werden im kreativen Ganzen zum kulturbestimmenden Wort geworden, an die Stelle mysteriöser Gottheiten getreten.

 

·        Damit war der prophetische Bund nicht allein im hellenistischen Judentum, sondern auch bei Persern wie Mani oder Griechen, die philosophisch eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus, wie JHWH definierten, auf weltgültige Beine gestellt, musste sich aber mit dem traditionstreuen, schriftgelehrten Verständnis der Pharisäer auseinander setzen.

 

·        So waren es auch vielfältige philosophische Denker, die aus ihrer „Liebe zur Weisheit“ (Philosophie) aus Vernunft die alten Gottheiten, Orakelglaube, Opfer-, wie Kaiserkult in Frage stellten. Was im Judentum prophetisch (frühphilosophisch) vorgezeichnet war.

Die heutigen Herleitungen philosophischer Weisheit bei Paulus oder den Synoptikern, nach denen der unterstellte Handwerksbursche dann als besonders bibelschlauer Weisheitslehrer, Stoiker oder Kyniker durch die Hörsäle gejagt wird, sind zwar richtungsweisend, doch haben sich erledigt. Denn im Grunde ist das, was auch nach den Bedeutungsaussagen der biblischen Geschichten Jesus Christus ausmacht, im Öko-Logos und der so bedachten Weisheit zu begründen. Eine Weisheit, die dann noch mehr bei aufgeklärten hellenistischen Diasporajuden, gewandelten  Pharisäern, die im Kosmos jetzt den wahren Tempel sahen, das den Propheten gegebene Wort nun weltgültig in Naturlehre (Logos) verstanden, Christus war. Wie das in Folge Moses als Heil im Sinne Josua, lat. Jesus gesehen und so definiert wurde, ist zwar bereits gesagt, aber kann nicht oft genug vor Augen geführt werden.

6.      Die messianische Heilshoffnung wurde in hellenistischer Naturlehre erfüllt

Wer sich diese historischen Fakten, wie mehr noch das Weltverständnis und die so in früher Ökologie begründete Bestimmung und die Lebenslehren einzelner Philosophen betrachtet und dann bedenkt, welche Hoffnung darin gesetzt und konkret auch Heilswirkung davon ausging, die Weisheit im jüdischen Sinne zum Kult zur Volksbestimmung zu machen. Der hat den historischen Jesus Christus, wie die im Öko-Logos begründete Weisheit von hellenistischen Kulturliteraten und Philosophenschulen, die der Kirche als „Lieblingsjünger“ galt, in ihrer Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern beschrieben wird, deutlich vor Augen. Denn bei allem Wissen um das antike Denken weiter davon auszugehen, dass dann die Botschaft eines bibelschlauen Handwerksburschen im „großen Medienbruch“ (so in Christologie-Vorlesung) maßgebend wurde, dieser von seinen Groupies in Trauervisionen als neuer Gott oder Christus gesehen (Peter Lampe „Die Wirklichkeit als Bild“) und dann für die Bildung apologetisch zu dem gemacht wurde, was dem philosophischen Denken als Logos, Weisheit galt (wie nicht allein Christoph Markschies in allen hervorragenden Geschichtswerken dann seinen jungen Mann begründen muss), das ist völlig unerklärlich.

Wer heute wegen seinem jungen Mann erklären muss, wie alle nach philosophischer Erkenntnis aussehenden Bewegungen, Christentümer, die von früher Kirche bewusst abgelehnt wurden, meist weil sie nicht volkstauglich waren oder mangels allegorischen Verstand an das neue Judentum nicht anschließen konnten, eine apologetische Ausgestaltung christlicher Lehre für Bildungsbürger waren. Der müsste in Wirklichkeit nicht nur Origenes, wie alle Kirchlichen Vordenker, selbst die Evangelisten in den gleichen Topf stecken. Wo der junge Mann dann herkommen soll, ist schleierhaft. Wie aber umgekehrt die von den Philosophen vergeblich gepredigte Weisheit in der bekannten Weise zur Welt gebracht werden musste, ist mit Blick auf das Wissen um religionsgeschichtliche Kulturentwicklung klar.

In diesem Sinne brauchen wir nicht nur bei den Schriften nachzublättern, die uns durch die Kirche im Namen Philo von Alexandrien als Beginn und Begründung der Christologie überliefert sind, möglicherweise zum Teil erst in früher Kirche verfasst wurden. Das Wesen des Christentums zeigt sich im „im waren Grund“ im gesamten naturphilosophischen Denken als eine Weisheit, die heute nicht nur grüne Politiker oder nun auch  die Päpste und Pfarrer weit vergeblich einfordern.

7.      Die Achsenzeit als Anfang christlichen Glaubens, Offenbarung in Jesus

Dass bereits dort, wie die Moses-Propheten (frühe Philosophie) vom Kult für Gottesbilder und den Pharo befreiten. Wie damit auch bei den Hebräern, die ihre Gesetzte aus dem ableiteten, was wir heute nur naturwissenschaftlich bezeichnen, so Weisheit und Vernunft statt Pharo/Könige oder Gottesbilder maßgebend war. Das muss nicht erneut deutlich gemacht werden.

Doch die Gleichzeitigkeit, in der dann im Nahen Osten, wie in Indien und China in Griechenland und bei den Propheten neue durchdachte Kultsysteme mit ethisch-sozialer, wie frühökologischer Ausprägung entstanden, hat uns viel zu sagen. Ob Budda, Konfuzius, Laotse und Zarathustra, die gleichzeitig lebten, Zweibeiner waren oder sich dahinter eine neue philosophische, in Vernunft begründete Weltbetrachtung, Denkweise, so Weisheit verbirgt, ist Nebensache. Auch Jeremia, Deutero-Jesaja, Xenophanes, Parmenides waren Zeitgenossen eines Kulturwandels, der sich durch die Geburt der allein dem Homo Sapiens eigenen selbstbewussten Vernunft, den Wandel vom Mythos zum Logos auf ganz natürliche Weise nachvollziehen lässt. Da war keine kuriose Parallele oder gar geheimnisvolles Wunder, sondern das am Werk, was die alten als Logos, wir nur  naturwissenschaftlicher beschreiben.

Wo bereits die Ägypter in der fruchtbaren Nilschwemme Sinn sahen, die Hebräer in Himmelsberechnung den für ihre Kultur maßgebenden Kalender im Sinne allen Seins JHWH festlegten. Wo selbst in Mittelamerika der Königs-Kult der Mayas, die im Regenwalt die Fruchtbarkeit in Maisgottheiten verehren, selbst in Meerestiefe Menschen opferten, aber so eine in Kreativität begründete Hochkultur entstanden war, zusammenbrach. Da war es folgerichtig, wie dann auch in anderen Teilen der Welt im Wandel vom Mythos zum Logos in früher Ökologie begründete Kultursysteme mit ethisch-moralischer Ausprägung entstanden.

Wie hier der Ursprung, in dem wir leben, auf wissenschaftliche Weise definiert wurde, so daher auch kein Gegensatz von Theologie und Wissenschaft war, ist erst in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher zutage getreten. Wird aber dort, wo die Offenbarung in einer Handwerksburschen-Herrlichkeit angenommen werden muss, kaum weiter beachtet.

Dabei zeigt sich allein hier:

-Wo im Wandel vom Mythos zum Logos in vielen Teilen der Welt der alte Kult (im Osten weniger als im Westen kritisiert) transformiert, reformiert wurde. Da kann es auch dort, wo später dann weisheitlich eine Synthese von neuem, aus der Achse erwachsenem hellenistischen Judentum und griechischer Philosophie war, nicht um einen bibelschlauen Handwerksburschen gegangen sein, der als Logos (damit als frühe Natur-/Sinnlehre) gesehen oder ausgegeben wurde.

-Wo frühhumanistische Systeme entstanden, die nicht nur im Gesetz der Juden auch ökologische Aspekte, wie den nachhaltigen Ackerbau berücksichtigten. Da gründeten sich die weltweiten Denker nicht in alten Glaubensmythen, traditionellen Gesetzen, sondern begründeten in deren Sinn in früher wissenschaftlicher Naturlehre und Erkenntnis, die noch sehr verschieden in Modellen ausformuliert war.

-Wo in früher Philosophie/Wissenschaft die Religionen in denkendem Bewusstsein (nicht Glaube) begannen, deren Sinn für das menschliche Zusammenleben, die schöpfungsgerechte Lebensweise bedacht und hierzu verschiedene Systeme entwickelt wurden, die über die mysteriöse Verehrung von Vegetations- und sonstigen kreativen Herrlichkeit hinausging. Da haben die Religionen nicht ausgedient, sondern zeigt sich die Aufgabe, diese in Aufklärung, wie heute gegebenem Wissen um die gemeinsame Sinnhaftigkeit weiterzudenken. Denn wo nicht einfach die Vegetation vergöttert, sondern Denksysteme entworfen wurden, da bewahrheitet sich die Weisheit des ewig zeltenden Moses, gilt es die schöpferische Bestimmung in immer neuer Weise zu bedenken.

-Wo es nicht wundert, dass einheitliche Lehren entstanden, weil in China die gleiche Sonne aufging, wie sie den Ägyptern bestimmend war. Die den Hebräern maßgebende Sterne leuchten oder die gleichen Naturprinzipien auch als Tao maßgebend für die gemeinsame Zukunft erkannt wurden. Da sind auch heute die zur Gesetzlichkeit erstarrten, zur Buchreligion gewordenen, als überholte Mythen betrachteten Kulturmodelle auf zeitgemäße Beine zu stellen.

-Wo in Parallele aus „einer“ allumfassenden Herrlichkeit/Wesentlichkeit allgemeingültige Gesetzte abgeleitet und im Kult entsprechend der jeweiligen Wurzeln verschiedenartig zur Kulturbestimmung gebracht wurden. Da ist dies wegweisen für unsere Zukunft, die die allumfassende Wesentlichkeit wissenschaftlich definiert, mehr als wegweisend.

-Wo bei Karl Jaspers (Hauptentdecker der Achse), wie bei vielen anderen Kulturwissenschaftlern, bis zu Jan Assmann (der in „Achsenzeit“ deren Wundersamkeit bestreitet, aber das Geschehen nicht leugnen will), der Gegensatz von wissenschaftlich-philosophischer „Wahrheit“ zum „Krippenkind von Bethlehem“  war. Da ist es Aufgabe der Geschichts-, Kulturwissenschaftler und insbesondere der Neutestamentler, diesen Gegensatz aufzulösen, deutlich zu machen, dass die frühe Naturwissenschaftliche Wahrheit  im Stamme Davids im Krippenkind zur Kulturbestimmung wurde.

-Wo Konfuzius, Buddha, Zarthustra, Jesaja und Xenophanes (als Kultdichter), wie viele seiner weit philosophisch-wissenschaftlicheren griechischen Kollegen nicht kommunizierten, sondern in der Kreativität früher Wissenschaft eine gemeinsame Bestimmung zur Kulturbestimmung machten und Hoffnung auf weitere Vollendung hatten. Da ist auch heute die Geschichte nicht Ende, die Achse nicht gescheitert. Da geht das Eschaton, das Heil nicht in menschlicher, sondern schöpferischer Kommunikation (der dialektischen Kreativität des Ganzen, für Juden Gesetz/Wort) auf dem regulären Weg verschiedener geerbter kultureller Gedächtnisse (kanonisiert, nicht erstarrt) weiter.

Die Topi der Axialen, wie sie englische Aufklärer als neue Vernunftreligion beschrieben, haben ihre Gültigkeit behalten:

-Der Mensch ist sich des Seins im Ganzen, seiner selbst und seiner Grenzen heute mehr denn je bewusst. Er hat eine in gemeinsamer Kultur verehrende höchste Wesentlichkeit, Sinnhaftigkeit, Herrlichkeit erkannt, die er nicht selbst bestimmen kann.

-In bewusster Reflexion, im Wandel vom Mythos zum Logos neuzeitlicher Aufklärung sind die alten menschlichen Gottesvorstellungen auf neue Beine zu stellen und so in jeweiliger Kultur ein Fortschritt gegeben, der die Witwen und Waisen mit den Gottheiten der Väter wiederversöhnt. Was die wissenschaftlichen Voraussetzungen schafft, in Schöpfung (heute Ökologie) begründete Vernunft in kulturellem Friede zu leben.

8.      Der Lieblingsjünger Jesus Christus aus dem naturphilosophischen Kleinasien, Ephesus

Wo in Lykaonien eine kaum überschaubare Vielzahl von griechisch-römischen Natur-Gottheiten, mythologischen Figuren, göttliche Personifizierungen in der reichhaltigen Kultur Kleinasiens in vielen Festen verehrt wurden. Was dann im Wandel der Zeit auch einen Kulturwandel hervorrief, der als Ausbreitung des Christentums bekannt ist. Wo der Reichtum griechischer Kultur blühte, bereits Homers Gesänge entstanden und erklungen, der Artemistempel  stand, war die Heimat der der Lieblingsjünger.  Ephesus war Herkunft früher naturphilosophischer Denkern, wie dann Wirkungsstätte von Heraklit. Auch wenn der Vorsokratiker noch mit recht metaphysischen Modellen arbeitet, von einem Weltfeuer sprach. Im sinnvollen Lebensfluss, den er erstmals „Logos“, damit Lehre nannte, wahrscheinlich weil dieser erstmals kausal, logisch gelehrt wurde und kein himmlischer Mythos mehr war, sah er, wie ähnlich auch Denker, wie der als philosophische Beginn zählende Thales von Milet oder der erstmals vom Sein und damit einem Sinn des Ganzen ausgehende Parmenides, die Maßgabe für alles Leben. Ohne noch auf die biblischen Propheten Bezug zu nehmen, den bildlosen Kult weltgültig zu machen, wurde zeitgleich wie in Persien, wie die hebräischen Propheten im Exil Zarathustra weiterdachten, in Ephesus damit das den bildlosen Bund ausmachende, den Propheten maßgebende Wort verstanden. Und nur diesem, nicht menschlichen Worten, Meinungen von Mehrheiten und ihren Traditionsgesetzen, war auch für die griechischen Philosophen der Mensch mit Verstand verant-wort-lich. Und so ist es sicher kein Zufall, dass aus Ephesus die Philosophenschule stammt, die uns als Joannes bekannt ist, der Kirche zu Recht als Lieblingsjünger Jesus galt.

Und eigentlich müsste nun der gesamte geistesgeschichtliche Hintergrund betrachtet werden, wie er beispielsweise in „Die Philosophie der Stoa“ von Wolfgang Weinkauf geschildert wird. Wonach sich die Philosophie in den griechischen Polis, den Stadtstaaten entwickelte, wonach der Mensch als zoon politikon, als gemeinschaftliches Wesen einem gemeinsamen Sinn, den auch der Staat hatte, folgen musste. Denn auch wenn es Sokrates ablehnte vor der Hinrichtung zu fliehen und den Schierlingsbecher trank, weil er das staatliche Gesetz anerkannte. Die Naturphilosophen, die auf rationale Weise nach kosmischen Gesetzmäßigkeiten forschten, in Natur-/Sinnlehre (Öko-Logos) das einzig maßgebendes Weltgesetz sahen, wollten sich nicht mehr dem Wille der mythischen Masse, noch den alten mysteriös-menschlichen Gottheiten unterordnen.

Und da Sokrates verurteilt wurde, weil er neue Gottheiten einführen wollten, kennen wir so im Grunde auch den ersten griechisch-christlichen Märtyrer. Wo Leukipp und Demokrit, die spätere Stoiker wie Epikur beeinflussten, eine Atomlehre aufstellten, nach der ein Ganzen aus vielen kleinen Teilchen besteht, die wie im menschlichen Körper oder auch im Staat zusammenwirken müssen. Da ging es um das gleiche Urgesetzt, das bereits im Namen Abraham galt, dann bei hebräischen Philosophen bildlos den umfangreichen Lebensregeln Thora/Gesetz zugrunde lag und nun in Natur-/Sinnlehre (wir sagen Ökologie, Evolution) erklärt wurde.

Wo dann im Namen von Sokrates, Platon und Aristoteles erkenntnistheoretische und ethische Probleme reflektiert wurden, war auch das ähnlich bei den himmelsberechnenden Hebräern in kosmisch-kreativer Gesetzmäßigkeit vorgezeichnet. Denn weit mehr als die griechische Götterwelt, war bei Juden das von einem Sinn/Grund allen Seins ausgehende Wort, damit die nun in Natur-/Sinnlehre erklärte Logik/Vernunft (Logos), für das Leben im Alltag bestimmend. So waren in der bisher nur Beschnittenen geltenden Thora nicht nur hygienische Vorschriften über die Verrichtung der Notdurft festgelegt und  nachhaltigen Ackerbau, sondern auch das Zusammenleben in Gemeinschaft an Stelle von Kaisern und mysteriös-menschlichen Gottheiten kulturbestimmend.

Als Alexanders Idee einer Weltherrschaft zusammengebrochen, sich drei neue Königreiche etablierten, das der Ptolemäer in Ägypten, das Selkuidenreich im östlichen Mittelmeer sowie die makedonische Herrschaft der Antigonide und das politische Ordnungsgefüge der Polis zusammengebrochen war, entstanden die philosophischen Schulen. Denn „alles, worin der griechische Mensch der klassischen Zeit erstmals Halt gehabt und worin er sittlich sein Dasein verankert hatte, war oder schien plötzlich verloren.“ Aus dieser Krise entwickelte sich, so Weinkauf, die Schulen der Skepsis, wie der Stoa. Diese Philosophie der Krise hatte bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Inhalte doch ein gemeinsames Ziel: Sie versuchte als praktische Philosophie neue Orientierungshilfen zu geben und vor allem die Frage zu beantworten, wie man zu einem sinnerfüllten, glücklichen Leben gelangen könnte. Und so komplex diese sich auf Sokrates und Platon berufende Philosophie des Hellenismus auch klingen mag. Das schöpferische Welt-Eine, der Kosmos, was wir heute in Ökologie beschreiben, hier Weisheit ableiten, die bei Juden bereits der König, damit Christus war, war einzige Maßgabe für das menschliche Leben.

Wenn heute im geistigen Klima der Krise mit dem Skeptizismus, den Jüngern Epikurs und der Stoa drei philosophische Hauptrichtungen aufgezeigt werden, wären eine vierte zu ergänzen: Christen. Denn es greift zu kurz, bei den philosophischen Bewegungen nicht auch die Religionsreform, die Kritik an den Göttermysterien, menschlichen Gottheiten und ihrem Orakelglaube und Opferkult zu bedenken. Wer Theologie nicht als Schriftlehre betrachtet, die sich allein aufs  Buch, aber zu glaubende Buchstaben oder bei deren Wegfall dann göttliche Bauchgefühle beruft, muss nicht nur Platon, von dem das bestätigt wird, sondern die gesamte griechische Philosophie als Theologie sehen: Forschung nach dem Sinn/Grund allen Seins und die so maßgebende Lebensweise, wie es Juden als Wort galt. Und mehr noch als Griechen, die als christliche Atheisten gesehen wurden, weil sie sich den Opfern für Kaiser und sonstige menschliche Gottheiten oder Mysterien verweigerten, daher als „gottesfürchtig“ galten, müssen aufgeklärten hellenistische Juden der Diaspora begeistert gewesen sein. Hatte doch die philosophische Theologie genau das auf weltgültige Weise begründet, was auch bei Juden zur Krise geworden war, bei den Makkabäern zu kriegerischer Abwehr des römischen Kultes geführt hatte.

9.      In der Synthese von Hellenismus und Judentum lag das Heil

Wo die philosophischen Einsichten des Hellenismus immer mehr Aufmerksam auf sich zogen, die festgefügte alte Normenwelt ins Wanken kam. Wo aber die geprobte Demokatie die Macht wieder an den römischen Kaiser übergab, was dann nicht allein in Nero und spätere Militärkaiser im schnellen Wechsel mündete und aufgeklärte philosophische Juden in einer Josefsgeschichte die Demokratie einer Weisheit im Kopf der Menschen empfahlen, wie sie heute mehr als notwendig wäre. Wo das Judentum immer mehr in Bedrängnis kam, die griechischen Naturwissenschaft und so begründete Weisheitslehren auch bei vielen hellenistischen Juden die Rolle des Vätergesetzes der Thora eingenommen hatte. Wo die römisch-griechischen Gottheiten zwar bereits seit Beginn der philosophischen Naturwissenschaft in Frage standen, aber die Gottheiten die Rom groß gemacht hatten in Vernunft restauriert wurden, um so das Staatswesen sicherzustellen. Wo gleichzeitig der Kult für Kaiser- und Bilder weiterer menschlicher Gottheiten, von dem der Exodus befreit hatte, selbst im Jerusalemer Tempel wieder eingeführt werden sollte und daher Kriege geführt wurden. Da bestand das Heil der Juden in einer denkerischen Synthese zwischen dem hebräischen Welt- und Sinnverständnis und hellenistisch-naturwissenschaftlicher Sinnsuche und so gemeinsamer Weisheit, Weltvernunft, für die der Begriff Logos (Lehre in kausaler Logik/Vernunft) stand. Mit einem zum Logos erhöhten Handwerksburschen lässt sich die Lösung der jüdischen Probleme so wenig erklären, wie ein weltgültiges Christen-Judentum, das an die Stelle der Opfer für Kaiser- und weiterer menschliche Gottesbilder, Orakel- und Mysterienglaube des Volkskultes trat .

10.  Die Geburt der Vernunft (Wissenschaft, Weisheit) im Wandel vom Mythos zum Logos

Um die heute als monotheistische Buchreligionen bezeichneten Kulturformen in ihrem Grund, wie damit auch die christlich Reform des Judentums der Zeitenwende, wie aber auch die Entstehung des Isalm beleuchten zu können, reicht nicht der Blick ins Buch, das die Kultausprägung zeigt, sondern muss das jeweilige Weltverständnis betrachtet werden.

Auch wenn heute die Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft bei den Griechen beginnt. Wenn heute Maat als ein in Naturprinzipien begründetes Kulturmodell erklärt wird, das die gesamte ägyptische Hochkultur trug, für Gerechtigkeit und Ewigkeit stand. Dann war hier das vorgezeichnet, was die griechische Philosophie in Vernunft weiterführte. So hat Naturbeobachtung auch bereits zur ersten Verwerfung menschlicher Gottesbilder im alten Ägypten geführt. Wo dann nicht erst plötzlich von Echnaton, sondern nach einer denkerischen Entwicklung allein die Sonne als Quelle allen Lebens verehrt, die alten Gottesbilder allzu radikal ausgemeißelt wurden. Ein Fehler in kreativer Kulturentwicklung, wodurch der erste in der Sonne gesehenen gemeinsamen Grund und damit Sinn allen Seins, wieder völlig in der Versenkung verschwand, kaum Spuren hinterließ. Aber auch die sonstigen theologischen Modelle, bei denen die Moses-Propheten in der Schule waren, gründen in Himmelberechnung, Naturbeobachtungen, wie der fruchtbaren Nilschwemme. Ob die Griechen bei den Ägyptern gelernt haben, ihnen ihre Weisheitslehre verdanken oder in Kleinasien, dann Griechenland völlig unabhängig von Ägypten eine Entwicklung war, ist egal. Frühe Wissenschaft kann weder den Ägyptern, noch den himmelsberechnenden Hebräern, die Schöpfung in Schrift fassten, die im großen Ganzen erkannte Weisheit zu ihrem wahren König an Stelle des Pharaos machten, abgesprochen werden.

Und ebenso kann der mit Zarathustra umschriebenen, Göttermythen in Vernunft erklärenden Philosophie Persiens, die ethische Lebensregeln des „gut Denkens, gut Redens, gut Handelns“ hervorbrachte, die Weisheit nicht abgesprochen werden. Wo Esra und Nehemia nicht einfach im Exil, sondern als Hofschreiber für die Kulttexte verantwortlich waren und heute der Beginn des biblischen Kultes angenommen wird, hat frühe Weisheit die Feder geführt.

Wo dann der prophetische, damit frühphilosophische Kult auf weltgültige Beine gestellt wurde, kommt nur das Bildungsstreben, die Philosophie ( „Liebe zur Weisheit“) , damit was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen, als Magd (besser wäre Grundlage) der Theologie in Frage. Wie aber sollte von Weisheit gesprochen, Lebensmodelle bedacht worden sein, wenn nicht ein gemeinsamer Sinn und Grund des Ganzen vorausgesetzt worden wäre. Wo daher die „Liebe zur Weisheit“ war, da war dies nicht mehr weit zur Liebe des gemeinsamen Sinnes und Grund allen Seins, wie ihn die Juden an Stelle der Könige und vielzähliger mysteriöser Gottheiten verehrten. So ist auch die sogenannte Gottesliebe, die neben der Liebe des Nächsten wie des Selbst zu den Hauptpfeilern des christlichen Glaubens gehört und der wahrscheinlich in Straßennachbarschaft zu Seneca schreibende Markus Jesus mit den Schriftgelehrten im Rahmen der Gültigkeit des jüdischen Gesetzes darlegen lässt, nicht auf dem Mist eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen,  sondern im historischen Heil „Jesus“ gewachsen.

11.  Die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) kein so gesehener junger Mann war neuer Mittler

Denn wo die Natur nicht sozialdarwinistisch nachgeäfft, sondern die Prinzipien der Natur, wie sie heute die Evolutions- oder Ökologielehre (moderner Logos) als Mittler eines Sinnes/Grundes allen Seins gesehen wurden. Wo die Stoiker und Epikureer nach vernunftgemäßem und damit glücklichen Leben strebten, die Weisheitsliebe auch bei hellenistischen Juden im Mittelplatonismus zur Lebenskunst wurde. Da wurde die Naturlehre (Logos) als Mittler des einen schöpferisch Wesentlichen gesehen, ist die Philosophie zur Theologie geworden, hat die Weisheit, die wir heute dringend als gemeinsame Kulturbestimmung bräuchten, religiöse Spekulationen, vorgefertigten Dogmenglaube verdrängt.

Wenn nach der Renaissance und dann der neuzeitlichen Aufklärung die Philosophie und damit Wissenschaft das kirchliche Joch ablegte, das natürliche Licht heute als einzige Quelle gilt. Dann ist das die vernunftgemäße Weltbetrachtung die Quelle, die Arche, die von bei Abraham, Moses galt und in früher Gesamtschau dem Heil „Jesus“, der Weisheit als Christus, aller davon ausgehenden vielfältigen urchristlichen Erkenntnislehren zugrunde liegt. Die in der Reformation aufgrund des kirchlichen Missbrauches scholastischer Philosophie notwendige Verabsolutierung der antiken Schriften, was gleichzeitig der Wissenschaft in bitterem Streit die eigenständige Entwicklung ermöglichte, hat ihren Dienst getan. Mit klarem Blick und Bezug auf Bibel, wie Koran, wäre es Aufgabe heutiger Theologie, nicht nur die in Ökologie und Evolution (natürlichen Prinzipien) begründete Weisheit zu predigen, sondern sie im gemeinsamen Sinn, den die alten als höchst wesentlich verehrten, zur Kulturbestimmung werden zu lassen.

Neben der klassischen Philosophie der Griechen, auf die sich die Kirchenväter beriefen, haben wir heute Kenntnis über die vielfältigen Anfänge der Vernunftbegründung allen Seins bei den Griechen, wie in vielen weiteren Teilen der Welt. Denn auch der traditionelle Weisheit vertretende Konfuzius, Laotse, der einen namenlosen Urgrund (Tao) setzt, aus dem der Vater des Alls und aller Kräfte hervorgeht,  daher zu halten ist. Was dann als vernünftige Ordnung der Dinge dem menschlichen Handeln den Weg vorzeichnet, zu dem der Weise durch Loslösen emporstreben soll. Die sind so wenig wie der indische „Brahman“ als alle Welten hervorbringend, tragenden All-Einen“ oder Atman als Selbst, menschliche Seele/Psyche, nicht ohne frühe Naturlehre zu machen.

So ist es zwar verständlich, dass sich nicht allein hellenistische Juden, sondern auch kirchliche Lehrer (nicht allein Basilius) bei den fernöstlichen Weisheitslehren umsahen oder diese aufnahmen. Wie dies mehr noch bei dem sich auf Jesus Christus berufende Manichäismus (antik aufgeklärte Weltreligion) zu beobachten ist. Doch das hellenistische Judentum, das die Christologie entwickelte und die ihm folgenden Vordenker der allumfassenden Kirche haben sich maßgeblich auf die griechische Philosophie berufen, diese weitergeführt, die dort begründete Weisheit zur Volksbestimmung gemacht. Auch wenn sie dann die die oft mysteriösen, sich auf die alten Gottesbilder berufenden Lehren, die als untauglich für den neuen römisch-katholischen (allumfassenden) Volkskult im jüdischen Sinne gesehen wurden, vernichteten. Sie haben sich nicht nur auf die Philosophen berufen und nicht deren Weisheit verbrannt, sondern sahen dies als einzigen Weg, sie zum neuen Volkskult zu machen, der zum antiken Sozialverhalten, gar freiheitlichem Kommunismus  führte.

Denn weder die Ägypter, Phönizier, Babyloniern, noch Griechen haben sich zu einer Philosophie erhoben, die frei von ihren religiösen, mythologischen Vorstellungen war, die Weisheit die Kultfunktion des Kaisers hatte. Wo die morgenländische Weisheit (kein Bangert, der dem Heiligen Geist untergeschoben wurde oder von einer versehentlich zur Jungfrau gewordenen „jungen Frau“ gezeugter Guru) von den alten Königen in der Krippe als wahrer neuer Christus erkannt wurde, wissen wir aus der Weihnachtsgeschichte.  

12.  Die jungfräuliche Geburt lässt sich realgeschichtlich verstehen

Die griechischen Denker haben den Sinn allen Seins jungfräulich bezeugt. Sie begründeten sich nicht im Mythos alter Gottheiten, Urwesen, sondern fragten nach dem logisch-kausalen Uranfang, aus dem alles geworden ist, der Arche, dem grundlegenden Prinz-ip (für aufgeklärte Juden dann der Sohn ihres Königs: Christus), das begrifflich bedacht wurde. Ob der Ahnherr der Philosophie Thales von Milet den ägyptischen Priestern ein Mittel zur Messung ihrer Pyramiden einen Distanzmeter konstruierte, in Erkenntnis früher Geometrie, Astronomie und Naturwissenschaft die Sonnenfinsternis voraussagte und die Weltentstehung nicht mehr mythologisch, sondern wissenschaftlich im Wasser als Arche (Ur-sache) erklärte. Ob Heraklit von einem Weltfeuer spricht, das allem Vergehen und Werden im natürlichen Wandel zugrunde liegt, damit das im kreativen Werden begründete Wort der Juden auch in Ephesus, der Heimat der „Lieblingsjünger Jesus“, statt der menschlichen Gottheiten als maßgebend für das menschliche Leben gesehen wurde. Ob Anaximenes die Luft als Urstoff, Arche, und alles zusammenhaltende Lebensprinzip annimmt. Ob Anaximander nicht ein einzelnes Element, sondern einen „unbestimmten“ ewigen, nicht zu bedenkenden, jedoch von ihm denkerisch vorausgesetzten Urgrund aller Dinge annahm und so erstmals eine rein natürliche, nach kausal-mechanischem Prinzip hergeleitete Welterklärung lieferte. Ob Pythagoras und seine Jünger/Schule, wo im Neupythagorismus dann daraus ein „Sohn Apollons“ ,aus dem religiösen Weisen ein allwissender Wundertäter wurde, die Arche in einem sinnlich nicht mehr wahrnehmbaren Stoff, sondern in einem Zahlenprinzip berechnet, wie es ähnlich der jüdischen Kabbala (Traditionslehre) auf mysteriöse Weise galt. All das verweist auf die Herkunft Jesus Christus, als die Wesentlichkeiten/Gottheit der Väter offenbarende Naturlehre, die so den „Einzigen“ Sinn offenbar machte, den die Juden in Schrift/Wort und ihren Tempeln bisher in versteinerter Gesetzlichkeit in Alleinstellung verehrten.

Wo die religiösen Bewegungen, die durch die griechische Welt geisterten, nach einer Wiedergeburt der bisher die römisch-griechische Kultur, wie vormals die Ägypter tragenden Volksreligion abzielte riefen und mit wissenschaftlicher Erkenntnis auf neue Beine gestellt, so auch eine ethisch-schöpfungsgerechte Lebensweise begründet werden sollte. Da entstand nicht nur eine neue Art Judentum, sondern wurde das auf neuen Beine gestellt und dann christlich zum Volkskult.

Aus dem Streben nach Wissen, wie es der hellenistischen Hochzivilisation, der die Vernunft und Erkenntnis heilig war bestätigt wird, ist „Christus“, wie das jüdische Heil der Kulturen „Jesus“ hervorgegangen. Ethisches, sozial-gemeinsinniges Denken und  eigene Gier im schöpfungsgerechten Leben unter das Maß eines allumfassenden Sinnes, damit einer im natürlichen Werden/Weltganzen begründeten Weisheit zu stellen, die Juden als wahre König galt, ist in allen philosophischen Systemen zu beobachten. Die Philosophie (Liebe zur Weisheit) war im Grund bereits die Liebe zu dem, was Juden als ihren König verehrten. Damit war in den philosophischen Systemen das Christen-Judentum vorgezeichnet, lag der Kulturwandel auf der Schwelle der Zeit. Denn auch wenn die Philosophen teilweise zu den Gesetzgebern ihrer Staaten geworden und ihre Forschung Gegenstand der Kritik an menschlichen Gottesvorstellungen/-bildern, damit auch dem Kaiserkult geworden war. Die religiöse Veränderung, wie sie der Wandel von mythischer Weltentstehungslehren zu den in einem gemeinsamen Urgrund und damit Sinn begründeten Vernunftmodellen hervorrief, wurde erst mit Konstantin eingeleitet. Weniger, weil hier die Verfolgung der Kaiseropferverweigernden Atheisten eingestellt und sich auch der Kaiser zum neuen, nun weltgültigen jüdischen Kult bekannte. Vielmehr weil er begann in zahlreichen Konzilen zusammen mit den aus allen Teilen des Reiches zusammengetrommelten Intellektuellen Kaiserberatern (Bischöfen) aus den verschiedenen konkurrierenden philosophischen Christologie-Bewegungen eine einheitliche Kirche der heiligen Weisheit (Hagia Sophia) nicht nur in Stein, sondern einen neuen einheitlichen Staatskult zu bauen.

Wenn heute klar ist, wie griechischen Philosophen einen Monotheismus entwickelten, der das, was die Juden als „Alleinstellung“ verehrten, in seiner „Einzigartigkeit“ bedachten. Dann wissen wir auch, warum Jesus Christus echt jungfräulich geboren, allein im einzigen Sinn allen Seins be/gezeugt wurde. Wo ein neues Judentum philosophisch bedacht wurde, sollte kein Buchgott bewiesen werden, hat nicht die Thora oder Tradition den Ton vorgegeben, sondern das, worin sich nicht allein der Pla-ton-ismus begründete: Das in kausalen Natur-Sinnlehren (Logos) begründete Weltganze/Werden.

13.  In Naturlehre wurde der eine wesentliche Sinn allen Seins verstanden

Auch wenn der philosophische Gott damit alles andere die oft unterstellte pantheistische Naturvergottung der Vorzeit war, die in einer Vielzahl von Gottheiten die Phänomene der Vegetation, wie kreative menschliche Tugende verehrte. Wenn in den philosophisch-theologischen Systemen bereits ein ewiger Sinn bedacht wurde, der zwar in der Natur auf, aber nicht untergeht und so eine Welt-Weisheit und dann in Sokrates eine schöpfungsgerechte Lebensweise ausdiskutiert, in Platon so idealistische Staats- und Rechtsmodelle beschrieben wurden. Dann wäre trotzdem keiner der Philosophen wäre auf die Idee gekommen, eine im Himmel thronende Gottheit beweisen oder begründen zu wollen, wie sie heute bei der Frage „glaubst du an Gott“ allgemein unterstellt wird. Was heute vom Neuen Atheismus als Monsterwesen abgestritten, als Spaghettimonster abgebildet und lächerlich gemacht wird, hat es im philosophischen Denken, das die Grundlage zur neuen Christen-Judentum legte, nicht gegeben. Im Gegenteil. Die Busse der von einem naturalistischen Weltbild getragen Brights mit der Werbeaufschrift „Es gibt – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – keinen Gott“, hätten eher die Vorsokratiker gefahren. Genau die, die heute von Theologen als Vorgeschichte der Urchristlichen Formel des „Einzigen“ beschrieben werden.

Was ein Hauptbegründer der katholischen Kirche wie Irenäus von Lyon als „einzigen Vater“ und „einzigen Sohn“ bezeichnete. Das war von der griechischen Naturlehre, damit dem Logos, der für den Kirchenmann das „einzige Maß“ aller Dinge, der „einzig“ auf die Gottheiten der Väter und die schöpferisch gerechte Lebensweise verweisende „Logos=Sohn=Christus“  war, vorgezeichnet. Auch wenn Irenäus die allumfassende, dem gerade dem wilden Westen gerechte volksverständliche Kultform gegenüber mysteriösen Philsophiemodellen, verworrenen oder die jüdische Tradition mangels allegorischem Verstand ablehnenden Lehren verteidigte, sich auf die Apostel als wahre Zeugen berief. Die Erkenntnis und Weisheit, die ihm heilig war, war kein Heiligenschein für einen Handwerksburschen, sondern begründete sich wie die der griechischen Naturphilosophen im Logos=Sohn=Christus. So wenig wie die oder auch nur einer der kirchlichen Vordenker, die die bekannte Ausdrucksweise des kulturgerecht ausgedrückten (fleischgewordenen Logos) verteidigten, hat er die griechische Philosophie verlassen, sondern sich auf deren Erkenntnis berufen. Der junge Mann, den die Studenten bei heutiger Hypothese ständig vor Augen haben müssen, der kommt weder in den monotheistischen Kultformeln vom „Einzigen“ oder der Lebensweise des Neuen Testamentes mit einer Silbe vor, noch in der gesamten Geschichte. Der war an keinem Ort, bei keinem der anfänglichen allesamt vom philosophischen Logos als Sohn ausgehenden Denker das Thema.

Das Thema der antiken Denker war vielmehr, das was auch heute Aufgabe der Religionen, wie der theologischen Wissenschaft wäre, die hierzu die Grundlage schaffen muss: Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit und damit der gemeinsame Sinne, den wir heute gegenseitig predigen, im Sinn der aufgeklärt zu verstehenden alten religiösen Vorstellungen (Kulturbestimmungen) zur umfassenden, einzigen gemeinsamen tiefgreifenden Kulturbestimmung wird.

14.  Der „eine“ und „einzig“ Gott: der Sinn allen Seins als einzige Herrlichkeit

Wer seinen Heidelberger Professoren ständig entgegnet, wie völlig absurd es ist, dass ein junger Mann, den man als Logos-Christus ausgab, zur Grundlage für einen weltgültigen Monotheismus wurde, der sich in dieser Zeit in frühwissenschaftlichen Naturlehren (Logos) begründete und in den Kultformen Zeus, Serapis & Co. ausdrückte. Der interessiert sich für die Auswertung über den Monotheismus im Urchristentum und dessen Vorgeschichte bei Griechen und Juden. Zumal die Theologin Darina Staudt in Heidelberg ausgebildet wurde. Und Hochschullehrer wie Gerd Theißen, der einen jungen Galiläer beschreibt, wie er banaler nicht sein könnte, gleichwohl er diese Hypothese  in seinen sonstigen Werken, wie „Die Weisheit des Urchristentums“ den Boden entzieht die Herausgeber des Buches  „Der eine und einzige Gott“ sind. Ebenso heutige Hochschullehrer wie Peter Lampe, dem ich ständig seinen „jungen Mann“ historisch-wissenschaftlich, wie exegetisch aufgrund seiner Ausführungen aus der Hand nehme. Und allein schon der Untertitel müsste der heutigen Hypothese die Grundlage entziehen. Denn wo die Geschichte des urchristlichen Glaubensgrundes im Judentum und bei den Griechen (begonnenen bei den Vorsokratikern) nachgewiesen wird. Da ist es mit absoluter Sicherheit nicht um einen zum Christus erhöhten Guru gegangen.

Spätestens wenn dann aufgezeigt wird, wie in der Zeit Jesus in der von den Griechen kommenden Natur-/Weltvernunftlehre der wahren neuen Mittler des „Einen“, wie der davon ausgehenden Weisheit und Lebensweise  gesehen wurde. Und wir wissen, wie dieses historische Heil auch als „Jesus“ definiert, die von hellenistischen Juden im neuen Testament in ihrer Geschichte beschriebene Christologie und Heilsgeschichte begründet wurde. Dann ist die auf dem Buchdeckel gestellt Frage „wie es möglich war, dass die frühe Christenheit mit ihrem geerbten monotheistischen Bekenntnis den Menschen Jesus Christus als göttliche Größe integrieren und als Sohn neben den Vater setzen konnte“ gelöst. Das Heil „Jesus Christus“ war historisch gegeben und wäre heute weiterzuführen. Es kam dort her, wo wir uns heute für die Natur, den Auf- und Untergang der Sonne, den Blick auf das Meer begeistern, dann diese den Alten als Mittler geltenden Prinzipien des Lebensflusses, Ganzen in Ökologie oder Evolution als in allen Prozessen kreativ-sinnvoll beschreiben. Und wo daraus die Atheisten einen evolutionären Humanismus herleiten, weltweit nach ökologischer Weisheit gerufen wird. Denn wo heute das Heil historisch-wissenschaftlich von den Vorsokratikern ausgehend erklärt wird, hat es eine Heilsprediger-Verherrlichung, die Peter Lampe in „Die Wirklichkeit als Bild“ im Beispiel einer Traumwanderung begründet, bei der Jugendliche ihre nächtlichen Visionen später für eine Wirklichkeit halten, nicht gegeben.

15.  Selbst die Kultformeln vom allumfassenden Einen verweisen auf Naturlehre (Logos)

Auch wenn die Heidelberger Theologin, die nur monotheistische Kultformeln auswertet, nicht nach dem Sinn/Grund des Weltganzen fragt, erst bei Xenophanes beginnt „Ein einziger Gott, unter Göttern und Menschen am größten, weder an Gestalt den Sterblichen ähnlich, noch an Gedanken“. Wir haben es hier weniger mit einem Naturphilosophen, als einem griechischen Kult-Dichter und religionskritischen Wanderlehrer scharfer Polemik zu tun, der bekanntlich die alten menschlichen Gottheiten und Mythen analytisch, aber satirisch die Menschenähnlichkeit verurteilte. Ähnlich heutiger Glaubenskritiker, die sich für den natürlichen Lebensfluss begeistern, dessen ursprünglich auf den Einen verweisende Prinzipien einheitlich in der Sinnhaftigkeit aller Prozesse, selbst menschlicher Gefühle beschreiben, dann die menschlichen Gottesbilder von einem in allen Gottesbeweisen vergeblich zu begründenden Macher/Handweker/Designer im Himmel als Spaghettimoster beschreiben. Xenophanes hat als Dichter die philosophische Erkenntnis, die wir aus seiner Heimat Kleinasiens kennen, literarisch zum Ausdruck gebracht. In seinem Hauptwerk „Über die Natur“ beschreibt er die eine schöpferische Wesentlichkeit, die eine ewige Einheit ist, nicht wie bei Homer in Licht, Wetter, Fruchtbarkeit oder menschliche Tugende aufgespalten ist. Der von vielen folgenden, die heute Ökologie oder Evolution genannten universalen Gesetze/Prinzipien weiter ausformulierten Naturphilosophen aufgegriffene Denkern distanziert sich damit von allen Gottesbildern und Mythen, die er als fahrender Sänger jahrelang vorgetragen hat. Mit der naturwissenschaftlich begründete „Weisheit“, die dann im gewandelten Pharisäer (Paulus) als Christus auch gegen die taube, zum Selbstzweck gewordene jüdische Buchstaben-Gesetzlichkeit und Werkgerechtigkeit gestellt wird, hat er Homer und Hesiod bekämpft.

Die Verse, in denen er die menschlichen Gottheiten der alten Religion polemisch verurteilt, werden nicht ohne Grund von Kirchenvätern wie Clemens von Alexandrien aufgegriffen. Auf die absurde Idee einen jungen Guru als Gott auszugeben oder in ihm die eine hinter der Alleinheit stehende Wesentlichkeit, als neue Weltbestimmung zu sehen, wäre er so wenig, wie die sich auf die griechische Naturwissenschaft berufenden christologischen Juden oder die Vordenker der allumfassenden Volks-Kirche gekommen. Zumal die in ihrer neuplatonischen Weltsicht Zeus, in dem der griechische Dichter noch die wesentliche All“einheit“ ausdrückte, gleichbedeutend mit JHWH, so eine höchste Wesentlichkeit sahen, die sie teilweise (jedoch nicht nur in Kleinasien) als „Theos Hypsistos“ definierten, sich dabei auf den griechischen Logos (Naturlehre) als Wort/Mittler beriefen.  Für sämtliche Apostel, Apologeten, Väter der Kirche, wie kaiserliche Erbauer, auch wenn sie dazu beschrieben, wie das Heil darin lag, die Erkenntnis des Logos im Volk kulturgerecht (fleischgeworden) zu vermitteln, galt die dann weiterentwickelte Naturlehre, wie sie heute zur Wissenschaft geworden ist.

So ist zwar zu verstehen, warum hellenistisch-jüdische Kulturliteraten die vernünftig gelehrte Natur (Logos) gesehene Mittlerwesen des einen Wesentlichen als von Blindheit befreienden, Wasser in Wein verwandelnden… wanderpredigenden Pantokrator (wie Zeus) in Kaiserevangelienform auf dem Weg nach Jerusalem beschrieben. Wie die Heilsgeschichte „Jesus“, zu der dann die Auseinandersetzung und die Verurteilung durch buchstabengerechte jüdische Schriftgelehrten, traditionstreue Pharisäer, wie römische Autorität und zahlreiche Missverständnisse gehören, entsprechend der alten Kultbilder beschrieben wurde, um die Weisheit im Volk zu Bestimmung zu machen. Wie aber an heutigen Hochschulen die Studenten im Glauben gelassen werden, hellenistische Juden, die in griechischer Naturlehre den Mittler sahen, das Wort/Thora und so den Kosmos als Tempel verstanden, hätten einen jungen Guru zu all dem gemacht, ist unbeschreiblich. Das bei dem in Nachbarschaft zu Seneca schreibenden Markusverfasser, dessen hohe Bildung er eine Stunde beschrieb, dann in der Pause von Peter Lampe vorgebrachte Argument „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was in der politischen Situation der USA aus vielfältigen Gründen zu verstehen war, funktioniert jedoch hier nicht. So ist es auch völlig ausgeschlossen, dass die kirchlichen Vordenker, die sich auf die griechische Lehre (Logos) beriefen und begründeten, warum die menschliche Gestalt eines Gottessohnes annehmen musste, um zum allumfassenden Volkskult des Westens zu werden, in Wirklichkeit doch nur einen jungen Mann vor Augen hatten. Das wäre so, wie heutigen Denkern, denen die Naturlehre heilig und so begründete Weisheit zum Lebensmaß geworden ist, dies plötzlich alles in einem religionsrebellischen Guru begründen zu wollen.

16.  Der Geschichte naturwissenschaftlichen Denkens wird kein Wanderprediger gerecht

Auch wenn es ermüdend wirkt, die weiteren naturphilosophischen Denker über die Einheit des Kosmos in Bezug aus das Selbst und ewig Seiende aufzuführen, denen klar war, die die Menge damals noch taub für die Wahrheit, Weisheit war, lieber auf die Gesängen der Dichter hörten. Man muss sich die Erklärungen vor Augen führen, bei denen ein Heraklit im ewigen Weltfeuer, dem Kampf und der Überwindung der Gegensätze in Harmonie den kreativen-schöpferischen Dialekt und damit in der Lehre über den kausal-natürlichen Lebensfluss (Logos) das auch für die Hebräer lebensmaßgebende Wort/Gesetz verstand.

So wenig wie einer der griechischen Philosophen hat er die Weisheit, nach ihm weiter ausformulierte Weltvernunft, die er im Namen Zeus bezeichnete, aus alten Göttermythen abgeleitet, sondern aus einer universalen, normativen Gesetzlichkeit, die heute offensichtlich ist. Nicht nur bei Pythagoras waren nicht allein die Sonnenbahnen, sondern auch das menschliche Leben himmlischer Mathematik , Zahl und Maß einer schöpferischen Dynamik unterworfen, so auch für die menschliche Psyche/Seele, diese dann für das ethische Verhalten maßgebend. Was bereits die Hebräer bestimmte, dort als Wort/Gesetz verschriftet wurde, wurde so im Heil „Jesus“ auf universale Weise verstanden. Und doch muss man sich die gesamte Geschichte der griechischen Philosophie mit ihren unzähligen Denkern vor Augen führen. Die dann wie Parmenides in Lehrgedichten, bei denen die Töchter des Sonnengottes den Rossen den Weg zu Gerechtigkeit und im Neuen Testament in Jesus zum Ausdruck gebrachte Wahrheit zeigen, das Sein der Dinge bedachten. Die im Namen Sokrates die wahrhaft kreative Lebensweise ausdiskutierten, die alten Gottheiten kritisierten und dafür in den Tod gingen oder die später in Jesus beschriebene Weisheit in platonistischen Idealen zu Staat oder Gesetz machten.

Je mehr man sich die gesamten griechischen Denker in ihrer Vielzahl, ihre Vorgeschichte in antiken Hochkulturen, selbst auf Kreta, ihre Verschiedenheit und Diskussion vor Augen führt und wie dies in Stoa mündete, bei denen hellenistiche Juden in der Vernunftlehre die Wahrheit, den wahren Mittler sahen. Desto größer wird der Wahnsinn. Der jedoch nicht den der griechischen Philosophie folgenden, diese zur Kulturbestimmung machenden frühchristlichen Denkern zu unterstellen ist, weil die einen bibelschlauen Handwerksburschen als Heil, Wahrheit, Logos beschrieben hätten.

Wie kann man wissen, wie bei den Stoiker, damit auch die hellenistischen Juden, denen wir die Christologie, wie das Neue Testament verdanken, eine vorgesetzte Gottheit nicht der Anfang des Denkens war, sondern hinter der kreativen Dynamik und letztlich harmonischen Ordnung des Himmels, wie des gesamten Kosmos das in menschlicher Kultur Wesentliche bedachten. Wie Zeus für diese Weltordnung, den Weltgeist, die Weisheit stand. Dann die Kaiser in einem philosophischen Konstrukt wie Serapis, das auch dem Namen nach aus altägyptischen Gottheiten zusammengesetzt war, Zeus integrierte, die kreative Weisheit, den Heilsplan einer in Naturlehre (Logos) von einem gemeinsamen Ordnungssystem aller Lebewesen begründeten neuen Weltordnung verehrten. Womit auch die gestorbenen und in griechischer Naturlehre (Logos) neuplatonisch auch in Apollon auferstandenen alten Gottheiten nun in einem All-Einen begründet wurden, wie ihn das Neue Testament beschreibt.  Wie hieraus bis heute höchst moderne und mehr denn je notwendige Lebensregeln in Weisheit begründet wurden, die nach neuer kultureller Verankerung, Vertiefung auch bei Cicero, Seneca, Plinius oder Plutarch suchten. Wie auch ein aus zahlreichen Ländern zusammengeflossener neuer Isis-Kult als höchste Gottheit des Himmels, alleinige Herrscherin der Welt und Meere oder der in Europa lange in Konkurrenz zu Christus stehende Männer-/Soldatenkulult des Mithras Ausdruck philosophischer Vernunft waren. Wie gerade Serapis eine allumfassende Wesentlichkeit war, die Formeln der Ägypter mit denen der Griechen verband und gleichermaßen Vertrauen schafften sollte. Wie philosophische  Denker in reichen Superlativen die Philosophen die „eine“ schöpferischer Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit in abstrakten Begriffen, teils mit Negativ-Definitionen zu umschreiben versuchen. Wie hier, wo ein großer Rhetor wie Aristeides nicht nur in Rom in Serapis (womit 12 Götter, damit die Gesamtheit von Licht, Leben, Erde, Eigenschaften aufgingen) das Heil definierte, auch jüdische-hellenistische Denker, die hinter den Evangelien stehen, den Heilsplan im jüdischen Sinne in „Jesus“ erklärten. Dann aber unterstellen wollen, da sei nur ein bibelschlauer Junghandwerker mit 12 Freunden um den See gezogen und hätte dann genau denen als Logos gegolten, von denen beschrieben wird, wie sie die Naturlehre als Mittler, Wort, wahren Tempel verstanden und dies im jüdischen Sinne als „Jesus“ definierten?

17.  Der Wahn war nicht in der Antike

Was ein Zufall, die Deppen hätten dann das von den Hebräern auf mühsame Weise im Exil antiker Hochkulturen in frühphilosophischer Naturbeobachtung, Himmelberechnung  erarbeitet monotheistische Bekenntnis der Weisheit als ihren „alleinigen“ König in einem jungen Guru gesehen. Auch wie es dann die griechische Philosophie in früher Wissenschaft als in All-Einheit erklärte, was hellenistischen Juden neuer Bund/Verstand war, wurde so auf einen besonders bibelschlauen Handwerksburschen übertragen, der zufällig des Weges kam und wegen Häresie hingerichtet wurde. Und die ganze neuplatonische Welt muss dann später darauf hereingefallen sein.

Doch nicht nur hellenistische Juden hätten den Verstand verloren. Griechen nicht nur in Kleinasien müssten dann beispielsweise auch die Neudefinition einer JHWH und den philosophischen Zeus entsprechenden „einen“ höchsten Wesentlichkeit als Theos Hypsistos, wie er von den Philosophen auch in Synagonen verehrt wurde, über Bord geworfen haben. Sie müssten entsprechend heutiger Lehr-Hypothese als Gottesfürchtige nur einem jüdischen Guru gefolgt, wegen dessen Lehren zum Judentum konvertiert sein. Sie hätten Jahrhunderte lang zwar Logos gesprochen, inhaltlich darüber nicht nur auf unzähligen Kaiser-Konzilen, dessen Wesen im Verhältnis zu den Väter-Gottheiten oder dem unbestimmbaren „Einen“ und damit der dreieinigen Definition diskutiert, sich aber in Wirklichkeit nur wegen einem Wanderprediger die Köpfe eingeschlagen. Andere, die nachweislich die in Naturlehre begründete Weisheit als ihren neuen König sahen, nicht weiter den Kaiser anbeteten, hätten sich wegen einem versehentlich als Logos geltenden Besserwisser von den Römern hinrichten lassen. Echt Wahnsinn. Aber nicht der der Antike.

Wie kann man eine hellenistische Theokrasie griechischer Gottheiten beschreiben, die bei den konservativen Juden auf feindliche Ablehnung stieß. Was die Umwidmung oder Zerstörung des Tempels heraufbeschwor und zu Religionskriegen führte. Wissen, wie für den Alleinanspruch von Beschnittenen, bei denen der Blick zum Tempel sowie ins Buch, die Werk-/Buchstabengerechtigkeit Heil bedeutet, die Zeit abgelaufen war, auch im Mutterland, wie in Qumran in hellenistischer Zeit nach Neubegründung des Bundes/Verstandes „Hörens“ gesucht wurde. Wie dann die hellenistische Philosophie eine neue jüdische Identität der „Einheit“ hervorrief, die auch zur Übersetzung der in der Diaspora vergessenen Thora in griechische Sprache, wie zu einer Vielzahl von Texten mit „Einzigkeitsformeln“ führte. Wo nicht allein in „Jesus“ Sirach die Herkunft der Weisheit aus der Ordnung der Natur überschwänglich in einer ewig seienden Herrlichkeit/Sinnhaftigkeit gelobt wird, die keinen Ratgeber braucht. Wie vielmehr in einer Vielzahl von philosophischen Kulttexten, die sich auf die Namen griechischer  Denker bezogen und auch Bezugspunkt späterer Kirchenmänner waren. Wie beispielsweise ein hellenistischer Jude wie Justin, der auf die menschliche Ausdrucksweise des Logos großen Wert legte oder die in seinem Namen verfasste Schriften Pythagoras oder das in Naturphilosophie/Logos begründete Wort der Eleanten reflektiert.  So im hellenistischen Judentum, für das beileibe nicht allein ein einzelne, das Alte Testament bildhaft im griechischen Sinne verstehende Religionswissenschaftler wie Philo oder Aristobul stehen Schriften, wie Henoch entstanden. Aber auch Esra, der dringlich appelliert den Heilsplan mit Israel in hellenistischer Zeit weiterzuführen oder anderer biblische oder außerbiblische Texte mit der Formel des jüdischen Alleinanspruches oder des All-Einen ringen. Selbst bei den einen alleinigen Heilsanspruch der Beschnittenen verteidigenden Makkabäern nun in deren Büchern ein Übergang zum weltgültigen Judentum nachgeblättert wird. So viele Zusätze zu alttestamentlichen Texten entstanden, wie die Himmelfahrt und Vita Elia, wie Moses oder Baruch, der den Weg zur weisheitlichen Erkenntnis der schöpferischen Ordnung der Naturphänomene im Judentum sieht.

Und wo sich das hellenistische Judentum in Joseph und Aseneth, der Synthese von Judentum und Griechentum als die Jungfrau bezeichnet, die zurückgelassene und Waise, die gemeinsame mit den Griechen den einen Vater sah. Doch so wenig wie bei Himmelfahrt Moses heimlich ein Zeppelin im Spiel war oder hellenistische Juden hier einen Engel sahen, der einen alten Mann zu sich holte, ist es ihnen bei Jesus um einen Bangert gegangen, der dem Heiligen Geist in die Schuhe geschoben oder doch nur von einer jungen Frau geboren wurde. Und so wenig in hellenistischer Zeit entstandene Psalmen Salomos, Hymnen an die Rettung Israels waren, sondern Ausdruck von Weisheit, wurde ein Wanderprediger zum neuen David oder Judenkönig und jetzt Weltkönig ausgerufen.

18.  Das philosophische Judentum hat in griechischer Naturlehre das Heil „Jesus“ bewirkt

Nicht in „eigenartiger Weise“ oder die bis vor wenigen Jahren noch erschreckend bildhafte Betrachtung der alten Bibel, hat Philo, damit das philosophische Judentum jüdische und griechische Elemente vermischt, dabei die Wissenschaften und Weisheitslehren der gesamten Welt aufgenommen. Hier hat das hellenistische Judentum gesprochen, in dem nicht nur das Neue Testament verfasst, sondern das Heil „Jesus“ begründet und so auch definiert wurde. Der „wahrhaft Seiende“, wie bei Philo gar statt JHWH steht, wo heute von Gott geschrieben wird und so meist dann das zu glaubende Monsterwesen im Blick ist, war jungfräulich Art, unvoreingenommen maßgeblich in griechischer Naturphilosophie begründet. Auch wenn nach der Sonnen-Theorie der Ägypter bei den Griechen noch vielfältige Modelle waren, so ist das, was heute als Urknall-Theorie gilt, in schwarzen Löchern und einer evolutionären, ökologischen Entwicklung des Ganzen erklärt wird, mit Blick auf die vormals geltenden Mythen nur ein winziger wissenschaftlicher Schritt weiter.

Auch wenn im griechischen Sinne argumentiert wird, hellenistische Bilder gebraucht werden, das kosmopolitische jüdische Weltbürgertum der Diaspora, wie auch Paulus (der gewandelte Pharisäer) die Ideenlehre Platons für seine Weisheitslehre aufgreift. Die der Stoa, die ebenso einen alles irdische Sein überdauernden Sinn/Grund des Weltganzen voraussetzende, daher wahrschliche zu Unrecht unterstellte Identität von Kosmos und schöpferischer Wesentlichkeit, damit der Widerspruch zur jüdischen Transzendenz des Alten Testamentes, wird im aufgeklärten Judentum vermieden: Das Heil ist so gegeben.

Und wo auch Philo die menschlichen Gottesbilder verteufelt, menschliche Gottheiten ablehnt und den Römern die sonst von ihm auch in Pythagoras begründete von einer Einheit ausgehende Weisheit als König der Demokratie vorschlägt und eindeutig die Natur-/Sinnlehre (Logos/Vernunft) als Mittlerwesen sieht. Da gleicht es einer Bücherverbrennung, Missachtung aller Literatur-, geschichts-wissenschaftlichen, archäologischen Arbeit und so gegebener eigener Erkenntnis, die Studenten im Glauben zu lassen, da wäre ein junger Guru von seinem Freund Petrus (dem aus dem römisch-griechischen Bereich kommenden Bischof, Kaiserberater) zu etwas gemacht worden, was er nicht war und wollte.

Wie kann man von einer Renaissance der Einzigkeitsformel sprechen, die mit dem Serapis-Kult in Verbindung bringen, in dem die alten heidnischen Gottheiten in neuer Relevanz auferstanden waren, dann Synthesen der griechischen, mit jüdischen Kultauffassung beschreiben und weiter einen jungen Mann durch die Hörsäle jagen?

Wo von aufgeklärten jüdischen Weltbürgern , die als die Kultsysteme der alten und neuen Welt durchforstenden Religionswissenschaftler in naturwissenschaftlicher Vernunft und platonischer, wie pythagoräischer Wissenschaft die eine auf den Welt-Einen verweisende Wahrheit, der wahre erstgeborene Sohn gesehen wurde. Wo dieser für das Leben maßgebende Christus in Sinn und zahlenmäßiger Ordnungs-Systemen, die eine schöpferische Machart, Macht war. Da braucht man nicht auch noch bei einem anderen Verteidiger des jüdischen Heilsplanes im römisch-griechischen Sine, wie Josephus Flavius zu suchen oder im Alten Testament die Gegensätze, damit das neue Heil nachzublättern, sondern ist eigentlich alles gesagt. Der Wahnsinn, dass zu dieser Zeit und dort andere Denker in einem Handwerksburschen das Heil sahen, so dass im Neuen Testament, das die schlauen Sprüche eines Gott zur Seite gestellten Besserwissers wiedergeben würde, dann auch die Einheitsformel beschrieben wird, ist an heutigen Hochschulen Zuhause. Dort, wo sich die Theologen weigern, der liebgewonnenen Lehrhypothese wegen ihre eigenen Erkenntnisse ernst zu nehmen.

19.  Die Geschichte der von griechischer Vernunftlehre ausgehenden alten Kirche

Wer sich den Kulturwandel nach der Geburt der Vernunft in sogenannter Achsenzeit, die Entstehung der dann in logischen Weltmodellen begründeten Religionslehren in China, Indien, Persien, Ägypten oder Palästina betrachtet, auf die sich die kirchlichen Vordenker nicht nur beriefen, sondern die im Christuskult, den verschiedenen anfänglichen Christentümern, nicht allein dem Manichäismus aufgingen. Dem wird klar, wie absurd die Hypothese vom bibelschlauen Handwerksburschen ist, der dann als Weisheit gesehen oder ausgegeben wurde.

Wo in den verschiedenen Teilen der Welt ein moralischer Universalismus entstand, der über die alten mythischen System hinausging. Da ging es nicht um Volksmeinungen oder persönliche Moralvorstellungen von Laotse, Buddha, Jesaja, Xenophanes, Parmenides, die alten Gottheiten in den Mund gelegt wurden, um die Masse zur eigenen Vernunft zu bekehren. Da war ein neuer auch die alten Kulturbilder umfassender Verstand, der mehr oder weniger die alten Gründermythen auf kulturell-kreative Weise in Vernunft aufgriff und sie wie dann auch die christliche Lehre erfüllend weiterführte. Und wer sich auf eine in ägyptischer Kosmologie-Theologie der Propheten berief, die dann als für die Schriften im Namen Zarathustras verantwortlichen Hofbeamten (wie Esra oder Nehemia) im persischem Exil herausgegebene Gesetzessammlung/Thora, in griechischer Vernunftlehre als univesal sah, so eine weltweite Emanzipation vom mythischen Denken, Orakelglaube aufgrund von Gedärmen, wie menschlichen Gottheiten und Kaiser erhoffte. Der hat zwar die alten großen Erzählungen religionswissenschaftich aufgegriffen, so in deren aufgeklärt-bildhaftem Verstand dem Volk den Sinn, die Weisheit vermittelt, aber keinen Handwerksburschen als Heil gesehen oder als Weisheit, Logos ausgegeben.

Zweifelsohne hat es Jesus Christus gegeben, ging von ihm die christliche Mission und Kirche aus, ist nur so all das zu begründen, was wir über die Anfänge wissen. Aber genau darum, ging es am Anfang nicht um einen Guru der schlaue Sprüche riss, dem das alles aufgebunden wurde oder nur eine Glaubenspoesie.

Wer heute ein für die Hochschullehre herausgegebenes Geschichtsbuch aufschlägt, das mit den altrömischen Religionen, mit Ciceros philosophischen Betrachtungen und Begründungen der Götter oder der Eingeweihtenschauer beginnt, sich die Umwelt einer hellenistischen Hochzivilisation vor Augen mit vielfältigen philosophischen Reform-/Religionsmodellen vor Augen führt, aus der der die christliche Religion erwuchs. Der müsste im Hörsaal Stinkbomben werfen, um deutlich zu machen, was bei heutiger Hypothese, die blindwütig einen mehr oder inzwischen weniger herrlichen jungen Mann an den Anfang stellt.

Es führt zu weit, immer wieder aufzuführen, wie die Philosophen der Zeit die Notwendigkeit des gemeinsamen Kultes für ein funktionierendes Gemeinwesen, noch mehr von freien Menschen sahen und wie Augustus den Götterkult wiederbeleben, restaurieren wollen oder nach neuen Konzepten Ausschau auch bei den Juden hielten. Denn Ciceros Definition von Religion als Verehrung der neu verstandenen, wiederentdeckten alten Gottheiten, wie die des Christen Laktanz, der im jüdischen Sinn den Grund allen Seins verehren, die Menschen so zu einem vernünftigen Leben führen wollte. Das war im Christentum, das dabei nicht mehr für menschlichen Königen als Oberpriestern opferte, sondern die Weisheit im Sinne der aufgeklärt verstandenen Vorbilder zum König machte, gegeben.

Es langweilt, entlang der theologischen Lehrbüchern über die „Alte Kirche“ Seite für Seite nachzuweisen, wie alles was wir heute wissen, die Hypothese von einem bibelschlauen Handwerksburschen als Heilsbringer, der als Logos auf die Vätergottheiten verwiese oder gar deren Stelle einnahm und dessen schlaue Sprüche zum Maß neuer Weltbestimmung wurden, völlig über den Haufen wirft. Spätestens bei Origenes angekommen, muss aber auch einem Blinden mit Krückstock klar werden, dass heute die Geschichte auf den Kopf gestellt wird. Denn wo von einem griechisch-ägyptischen Philosophen in psychologischer Erkenntnis (von Konstruktivismus war noch nicht die Rede) argumentiert wurde, warum die Weisheit für den Verstand des einfachen Volkes in einer menschliche Gestalt zu vermittelt, dies daher kein Scheinwesen war. Und wie so in aufgeklärtem, bildhaften Verstand der jüdischen Schriften auf das Gesetz Bezug zu nehmen, Prophezeiungen erfüllt und ebenso zu beschreiben waren, wie die menschlichen Gottesgestalten der Griechen. Da ist mit der Hypothese, nach der nicht nur den bekannten philosophischen Erkenntnislehren, sondern selbst den Evangelisten eine philosophische Einfärbung eines galiläischen Grus unterstellt werden muss, nicht zu machen. Selbst wenn gerade die Argumentation der menschlichen Ausdrucksweise der philosophischen Weisheit dem wegen seiner allzu abstrakten, daher als nicht allumfassend, volkstauglich gesehen Denker, der daher zu Zeiten Justians als häretisch abgelehnt wurde, nachträglich in den Mund gelegt worden wäre. Heute ist schwarz auf  weiß nachzulesen, wie es auch andere Denker wie Tertullian dann formulierten: Warum die Vernunft für den Volksverstand in Gestalt alter menschlicher Gottheiten ausgedrückt werden musste. Nicht umgekehrt.

20.  Auseinandersetzung  um ein allumfassendes Konzept in Drei-einigkeit

Vor dem Hintergrund philosophisch erkannter menschlicher Bestimmungen in „einer“ höchsten Wesentlichkeit, einem frühwissenschaftlich definierten allumfassenden Grund allen Seins als der auch im Neuen Testament geltende Monotheismus müssen auch die Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen Erkenntnislehren oder anderer innerkirchlicher Erkenntnis (Gnosis) betrachtet werden.

Dass Gnosis, damit Wissen und Erkenntnis, die über den Nahrungserwerb hinausgeht, sondern das Seins als solches und damit die richtige Lebensweise betrifft, nichts mit dem Christentum zu tun hat, weil das die warmen Worte eines bibelschlauen Wanderpredigers bzw. den Handwerksburschen als lebendige Erkenntnis zum Grund hätte, fällt ins Wasser. Und ebenso zeigen nicht nur die Themen und Inhalte der Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen philosophischen Denkweisen, wie absurd es ist, dieser Zeit oder konkret den von philosophisch-wissenschaftlicher Lehre (Logos) ausgehenden Vordenkern der Kirche eine Heilsprediger-Herrlichkeit unterstellen zu wollen.

Wie die vielfältigen als christlich anerkannten, sich auf Christus, damit nun in frühwissenschaftlichen Sohns-Modellen begründete Vernunft/Weisheit nicht weiter als philosophische Einfärbung der Botschaft eines bibelschlauen Zimmermannsgesellen gesehen werden können. Wie das Theologen, wie Christoph Markschis aufgrund ihrer Hypothese bei allein einen gemeinsamen Grund allen Seins und davon ausgehender Bestimmung verschieden definierenden Bewegungen machen müssen. Gleichwohl sie auf hervorragende Weise die frühchristliche Erkenntnisbewegen als ein Laboratorium schildern. Zu dem u.a. ein Kirchenvater wie Valtentin, dessen Schüler erst wegen der Vernachlässigung der menschlichen Ausdrucksweise aussortiert wurden, gehören. Ebenso wie die Konkurrenzkirche der die jüdische Thora-Gottheit, aber auch die allzu menschliche Logos-Wesentlichkeit verneinende Markioniten. Die daher Erstherausgeber von Paulusliteratur und eines Kanons mit einer Logos-Geschichte, ähnlich Lukas waren. Der wahrscheinlich erst den der allumfassenden/katholischen Kirche, die vorher das Alte Testament las, hervorrief. Ein philosophisch-theologisches Laboratorium, zu dem auch ein die Weisheitslehren des Ostens mit aufnehmender Vater der Kirche wie Basilides gehört oder der persischer Philosophie folgenden Manichäismus. Als ein alle damaligen Weltreligionen bedenkendes und verbindendes „christliches“ Konkurrenz- Konzept. Das dann lange Jahre neben der Kirche existierte, dem auch Augustin angehörte, bevor er den die bildhafte Bedeutung des Alten Testamentes begriff. Das alles wurde bereits in anderen Arbeiten, auch aufgrund der Geschichtsvorlesungen mehr als deutlich gemacht. So muss hier nicht mehr an jedem einzelnen philosophisch-christlichen Denkmodell deutlich gemacht werden: Die Unterstellung der apologetischen Einfärbung der Botschaft eines besonders Thoraschlauen Gurus für antike Bildungsbürger, wie nicht allein Markschies, sondern bei heutiger Hypothese alle Forscher ihr selbst freigelegtes Wissen auf den Kopf stellen müssen, ist völlig unhaltbar. 

Und ähnlich wäre die Hypothese von der Heilsprediger-Herrlichkeit an jeder Stelle der innerkirchlichen Diskussion um die richtige Definition der der in  früher Naturlehre (Logos) bedachten Wesentlichkeit im Verhältnis zu den alten Herrlichkeiten zu entkräften. Denn um einen jungen Guru, ist es hier mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wo jetzt nicht mehr im Mittelplatonismus, dem die rational begründete Stoa, wie die Christologie entsprang, sondern im Neuplatonismus definiert wurde. Auch da ging es nicht um ein besonders schlaues schriftgelehrtes Nachgeschwätz von einem himmlischen Monster, einen Alles-Macher als Gott an den man glauben oder den man beweisen oder im Bauchgefühl bewahren muss. Da galt frühe Naturlehre (Logos) nicht nur dort, wo in Vernunft weiter Mithras oder Isis verehrt, im Kult von Zeus/Jupiter dann Serapis gesprochen und so der mysteriöse Opferkult beibehalten wurde, sondern auch bei Christen, bei denen die Weisheit „Christus“ Gegenstand des Kultes war.

Wenn man nicht nur oberflächlich den antiken Denkern den Schwachsinn heutiger, von einem Handwerksburschen neuen Gott ausgehenden Predigt unterstellt, sondern die Diskussionsteilnehmer und ihre Lehren, wie die Inhalte der jahrhundertelangen Auseinandersetzung um den richten Weg der meist in griechischer Naturlehre (Logos) begründeten Wesentlichkeit betrachtet. Dann wird völlig klar, wie das keine Wanderprediger-Verherrlichung oder sonst frommen Hirngespinste, sondern eine hochphilosophische Diskussion um ein neues allumfassendes, volksverständliches Konzept war, das sich vordergründig in griechischer Philosophie, damit Naturlehre (Logos) begründete. Allein Kirchenvätern aus Kappadokien, von denen wir inzwischen wissen, wie sie so eine höchste Wesentlichkeit „Theos Hypsistos“ im Sinne von Zeus und JHWH bedachten, die auch in Synagogen gefeiert wurde. Wenn auch nicht wie heute auch unterstellt, alle als Gottesfürchtige bezeichnete konvertierte Griechen, dem Konzept einer höchsten Herrlichkeit in kultureller Synthese anhingen, so steht das zumindest für die maßgebend an der Dreieinigkeit beteiligten Kirchenväter fest. Damit ist klar, wie auch das Heil einer umfassenden Dreieinigkeit, die den verschiedenen Vorstellungen gerecht werden sollte, aus griechischer Philosophie kam. Dann heute weiter jedoch die Diskussion um eine Handwerksburschen-Wesentlichkeit oder dessen philosophische Einfärbung unterstellen zu wollen. Das ist mehr als Wahnsinn.

Wer den mit Plotin, der keinen Vergleich mit den großen klassischen griechischen Philosophen zu scheuen braucht, beginnenden Neuplatonismus vor Augen hat. Was in Wirklichkeit auch altkirchlich Theologie war, die damit von monistischen Prinzipien des in einer Kugel  erklärten „Einen“ ausging, so in kausaler früher Wissenschaft noch metaphysisch-modellhaft alles auf einen gemeinsamen Urgrund allen Seins zugrückführte. Der erkennt nicht nur, wie hier der Platz des selbstverant-wortlichen Menschen im Kosmos bedacht wurde, dem vernunftbegabte Wesen, wie alle weiteren auf ihre jeweilige Art gerecht werden müssen. Dem wird auch mitgeteilt, wie in dieser Zeit nicht allein innerhalb der späteren Kirche oder der anderen christlichen Modelle Konzepte in Konkurrenz standen, die darauf abzielten, die Weisheit der Weisen den gewöhnlichen Menschen zu vermitteln. Auch wenn der Platon oder Parmenides folgende Denker dabei Zaroismus, Christentum, wie andere neue Erkenntnislehren ablehnte, den griechischen Götterkult verteidigte. Christlichen Denkern, die nicht nur Neuplatoniker waren, sondern sich auf ihn beriefen, die bei einem einfachen Handwerksburschen notwendigen Hypothesen unterstellen zu wollen, schließt sich aus.

Vielmehr wird schon bei Plotins Diskussion über den Ursprung und das daraus sichtbar Hervorgehende, frühwissenschaftlich Gelehrte (Logos),  die drei Hypostasien-Lehre deutlich. Und wie die nicht im Entferntesten etwas mit dem zu tun hat, was bei heutiger Hypothese gedacht werden muss. Die von einer höchsten, Judentum, mit dem neuplatonischen Zeus verbindenden höchsten Wesentlichkeit ausgehenden Denker aus Kappadokien, die maßgeblich bei der Dreieinigkeit waren, hätten in größten Fieberträumen dabei nicht an einen heilspredigenden Besserwisser gedacht, der wegen Häresie hingerichtet wurde.

So zeigen nicht allein die Inhalte der christologischen Diskussion, wie es um das Wesen des Logos ging, sondern auch die gesamtgeschichtliche Betrachtung, wie das Wesen Jesus in neuer Weise bedacht werden muss.

Ob die kirchlichen Vordenker mit der Dreieinigkeit ähnlich wie Plotin neben dem logischen Weltganzen (für ihn monistisch, damit frühökologisch die Kugel) dem so offenbaren gemeinsamen „einen“ Urgrund in eigener Person (Rolle, Aufgabe) gerecht wurden. Wie ihn die römischer Tradition treuen Philosophen weiter in Zeus als Göttervater definierten. Ob sie damit wie weitere kirchliche Vordenker argumentieren, u.a. Tertullian (der die im Logos/Naturlehre erfasste Vernunft mit der Sonne verglich, die sich nicht in den Strahlen auflöst), diese überdauert, daher von einem ewig Seienden, alles überdauernden Grund ausging. Den im Grunde auch heute jeder voraussetzt, der davon ausgeht, dass auch wenn wir die Ökologie zerstört, die Welt vielfach aus dem Gleichgewicht ihrer kreativen Prinzipien gebracht haben, wieder etwas wachsen wird.

Oder ob in Dreieinigkeit gleichzeitig den alten Wesentlichkeiten/Gottheiten der Väter genüge getan, diese nicht wie im Markionismus abgelehnt, sondern die Kultur in kreativer Weise weitergeführt, die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit im Volk zur tiefgreifenden Bestimmung werden sollte. In dem die in Vernunft gelehrten Natur (Logos), damit in früher Ökologie begründete Sinnhaftigkeit/Weisheit in eigener Person (Rolle/Aufgabe) als gleichen Wesens wie ihr Grund gesehen, auf den einen ewigen Urgrund zurück geführt werden sollte, ihn so offenbarend.

Das ist im Grunde egal. Aber um einen galiläischen Guru als neuen Gott oder eine Wesentlichkeit, die als Welt- und Lebensbestimmung auch auf den Gott, die Gottheiten der Väter verwies, ist es mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wer die Dreieinigkeit daher mit aufgeklärten Augen betrachtet, stellt fest, wie modern die heute wäre:

Die ökologische Weisheit, damit die Natur oder in Naturlehre (Logos) begründete Sinnhaftigkeit als Wesentlichkeit in eigener Person (Rolle, Aufgabe) zu erkennen. Und so in heutiger Weisheit deren Sinn als Wesentlich zu erkennen und damit zu bewahren, was die Väter in persönlicher Weise verehrten, in eigener (Person/Rolle) weiter zu feiern. Womit die allseits gegenseitig gepredigte Weisheit wieder die tiefgreifende Kulturbestimmung bekommen würde, die Logos=Christus in der Rolle eines Gottessohnes hatte, bei Moslems das Wort des Propheten dem Buch nach noch hat. Das wäre es.

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Allein die von neuplatonischen Denkern geführte christologischen Diskussionen, bei denen es eindeutig um das Wesen des Logos, damit der in Vernunft erklärten Natur und so begründete Weisheit ging, wirft alle heutigen Hypothesen über den Haufen. Mit der bei sonstigen philosophisch-christlichen Lehren hervorgeholten Unterstellung, das sei Logos-Apologetik für Bildungsbürger gewesen, wie heute selbst die Evangelien gelehrt werden, ist da, wo man sich gegenseitig der Häresie beschuldigte, die gegnerischen Denker vielfach verbannt wurden, nicht zu kommen. Wer sich nicht damit abspeisen lässt, wie die Gottheit eines jungen Guru mit Namen Jesus zur Diskussion stand, sondern selbst in die Texte einsteigt, das damalige Denken nachvollzieht, dem wird mehr als klar. Weder war der heute für historisch gehaltende junge Mann war das Diskussionsthema, noch ein diesem aufgesetztes apologetisches Konstrukt oder ein Gehirngespinst gestrigen Glaubens. Hier ging es eindeutig um das Gegenteil, war das Wesen der in Vernunft erklärten, sinnlich wahrnehmbaren Natur das Thema. Auch wenn die christologischen Auseinandersetzungen von Konstantin, der sich zum in Naturlehre (Logos) erklärten „einen“ Grund allen Seins als neuen Grund einer Volkskultur bekannte, nicht nur ein wegen der unheilvollen Differenzen ein Dorn im Auge war, sondern er dies als „törichte Diskussion“ anfänglich verbieten wollte. Ob die als Ökologie oder Evolution in einheitlichen Prinzpien erklärte Natur, die von Naturalisten als Heilig verherrlicht wird und damit die dort begründete Weisheit/Sinnhaftigkeit eigenen Wesens mit den Vätergottheiten oder in Einheit zu sehen ist. Das erscheint auch heute mehr als wesentlich.

21.  Der prophezeite Erlöser war im griechischer Philosophie folgenden Judentum lebendig

Für buchstabengläubige Betrachter ist klar. Die alten Propheten haben bereits von Jesus, seine Wiedergeburt genau dort beschrieben, wo dann zufällig (Lenkung Gottes) ein Ehepaar aus Nazareth keine Herberge fand und so bis zu Judas Verrat und den Nägeln der Kreuzigung alles im Detail vorausgeahnt.

Doch wer Jesaja in die Reihe mit den Philosophen der Welt stellt und für wen keine weißen Vögel als Engel mehr einfliegen, sondern wie heutige Hochschullehre in historischer Realität erklärt.  Für den erweisen sich selbst die Prophezeiungen von einem Heil aus Galiläa, dem Heidenland „der Nationen“ als logisch. Die alten Denker haben vorausgeahnt, wie die Weisheit wieder erstarren und dann von ihren eigenen Kindern Israel verworfen würde. So sind alle Prophezeiungen und messianischen Hoffnungen, auch die der Weisheit in Psalm-Hymen zu verstehen. Was allerdings mit der Herrlichkeit eines jungen Mannes in keiner Weise was zu tun hatte.

Vielmehr wird bei Betrachtung der in Hymnen und sonstiger Kulttexte ausgedrückten Hoffnung auf einen weltgültigen Bund/Verstand schöpferischer Bestimmung klar, warum jüdisch-hellenistische Kultliteraten die Kreuzigung genau in dieser Weise beschreiben mussten. Warum die in früher Ökologie begründete Weisheit nicht allein wegen der menschlichen griechischen Gottheiten und ihrer noch mythenhaft-menschlicher Söhne das Kreuz tragen musste, sondern so auch das Gesetz erfüllte.

Es erscheint zu kindisch, den Quatsch zu entkräften,

22.  Jesus lebt wirklich

Als ich vor vielen Jahren, noch unter www.theologie-der-vernunft.de

23.  Vernunftglaube, leben im Sinn des Ganzen „Kultur der Nachhaltigkeit“

Die Entstehung der großen Weltreligionen in der Achsenzeit und konkret die prophetisch-bildfreie „alleinige“  Bestimmung in einem Sinn des Seins/Werdens, wo dann Weisheit König war, wie die aufgeklärte Betrachtung des aus griechischer Naturlehre (Logos) von einem zusammenhängenden Ganzen hervorgegangene Heils nach dem in früher Wissenschaft begründeten „Einen“ stellt die heutigen Vorstellung von Religion auf den Kopf.  

Am Anfang stand Naturlehre, Wissen, Erkenntnis: Logos. Da war das Gegenteil von dem, was heute allgemein als Religion gilt und entsprechender der Heilsprediger-Herrlichkeit auch den christlichen Anfängen und damit heutigem Glaube an Gott unterstellt werden muss. Da wurde der Glaube an Gottheiten, die dem menschlichen Gehirn entsprangen oder alten Traditionen durch einen kulturgerecht verherrlichten gemeinsamen Sinn ersetzt. Da galt nicht mehr das Übernatürliche, Mythische, Mysteriöse, sondern der Sinn als Wesentlichkeit, der in ihrer Wunder beraubten, damit wunderbaren frühen Lehre des kreativen Ganzen, der schöpferischen Natur (Logos) begründet war. Wo zwar noch in vielfältigen spekulativen Modellen, aber das Werden, wie Weltganze in kausaler Logik erklärt wurde, ging alles mit rechten Dingen zu.

Auch wenn von Indien oder China, weder von Konfuzius, noch Laotse die Religionskritik der hebräischen Propheten und griechischer Philosophen bekannt ist, waren auch die dort durchdachten Kulturmodelle und ihre Lehren in dem begründet, was die Griechen Logos nannten, wir heute als Wissenschaft bezeichnen. Und so wie heutige Religionskritiker über den Sinn des Kultes, der Riten, des Götterglaubens nachdenken, ist dies von den griechisch-römischen Denkern bekannt. Wenn die Kulturkonzepte bedachten, wie die frühwissenschaftliche Weisheit im Volk zur Kulturbestimmung werden kann und daher weder die Texte der Thora, noch die alten Gottheiten der Griechen verwarfen, sondern im aufgeklärten Verstand weiterführten, geschah dies aus Vernunft.

Wie gezeigt hat die von vielfältiger griechischer Naturphilosophie ausgehende Lehre vom Weltganzen und Werden zweifelsfrei vom Mythos und damit von alten mysteriös-menschlichen Gottheiten, wie Traditionshörigkeit befreit. So über die hellenistischen Jude, die griechischer Naturlehre (Logos) folgten und hier nun die neue, universal gültige bildfreie Bestimmung (Wort, Gesetz) verstanden, wie sie in der Thora versteinert war, das Heil bewirkt.

Doch dieses in Vernunft begründete Heil „Jesus“ bestand nicht einfach im Verwerfen von griechischen Gottheiten, wie jüdischer Tradition und damit auch der Thora. Es war die in Schöpfung, damit auch Erkenntnis geschichtlicher, kultureller Zusammenhänge begründete Vernunft, die die Denker dann in vielfältiger Weise diskutieren ließ, wie in Erfüllung, in Bezug auf die alten volksbedeutenden Wesentlichkeit die in Wissen begründe Weisheit zur Bestimmung des Volkes wird. 

Der „Arztneikasten“ von dem die Väter der Kirche als Seelsorger des Volkes, damit frühe Psychologen, Kulturwissenschaftler oft sprachen, entsprang der Vernunft. Auch die Geschichte vom Kind in der Krippe, die dann heute mit den Geistervorstellungen von Urwald oder Inselkulturen auf eine Stufe gestellt wird, die Menschwerdung des Logos (nicht umgekehrt) war in früher Kulturlehre (Logos) begründet. Der kulturellen Krankheit und Dekadenz, die sich auch heute ihren Ersatz in ausschweifender Konsumherrlichkeit und sonstiger Sinnlosigkeit sucht, aber Gegenstand der Werke über das Wesen der Religionen ist,  wurden neue Kulturmodelle entgegengestellt.

Während Kaiser wie Augustus und römische Philosophen wie Seneca, Cicero oder dann auch Plotin die Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, restaurieren wollten,  sahen maßgeblich aus Kleinasien kommende theologische Philosophen, wie griechischer Naturlehre (Logos) folgende jüdische Hellenisten in Syrien oder der Bildungsmetropole Alexandrien das Heil in einem neuen Weltjudentum, die philosophische Weisheit als wahren Gottessohn und Christus.

Auch wenn das Hoffnung gab, die gesellschaftliche Ordnung sichern, dem Volk auf einfache Weise Erklärung geben, den Sinn vermitteln sollte, die den Weisheitslehren klar war. Da war kein kognitive Täuschung, keine Manipulation der Masse oder Glaube an übernatürliche Monster in vielgestaltiger Form mehr, sondern religionswissenschaftliche, seelsorgerische (frühpsychologische, kulturgerechte) Vorgehensweise. Das Volk zur Vernunft zu bringen, eine in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit leben zu lassen, wie wir sie auch heute gegenseitig vergeblich predigen, war auch damals das Thema vielfältiger Modelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24.  Wissensverweigerung hat gewaltige Folgen, verhindert Vernunft und kulturellen Friede

Doch nicht die Verweigerung gegebenen Wissens ist das Problem. Wenn so verhindert wird, die wissenschaftliche Voraussetzung zu schaffen, damit die allseits gepredigte Vernunft und Weisheit im Sinne der in früher naturwissenschaftlicher All-Einheit (im Öko-Logos=Sohn=Christus) verstandenen Vätergottheiten wieder auf als einer tiefgreifende gemeinsame Kulturbestimmung zu verstehen und mündig zu feiern. Wenn dem sich mörderisch bekämpfenden, politisch missbrauchten Aberglaube und der gleichzeitig systematisch Konsum- und Kapitalherrlichkeit, die ihre Zukunft vernichtet, nichts entgegengestellt, sondern nur ökologische Werkgerechtigkeit nun auch in der Kirche gepredigt wird. Wie soll man das bezeichnen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herkunft des Heils „Jesus“ aus griechischer Natur- und Vernunftlehre

Wie die griechische Natur-/Vernunftlehre (Logos) bei hellenistischen Juden als Weisheit, Sohn, Gesalbter: „Christus“ auf den heute nicht nur in Bibel und Koran im Wort beschriebenen „einen“ Sinn und Grund allen Seins (Gottheit von Juden, wie Griechen), damit rechte Lebensweise verwies. Womit die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Vernunft erklärte Natur, damit der gesamte Kosmos wahrer neuer Tempel und so begründete Weisheit, Wort, Gesetz das historische Heilswesen „Jesus“ war. Und wie daher heute meist in Ökologie begründete Weisheit aufgeklärt in natürlich begründeten Vernunftreligionen zur tiefgreifenden Kulturbestimmung mündiger Weltbürger und damit auch die wissenschaftliche Voraussetzung für ein Leben in Gemeinsinn und Vernunft sowie kulturellen Friede geschaffen werden könnte.

Eigentlich ist die Geschichte logisch und einfach:

Während für naturbeobachtende und himmelsberechnende Hebräer der so erkannte schöpferische Sinn noch „allein“ die Grundlage für ihr Gesetz/Thora, das Gotteswort war. Das ist im hellenistischen Judentum, wie bei ihre menschlichen Gottheiten, Mysterien, Orakel und Opfer kritisierenden Griechen in „einem“ im nun natürlichen Weltganzen begründeten gemeinsamen Sinn allen Seins weltgültig geworden.

So ist im Wandel vom Mythos zum Logos die bisher Juden „allein“ geltende Bestimmung (Thora) genau dort verstanden worden, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was uns inzwischen schon die Kinder als Weisheit vorbeten, wurde von anfänglichen Denkern als Christus=Sohn, damit universale Bestimmung/Vernunft im Sinn des Propheten geltenden  Wortes, wie Tao oder Dharma verstanden.

Genau dieses erst nach Einigung anfänglich vieler anfänglich nicht nur platonischer, sondern auch in persischer Philosophie begründeter, später christlicher, wie dann  auch innerkirchlich konkurrierender Lehren hervorgegangene Heil „Jesus“ und dessen Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, sowie vieler Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem ist in den Evangelien nachzulesen. Die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit als Christus liegt damit auch den Theologiebriefen des im hellenistischen Judentum gewandelten Pharisäers (Paulus) zugrunde. Wo es egal wer die Texte verfasste, nicht um den Verfolger einer Handwerksburschen-Sekte ging, sondern des im hellenistischen Judentum lebendigen Heils „Jesus Christus“, von dem die Weltmission ausging.

Doch damit war der Grund christlichen Glaubens kein als Christus verherrlichter Guru als neuer Gott. Umgekehrt. Er liegt dort, wo wir heute von ökologischer Weisheit oder in Evolution begründetem Humanismus sprechen und dies in Bezug auf die verschiedenen kulturellen Traditionen (somit rational begründeten Vernunftreligionen) im „gemeinsamen Sinn“ zur tiefgreifendenden gemeinsamen Kulturbestimmung mündiger Weltbürgern werden könnte.

Inhalt:

-A) Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

-B) Begriffsklärung Logos vorweg

-C) 1 bis 23, Geschichte des jüdischen Heils „Jesus“ im griechischen Wandel vom Mythos zum Logos

 

A)     Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

Als vor wenigen Jahren Klaus Berger in Heidelberg Jesus Christus als hoheitliches Wesen der Bibel nach lehrte. Da trug das zwar bereits bei der aufgeklärten Welt dazu bei, die christlichen Glaubensaussagen als absurd zu sehen. Doch wo ein junger Mann als historischer Jesu noch ohne zu hinterfragen als postmoderner junger Gott galt, war die Lehre, die Dank historischer Kritik heute unhaltbar geworden ist, noch halbwegs logisch.

Die in vielen Briefen geäußerte Bitte, den Anstoß zu geben, das hoheitliche Wesen dort zu bedenken, wo  bereits Wurzel-/Radikalkritische Neutestamentler vor ihm den historischen Jesus sahen, alle anfänglichen Denker vom Logos=Christus sprachen, wir heute in Ökologie oder als Evolution definieren, hat er mit dem Verweis auf die Bibel abgelehnt. Wenn Professor Berger nun seine historisch-kritischen Nachfolger, die heute in aufgeklärter Welt nur noch einen einfachen Religionsrebellen zulassen können, im Buch als „Bibelfälscher“ bezeichnet, dann ist das verständlich, trifft jedoch nicht zu. Denn auch wenn ein mehr als banaler junger Mann als der historische Jesus vorgestellt wird, der als seinem Vater helfender Bauhandwerker zwar nicht lesen konnte, aber angeblich besonders gut in der Thora ausgebildet war. Bereits in der Vorlesung über den Historischen Jesus wird vermittel, dass es um den nicht ging, die Verfasser vom Christus, dem Gottes-, Menschensohn als neuem König, der schöpferischen Basileia und so einem jüdischen Heil schreiben. Wie es hier in hellenistischer Naturlehre begründet wird. Denn wo die heutigen Lehrer ihren banalen „jungen Mann“ hernehmen, der der historische Jesus gewesen sein soll, konnte auch aufgrund penetranter, das Studium störender Zwischenfragen eines laienhaften Gasthörers nicht beantwortet werden und ist so sicherlich nicht nur in Heidelberg kaum ein Thema. 

Auch Benedikt XVI., der als Anwalt schöpferischer Vernunft gilt, diese bei intellektuellen Reden ständig als christliches Wesen im Weiterdenken griechischer Philosophie und mit Verstand einsehbar bezeichnete, konnte den jeweils vor den Deutschlandbesuchen geäußerten Bitten nicht entsprechen. Er hat in seinen drei Jesusbüchern zwar wie von einem einfachen Menschen, dabei jedoch den biblischen  Christus, damit aber die schöpferische Vernunft beschrieben. Die er dann beim Deutschlandbesuch in seiner letzten großen Rede vor dem Bundestag als Grund des Rechtes nicht im biblischen Jesus, sondern in ökologischer Lehre zu bedenken gab. Dabei hat er sich  auf die jüdische Weisheit, wie das bezogen, was der Stoa als Logos, damit in Vernunft erklärte Natur zugrunde lag. Spätestens hier hätte ihn die historisch-kritische Wissenschaft, die sich sonst beschwerte, dass er auf die heutige Kritik nicht einging, beim „Wort“ nehmen müssen. Zumal der als „Mann des Wortes“ gelobte Franziskus dann seine Predigten oder Enzyklika von einem sozial-ökologisch gerechten Verhalten als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft genau dort begründet, wo der über die heutige „Verfassung ohne Grund“ schreibende Philosophen-Papst das Recht nun in Ökologie zu bedenken gab,  von griechischer Vernunftlehre oder jüdischer Weisheit und sonst von Jesus Christus sprach.

Die historisch arbeitende theologische Hochschule hat heute die aufklärerische Kritik an einem hoheitlichen Christus, ebenso wie aber die an einem zum Zwergenmaß gewordenen jungen Mann als historischen Jesus, meist allerdings aufgrund biblischer Zweifel, längst überholt. Ohne jedoch ihre wissenschaftlich-historische Erkenntnisse um die Anfänge und exegetischen Erkenntnisse ernst zu nehmen. Und damit den biblischen Jesus Christus, wie ihn der daher kaum mehr ernst genommene Berger als persönlichen Gott nur dogmatisch bewahren will, in seiner historischen und heute weiterzuführenden Heilsgröße aufgeklärt zu bedenken. Und zwar dort, wo Benedikt XVI. das Recht, Franziskus, wie auch jeder protestantische Pfarrer in Realität das rechte Verhalten herleiten, auch von einer „Ökologie des Menschen“  geredet wird.

Hier muss daher nicht die erst mit der Aufklärung beginnenden Leben-Jesusforschung nachgezeichnet werden. Und wie bereits vor den Weltkriegen Neutestamentler deutlich machten, dass es beim historischen Jesus um das ging, was Griechen als Logos bezeichneten, so noch vergeblich die Realität des heute in weltgültiger Natur-/Sinnlehre zu erkennenden Glaubensgrundes neu definieren wollten. Doch allein die Tatsache, wie noch für Karl Barth, der über den angeblich Historischen sagte „ich kenne diesen Herren nicht“ oder den von Berger wegen seiner rationalen Entmythologisierung kritisierten Rudolf Bultmann und seine Schule „Christus“ maßgebend galt, dessen historisch-kritische Hinterfragung nicht zu verhindern war, weist den Weg.

Auch wenn heute von Jesus-Worten gesprochen wird, wie wenn es doch um heimlich mitgeschriebene Botschaften eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen ging, werden die Jesusgeschichten als bewusste Kompositionen von Weisheitslehren durch hochgebildete hellenistisch-jüdische Theologieliteraten gelehrt. Die je nach theologischem Aspekt einzelne Logien (Weisheitslehren) aufgriffen oder sie in einen anderen Zusammenhang stellten. Damit zeigen sich die biblischen Verfasser als mittelplatonische Denker, die es sich zur Aufgabe machten, die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit an Stelle der buchstäblichen Schriftlehre traditioneller Pharisäer, wie der griechischen Gottheiten zur Volksbestimmung zu machen oder wie Johannes, griechische Philosophenschulen. Was, wie hier deutlich wird, alles Jünger, echte Apostel des Heils „Jesus“ waren.

Doch wo blindwütig ein junger Mann unterstellt, nicht das historische Heil „Jesus Christus“ bedacht wird. Wodurch der jüdische Bund im bildhaften Verständnis der alten Texte im Sinne zeitgemäßer Lehre von der Natur (Logos) auf weltgültige Beine gestellt, so nicht nur Elia oder Moses in Josua/Jesus auferstanden waren. Da wird zwar gelehrt, wie Johannes von philo-sophischer Weltvernunft, Paulus von Weisheit, in diesem Sinne auch die anderen Evangelien vom Christus, dem wahren Gottessohn, König, Auferstandenen schreiben. Aber auch wenn erklärt wird, wie alle philosophischen Sachverhalte im Volk zeit- und kulturgerecht vermittelt wurden. Was ja auch alle kirchlichen Vordenker, Väter in vielen Texten als notwendig betonten. Und die dann konkret beschrieben, warum die nun in Natur begründete Vernunft/Weisheit nur in der bekannten menschlichen Gestalt im Volk vermittelbar war. Weil nicht jeder ein Philosoph sein konnte oder den alten volksbestimmenden Gottheiten entsprochen werden musste. Und die Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom „Heidenland nach Jerusalem“ (bereits von Kirchenvätern als ewiges Ziel gelebter Weisheit, keine Stadt) bis in die frühe Kirche und ihre Christologie-Diskussion verortet werden. Heute bleibt nur ein bibelschlauer Handwerksbursche, der in Jerusalem wegen Häresie hingerichtet und dem das alles angedichtet, der nur als Christus, Gottesssohn gesehen, für Bildungsbürge apologetisch als Logos (damit Natur-/Sinnlehre) ausgegeben worden wäre.

So dass der neben mir sitzende Student zum Abschluss der Vorlesung über den historischen Jesus fragte, wieso der gute Mann durch seine Freunde zu etwas gemacht wurde, was er nicht war und wollte. Was Professor Peter Lampe jedoch als Theologie des Neuen Testamentes vorstellte. Und dann von Ihm in „Die Wirklichkeit als Bild“ nur noch eine konstruktivistische Wirklichkeit (in Analogie zu traumwanderden Jugendlichen, die ihre Vision als Wahrheit sehen) erklärt werden kann. Womit das letzte Argument in der Pause zur Vorlesung über den Markus-Verfasser als einen philosophisch, wie literaturwissenschaftlich hochgebildeten Theologen wahrscheinlich in Rom war. Wo in der Stoa die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) den Menschen nicht nur ihren Sinn und ihre Aufgabe im kreativen Ganzen vermittelte, sondern sagte, wie die persönliche Gier unter die Herrschaft natürlicher Schöpfung, damit Vernunft zu stellen war, damit die Voraussetzung für die Ethik des Neuen Testamentes lieferte. „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was sich im Geschichtsgeschehen der USA logisch begründen lässt. Ganz im Gegensatz zu Verherrlichung eines bibelschlauen Handwerksburschen durch einen hochgebildeten jüdische-hellenistischen Theologieliteraten des Mittelplatonismus. Oder gar, dass der in Zeiten der Stoa zur Weltbestimmung für die von Peter Lampe beschriebenen „stadtrömischen Christen“ wurde.

In Rom, Syrien, Alexandrien oder sonst wo war bei hellenistischen Juden, aber auch bei den als „Gottesfürchtigen“  zum weltgültigen Judentum konvertierten Griechen, die in Vernunft gelehrte monistische Natur (Logos), damit frühe Ökologie maßgebend für das schöpfungsgemäße Leben. Und da der in der auch für die anderen Synoptiker grundlegenden Markus-Geschichte genau das beschreiben wird, was sich allein im hellenistischen (damit von griechischer Naturlehre/Logos als Christus ausgehenden) Judentum als Heilsgeschehen realgeschichtlich nachvollziehen lässt. Was Philo als heimlicher Hörer, stellvertretend für das hellenistische Judentum, Professor Lampe nach jeder Vorlesung deutlich machte. Damit ist klar, wie die synoptischen Evangelien, die einzig noch als Belegt für einen jungen Mann dienen könnten, gleichwohl sie wie gelehrt, vom Christus schreiben, der jedoch im hellenistischen Judentum im Logos begründet war, hier auch das Heil zu sehen ist. Und da dieses Heil, zu dem auch die menschliche Ausdrucksweise gehört, sich in historischer Realität kausaler kulturellen Entwicklung nachvollziehen lässt, wurde daher dort auch zu Recht vom Heil im Sinne Josua gesprochen, war Jesus eine historisch lebendige und damit heute wegweisende Größe.

Denn damit steht aber auch fest, wie und wo die Brücken zwischen den Zeiten bedacht wurde und die Synthese der Kulturen gegeben war. Wo zeitgemäß, aber kulturgerecht übersetzt, in Vernunft ein neuer, weltgültiger jüdischer Volkskult begründet und damit das prophetisch erhoffte Heil herkommt. Denn nicht allein in der Bildung jüdischer Diaspora, die im bildhaften Verstand der Moses-Propheten als frühe Philosophie griechischer Naturlehre folgte, den in Vernunft erklärten Kosmos als neuen Tempel, lebendige Thora sah, war im aufgeklärt-bildhaften Verstand jüdischer Tradition ein Auf-Verstand alter Wesentlichkeit, jüdischer Kulturbestimmung in Weisheit gegeben.

Auch in nichtjüdischer Bildung, ob in Persien oder für die Kirche maßgeblich Kleinasien, wo vorher die griechische Vernunftlehre ihren Anfang nahm, wurde so von kirchlichen Vordenkern in Synthese der kulturellen Vorstellungen in Naturlehre (Logos) eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus und JHWH bedacht. So wurde von dort kommenden Denkern später in Dreieinigkeit die in Vernunft/Logik erklärte Natur (Logos) als gleichen Wesens wie ihr ewiger Grund, damit auch die Väter-Gottheiten beschrieben. 

Wo wir heute nicht nur die Natur in Vernunft (Logos) erklären, sondern so auch, wie alles auf kreative (schöpferische) Weise öko-logisch zusammenhängt, ein heiles auch für unser Leben maßgebendes Ganzes bildet. Dessen Sinn wir als selbstverantwortliche Wesen in gemeinsamer Kult-ur (im heilen Geist) gerecht werden müssen. Was, wie gerade die Europawohl zeigte, bei der trotz weltweitem Ruf nach gemeinsamer ökologischer Weisheit oft das Gegenteil gewählt wurde, nicht einfach ist. Und wenn so beispielsweise auch die Menschen in der Lausitz kein Verständnis für ihre Arbeitslosigkeit haben, wenn einige Kilometer in Polen weiter neue Braunkohlebergwerke gebaut werden. Dann zeigt dies, wie in einer zusammenhängenden Welt auch ein gemeinsamer, heiler Geist gebraucht wird. Wobei auch die Stimmen der Jugend für den Klimaschutz so wenig wie die des Papstes einen grundlegenden Verhaltenswandel ausmachen, wie ihn nur ein grundlegender gemeinsamer Kulturwandel bewirken kann. So diskutierten Neuplatoniker anfänglich in einer globalen Welt, auch mit Blick auf den Sittenverfall, die legendären ausschweifenden Lebensweise Roms bei gleichzeitigem Hunger, dem die Kaiser mit Restauration der alten Gottheiten begegnen wollten, noch recht spekulativ über einen neuen gemeinsamen gottesbild- und opferfreien Kult in Dreieinigkeit. Der im ganzen römischen Reich, damit weit über Europa hinaus Geltung haben, Gemeinsinn schaffen sollte. Und spätantike Kaiser, die die als gottlos (atheistisch) geltenden, weil den altbewährten Gottheiten oder gar den von Römern als sinnlose Falbeln angesehenen Buchstaben der Juden aufgrund einer höchsten Wesentlichkeit oder Weisheit die Ehre verweigerten und daher als „Christen“  galten, nicht weiter verfolgten wollten. Die im neuen Kult aufgrund ihrer Bildung die Zukunft sahen. Die mussten für die heilige Weisheit auf byzantinischen Mauern bei unzähligen Konzilen, für die Intellektuelle Berater/Bischöfe mit unterschiedlicher philosophischer Sicht aus dem ganzen Reich, maßgeblich jüdischer Bildung Alexandriens zusammengetrommelt wurden, eine einheitliche Kirche bauen. Wobei dann nicht allein die später zur Moschee werdende Hagia Sophia in Konstantinopel in den Islam mündete.

Auch wenn diese Darstellung der Dreieinigkeits-Debatte in heutiger Begrifflichkeit und des neuen Weisheits, damit Christuskultes, für den die Kirche gebaut und der auch im Islam philosophisch weitergeführt wurde, allzu rationalistisch verkürzt ist. Dies trifft weit mehr die historische Realität, als einen jungen Mann an den Anfang zu stellen. Der bei Wissenschaftlern, die sich historisch-kritisch mit dem Islam auseinandersetzen, zu allem Übel dann von arabischer Aufklärung, die in Wirklichkeit ebenso Aristoteles folgte und sich auf den gleichen Logos wie die Kirche, damit in Vernunft, als Natur gelehrte Genesis berief, zu Mohammed nicht nur numismatisch nachweisbar „umgemünzt“ worden sein müsste.

Wo nicht die philosophischen Diskussions-Dokumente-Texte Gegenstand der Betrachtung sind, sondern man der heutigen Lehre von einem jungen Mann folgt, glaubt man eh zu wissen, auch in der Antike wäre nur sonntägliches Glaubensgeschwätz von dessen Gottheit gewesen. Nachdem man an Pfingsten Kerzen auf dem Kopf anzündete und so den Heiligen Geist lobte, ähnlich wie in Bibel-TV. Mit einem in Vernunft erklärten gemeinsamen kreativen Sinn allen Seins, der sich im öko-logisch zusammenhängenden Ganzen zeigt und heute mehr denn je auch ein heiles, gemeinsames Kulturverständnis, einen neuen Geist notwendig machte, hat das dann alles nichts zu tun. Wer sich jedoch die Mühe macht, die antiken Texte in den geschichtlichen Lehrbüchern mit aufgeklärten Augen zu betrachten, der stellt fest: Mit Kerzen auf dem Kopf, poetischen Hirngespinsten des traditonellen Glaubens, die einem Handwerksburschen zur apologetischen Einfärbung oder sonstigen Zwecken aufgesetzt wurde, hatten weder die christologische Diskussion zur philosophisch-theologisch einheitlichen Definition nun in monistischer Vernunft erklärter schöpferischer Wirklichkeit/Natur und damit auch der heilen Einheit im Geist der Kultur (damit des gesamten Volkes) etwas zu tun. Doch war das der Grund, wofür die notwendige Kirche der Heiligen Weisheit als Gottessohn gebaut wurde oder der sich dann davon abgrenzende, andere Wege gehende Koran.

Wenn daher die künftigen Theologen, die aufgrund heutiger Hypothese nach der Verherrlichung eines Gurus durch seine Freunde fragen, auf der Kanzel von diesem als Christus wie einem neuen Gott reden. Da müsste man das nicht allein verbieten, weil so der christliche Glaube in aufgeklärten Augen (die allerdings der Anfang waren) als Schwachsinn erscheint und weltweitem mörderischen, sich gegenseitig abgrenzendem Aber-glaube Vorschub geleistet wird. Auch wegen der Gefahr, dass Menschen statt die ökologische Weisheit in Bezug auf ihre aufgeklärte Wurzeln als Kultbestimmung sehen, sondern wieder einen Guru anbeten oder zweibeinigen Heilsbringern folgen, wie das nicht allein die „Deutschen Christen“ in Mehrheit im „Dritten Reich“ taten.

Heute lässt sich aber nicht nur nachvollziehen, wie notwendig die Fleischwerdung war. Wie damit die schriftlich-menschliche Ausdrucksweise der Weisheit/Vernunftlehre kein doketistischer Schein, sondern höchst schöpferische Wesentlichkeit in kreativer Kulturentwicklung war. Auch wie der weitere Weg in Kulturentwicklung, der dazu führte, dass heute wie selbstverständlich bei Jesus von einem egal wie gestrickten jungen Mann ausgegangen wird, lässt sich als logischer und kreativ notwendiger Entwicklungsprozess in Evolution betrachten. Wer in den Geschichtsbüchern die Kulturentwicklung nach der Völkerwanderung, dann die Mission der Stämme des Nordens liest, die mit Gewalt von den alten Bildern und Opfermythen abgebracht wurden. Im Gegensatz zu den Anfängen in antiker Hochzivilisation und Philosophie, wo Gewalt gegenüber Bilder- und Opferverweigerern war. Und wer dann auch die Diskussion über die Bilder noch bis bald ins Mittelalter betrachtet. Wobei sich die (meist für die sinnliche Ausdrucksweise stehende Frauen) durchsetzten, die die „pädagogische Seite“ der Christus- und Kreuzesbilder betonte, weil das Volk nicht lesen konnte. Der macht es sich zu leicht zu denken, jetzt wüsste er, warum die heutige Theologie die alten Texte und Lehren nicht ernst nimmt, sondern einen jungen Mann als selbstverständlich voraussetzt. Die heutige Lehr-Hypothese zeigt vielmehr, wie notwendig die Bilder, damit menschliche Persönlichkeiten auch weiterhin sind. Ohne die die Emotionen, die Menschen in Ihrer Ganzheit ansprechenden Bilder und Geschichten, ohne die auch heute keiner der oft teuer bezahlten Weisheitslehrer/Erfolgstrainer auskommt und die in der gesamten Kommunikation über den Erfolg entscheiden und politische Mehrheiten bestimmen, hätte sich die christliche Lehre verflüchtigt. Und so ist es keine Selbstmanipulation sondern ein Gebot der Vernunft, wenn wir auch dann, wenn wir wissen, dass es bei Jesus um eine Weisheit ging, die wir heute in Ökologie begründen, weiter voller Begeisterung die alten Lieder singen und von Jesus sprechen. Ähnlich, wie wir das auch am Anfang, beim bildhaften Auferstand des Alten beobachten. Doch dafür ist die Zeit reif.

So wird im Studium bei Paulus die philosophische, damit frühökologische Weisheit als Christus vorgestellt und ständig auf Platon, Philo, damit den gewandelten Pharisäer, das philosophische Judentum verwiesen. Das im bildhaften aufgeklärten Verstand (der Auferstehung Moses, weltgültig als Josua, lat. Jesus) die philosophische Weisheit als lebendiges Gesetz/Wort, Christus und so das Heil „Jesus“ sah. Wobei Paulus gegenüber abstrakten Weisheitslehren das volksverständliche Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit als Wort vom Kreuz verteidigt. Auch in allen weiteren Lehren und Werken heutiger Theologen, wie der gesamten Geschichtswissenschaft wird deutlich, wie es beim historischen Heils-Wesen „Jesus“ nur um die in früher monistischer Naturwissenschaft (Ökologie) begründete Weisheit gegangen sein kann, die  frühen Christen, wie sämtlichen neuplatonisch argumentierenden Vordenkern der Kirche als wahrer König/Gesalbter, Christus=Sohn galt.

Gleichzeitig wird gelehrt, wie hellenistische Juden in der griechischen Naturlehre (Logos) und so begründeter, damit auch in der Stoa geltender Weisheit das sahen, was den Juden, die sich weiter kriegerisch auch von philosophischer Weisheit abgrenzten, auf buchstäblich-erstarrte Weise als Gesetz/Wort galt. Wie so das Christentum aus einem Laboratorium vielfältiger konkurrierender anfänglicher Lehren hervorging, denen allessamt die Logos genannte Natur-/Vernunftlehre maßgebend war. Womit auch klar wird, warum die so begründete naturphilosophische Weisheit von hellenistischen Juden, die als Weltbürger den Kosmos als neuen Tempel sahen, nicht nur als Christus und Heil im Sinne Josua, damit Jesus definiert wurde, sondern auch historisch „Jesus Christus“ war. Auch warum die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit, die nach heutigem Geschichtswissen allen anfänglichen christlichen Lehren galt, Gegenstand der christologischen Debatten war, um mit einem ersten großen kirchlichen Denker wie Origenes zu sprechen „zur Erbauung Einfältigerer das Fleisch der Schrift annehmen musste“ um im Volk auch von Nicht-Philosophen verstanden, zur Kulturbestimmung zu werden. Was in ähnlicher Weise bei fast allen anfänglichen Denkern nachzulesen ist. Nicht umgekehrt, wie heute gelehrt wird. Wie aber ohne die philosophische, damit in früher Ökologie begründete Weisheit, die sich auf die bildhaft auf-verstandenen alten Schriften bezog (jedoch nicht hier begründet), alle Berufung auf das Gesetz oder alten Gottheiten als vergebens gesehen wurden.

So geben in Heidelberg verantwortliche Neutestamentler wie Gerd Theissen und Peter Lampe ein Buch heraus, in dem von einer Schülerin beschreiben wird, wie griechische Naturphilosophen das, was Juden bisher „alleinig“ galt, jedoch buchstäblich abgeschrieben war, nun als „einzige“ Wahrheit im Weltganzen, wie kausalen Werden nach früher Wissenschaft definierten. Wie das als „eine“ höchst wesentlich offenbar war, was der Sohn=Logos/Christus nach dem Neuen Testament im Sinne der Väter-Herrlichkeiten/Gottheiten offenbar machte. Wie damit frühökologische Lehre (Logos) das Heil „Jesus“ als jetzt weltgültige Offenbarung war, wird so mehr als deutlich. Weil die antike Ökologie oder Naturlehre (Logos) das offenbar machte, was den Juden bisher „allein“ statt menschliche Gottesbilder oder Könige als Sinn oder Weisheit bestimmend war.

Heute wissen wir, wie die von Christus abgelösten Vegetations-Herrlichkeiten (menschlichen Gottessöhne) bereits in Vernunft/Natur erklärt, von traditionstreuen römischen Kaisern im Volk die Vernunft/Weisheit bewirken sollten, die wir heute aus Ökologie ableiten.   

Wie kann man daher wissen, wie es in der jahrhundertelangen christologischen Diskussion und der gesamten Lehre nicht um einen jungen Mann ging, sondern die in griechischer Natur-/Sinnlehre (Logos) begründete Weisheit als neue Herrlichkeit und ihr Verhältnis zum Grund/Sinn allen Seins, damit auch den Väter-Gottheiten. Was bekanntlich auch Thema der weiter der römischen Tradition treuen Theologen war. Die eher die als absurd gesehenen Fabeln der ebenso wie sie der Tradition ihrer Väter buchstäblich treuen Juden akzeptierten, wie nun die Weisheit als Christus gegen die altbewährten Gottheiten auszutauschen. Die nicht nur von Augustus, sondern noch von Soldaten-oder Philosophenkaisern restauriert werden sollten, weil so ein Staatswesen herzustellen, Gemeinsinn dem Sittenverfall entgegenzusetzen war. Wie aber mehr noch alle die Thora bildhaften verstehenden christlichen Verfasser und Vordenker der Kirche, sich dabei allesamt auf den Logos, damit zeitgemäß gelehrte Natur und ihre kausalen Prinzipien beriefen. Und wie dann griechische Denker, die in Naturlehre (Logos) aufgeklärt die Einheit von Zeus und JHWH in einer höchsten theologischen Wesentlichkeit definierten, maßgebend an der Dreieinigkeit mitwirkten. Oder wie so letztlich alle zum neuen Judentum konvertierten Christen, auch Konstantin (wie bereits sein Vater), von einem in griechischer Bildung und Lehre (Logos) definierten gemeinsamen Grund allen Seins als einzigen höchsten Wesentlichkeit/Herrlichkeit (Gottheit) ausgingen.

Wobei dann auch in der konkreten Argumentation der verschiedenen philosophischen Parteien im christologischen Streit mehr als deutlich wird, wie kein Wanderprediger  verherrlicht wurde, sondern die in Natur begründete Weisheit das Thema war, die wir heute aus Ökologie ableiten. Die auf ihren „einen“ alles überdauernden Sinn/Grund allen Seins verwies. Wie so der Sohn (damit die in Vernunft erklärte Natur/das Weltganze), ähnlich wie das Wachstum und die Strahlen auf die ewige Sonne, so die Weisheit auf die Wesentlichkeit der Verehrung eines Vaters/Grundes allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten verwies. Und wie damit die in Vernunft erklärte Natur und ihre inzwischen als Evolution oder Ökologie gelehrten Prinzipien (Logos), als eine von „einem“ einzigen alles überdauernden Urgrund allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten unabhängige Hypostasie gesehen wurde. Wie Neuplatoniker damit das, was uns heute als kausal zusammenhängende, auf einen kreativen Sinn verweisende Natur, wie menschliche Kultur mehr oder weniger selbstverständlich, jedoch keine gemeinsame heilvolle Kulturbestimmung ist, in philosophischer Verantwortung in drei Dimensionen definierten. Dann aber nicht nur den Studenten, sondern der Welt zu vermitteln, beim Glaubensbekenntnis wäre es um einen Guru gegangen, der als jungfräulich ausgegeben, als Gott verherrlicht wurde oder als neue Weltbestimmung galt, so den Sinn allen Seins offenbarte?

Wie können wir in Lehrbüchern beschreiben, wie die in Natur begründete Weisheit und ihre notwendige volksverständliche Ausdrucksweise als neue Kulturbestimmung das Thema der gesamten Zeitenwende, sämtlicher Diskussionen der Zeit war. Wie beispielsweise in einem Christentum wie dem dualistisch-persischen Manichäismus, trotzdem in früher Ökologie (monistischen Äonenlehren) begründete Weisheit das christliche Wesen „Jesus Christus“ als ein Gesandter beschrieben wurde. Wie so die in natürlichen Werken begründete Weisheit auch in der Gestalt des Buddha genannten chinesischen Prinzen, wie in persischer Philosophie in Zarathustra vermittel gesehen wurde. Wie so in Mani, einem letzten Prototyp und Vollendung naturphilosophischer Erkenntnis vor dem ebenso aus  Naturphilosophie hervorgegangen Islam der „christliche Gesandte“ (als was auch Mohammed galt), dort begründet war, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was sich auch im Koran bestätigt, der Jesus als das auch im Propheten vermitteltes Wort (verschriftete Weisheit) darstellt. Der die Ausdrucksweise eines Gottessohnes und damit auch das Kreuz ablehnt und Mutter Kirche nicht als Gottesgebärerin sieht, sondern vom „Sohn der Maria“ spricht. Wie es auch in der Felsenkirche eingemeißelt ist, dass Jesus das sei, was der Prophet als Wort verkündete. Was hindert noch das christliche Wesen in aufgeklärter Weise dort zu bedenken, wo wir nun in fortgeschrittener Weise die Welt erklären und daraus eine sich entwickelte Weisheit ableiten, die nun gar von Schulkindern weltweit eingefordert wird. Um so die allseits gepredigte Weisheit im aufgeklärten Verstand und damit Berufung auf die verschiedenen Traditionen zur der gemeinsamen Kulturbestimmung werden zu lassen, die Jesus Christus hatte, der Koran im Sinne des letzten Propheten noch immer hat.

Wenn sich nun aber trotz allem gegebenen Wissen die Theologen weigern, wegen ihrem angeblich bibelschlauen Handwerksburschen, für den sie kein einziges historisch-wissenschaftliches, wie exegetisches Argument mehr haben, in neuer Weise über den echt historischen Jesus Christus nachzudenken, um das gegebene Heil in aufgeklärter Weise weiterzuführen. Wenn so die Chance vertan wird, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, die allseits weit vergeblich gepredigte, in Naturwissen (Schöpfung) begründete Weisheit nicht nur im einfachen Volk als die Bestimmung wahrzunehmen, die Christus hatte, bei Moslems der Koran, Juden die Thora hat oder im Osten das Tao. Womit dann Ökologie oder Evolution wieder die Herrlichkeit/Wesentlichkeit offenbar machen würde, die seit Nitzsches „Gottestod“ im Westen wissenschaftlich abgeschrieben ist. Was Voraussetzung für einen Kulturwandel, Leben in ökologischer Vernunft mündiger Weltbürger, wie kulturellen Friede wäre. Wie sonst, als ein Verbrechen gegenüber der wissenschaftlichen Gabe, dem Geber, wie der gesamten Menschheit soll man dies bezeichnen?

B)     Begriffsklärung vorweg

a)     Logos stand bei den Griechen für frühwissenschaftliche, vernunftbegründete „Lehre“.

Der Begriff Logos/Lehre steht damit auch für „Vernunft“, „Sinn“ oder „Weisheit“. Die nicht menschlichen Meinungen oder alten Gottesmythen entspringt, sondern sich aus dem natürlich-kausalen Weltganzen (Ökologie, Kosmologie), wie dem frühwissenschaftlich erklärten Lebensfluss nach einheitlichen Prinzipien (Evolution, Geschichte) ableitete.

Und wenn die frühchristlichen Denker von „Logos“ sprachen, über sein Wesen als Sohn=Christus im Verhältnis zu einem von Menschen nicht zu definierenden Grund diskutierten. Dann war das die im antiken Monismus in Vernunft erklärte Natur, die wir heute mit Ökologie oder als Evolution, so auch in Kosmologie beschreiben.

Denn auch wenn die Wissenschaft noch in Kinderschuhen vielfältiger recht metaphysisch klingender Modelle stand. Mit Logos bezeichneten die antiken Denker meist das, was wir Ökologie oder Evolution nennen und damit auch die sinnlich wahrnehmbare Natur nach kausalen Prinzipien insgesamt. Von der erst nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in nun logischer, natürlicher Erklärung als das gesprochen werden konnte, was wir unter „Natur“ und so auch Naturwissenschaft verstehen.

Logos umfasst so die gesamten naturphilosophische Lehre, wie gewonnene „Erkenntnis“ auch über den „Sinn des Seins“ und die davon ausgehende schöpferisch gerechte, wir sagen ökologische Lebensführung. Was bei Juden als von JHWH ausgehendes Wort (auch Vernunft) galt, als Weisheit als wahrer König bestimmend, aber im Gesetz/Thora, allein Beschnittenen galt und  buchstäblich versteinert war.

Im Logos begründete sich daher auch die in Jesus verkündete christliche Lehre. Denn erst im Christuskult wie wir ihn kennen, wurde die nun universale philosophische Vernunftlehre der Intellektuellen, damit eine Weisheit, die bisher in abgeschriebener Form nur bei Juden Kultstatus hatte (daher im bildhaften Verstand als Septuaginta in Griechisch übersetzt wurde), volksgerecht zur umfassenden Kulturbestimmung.

Kurz:

-Wo wir von „Christus“ reden, ging es um die nun in Vernunft erklärte Natur und ihren Sinn als gemeinsame Lebensbestimmung. Was bei Juden seit dem Exil als verschriftete Weisheit bisher allein der wahre König, Gesalbte war.

-Und genau dessen Weltgültigkeit war im jüdischen Sinn das prophetisch im neuen Josua erhoffte historische Heil „Jesus“, dessen aufgeklärte Weiterführung wissenschaftliche Aufgabe wäre.

b)     Die Geburt der Vernunft, Achse der Weltgeschichte, Beginn durchdachter Weltreligionen

Die Geburt der Vernunft und damit der Wandel vom Mythos zum Logos gilt als Achse der Weltgeschichte. Nicht weil nur die Griechen das Weltganze, wie Werden kausal, damit als Natur, in Logik, damit auch deren Sinn erklärten. Und dann in Kritik an Orakelglaube und Mysterien bisheriger Religionen die alten Gottheiten, wie den Kult in seiner Bedeutung für die vernünftige gemeinsame Lebensweise (damit den Staat) rational, naturgemäß (im Logos) neu bedachten. Und so nicht allein im Vorderen Orient neue durchdachte Kultsysteme, damit die heutigen Weltreligionen entstanden. Denn bereits vorher, in Ägypten, wie zeitgleich bei als Propheten bekannten hebräischen Philosophen, in Persien, China und Indien  entstanden durchdachte am Sinn des Weltganzen ausgerichtete  Kultursysteme (Vernunftreligionen) mit ethisch-sozialen, wie auch ökologischen Lehren, die auf die jeweiligen kulturellen Wuzeln aufbauten.

Während es der Osten schaffte, die alten Lehren zu transformieren, war im Westen die Zeit für die dort immer mehr in Kritik stehenden mysteriösen Gottheiten, wie den Gott-Kaiserkult abgelaufen. So musste die naturphilosophisch definierte Weisheit, wie sie Kyniker oder die Stoa, damit auch hellenistische Juden vertraten, im Sinne von Zeus/Jupiter (oder dem philosophischen Konstrukt eines die alten Gottheiten verkörpernden Serapis), wie des erstarrten jüdischen Gesetzes, zur neuen Volks-/Kulturbestimmung werden. Sie musste das Kreuz der aufgeklärt verstanden (auferstanden Göttersöhne, wie des Gesetzes) tragen, so für den Volksverstand die Rolle menschlicher Gottheiten einnehmen und erfüllte damit als verheißener, von den Seinen verschmähter Erlöser auch die Prophezeiungen der Propheten.

c)      Viele Begriffe, eine Bedeutung

Ob die Ägypter den Naturprinzipien in Form der ihre Hochkultur tragenden „Maat“ , damit des Pharos oder anderen Gottheiten folgten, für Hebräer dann das in natürlicher Schöpfung verstandene,  verschriftete „Gesetz/Wort“ statt der Pharao maßgebend war. Ob von „Weisheit“, in China und Indien von „Tao“ als rechtem Weg, „Dharma“ auch als Gesetz, Recht, Sitte oder gleichbedeutend in Griechenland von „Logos“ gesprochen wurde. Da hatte jedes Wesen und so auch der mit Weisheit/Vernunft begabte Mensch im Weltganzen seine Pflicht zu erfüllen. Da wurde wie bei Parmenides dessen Sinn bedacht und daraus wie bei Sokrates und Platon, dann konkret der Stoa, die rechte Lebensweise abgeleitet. Daher ging es auch im Osten um das, was uns die als Johannes bekannte griechische Philosophenschule im neuen Heil „Jesus“ als Weg, Wahrheit, Leben vorstellt. Und was nur in unterschiedlichen Kulturmodellen den Menschen vermittelt wurde, um sie in Religion, im gemeinsamen Kult, auf ganzheitlich-emotionale Weise an den gemeinsamen Sinn des Weltganzen zu binden. In dem die alten Wesentlichkeiten/Weltbestimmungen (Gottheiten) in neuer Weise entdeckt und gefeiert wurden.

Da ging es um die nun in Natur und auch in Himmelsbeobachtung berechneten, in Geschichte beobachtenden schöpferischen Prinzipien/Gesetzmäßigkeiten und damit den Sinn des Seins. Den die Philosophen der Hebräer in JHWH umschrieben, die des Ostens in ihren kosmologischen Lebensmodellen  namenlos vermittelten und die Griechen noch philosophisch in Zeus definierten. Ein in Naturwissen begründeter Sinn des Weltganzen, der heute quasi vorausgesetzt wird, wenn Chinesen, Amerikaner, wie Europäer auf Weltkonferenz über den richtigen Weg diskutieren oder sich Weltbürger in Amnesty Internation, wie als Ärzte ohne Grenzen engagieren. Der wurde nach dem Wandel vom Mythos zum Logos zeitgleich, aber unabhängig voneinander von indischen, chinesischen, wie griechischen Philosophen und den biblisch bekannten Propheten bedacht (dort dann in Persien als Wort/Gesetz verschriftet) so in verschiedenen Konzepten zur kulturell tiefgreifenden, lebensmaßgebende Bestimmung. Was dann christlich in Synthese von Juden- und Griechentum weltgültig wurde.

d)     Natur-/Sinnlehre: Logos=Sohn=Christus

Auch wenn dann später Neuplatoniker vom Logos als Sohn und Christus sprachen. Dann  war das maßgebend, was wir heute nur auf wissenschaftlichere Weise beschreiben und fordern, aber auf kulturgerechte Weise in menschlicher Psyche emotional, ganzheitlich bestimmend zu vertiefen wäre. Was als auch die sozial gerechte Lebensweise umfassende „Ökologie des Menschen“ als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft erkannt ist und auch in der Antike erst in zeitgemäßer Form volks-/kulturbestimmend werden musste. Da legten nicht weise Männer mit Namen Moses (damit Jesaja, Jeremia), Zarathustra, Konfuzius, Latose oder die unzähligen griechischen Philosophen aus Mythen abgeleiteten, persönliche Moralvorstellungen oder Volks-Mehrheitsmeinungen alten Gottheiten in den Mund.

Vielmehr ging es beim Logos-Begriff in Griechenland, so auch bei hellenistischen Juden, für die dann der Kosmos Tempel war und die im Logos das Wort/Gesetz verstanden (denen wir so die Christologie und das Neue Testamentes verdanken) vordergründig um das, was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen. Woraus wir einen gemeinsamen Sinn, so Weisheit und dann Kulturwissenschaften, Politik, Gesetze ableiten. Was aber damals in den Kultsystemen zur gemeinsamen, auch die Emotionen beflügelnden, die Menschen ganzheitlich bestimmenden Weg und Gesetz wurde, wie wir es bei Christus oder Mohammed als dem letzten Propheten beobachten können.

e)     Logos/Naturlehre war Theologie, machte so Weisheit zur tiefgreifenden Volksbestimmung

Denn Naturlehre und Philosophie war auch Theo-logie. Und da griechische, wie jüdische Religionsphilosophen die frühe Lehre vom logischen-kausalen, zusammenhängenden Ganzen im Sinne von Zeus (oder dem philosophischen Serapis, das gesamten Götterpantheon in Vernunft vereinend) wie JHWH betrachteten. Womit sie so die naturphilosophische Weisheit intellektueller Philosophie zu einer volksbedeutende Bestimmung machten, die bisher nur Juden als Wort/Gesetz galt. Wie es übertragen auf unsere Zeit Aufgabe der Hochschulwissenschaft ist und wieder mehr als heilsam wäre. (Was hier auf leinenhafte Weise angestoßen werden soll.) Daher wundert es nicht, wenn Logos als antiker „Allerweltbegriff“ bezeichnet wird und oft für Verwirrung wie Logos-Blindheit sorgt.

Denn diese Blindheit, von der nur die theologische Wissenschaft heilen kann, besteht heute nicht darin, nicht zu wissen was weise, sinnvoll und wesentlich für die gemeinsame Zukunft wäre. Vielmehr wäre es Aufgabe zeitgemäßer Theologie in der allseits gegenseitig gepredigten, nur naturwissenschaftlich begründeten Weisheit eine tiefgreifende, allumfassende schöpferische Bestimmung im Sinne der verschiedenen religiösen Kulturbestimmungen, Gründergestalten, Schriften verstehen zu lassen. Denn ob allseits nach ökologischer Weisheit oder die in einer zum Dorf gewordenen Welt, bei der alle gegenseitig aufeinander angewiesen sind, in Bezug auf den antiken Logos-Begriff von Intellektuellen nach Weltverbundenheit gerufen wird. Wie sich heute zeigt, ist das mit Naturlehre und Wissen, mit gutgemeinten Predigten und politischen Gesetzen ohne tiefgreifend alte Grenzen überschreitenden kulturellen Verstand allein nicht zu machen. Denn wie sich eine Kultur versteht, ist nicht allein bei Chinesen, Amerikanern, Europäern oder den Kämpfern des IS maßgebend für das Handeln.

f) Logos: Naturwissenschaft, Ökologie und Evolution als Theologie

Im Grunde umfasst der damit auch für Logik, Vernunft, Sinn stehende Logos-Begriff alles, was wir heute in vielen Einzelwissenschaften, von Kosmologie, Geologie, Mathematik, Physik, Biologie, Medizin, bis Psychologie aber auch Theo-logie bezeichnen. Die allerdings in heutiger  „Buchreligion“ zur Schriftlehre gewordenen, so weitgehend abschrieben ist. Doch wo die Antike das dann verschriftete Wort herleitete, dafür hat der moderne Monist und Religionskritiker Ernst Hackel den Begriff „Ökologie“ nach dem antiken Logos-Begriff geprägt. Wie er der antiken monistischen Philosophie als Wissenschaft, damit aber auch als Theologie  und Christologie galt. Während Hackel damals in Rom polemisch zum Gegenpapst ausgerufen wurde, begründen heute die Päpste das Recht (Benedikt vor dem Bundestag), wie das ökologisch-sozial gerechte Verhalten (Franziskus in Predigten und Enzyklika)  bereits nicht mehr in der Bibel, sondern  genau dort, wo die Griechen von Logos, Juden von Weisheit sprachen, wir heute in Ökologie definieren. Sie sprechen von einer „Ökologie des Menschen“. So das Lebenswerk des philosophischen und ursprünglich auch als Titel für die Umweltenzyklika, ein auch sozial gerechtes Leben als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft des praktischen Papstes geplant. Ohne allerdings dann hier auch den Grund des bisherigen Glaubens entsprechend Bibel oder Koran begründen zu können. Wie es damals das Heil der Antike war, heute mehr als notwendige wissenschaftliche Aufgabe wäre.

Denn die antike Naturlehre (Logos) diente nicht nur zum Nahrungserwerb und zur Technik, einer arbeitsschonenden Befriedigung der wachsenden Konsum-Herrlichkeit. Sie war Kulturwissenschaft, wie wir sie nicht allein in der Stoa nachlesen. Was erst in Christo-logie, in einem weltgültigen Judentum, ob in der Kirche des Westens, wie im arabischen Koran zur Kulturbestimmung wurde. Wo die Väter von Kirche und Koran Zarathustra, Platon oder Aristoteles nicht nur weiterdachten, sondern die intellektuelle Lehre (Logos) so erst zur Volksbestimmung machten.

Doch mehr noch wie die Ökologie, hätte man in Bezug auf den griechischen Logos-Begriff, der im logischen Lebensfluss entstand, auch die Evolutionslehre als Evo-logie bezeichnen können. Weil hier, wie bei der Entstehung des Begriffes, nicht mehr in mysteriösen Wesen, menschlichen Gottheiten als designenden Monstern, sondern der nun kausale Lebensfluss und dessen kreativer Sinn in Naturlehre erklärt, damit die Bestimmung abgeleitet wurde, die Juden bisher alleinig galt. Nur besser, empirischer, einheitlicher als zu Heraklits Zeit, wo noch verschiedene spekulative Weltprinzipien modellhaft  gelehrt wurden.

f)      Der Wandel vom Mythos zum Logos geht weiter

Wenn wir vom „Wandel vom Mythos zum Logos“ sprechen, dann bringt das jedoch ein mehr als umfassendes neues Weltverständnis und die ganze Breite, wie Vieldeutigkeit des Begriffes zum Ausdruck. Es drückt einen mehr als gewaltigen Kulturwandel aus, der kaum beschreibar ist und dessen Folgen uns immer noch beschäftigen. Denn der Wandel der Achsenzeit ging zwar von der rationalen Welterklärung aus, umfasste aber auch die Religion. Womit in Kritik der alten wundervollen Mythen und menschlichen Gottheiten, wie deren aufgeklärter Begründung in natürlicher Logik (auch hinsichtlich ihrer kulturellen Funktion für das Staatswesen, vernünftige Verhalten freier Menschen) im Sinne der der alten kulturellen Bilder eine allumfassende Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit bedacht wurde. Was im Sinne aufgeklärter hellenistischer Juden das Heil „Jesus“ war und so in der jüdischen Diaspora. Zu betrachten im gesamten hellenistischen Judentum, maßgeblich der Diaspora, bei Denkern wie Aristobul, den Verfassern jüdischer Kult-Weisheitsliteratur, wie Jesus Sirach oder im Namen Philo von Alexandrien auch definiert wurde. Worin Melanchthon nach einer in seiner Dokumentation zu findenden Notiz an einem Apotheker-Freund begründete, warum Erasmus von Rotterdam und dann Martin Luther die alten Gottesnamen (nomia sacra)  und Christologie-Titel einheitlich volkgerecht in „Jesus“ übersetzten.

Und während in der Antike vielfältige spekulative Erklärungsmodelle herhalten mussten, setzen wir von Weisheit sprechend oder uns dafür weltweit engagierend einen gemeinsamen Sinn voraus, ist uns „Gott sein Dank“ eine einheitliche Erklärung des für unser Sein maßgebenden kreativ sinnvoll zusammenhängenden Weltganzen und Werdens gegeben. Die mit Ausnahme bei den die Bibel wörtlich lesenden (Buchstaben) Kreationisten, die sich damit als letzte Verfechter der Genesis sehen, doch das Gegenteil bewirken, Weltgültigkeit hat. Womit allein der Begriff „Kreationisten“ für eine Glaubenslehre, die nicht in natürlicher Kreativität nach wissenschaftlicher Lehre (Logos) gründet, sondern alten buchstäblichen Lehren, Gottesvorstellungen, das heutige Babylon verdeutlicht. So ist uns eine moderne Lehre (Logos) gegeben, die das Werden und dessen Sinn seit dem Urknall oder dem Entspringen aus dem Schwarzen Loch, damit die in verschiedenen Namen verehrte „eine“ Herrlichkeit nur in weiterführender Weise als bei den Griechen beschreibt. Und die gleichen Theologen, die Bücher herausgeben, in denen Xenophanes, Heraklit und seine Kollegen als Urmonotheisten im christlichen „einen“ Sinne nachzeichnen. Den die Griechen dort herleiteten, wo wir das Werden/Weltganze wieder auf eine kausale Weise in einheitlichen Prinzipien erklären und auf Weltkonferenzen einen gemeinsamen Sinn als selbstverständlich voraussetzen. Die vermitteln ihren Studenten, da sei nur heilspredigender Handwerksbursche gewesen, der dann als Logos galt oder hingestellt wurde, so der zu glaubende Grund christlicher Religion wäre. Ohne dafür noch ein einziges Argument zu haben.

g)      Der moderne Logos vermittelt uns einen gemeinsamen ewig Seienden/Sinn

Die oft unheilvolle christologische Diskussion um das Wesen des Logos und seinen Grund hat sich erledigt. Denn der auch biblisch beschriebene Grund des christlichen Glaubens lässt sich nicht nur geschichtlich nachvollziehen, sondern auch in Gegenwart. Wir erklärten nicht nur das Werden in Vernunftlehren: Logos. Wir wissen so auch, wie alles auf herrliche kreative Weise öko-logisch zusammenhängt. Auch wie unsere Zukunft davon abhängt, nicht nur zu Wissen was weise wäre und Weisheit zu predigen, sondern ob es in verschiedenen Kultur gelingt, die schöpferische Wirklichkeit zur tiefgreifenden Bestimmung zu machen, was auch die von Harald Lesch mit seinen Studenten bedachte Öko-Diktatur nicht erreichen kann, ist vielen Köpfen klar.

Ob die Biochemiker Versuche bei kleinsten Teilchen anstellen oder die Astrophysiker die Galaxien des Universums in unvorstellbarer Vielzahl und Weite berechnen, die Evolutionsbiologen begeistert den „einen“, allumfassenden logischen Lebensfluss und inzwischen den Sinn sämtlicher natürlicher Prozesse, selbst menschlicher Gefühlsregungen oder Kultformen, Religionen beschreiben. Dann liegt das zugrunde, was die Antike seit Heraklit Logos nannte und darin den „einen“ Sinn sah oder im Sinne eines transzendenten ewig Seienden, alle Welt überdauernden definierte.

Aber auch wenn über neue Staatsmodelle nachgedacht, nun nicht auf Konzilen, sondern Weltkonferenzen in New York über Friedens- und Klimapolitik diskutiert wird oder in der Charta der UN eine sinnvolle gemeinsinnige Lebensweise der Staatengemeinschaft beschrieben, damit heute ein gemeinsamer, uns überdauernder Sinn als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Dann hat der gleiche Logos seine nun auch dem Volk verständliche Weltgültig erreicht, wie wenn die protestierenden Schulkinder weltweit von den Erwachsenen Weisheit fordern. Mit dem riesen-großen Unterschied: Die naturwissenschaftliche Vernunft-/Sinnlehre der Antike wurde in theologischer Religionswissenschaft im Orient zum Wort des arabischen Propheten und im römisch-griechischen Westen als Gottessohn am Kreuz zu der Kulturbestimmung, die bisher die griechischen Gottheiten, wie das jüdische Wort/Gesetz hatte. Wie damit das heute wissenschaftlich weiterzuführende Heil „Jesus“ gegeben war, muss nicht ständig deutlich gemacht werden.

Wenn aber heute in Bezug auf einen jungen Guru vom Logos als Gotteswort, gar von Gott selbst oder antiker Spekulation einer alles durchwaltenden Vernunft-Gottheit gesprochen wird, führt das nur zur Verwirrung und verbaut den Blick für das Wesentliche. Aber die Logik und damit auch die kulturelle Bedeutung der Naturlehre (Logos) in der Antike lässt sich erklären. Das Weltganze, wie alles Werden wurde nicht allein in Griechenland nicht mehr im Mythos, in alten Gottheiten, sondern nach kausaler Gesetzmäßigkeit erklärt. Wofür Heraklit in Ephesus, damit der Ur-Ur…großvater der als Logos-Evangelist Johannes bekannten Lieblingsjünger, erstmals den Begriff „Logos“ gebrauchte. Denn heute ist klar, dass eine griechische Philosophenschule aus Ephesus (es könnte auch ein sonstiger Ort in Kleinasien, Syrien, Alexandrien oder Rom sein) hinter dem Evangelium steht. Das die Geschichte des Logos (damit die naturwissenschaftliche Weisheit/Weltvernunft) in ihrer kulturgerechten menschlichen Ausprägung (kulturgerechten Rolle, Aufgabe: Person) vorstellte. Nicht umgekehrt. Was die Voraussetzung für das universale Heil „Jesus Christus“ in der Weltgeschichte war.

h)     In Naturlehre (Logos) begründete Weisheit kann aufgeklärte Bestimmung werden

Maßgebend die griechische Philosophenschule, ebenso wie die ihnen folgenden Jünger der Weisheit (Religionswissenschaftler, Reformbewegungen) aus dem hellenistischen Judentum, haben den Logos, damit die Weisheit, Weltvernunft erst zur volksgerechten Kulturbestimmung gemacht. Und zwar im aufgeklärten Verstand und damit im Sinne der so erfüllten kulturellen Vor-bilder wie Zeus oder JHWH, damit gültig für Griechen, wie Juden.

Was in einem in Buchstaben-Glaube und Wissen auseinandergebrochenen Weltverständnis so vergeistert wirkt und meist zur gegenseitigen Missverständnissen, heute jedoch auflösbaren Gegensätzen führt. Was naturwissenschaftliche Atheisten, oft aus der Evolutionswissenschaft, damit moderne Logos-Jünger, die hierin wieder die „einzige“ heilige Herrlichkeit, Wesentlichkeit (Gottheit) sehen meist hindert, sich auf den antiken Logos-Begriff zu berufen und die Bibel mehr als zu verwerfen. Das lässt sich aufgrund der heutigen christlichen Lehre, die von einem jungen Mann als Logos-Gott redet oder das abgeschriebene biblische Gotteswort mit Logos übersetzt, ohne dies mit den natürlichen Werden, Weltganzen in Verbindung zu bringen, gut verstehen. Doch wer im Logos einfach die fortschreitende antike Naturlehre sieht und die Philosophie- wie christliche Geschichte unvoreingenommen betrachtet. Dem wird klar, warum der Begriff so viele Bedeutungen, dann auch in der Christologie hatte und er historisch in der bekannten Gestalt das Heilswesen „Jesus“ war. Wie es in Kanon oder Koran um das schöpferische Wort, die Verschriftung des Logos, damit eine heute zeitgemäß zu verstehende gemeinsame Weisheit ging, die ohne tiefgreifende Kulturbestimmung weit vergeblich gepredigt wird.

Aus was sonst, als der Himmelsberechnung, Naturbeobachtung, dann Naturwissenschaft leitete sich die der Antike heilige „Weisheit“ oder „Weltvernunft“ ab, die heute nicht allein bei Johannes und Paulus gelehrt wird und für die eine Kirche, ein allumfassender Volkskult gebaut wurde? So darf es nicht wundern, wenn über die jüdisch-christliche Weisheit oder beim Gotteswort von Logos gesprochen wird, aufgeklärte hellenische Juden den Logos als Heil „Jesus“ definierten. Auch wenn dies bei heutiger Lehr-Hypothese zur totalen Verwirrung führen muss. Wenn das heute, wo die Naturwissenschaft Gott scheinbar ersetzt hat, aus Abgrenzung zu fatalem Fundamentalismus dann völlig frei von Naturlehre oder gar der griechischen Philosophie eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gottheit gelehrt, das Gotteswort nur in vielfach abgeschriebenen Buchstaben gelesen wird, zur totalen Verwirrung führen muss.

Was sonst aber war Lieferant für die antike Sinn-, damit Gotteslehre, wurde daher von aufgeklärten Juden als wahrer nun weltgültiger Mittler schöpferischer Bestimmung (Wort) bezeichnet als das, was wir heute in Naturwissenschaft beschreiben?

Was sonst als eine in natürlicher Schöpfung (im Öko-Logos) begründete „eine“ Sinnhaftigkeit/Weisheit war es, die den Hebräern bereits als Wort/Gesetz nach der Moses-Thora galt, bisher „allein“ bei Beschnittenen die Kultfunktion des Königs hatte und für die dann eine allumfassende Kirche, ein neuer einheitlicher Volkskult gebaut werden sollte?

Hier wird nicht nur deutlich gemacht, wie die Synthese des griechischen, wie jüdischen Welt- als Schöpfungsverständnisses, damit auch von Gestern und Gegenwart, wofür griechische Denker den jüdisch-hellenistischen Religionswissenschaftlern (im Logos/Naturwissenschaft) die Vorlage lieferten, das Heil „Jesus“ war. Vielmehr wird so deutlich, wie dieses Heil, das in anderen Kulturen nur andere Namen hatte, heute auf mündig-aufgeklärte Weise mehr als heilsam sein könnte.

i)       Logos=Christus lebt, der Weg ist frei

Für den zur Banalität geworden jungen Mann als den historischen Jesus gibt es heute kein einziges, weder exegetisches, noch weniger geschichtswissenschaftliches Argument mehr. Der Weg ist frei, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die meist in Ökologie begründete, für unsere gemeinsame Zukunft notwendige Weisheit nicht nur vergeblich gegenseitig gepredigt, sondern im Namen des schöpferischen Wortes der Propheten von Bibel, wie Koran, des Heils im wahren einen Sohnes „Jesus“, des Tao, Dharma oder gar der Weisheit der alten Indianer gefeiert und gelebt wird.

Der heilspredigende Handwerksbursche hat seine Arbeit getan, ist aufgeklärt zu versehen und so das Heil weiterzuführen „Gott sei Dank“

Von wegen, da war ein besonders bibelschlauer Handwerksbursche, der sich neben der Arbeit in der Werkstatt seines Vaters als Heilsprediger betätigte, nach seinem Tod als wahrer Tempel, Logos, lebendiges Wort, Weisheit, Christus erhöht (ausgegeben) wurde. Und der so als neuer Gott gegolten oder die Väter-Gottheiten offenbar gemacht hätte. Der gleichzeitig als Weltbestimmung Maßgabe für eine gemeinsinnige, schöpfungsgerechte Lebensweise in Gleichheit von Juden wie Griechen gewesen wäre. Wie es bei einem buchstäblichen Verständnis der synoptischen Texte, die längst als bewusst komponierte Heilsgeschichten des Christus, Auferstandenen auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem gelesen werden, trotzdem blindwütig als einzig wissenschaftlich vorausgesetzt wird.

Das messianisch erhoffte jüdische Heil „Jesus“ im dann weltgültigen, allumfassenden Sinne, ist ohne das, was wir als Geburt der Vernunft, Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft in Griechenland bei vielzähligen Denkern, dann des hellenistischen Judentums wissen, nicht zu machen. Was nicht allein die bekannten Evangelien an Heilswirkung Jesus Christus beschreiben, den Kulturwandel der Zeitenwende ausmacht, aber in einem verherrlichten Guru weder zu begründen, noch ernst zu nehmen ist. Das wird hier von griechischer Naturphilosophie (Sinn-/Vernunftlehre: Logos,  weiterentwickelt: Ökologie/Evolution, so bedachter Weisheit) ausgehend in seiner historischen Realität begründet.

Und wenn nicht allein die christlichen Verhaltenslehren denen der Stoa entsprechen, damit den gleichen Ursprung in Naturlehre haben. Wenn nach heutiger theologischer Lehre in diesem Öko-Logos (Lehre vom sinnvoll- zusammenhängenden Ganzen nach kausalen Gesetzen/Prinzipien) als maßgebenden Mittler die monotheistischen Formeln des Evangeliums und Urchristentums, der „Eine und Einzige“ begründet sind. Wenn begonnen bei den Vorsokratikern über Platon oder Pythagoras bis zum philosophisch-hellenistischen Judentum auf die Einzigartigkeit des „einen“ Sinnes des gesamten Kosmos, allen Seins als Judentum und Griechen verbindende christliche Gottheit verweisen wird: Eine ewig seiende Wesentlichkeit, die  den Juden vormals „alleinig“ galt. Dann wird hier das Heil beschrieben, das bei Juden den Namen Josua, lat. Jesus, aber nichts mit einem jungen Mann als göttliche Größe zu tun hatte.

j)       Jesus ist aufgeklärt zu verstehen, das Heil nicht nur christlich weiterzuführen

Dieses von griechischen Denkern ausgehende jüdische Heil war das Gegenteil von Glaube an einen Gott des Buches oder Bauches aufgrund übernatürlicher Phänomene, Unerklärlichkeiten, wie es heute nicht ohne Grund dem christlichen Glauben unterstellt, dieser als Gestrig oder Gefahr gesehen wird. Wenn die Theologen ernst nehmen, was sie selbst erklären. Dann ist nicht nur das, was wir naturalistisch als Weisheit in Ökologie oder Atheisten als Humanität aus kultureller Evolution ableiten, inzwischen auch der Papst oder sozial-ökologische protestantische Pfarrer predigen, genau das, was Christus ausmacht. Dann ist nur ein vorgesetztes Gottesbild, ein im Himmel thronendes Monsterwesen, das sich alles zielführend ausgedacht hat und dann herstellt, wie es eh nur noch Buchstaben-Kreationisten hochhalten, ersatzweise ein spirituell-religiöses Bauchgefühl oder ein Buchgott als geheimnisvoller Aufpasser wissenschaftlich gestorben. Der echt herrliche einzige und ewige Urgrund und Sinn allen Seins, den die Hebräer, wie dann Griechen in Naturbeobachtung/-berechnung erkannten und auch hellenistisch-aufgeklärten Diaspora-Juden, wie „Gottesfürchtige“ genannte Griechen oder Kirchenvätern im Sinne JHWH und Zeus statt Isis, Mithras oder Serapis „höchste Wesentlichkeit“ war. Der erweist sich dann allein in dem, was bisher meist in den Gegensatz zum Glauben gestellt wird, so zu dem scheinbaren wissenschaftlichen „Gottestod“ führte.

Wo heute in „Christologie“ der große Medienbruch in einem jungen Mann erklärt wird, so nur noch völlig frei von Naturwissenschaft oder Jesus eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gott-Glaubensrelevanz gelehrt wird. Da wäre es Aufgabe der Theologie, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit aufgeklärte Menschen die Weisheit, die in einer Zeit, bei der wir die Zukunft von Generationen zerstören, mehr als wesentlich wäre, im Sinne der Väter-Gottheiten verstehen. Womit die in Ökologie begründete Weisheit, humanitäre Lebensweise, die wir gegenseitig predigen, zur tiefgreifenden Kulturbestimmung wird und zu einer schöpfungsgerechten Lebensweise mündiger Weltbürger im Gemeinsinn führt.

Denn auch warum es nicht reicht, nur die ökologische Weisheit auch in der Kirche zu predigen, eine neuen Form von freier sozialer Marktwirtschaft, gemeinsinniger Lebensweise als Werkgerechtigkeit zu verlangen. Warum der Vorwurf an den Einzelnen, als Vielflieger oder in sonstiger Lebensweise nicht der Vernunft zu entsprechen, nur eine pharisäerhafte Werkgerechtigkeit ist. Warum es in menschlicher Kultur notwendig ist, statt menschliche Götzenbilder und ersatzweise Konsumwachstum wie Kapital zu verherrlichen, den inzwischen erkannten Sinn gemeinsam von ganzem Herzen zu lieben, wie er dem Ruf nach ökologischen, humanistisch-gemeinsinnigen Verhalten zugrunde liegt. Warum der im Sinne der alten Kulturbilder in aufgeklärter Weise auf allen Kanälen der Kultur zu feiern, zu verehren ist, um das zu leben, was allseits als vernünftig erkannt wird. Auch das sagt uns heute „Gott sei Dank“ die Naturlehre (Logos) in Form von Neurologie, Psychologie, Kultur-, Kommunikations- oder Evolutionswissenschaft.

1.      Das Heil „Jesus“ war die in Naturlehre (Logos) begründete Einheit von Juden und Griechen

Der christlicher Religion zugrunde liegende weltgültige prophetische Bund, womit in Folge Moses das messianische Heil Josua, lat. Jesus historisch war, verdankt sich eindeutig griechischer Natur-/Sinnlehre: Logos. Wo im monistischen Weltverständnis (antiker Ökologie)  begründeten Weisheit, nach der wir heute alle vergeblich rufen, der wahre Welt-König, Sohn, Christus gesehen, im Sinne der bisher kulturbestimmenden Bilder/Götzen zur allumfassenden Kulturbestimmung wurde. Da hatte das nichts mit einer Heilsprediger-Verherrlichung zu tun. Was den Moses-Propheten der Hebräer als menschlich unbestimmbarer, unsagbarer Sinn/Grund allen Seins (JHWH), wie eine so im natürlichen Werden, wie Weltganzen begründete Bestimmung und damit als Gesetz galt (Wort/Thora), für sie der wahre König war, wurde in den bekannten, vielfältigen philosophischen Natur-/Sinn-/Vernunftlehren „Logos“ der Griechen, mehr noch dann von hellenistisch aufgeklärten Juden der Diaspora auf neue, weltgültige Beine gestellt. Der Kosmos war dort zum Tempel, damit Vergegenwärtigung/Offenbarung der Väter-Gottheiten geworden. Die in Vernunftmodellen der Griechen begründete Naturlehre/Logos galt aufgeklärten Juden als das prophetische Wort/Gesetz.

Das weltgültige Königtum des universalen einen schöpferischen Sinnes und davon ausgehendes Gesetzes war der erwartete Messias, das Heil in Nach-Folge Moses, Josua, gelobtes Land, wie es als Leben in Vernunft und Frieden erhofft wurde: „Jesus Christus“. Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit im hellenistischen Judentum auch definiert wurde. Dessen in der Form von Kaiserevangelien beschriebene Geschichte auf dem Weg von Galiläa, dem Heidenland nach Jerusalem, seine Auseinandersetzung mit anderen jüdischen Heilserwartungen, bei denen die buchstabentreuen Schriftgelehrten und traditionstreuen Pharisäer weiter das Heil in der Weltgültigkeit der buchstäblichen Thora/Traditionslehre sahen, wie der Missverständnissen bei eigenen Jüngern (die über die frühe Kirche bis heute reichen) ist Christen gut bekannt.

2.      Wo Logos drauf stand, war Naturlehre, so begründete Weltvernunft/Weisheit drinnen

Wenn meinungsführende Heidelberger Theologen einen jungen Mann, der angeblich als Logos oder Weisheit  gesehen worden wäre, als den historischen Jesus lehren, diesen selbst griechischen Philosophenschulen, die als Johannes vom Logos/Weltvernunft in zeit-/kulturgerechter Ausdrucksweise (fleisch-menschgeworden) schreiben unterstellen. Dann bei Paulus (dem gewandelten Pharisäer) ständig vom philosophischen Judentum oder Platon reden und weiter unterstellen, hier wäre es um die Lehre eines im Geist  seiner Anhänger wiedererwachten Gurus gegangen. Dann jedoch Bücher herausgeben über „Der eine und einzige Gott“ (besser wäre Zeus, Jupiter, Isis, Mithras, Serapis, Apollo oder wie die Juden auf Namen zu verzichten), monotheistische Formeln im Urchristentum und ihre Vorgeschichte bei den Griechen und Juden. Dann ist man versucht „Wahnsinn“ zu schreien. Wie können Theologen nun auch in Kultformeln nachweisen, was sich in Geschichtsbetrachtung zeigt: Wie der Sinn/Grund allen Seins, der Juden als höchste Wesentlichkeit, statt menschlichen Gottheiten und Königen bestimmend war, zur Grundlage aller philosophischen Systeme, Lehren und dann in „Einheit“ gesehen wurde. Dann aber weiter behaupten, da wäre nur ein junger Guru gewesen, dem das alles konstruktivistisch angedichtet wurde?

Doch in Wirklichkeit zeigen Sie nur, wie wichtig die damals von neuplatonischen Theologen (nicht allein Celsus) verurteile einfache menschliche Ausdrucksweise der Weisheit im Sinne bisheriger Kulturbestimmungen war. Warum nicht die philosophisch für den gemeinsamen Sinn stehende stoische Kunstfigur eines neben verschiedenen Göttern auch für Zeus stehende Serapis die Lösung war, sondern die Weisheit in einem jüdischen Wanderprediger in Funktion eines Zeus-Pantokrators auf dem Weg nach Jerusalem im Volk zu vermittelt war, um zum Heil zu werden. Denn wenn selbst für aufgeklärte Theologen, die lehren wie philosophische Erkenntnisse in Geschichten und Personen beschrieben wurden und erklären, wie eine so konstruierte Wirklichkeit wirkt, aber an menschlichen Personen hängen. Wie viel mehr war im Volksglauben vor 2000 Jahren das bewusst gewählte Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit im jüdischen Sinne notwendig, war nur so der dann zur Aufklärung führende Kulturwandel christlicher Bestimmung möglich?

In den naturphilosophischen Lehrgebäuden der griechischen Geschichte wurde in frühen Modellen kausaler Welterklärung eine im Zeitalter des Anthropozän und einer zur Stadt gewordenen Welt für unsere Zukunft mehr als notwendige Weisheit bedacht, die als Christus kulturbestimmende Geschichte machte. Denn diese nun in Naturlehre/Schöpfung (Öko-Logos) begründete Weisheit, die auch in den Kulturmodellen Indiens und Chinas unter anderen Namen maßgebend für das menschliche Leben war, Kultstatus hatte, galt bereits im Mythos der Hochkulturen der Ägypter oder Perser und der dort erwachsenen Hebräer. Wo sie im bildlosen Kult nach dem Exodus statt menschlicher Herrscher und sonstiger mysteriöser Gottheiten bereits der wahre König war. Nach der Zeitenwende wurde die in früher Ökologie begründete Weisheit dann im Sinne eines so weltgültigen Juden-Christentums zur Ablösung von menschlich-mysteriösen Gottheiten in menschlich-göttergerechter Gestalt zur Welt gebracht. Sie wurde so im Westen im Kanon als Sohn der Maria, der sich auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem mit den Schriftgelehrten und Pharisäern auseinandersetzte, wie im Koran als dem Propheten gegebenes Wort zur Kulturbestimmung.

3.      Stoa wurde christlich zur Kulturbestimmung im jüdischen Sinn

„Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten. Nahezu nichts ist sich fremd. Alles Geschaffene ist einander beigeordnet und zielt auf die Harmonie derselben Welt. Aus allem zusammengesetzt ist eine Welt vorhanden, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft (Logos), allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, so wie es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt“

Marc Aurel, aus dessen Selbstbelehrung diese in Wiki aufgeführte frühe Beschreibung ökologischer Weisheit stammt, musste die Jünger der im Lebensfluss des Weltganzen begründeten Weisheit, die nicht weiter den bisher staatstragenden Gottheiten opferten und daher erstmals „Christen“ genannt wurden, noch als Atheisten wegen Staatsgefährdung verfolgen lassen. Auch wenn er eine naturphilosophisch bedachte höchste Wesentlichkeit ohne grundlegenden Kult-Mythos als Serapis verehrte, in der neben zahlreichen für die Vegetation, auch für Vernunft und Weisheit stehende Gottheiten wie Osiris, Isis, Apollo, selbst der Göttervater Zeus aufgegangen war. Was dann heute als eine der Kultformen griechischen Monotheismus ausgewertet wird, die der „Einzigkeits“-Formeln der Schriften des hellenistischen Judentums und so auch dem Neuen Testament entsprechen würde. Wobei dies alles andere als die heute im Monotheismus angenommene Verabsolutierung eines eigenen, vorgesetzten Gottesbildes, sondern eher das Gegenteil war.

Warum die naturphilosophisch bedachte Weisheit eine menschliche Gestalt benötigte, die auch der  Kunstfigur des Serapis mit dem Kranz (bei Jesus: Dornenkrone) entsprach, in dem die in antiker Aufklärung gestorbenen ägyptisch-griechischen Gottheiten auferstanden waren, um in allumfassender Weise der jüdischen, wie griechischen Kultur gerecht zu werden, einen neuen Volkskult im jüdischen Sinne zu begründen, lässt sich verstehen. Doch es gibt kaum etwas Schwachsinnigeres, als es bei all diesem Wissen, wie selbst der auch den synoptischen Evangelien bestätigten „Einzigkeit“, die bereits in philosophisch begründeten Kunstfiguren wie Serapis oder weiterer christlicher Konkurrenzmodelle wie Isis und Mithras galt, es weiter als einzig wissenschaftlich zu bezeichnen, ein zum Christus erhöhter Junghandwerker wäre dann als Logos gesehen oder als Weisheit ausgeben worden. Ein besonders bibelschlauer Guru wäre und dann für Juden und Griechen zur gemeinsamen Weltbestimmung, gar als wahrer Mittler der von den Vätern verehrten Herrlichkeiten gesehen worden.

Die die im Öko-Logos begründete Weisheit, die für alle antiken Naturphilosophen einzige Wahrheit, statt Meinungen der Mehrheit und traditionelle Lehren einziger Maßstab des Lebens war, war eindeutig das christliche Wesen. Das dem somit weltgültigen jüdischen Bund/Verstand zugrunde lag, so mehr als in philosophischer Theorie in Geschichte(n) als Wort zur Kulturbestimmung wurde, damit die Heilshoffung in Josua erfüllte, lat. der historische Jesus war. Ohne das mit Thales von Milet beginnende, über Sokrates und Platon führende naturphilosophische Denken, das maßgeblich im Lehrgebäude der Stoa aufging, ist das Christentum, die Geschichte nicht denkbar und auch die heute viel gefragte „Ökologie des Menschen“ nicht machbar. Vielmehr ist der Philosoph auf dem Kaiserstuhl als antiker Obama (besser noch wäre der vorhergegangene Vizepräsident El Gore, der vor Jahren bereits in „Wege zum Gleichgewicht“ ökologische Weisheit einforderte und dabei am Schluss von Religion sprach) ähnlich wie Seneca ein Beispiel: Es reicht nicht, die Wahrheit, den Weg zu kennen, zu predigen oder gegenseitig zu verlangen. Die im Öko-Logos begründete Weisheit musste in der bekannten Gestalt zur Kulturbestimmung werden. Und ebenso zeigen allein die hochphilosophischen Ausführungen des Kaisers über eine naturgerechte Lebensweise, wie es zu Trugschlüssen führt, im antiken Pantheon, bei dem der Philosoph im Gegensatz zum Volk „Serapis“ verehrte (eine in antiker Aufklärung philosophisch begründete Synthese ägyptischer Fruchtbarkeitsverkörperungen wie Osiris mit den als Göttervätern für die kreative Ordnung des Ganzen stehenden römischen Zeus, Jupiter oder Hades-Pluto) nur die Mythenbilder und deren Mix zu betrachten. Ähnlich wie dies dann auch beim Christuskult, dem die Verherrlichung eines bibelschlauen Wanderpredigers als Öko-Logos oder Weisheit, damit Christus an Stelle von Serapis, Zeus & Co. unterstellt wird, zu Fehl-, besser höchst folgereichen Kurzschlüssen führt.

Ohne die vielfältigen Wurzeln des Christuskultes in den antiken Hochkulturen oder bei den Hebräern außer Acht lassen zu wollen, wäre es hilfreich den Mittelplatonismus und maßgeblich das monistische, damit in früher Ökologie begründete Weltbild der Stoa zu beleuchten. Wer sich allein das  Denken der Stoa, die in Naturlehre (Logos) begründete Ethik betrachtet, die dann auch die Grundlage christlicher Lehre bildete, weil sie den jüdischen Bund auf weltgültige Beine stellte. Wer dann aber weiter unterstellt, es wäre einig wissenschaftlich, dass es bei Jesus um einen thoraschlauen Handwerksburschen gegangen sei. Dessen Botschaft im großen Medienwandel maßgebend und der als Öko-Logos, Weisheit oder Wort ausgegeben, dann von der Bildung oder Neuplatonikern, die als kirchliche Vordenker gelten, als neuer maßgebender Gott geglaubt wurde. Der muss in Wissensverweigerung nicht nur völlig den Verstand verloren haben. Der verbaut die Chance, dass die heute allseits geforderte und gepredigte Weisheit wieder die Kulturbedeutung bekommt, wie sie durch Kirche oder Koran zur Welt gebracht wurde.

4.      Das Wesen antiker Philosophie: Die ökologische Weisheit „Jesus Christus“

Es genügt nicht, sich allein auf die Stoa zu berufen oder bei Wiki zu lesen, wie hier die Welt als ein kausal zusammenhängendes Ganzes betrachtet wurde, dem jeder Mensch als Weltbürger auf seinem  Platz gerecht werden, dazu die auch heute beklagte Gier und Kurzsicht beherrschen muss. Auch wenn so bereits klar wird, wie hier antike Weltbürger in einer Zeit, die weder die heutigen Probleme hatte, noch wusste, wie die die massenweise Regenwald verbrennenden brasilianischen Bauern unsere Zukunft bestimmen, ebenso wie umgekehrt wir (auch als Aktionäre weltweiter Player) ihre. Und wie ganz ohne Internet und weltweite Kommunikation eine weltgültige Theorie radikaler ökologischer, gemeinsinniger Lebensweise in einem kreativ zusammenhängenden Ganzen bedacht wurde. Die für alle gleichwertigen Menschen der Welt Gültigkeit haben sollte. Besser ist es, die Texte der sich auf die frühen Naturphilosophen, auf Parmenides, Heraklit oder Pythagoras berufenden, noch meist von Zeus & Co. redenden, jedoch nicht in vorgesetzten Gottesbildern, sondern im natürlich-kausalen Werden, kreativen Weltganzen begründenden Denker selbst zu lesen. Und dabei die Stoa nicht abzuspalten, sondern sie als ein aus antiker Philosophie erwachsenes Denk-Lebensmodell zu betrachten, das auch bei hellenistisch aufgeklärten Diasporajuden galt, wo die Weisheit König war: Eine Theorie die über vielfältige Bewegungen eines antiken New Age (kulturelles Laboratorium) als Trinität in christlicher Theologie aufging, in der bekannten Weise im einheitlichen Staatskult als Christus in volksgerechter Gestakt Kulturbestimmung wurde.

In einer nüchtern-unvoreingenommenen Betrachtung der Philosophie allein der Stoa wird dann nicht nur deutlich, wie die in früher Ökologie begründete Weisheit das Wesen war, das Juden als Wort und Weisheit, damit „Christus“ galt. In der Geschichtsentwicklung lässt sich auch der historische Heilsprozess „Jesus“ nachvollziehen, bei dem die von den Philosophen gepredigte Weisheit zum Kult und damit zur weltgültigen Kulturbestimmung im Sinne der Propheten wurde.

Der Mensch war mit Beginn der griechischen Philosophie, nicht erst für die Denker des Mittelplatonismus und dort der Stoa ein selbstverantwortlicher Teil des monistisch verstandenen öko-logischen Ganzen, wie des heute in Evolution beschriebenen kreativen Lebensflusses, dessen Gesetzen er folgen musste. Doch ein schöpfungsgerechtes menschliches Leben nach den Vorgaben der Natur bedurfte auch in der Antike eine kulturgerechte Begeisterung, war weder mit den nur Beschnittenen geltenden altersstarren Gesetz, noch mit den alten Gottheiten der Griechen zu machen. Wo wir heute von einer für alles irdische Leben maßgebenden Ökologie sprechen, eine höchste Wesentlichkeit erkennen, deren Gleichgewichte wir halten müssen, sprachen die antiken Philosophen vom Logos, damit einer Natur-/Sinn-/Vernunftlehre.

Während heute konstruktivistische Philosophen behaupten, die von griechischer Philosophie als für das menschliche Leben maßgebende Sein bezeichnete Wirklichkeit der Welt wäre nur ein Konstrukt des menschlichen Kopfes. Und Neutestamentler zur Bewahrung ihres kindlichen Bildes dann auch Christus konstruktivistisch in Visionen begründen wollen, die Sektenanhänger nach dem Tod ihres Gurus hatte. Da hat die antike Philosophie auf naturwissenschaftliche Weise die Wahrheit und Weisheit in kausaler Wirklichkeit des Seins der Welt, damit früher Evolution oder Ökologie bedacht. Was dann auf konstruktivistische, seelsorgerische (frühpsychologische) Weise in Folge Moses im Neuen Testament zur Sprache gebracht, zur Kulturbestimmung wurde, historisch Jesus war. Nicht umgekehrt.

5.      Wo Jesus Christus geboren wurde, ging alles mit rechten Dingen zu

Die Stoiker waren von der strengen Kausalität allen Geschehens überzeugt. Was immer in der Welt und unter Menschen vorkommt, beruhte bereits für Sie auf einer lückenlosen Kausalkette. Wo diese nicht nachweisbar ist, versagt unser Erkenntnisvermögen. Auch der Einzelne war durch das Schicksal dieser heute in Evolution, wie Ökologie beschriebene Kausalkette (Heimarmee) bestimmt, der er als schöpferische Vorsehung bedingungslos zu folgen hatte. Doch was heute als eine „Ökologie des Menschen“ gefordert wird, war als eine Bestimmung erkannt, die auch in der Antike ohne den kulturell-religiösen Wandel, die Abwendung von alten Mysterien, menschlichen Gottheiten, die dann im Christuskult aufgehen mussten, nicht zu machen. Doch der von Nitzsche im Tollen Menschen beklagte Gottestod wäre dort, wo der Öko-Logos auf das verwies, was als Zeus, Jupiter oder in sonstigen Namen verehrt wurde, bei Juden namenlos, menschlich nicht bestimmbar, sondern der eine Grund aller Bestimmung war, nicht gewesen. Im Gegenteil.

Die Natur-/Vernunft-/Sinnlehre (Logos), damit die monistisch in früher Ökologie begründete Lehre war für die gesamte griechische Philosophie nicht nur die Grundlage des Denkens, sondern maßgebend für das Leben in menschlicher Gemeinschaft.  „Logos“ und damit die Lehre natürlicher Sinnhaftigkeit, Logik haben die Denker nicht nur in früher Ökologie metaphysischer Weltmodelle wahrgenommen. Logos war für Stoiker sowohl die Bedeutung von Sprache als auch von Vernunft. „Logik“ umfasst dann einerseits die formalen Regeln des Denkens und korrekten Argumentierens als auch jene Teile der Sprache, in denen gedankliche Operationen zum Ausdruck gebracht werden.

Damit ist heute  offensichtlich:

·        Nicht erst die Stoa hat im Logos (im natürlich-sinnvollen Werden, Weltganzen) einen Grund/Sinn allen Seins bedacht. Wie er bereits den Hebräern als nicht menschlich bestimmbar, unaussprechlich (JHWH) galt, damit bisher nur von Beschnittenen als kulturbestimmend verehrt wurde.  

 

Wo allerdings bei kausaler Kette kreativer Entwicklung von Zeus & Co. gesprochen, dann der namenlose eine Grund/Sinn allen Seins, der war und sein wird (JHWH) als wesentlich gesehen wurde. Da zeigt sich besser wie in allen biblischen Texten, der Gottesnamen des Volkskultes  oder auch im Nachblättern bei Philo, wie den frühkirchlichen Philosophen, wer dann von diesen als wesenseins oder wesensgleich mit dem Öko-Logos (in Dreieinigkeit) bedacht wurde. Denn da ging es nicht um den heute unterstellten Handwerksburschen, wäre kein Aufpasser oder planende Handwerker im Himmel aufgrund wissenschaftlicher Welterklärung arbeitslos geworden. Wo die Evolutionswissenschaft nun alle Prozesse und Gefühlsregungen, gar den religiösen Kult im kreativen Sinn erklärt, den die Antike modellhaft-spekulativ voraussetzte. Da bestätigt sich vielmehr das, was den philosophischen Denkern an Anfang von Kirche wie Koran im Verwerfen traditioneller menschlicher Gottesbilder wesentlich und zu verehren war.

 

·        Für Ethik, Moral, rechte Staatsführung, Leben in Gemeinschaft und persönliches Glück (geistig, wie körperliche Gesundheit) galt weder die menschlicher Meinung, deren Mehrheit, noch traditionelle Vorgaben/Gesetzlichkeit, sondern allein die kreative Natur, der Öko-Logos. 

 

·        Was bisher den Juden dem traditionellen Moses-Gesetz nach galt, erstarrt und nicht nur im Sonntagsgebot oft zum Selbstzweck geworden war, wurde nun in ökologischer Weisheit als schöpfungsgerechtes Leben (einzige Wahrheit „ich aber sage Euch“) begründet.

 

·        Der Kosmos im allegorischen Verstand der Abraham-Tradition (David, Moses als frühe Philosophie Weisheit) zum wahren Tempel, das natürliche Werden im kreativen Ganzen zum kulturbestimmenden Wort geworden, an die Stelle mysteriöser Gottheiten getreten.

 

·        Damit war der prophetische Bund nicht allein im hellenistischen Judentum, sondern auch bei Persern wie Mani oder Griechen, die philosophisch eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus, wie JHWH definierten, auf weltgültige Beine gestellt, musste sich aber mit dem traditionstreuen, schriftgelehrten Verständnis der Pharisäer auseinander setzen.

 

·        So waren es auch vielfältige philosophische Denker, die aus ihrer „Liebe zur Weisheit“ (Philosophie) aus Vernunft die alten Gottheiten, Orakelglaube, Opfer-, wie Kaiserkult in Frage stellten. Was im Judentum prophetisch (frühphilosophisch) vorgezeichnet war.

Die heutigen Herleitungen philosophischer Weisheit bei Paulus oder den Synoptikern, nach denen der unterstellte Handwerksbursche dann als besonders bibelschlauer Weisheitslehrer, Stoiker oder Kyniker durch die Hörsäle gejagt wird, sind zwar richtungsweisend, doch haben sich erledigt. Denn im Grunde ist das, was auch nach den Bedeutungsaussagen der biblischen Geschichten Jesus Christus ausmacht, im Öko-Logos und der so bedachten Weisheit zu begründen. Eine Weisheit, die dann noch mehr bei aufgeklärten hellenistischen Diasporajuden, gewandelten  Pharisäern, die im Kosmos jetzt den wahren Tempel sahen, das den Propheten gegebene Wort nun weltgültig in Naturlehre (Logos) verstanden, Christus war. Wie das in Folge Moses als Heil im Sinne Josua, lat. Jesus gesehen und so definiert wurde, ist zwar bereits gesagt, aber kann nicht oft genug vor Augen geführt werden.

6.      Die messianische Heilshoffnung wurde in hellenistischer Naturlehre erfüllt

Wer sich diese historischen Fakten, wie mehr noch das Weltverständnis und die so in früher Ökologie begründete Bestimmung und die Lebenslehren einzelner Philosophen betrachtet und dann bedenkt, welche Hoffnung darin gesetzt und konkret auch Heilswirkung davon ausging, die Weisheit im jüdischen Sinne zum Kult zur Volksbestimmung zu machen. Der hat den historischen Jesus Christus, wie die im Öko-Logos begründete Weisheit von hellenistischen Kulturliteraten und Philosophenschulen, die der Kirche als „Lieblingsjünger“ galt, in ihrer Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern beschrieben wird, deutlich vor Augen. Denn bei allem Wissen um das antike Denken weiter davon auszugehen, dass dann die Botschaft eines bibelschlauen Handwerksburschen im „großen Medienbruch“ (so in Christologie-Vorlesung) maßgebend wurde, dieser von seinen Groupies in Trauervisionen als neuer Gott oder Christus gesehen (Peter Lampe „Die Wirklichkeit als Bild“) und dann für die Bildung apologetisch zu dem gemacht wurde, was dem philosophischen Denken als Logos, Weisheit galt (wie nicht allein Christoph Markschies in allen hervorragenden Geschichtswerken dann seinen jungen Mann begründen muss), das ist völlig unerklärlich.

Wer heute wegen seinem jungen Mann erklären muss, wie alle nach philosophischer Erkenntnis aussehenden Bewegungen, Christentümer, die von früher Kirche bewusst abgelehnt wurden, meist weil sie nicht volkstauglich waren oder mangels allegorischen Verstand an das neue Judentum nicht anschließen konnten, eine apologetische Ausgestaltung christlicher Lehre für Bildungsbürger waren. Der müsste in Wirklichkeit nicht nur Origenes, wie alle Kirchlichen Vordenker, selbst die Evangelisten in den gleichen Topf stecken. Wo der junge Mann dann herkommen soll, ist schleierhaft. Wie aber umgekehrt die von den Philosophen vergeblich gepredigte Weisheit in der bekannten Weise zur Welt gebracht werden musste, ist mit Blick auf das Wissen um religionsgeschichtliche Kulturentwicklung klar.

In diesem Sinne brauchen wir nicht nur bei den Schriften nachzublättern, die uns durch die Kirche im Namen Philo von Alexandrien als Beginn und Begründung der Christologie überliefert sind, möglicherweise zum Teil erst in früher Kirche verfasst wurden. Das Wesen des Christentums zeigt sich im „im waren Grund“ im gesamten naturphilosophischen Denken als eine Weisheit, die heute nicht nur grüne Politiker oder nun auch  die Päpste und Pfarrer weit vergeblich einfordern.

7.      Die Achsenzeit als Anfang christlichen Glaubens, Offenbarung in Jesus

Dass bereits dort, wie die Moses-Propheten (frühe Philosophie) vom Kult für Gottesbilder und den Pharo befreiten. Wie damit auch bei den Hebräern, die ihre Gesetzte aus dem ableiteten, was wir heute nur naturwissenschaftlich bezeichnen, so Weisheit und Vernunft statt Pharo/Könige oder Gottesbilder maßgebend war. Das muss nicht erneut deutlich gemacht werden.

Doch die Gleichzeitigkeit, in der dann im Nahen Osten, wie in Indien und China in Griechenland und bei den Propheten neue durchdachte Kultsysteme mit ethisch-sozialer, wie frühökologischer Ausprägung entstanden, hat uns viel zu sagen. Ob Budda, Konfuzius, Laotse und Zarathustra, die gleichzeitig lebten, Zweibeiner waren oder sich dahinter eine neue philosophische, in Vernunft begründete Weltbetrachtung, Denkweise, so Weisheit verbirgt, ist Nebensache. Auch Jeremia, Deutero-Jesaja, Xenophanes, Parmenides waren Zeitgenossen eines Kulturwandels, der sich durch die Geburt der allein dem Homo Sapiens eigenen selbstbewussten Vernunft, den Wandel vom Mythos zum Logos auf ganz natürliche Weise nachvollziehen lässt. Da war keine kuriose Parallele oder gar geheimnisvolles Wunder, sondern das am Werk, was die alten als Logos, wir nur  naturwissenschaftlicher beschreiben.

Wo bereits die Ägypter in der fruchtbaren Nilschwemme Sinn sahen, die Hebräer in Himmelsberechnung den für ihre Kultur maßgebenden Kalender im Sinne allen Seins JHWH festlegten. Wo selbst in Mittelamerika der Königs-Kult der Mayas, die im Regenwalt die Fruchtbarkeit in Maisgottheiten verehren, selbst in Meerestiefe Menschen opferten, aber so eine in Kreativität begründete Hochkultur entstanden war, zusammenbrach. Da war es folgerichtig, wie dann auch in anderen Teilen der Welt im Wandel vom Mythos zum Logos in früher Ökologie begründete Kultursysteme mit ethisch-moralischer Ausprägung entstanden.

Wie hier der Ursprung, in dem wir leben, auf wissenschaftliche Weise definiert wurde, so daher auch kein Gegensatz von Theologie und Wissenschaft war, ist erst in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher zutage getreten. Wird aber dort, wo die Offenbarung in einer Handwerksburschen-Herrlichkeit angenommen werden muss, kaum weiter beachtet.

Dabei zeigt sich allein hier:

-Wo im Wandel vom Mythos zum Logos in vielen Teilen der Welt der alte Kult (im Osten weniger als im Westen kritisiert) transformiert, reformiert wurde. Da kann es auch dort, wo später dann weisheitlich eine Synthese von neuem, aus der Achse erwachsenem hellenistischen Judentum und griechischer Philosophie war, nicht um einen bibelschlauen Handwerksburschen gegangen sein, der als Logos (damit als frühe Natur-/Sinnlehre) gesehen oder ausgegeben wurde.

-Wo frühhumanistische Systeme entstanden, die nicht nur im Gesetz der Juden auch ökologische Aspekte, wie den nachhaltigen Ackerbau berücksichtigten. Da gründeten sich die weltweiten Denker nicht in alten Glaubensmythen, traditionellen Gesetzen, sondern begründeten in deren Sinn in früher wissenschaftlicher Naturlehre und Erkenntnis, die noch sehr verschieden in Modellen ausformuliert war.

-Wo in früher Philosophie/Wissenschaft die Religionen in denkendem Bewusstsein (nicht Glaube) begannen, deren Sinn für das menschliche Zusammenleben, die schöpfungsgerechte Lebensweise bedacht und hierzu verschiedene Systeme entwickelt wurden, die über die mysteriöse Verehrung von Vegetations- und sonstigen kreativen Herrlichkeit hinausging. Da haben die Religionen nicht ausgedient, sondern zeigt sich die Aufgabe, diese in Aufklärung, wie heute gegebenem Wissen um die gemeinsame Sinnhaftigkeit weiterzudenken. Denn wo nicht einfach die Vegetation vergöttert, sondern Denksysteme entworfen wurden, da bewahrheitet sich die Weisheit des ewig zeltenden Moses, gilt es die schöpferische Bestimmung in immer neuer Weise zu bedenken.

-Wo es nicht wundert, dass einheitliche Lehren entstanden, weil in China die gleiche Sonne aufging, wie sie den Ägyptern bestimmend war. Die den Hebräern maßgebende Sterne leuchten oder die gleichen Naturprinzipien auch als Tao maßgebend für die gemeinsame Zukunft erkannt wurden. Da sind auch heute die zur Gesetzlichkeit erstarrten, zur Buchreligion gewordenen, als überholte Mythen betrachteten Kulturmodelle auf zeitgemäße Beine zu stellen.

-Wo in Parallele aus „einer“ allumfassenden Herrlichkeit/Wesentlichkeit allgemeingültige Gesetzte abgeleitet und im Kult entsprechend der jeweiligen Wurzeln verschiedenartig zur Kulturbestimmung gebracht wurden. Da ist dies wegweisen für unsere Zukunft, die die allumfassende Wesentlichkeit wissenschaftlich definiert, mehr als wegweisend.

-Wo bei Karl Jaspers (Hauptentdecker der Achse), wie bei vielen anderen Kulturwissenschaftlern, bis zu Jan Assmann (der in „Achsenzeit“ deren Wundersamkeit bestreitet, aber das Geschehen nicht leugnen will), der Gegensatz von wissenschaftlich-philosophischer „Wahrheit“ zum „Krippenkind von Bethlehem“  war. Da ist es Aufgabe der Geschichts-, Kulturwissenschaftler und insbesondere der Neutestamentler, diesen Gegensatz aufzulösen, deutlich zu machen, dass die frühe Naturwissenschaftliche Wahrheit  im Stamme Davids im Krippenkind zur Kulturbestimmung wurde.

-Wo Konfuzius, Buddha, Zarthustra, Jesaja und Xenophanes (als Kultdichter), wie viele seiner weit philosophisch-wissenschaftlicheren griechischen Kollegen nicht kommunizierten, sondern in der Kreativität früher Wissenschaft eine gemeinsame Bestimmung zur Kulturbestimmung machten und Hoffnung auf weitere Vollendung hatten. Da ist auch heute die Geschichte nicht Ende, die Achse nicht gescheitert. Da geht das Eschaton, das Heil nicht in menschlicher, sondern schöpferischer Kommunikation (der dialektischen Kreativität des Ganzen, für Juden Gesetz/Wort) auf dem regulären Weg verschiedener geerbter kultureller Gedächtnisse (kanonisiert, nicht erstarrt) weiter.

Die Topi der Axialen, wie sie englische Aufklärer als neue Vernunftreligion beschrieben, haben ihre Gültigkeit behalten:

-Der Mensch ist sich des Seins im Ganzen, seiner selbst und seiner Grenzen heute mehr denn je bewusst. Er hat eine in gemeinsamer Kultur verehrende höchste Wesentlichkeit, Sinnhaftigkeit, Herrlichkeit erkannt, die er nicht selbst bestimmen kann.

-In bewusster Reflexion, im Wandel vom Mythos zum Logos neuzeitlicher Aufklärung sind die alten menschlichen Gottesvorstellungen auf neue Beine zu stellen und so in jeweiliger Kultur ein Fortschritt gegeben, der die Witwen und Waisen mit den Gottheiten der Väter wiederversöhnt. Was die wissenschaftlichen Voraussetzungen schafft, in Schöpfung (heute Ökologie) begründete Vernunft in kulturellem Friede zu leben.

8.      Der Lieblingsjünger Jesus Christus aus dem naturphilosophischen Kleinasien, Ephesus

Wo in Lykaonien eine kaum überschaubare Vielzahl von griechisch-römischen Natur-Gottheiten, mythologischen Figuren, göttliche Personifizierungen in der reichhaltigen Kultur Kleinasiens in vielen Festen verehrt wurden. Was dann im Wandel der Zeit auch einen Kulturwandel hervorrief, der als Ausbreitung des Christentums bekannt ist. Wo der Reichtum griechischer Kultur blühte, bereits Homers Gesänge entstanden und erklungen, der Artemistempel  stand, war die Heimat der der Lieblingsjünger.  Ephesus war Herkunft früher naturphilosophischer Denkern, wie dann Wirkungsstätte von Heraklit. Auch wenn der Vorsokratiker noch mit recht metaphysischen Modellen arbeitet, von einem Weltfeuer sprach. Im sinnvollen Lebensfluss, den er erstmals „Logos“, damit Lehre nannte, wahrscheinlich weil dieser erstmals kausal, logisch gelehrt wurde und kein himmlischer Mythos mehr war, sah er, wie ähnlich auch Denker, wie der als philosophische Beginn zählende Thales von Milet oder der erstmals vom Sein und damit einem Sinn des Ganzen ausgehende Parmenides, die Maßgabe für alles Leben. Ohne noch auf die biblischen Propheten Bezug zu nehmen, den bildlosen Kult weltgültig zu machen, wurde zeitgleich wie in Persien, wie die hebräischen Propheten im Exil Zarathustra weiterdachten, in Ephesus damit das den bildlosen Bund ausmachende, den Propheten maßgebende Wort verstanden. Und nur diesem, nicht menschlichen Worten, Meinungen von Mehrheiten und ihren Traditionsgesetzen, war auch für die griechischen Philosophen der Mensch mit Verstand verant-wort-lich. Und so ist es sicher kein Zufall, dass aus Ephesus die Philosophenschule stammt, die uns als Joannes bekannt ist, der Kirche zu Recht als Lieblingsjünger Jesus galt.

Und eigentlich müsste nun der gesamte geistesgeschichtliche Hintergrund betrachtet werden, wie er beispielsweise in „Die Philosophie der Stoa“ von Wolfgang Weinkauf geschildert wird. Wonach sich die Philosophie in den griechischen Polis, den Stadtstaaten entwickelte, wonach der Mensch als zoon politikon, als gemeinschaftliches Wesen einem gemeinsamen Sinn, den auch der Staat hatte, folgen musste. Denn auch wenn es Sokrates ablehnte vor der Hinrichtung zu fliehen und den Schierlingsbecher trank, weil er das staatliche Gesetz anerkannte. Die Naturphilosophen, die auf rationale Weise nach kosmischen Gesetzmäßigkeiten forschten, in Natur-/Sinnlehre (Öko-Logos) das einzig maßgebendes Weltgesetz sahen, wollten sich nicht mehr dem Wille der mythischen Masse, noch den alten mysteriös-menschlichen Gottheiten unterordnen.

Und da Sokrates verurteilt wurde, weil er neue Gottheiten einführen wollten, kennen wir so im Grunde auch den ersten griechisch-christlichen Märtyrer. Wo Leukipp und Demokrit, die spätere Stoiker wie Epikur beeinflussten, eine Atomlehre aufstellten, nach der ein Ganzen aus vielen kleinen Teilchen besteht, die wie im menschlichen Körper oder auch im Staat zusammenwirken müssen. Da ging es um das gleiche Urgesetzt, das bereits im Namen Abraham galt, dann bei hebräischen Philosophen bildlos den umfangreichen Lebensregeln Thora/Gesetz zugrunde lag und nun in Natur-/Sinnlehre (wir sagen Ökologie, Evolution) erklärt wurde.

Wo dann im Namen von Sokrates, Platon und Aristoteles erkenntnistheoretische und ethische Probleme reflektiert wurden, war auch das ähnlich bei den himmelsberechnenden Hebräern in kosmisch-kreativer Gesetzmäßigkeit vorgezeichnet. Denn weit mehr als die griechische Götterwelt, war bei Juden das von einem Sinn/Grund allen Seins ausgehende Wort, damit die nun in Natur-/Sinnlehre erklärte Logik/Vernunft (Logos), für das Leben im Alltag bestimmend. So waren in der bisher nur Beschnittenen geltenden Thora nicht nur hygienische Vorschriften über die Verrichtung der Notdurft festgelegt und  nachhaltigen Ackerbau, sondern auch das Zusammenleben in Gemeinschaft an Stelle von Kaisern und mysteriös-menschlichen Gottheiten kulturbestimmend.

Als Alexanders Idee einer Weltherrschaft zusammengebrochen, sich drei neue Königreiche etablierten, das der Ptolemäer in Ägypten, das Selkuidenreich im östlichen Mittelmeer sowie die makedonische Herrschaft der Antigonide und das politische Ordnungsgefüge der Polis zusammengebrochen war, entstanden die philosophischen Schulen. Denn „alles, worin der griechische Mensch der klassischen Zeit erstmals Halt gehabt und worin er sittlich sein Dasein verankert hatte, war oder schien plötzlich verloren.“ Aus dieser Krise entwickelte sich, so Weinkauf, die Schulen der Skepsis, wie der Stoa. Diese Philosophie der Krise hatte bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Inhalte doch ein gemeinsames Ziel: Sie versuchte als praktische Philosophie neue Orientierungshilfen zu geben und vor allem die Frage zu beantworten, wie man zu einem sinnerfüllten, glücklichen Leben gelangen könnte. Und so komplex diese sich auf Sokrates und Platon berufende Philosophie des Hellenismus auch klingen mag. Das schöpferische Welt-Eine, der Kosmos, was wir heute in Ökologie beschreiben, hier Weisheit ableiten, die bei Juden bereits der König, damit Christus war, war einzige Maßgabe für das menschliche Leben.

Wenn heute im geistigen Klima der Krise mit dem Skeptizismus, den Jüngern Epikurs und der Stoa drei philosophische Hauptrichtungen aufgezeigt werden, wären eine vierte zu ergänzen: Christen. Denn es greift zu kurz, bei den philosophischen Bewegungen nicht auch die Religionsreform, die Kritik an den Göttermysterien, menschlichen Gottheiten und ihrem Orakelglaube und Opferkult zu bedenken. Wer Theologie nicht als Schriftlehre betrachtet, die sich allein aufs  Buch, aber zu glaubende Buchstaben oder bei deren Wegfall dann göttliche Bauchgefühle beruft, muss nicht nur Platon, von dem das bestätigt wird, sondern die gesamte griechische Philosophie als Theologie sehen: Forschung nach dem Sinn/Grund allen Seins und die so maßgebende Lebensweise, wie es Juden als Wort galt. Und mehr noch als Griechen, die als christliche Atheisten gesehen wurden, weil sie sich den Opfern für Kaiser und sonstige menschliche Gottheiten oder Mysterien verweigerten, daher als „gottesfürchtig“ galten, müssen aufgeklärten hellenistische Juden der Diaspora begeistert gewesen sein. Hatte doch die philosophische Theologie genau das auf weltgültige Weise begründet, was auch bei Juden zur Krise geworden war, bei den Makkabäern zu kriegerischer Abwehr des römischen Kultes geführt hatte.

9.      In der Synthese von Hellenismus und Judentum lag das Heil

Wo die philosophischen Einsichten des Hellenismus immer mehr Aufmerksam auf sich zogen, die festgefügte alte Normenwelt ins Wanken kam. Wo aber die geprobte Demokatie die Macht wieder an den römischen Kaiser übergab, was dann nicht allein in Nero und spätere Militärkaiser im schnellen Wechsel mündete und aufgeklärte philosophische Juden in einer Josefsgeschichte die Demokratie einer Weisheit im Kopf der Menschen empfahlen, wie sie heute mehr als notwendig wäre. Wo das Judentum immer mehr in Bedrängnis kam, die griechischen Naturwissenschaft und so begründete Weisheitslehren auch bei vielen hellenistischen Juden die Rolle des Vätergesetzes der Thora eingenommen hatte. Wo die römisch-griechischen Gottheiten zwar bereits seit Beginn der philosophischen Naturwissenschaft in Frage standen, aber die Gottheiten die Rom groß gemacht hatten in Vernunft restauriert wurden, um so das Staatswesen sicherzustellen. Wo gleichzeitig der Kult für Kaiser- und Bilder weiterer menschlicher Gottheiten, von dem der Exodus befreit hatte, selbst im Jerusalemer Tempel wieder eingeführt werden sollte und daher Kriege geführt wurden. Da bestand das Heil der Juden in einer denkerischen Synthese zwischen dem hebräischen Welt- und Sinnverständnis und hellenistisch-naturwissenschaftlicher Sinnsuche und so gemeinsamer Weisheit, Weltvernunft, für die der Begriff Logos (Lehre in kausaler Logik/Vernunft) stand. Mit einem zum Logos erhöhten Handwerksburschen lässt sich die Lösung der jüdischen Probleme so wenig erklären, wie ein weltgültiges Christen-Judentum, das an die Stelle der Opfer für Kaiser- und weiterer menschliche Gottesbilder, Orakel- und Mysterienglaube des Volkskultes trat .

10.  Die Geburt der Vernunft (Wissenschaft, Weisheit) im Wandel vom Mythos zum Logos

Um die heute als monotheistische Buchreligionen bezeichneten Kulturformen in ihrem Grund, wie damit auch die christlich Reform des Judentums der Zeitenwende, wie aber auch die Entstehung des Isalm beleuchten zu können, reicht nicht der Blick ins Buch, das die Kultausprägung zeigt, sondern muss das jeweilige Weltverständnis betrachtet werden.

Auch wenn heute die Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft bei den Griechen beginnt. Wenn heute Maat als ein in Naturprinzipien begründetes Kulturmodell erklärt wird, das die gesamte ägyptische Hochkultur trug, für Gerechtigkeit und Ewigkeit stand. Dann war hier das vorgezeichnet, was die griechische Philosophie in Vernunft weiterführte. So hat Naturbeobachtung auch bereits zur ersten Verwerfung menschlicher Gottesbilder im alten Ägypten geführt. Wo dann nicht erst plötzlich von Echnaton, sondern nach einer denkerischen Entwicklung allein die Sonne als Quelle allen Lebens verehrt, die alten Gottesbilder allzu radikal ausgemeißelt wurden. Ein Fehler in kreativer Kulturentwicklung, wodurch der erste in der Sonne gesehenen gemeinsamen Grund und damit Sinn allen Seins, wieder völlig in der Versenkung verschwand, kaum Spuren hinterließ. Aber auch die sonstigen theologischen Modelle, bei denen die Moses-Propheten in der Schule waren, gründen in Himmelberechnung, Naturbeobachtungen, wie der fruchtbaren Nilschwemme. Ob die Griechen bei den Ägyptern gelernt haben, ihnen ihre Weisheitslehre verdanken oder in Kleinasien, dann Griechenland völlig unabhängig von Ägypten eine Entwicklung war, ist egal. Frühe Wissenschaft kann weder den Ägyptern, noch den himmelsberechnenden Hebräern, die Schöpfung in Schrift fassten, die im großen Ganzen erkannte Weisheit zu ihrem wahren König an Stelle des Pharaos machten, abgesprochen werden.

Und ebenso kann der mit Zarathustra umschriebenen, Göttermythen in Vernunft erklärenden Philosophie Persiens, die ethische Lebensregeln des „gut Denkens, gut Redens, gut Handelns“ hervorbrachte, die Weisheit nicht abgesprochen werden. Wo Esra und Nehemia nicht einfach im Exil, sondern als Hofschreiber für die Kulttexte verantwortlich waren und heute der Beginn des biblischen Kultes angenommen wird, hat frühe Weisheit die Feder geführt.

Wo dann der prophetische, damit frühphilosophische Kult auf weltgültige Beine gestellt wurde, kommt nur das Bildungsstreben, die Philosophie ( „Liebe zur Weisheit“) , damit was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen, als Magd (besser wäre Grundlage) der Theologie in Frage. Wie aber sollte von Weisheit gesprochen, Lebensmodelle bedacht worden sein, wenn nicht ein gemeinsamer Sinn und Grund des Ganzen vorausgesetzt worden wäre. Wo daher die „Liebe zur Weisheit“ war, da war dies nicht mehr weit zur Liebe des gemeinsamen Sinnes und Grund allen Seins, wie ihn die Juden an Stelle der Könige und vielzähliger mysteriöser Gottheiten verehrten. So ist auch die sogenannte Gottesliebe, die neben der Liebe des Nächsten wie des Selbst zu den Hauptpfeilern des christlichen Glaubens gehört und der wahrscheinlich in Straßennachbarschaft zu Seneca schreibende Markus Jesus mit den Schriftgelehrten im Rahmen der Gültigkeit des jüdischen Gesetzes darlegen lässt, nicht auf dem Mist eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen,  sondern im historischen Heil „Jesus“ gewachsen.

11.  Die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) kein so gesehener junger Mann war neuer Mittler

Denn wo die Natur nicht sozialdarwinistisch nachgeäfft, sondern die Prinzipien der Natur, wie sie heute die Evolutions- oder Ökologielehre (moderner Logos) als Mittler eines Sinnes/Grundes allen Seins gesehen wurden. Wo die Stoiker und Epikureer nach vernunftgemäßem und damit glücklichen Leben strebten, die Weisheitsliebe auch bei hellenistischen Juden im Mittelplatonismus zur Lebenskunst wurde. Da wurde die Naturlehre (Logos) als Mittler des einen schöpferisch Wesentlichen gesehen, ist die Philosophie zur Theologie geworden, hat die Weisheit, die wir heute dringend als gemeinsame Kulturbestimmung bräuchten, religiöse Spekulationen, vorgefertigten Dogmenglaube verdrängt.

Wenn nach der Renaissance und dann der neuzeitlichen Aufklärung die Philosophie und damit Wissenschaft das kirchliche Joch ablegte, das natürliche Licht heute als einzige Quelle gilt. Dann ist das die vernunftgemäße Weltbetrachtung die Quelle, die Arche, die von bei Abraham, Moses galt und in früher Gesamtschau dem Heil „Jesus“, der Weisheit als Christus, aller davon ausgehenden vielfältigen urchristlichen Erkenntnislehren zugrunde liegt. Die in der Reformation aufgrund des kirchlichen Missbrauches scholastischer Philosophie notwendige Verabsolutierung der antiken Schriften, was gleichzeitig der Wissenschaft in bitterem Streit die eigenständige Entwicklung ermöglichte, hat ihren Dienst getan. Mit klarem Blick und Bezug auf Bibel, wie Koran, wäre es Aufgabe heutiger Theologie, nicht nur die in Ökologie und Evolution (natürlichen Prinzipien) begründete Weisheit zu predigen, sondern sie im gemeinsamen Sinn, den die alten als höchst wesentlich verehrten, zur Kulturbestimmung werden zu lassen.

Neben der klassischen Philosophie der Griechen, auf die sich die Kirchenväter beriefen, haben wir heute Kenntnis über die vielfältigen Anfänge der Vernunftbegründung allen Seins bei den Griechen, wie in vielen weiteren Teilen der Welt. Denn auch der traditionelle Weisheit vertretende Konfuzius, Laotse, der einen namenlosen Urgrund (Tao) setzt, aus dem der Vater des Alls und aller Kräfte hervorgeht,  daher zu halten ist. Was dann als vernünftige Ordnung der Dinge dem menschlichen Handeln den Weg vorzeichnet, zu dem der Weise durch Loslösen emporstreben soll. Die sind so wenig wie der indische „Brahman“ als alle Welten hervorbringend, tragenden All-Einen“ oder Atman als Selbst, menschliche Seele/Psyche, nicht ohne frühe Naturlehre zu machen.

So ist es zwar verständlich, dass sich nicht allein hellenistische Juden, sondern auch kirchliche Lehrer (nicht allein Basilius) bei den fernöstlichen Weisheitslehren umsahen oder diese aufnahmen. Wie dies mehr noch bei dem sich auf Jesus Christus berufende Manichäismus (antik aufgeklärte Weltreligion) zu beobachten ist. Doch das hellenistische Judentum, das die Christologie entwickelte und die ihm folgenden Vordenker der allumfassenden Kirche haben sich maßgeblich auf die griechische Philosophie berufen, diese weitergeführt, die dort begründete Weisheit zur Volksbestimmung gemacht. Auch wenn sie dann die die oft mysteriösen, sich auf die alten Gottesbilder berufenden Lehren, die als untauglich für den neuen römisch-katholischen (allumfassenden) Volkskult im jüdischen Sinne gesehen wurden, vernichteten. Sie haben sich nicht nur auf die Philosophen berufen und nicht deren Weisheit verbrannt, sondern sahen dies als einzigen Weg, sie zum neuen Volkskult zu machen, der zum antiken Sozialverhalten, gar freiheitlichem Kommunismus  führte.

Denn weder die Ägypter, Phönizier, Babyloniern, noch Griechen haben sich zu einer Philosophie erhoben, die frei von ihren religiösen, mythologischen Vorstellungen war, die Weisheit die Kultfunktion des Kaisers hatte. Wo die morgenländische Weisheit (kein Bangert, der dem Heiligen Geist untergeschoben wurde oder von einer versehentlich zur Jungfrau gewordenen „jungen Frau“ gezeugter Guru) von den alten Königen in der Krippe als wahrer neuer Christus erkannt wurde, wissen wir aus der Weihnachtsgeschichte.  

12.  Die jungfräuliche Geburt lässt sich realgeschichtlich verstehen

Die griechischen Denker haben den Sinn allen Seins jungfräulich bezeugt. Sie begründeten sich nicht im Mythos alter Gottheiten, Urwesen, sondern fragten nach dem logisch-kausalen Uranfang, aus dem alles geworden ist, der Arche, dem grundlegenden Prinz-ip (für aufgeklärte Juden dann der Sohn ihres Königs: Christus), das begrifflich bedacht wurde. Ob der Ahnherr der Philosophie Thales von Milet den ägyptischen Priestern ein Mittel zur Messung ihrer Pyramiden einen Distanzmeter konstruierte, in Erkenntnis früher Geometrie, Astronomie und Naturwissenschaft die Sonnenfinsternis voraussagte und die Weltentstehung nicht mehr mythologisch, sondern wissenschaftlich im Wasser als Arche (Ur-sache) erklärte. Ob Heraklit von einem Weltfeuer spricht, das allem Vergehen und Werden im natürlichen Wandel zugrunde liegt, damit das im kreativen Werden begründete Wort der Juden auch in Ephesus, der Heimat der „Lieblingsjünger Jesus“, statt der menschlichen Gottheiten als maßgebend für das menschliche Leben gesehen wurde. Ob Anaximenes die Luft als Urstoff, Arche, und alles zusammenhaltende Lebensprinzip annimmt. Ob Anaximander nicht ein einzelnes Element, sondern einen „unbestimmten“ ewigen, nicht zu bedenkenden, jedoch von ihm denkerisch vorausgesetzten Urgrund aller Dinge annahm und so erstmals eine rein natürliche, nach kausal-mechanischem Prinzip hergeleitete Welterklärung lieferte. Ob Pythagoras und seine Jünger/Schule, wo im Neupythagorismus dann daraus ein „Sohn Apollons“ ,aus dem religiösen Weisen ein allwissender Wundertäter wurde, die Arche in einem sinnlich nicht mehr wahrnehmbaren Stoff, sondern in einem Zahlenprinzip berechnet, wie es ähnlich der jüdischen Kabbala (Traditionslehre) auf mysteriöse Weise galt. All das verweist auf die Herkunft Jesus Christus, als die Wesentlichkeiten/Gottheit der Väter offenbarende Naturlehre, die so den „Einzigen“ Sinn offenbar machte, den die Juden in Schrift/Wort und ihren Tempeln bisher in versteinerter Gesetzlichkeit in Alleinstellung verehrten.

Wo die religiösen Bewegungen, die durch die griechische Welt geisterten, nach einer Wiedergeburt der bisher die römisch-griechische Kultur, wie vormals die Ägypter tragenden Volksreligion abzielte riefen und mit wissenschaftlicher Erkenntnis auf neue Beine gestellt, so auch eine ethisch-schöpfungsgerechte Lebensweise begründet werden sollte. Da entstand nicht nur eine neue Art Judentum, sondern wurde das auf neuen Beine gestellt und dann christlich zum Volkskult.

Aus dem Streben nach Wissen, wie es der hellenistischen Hochzivilisation, der die Vernunft und Erkenntnis heilig war bestätigt wird, ist „Christus“, wie das jüdische Heil der Kulturen „Jesus“ hervorgegangen. Ethisches, sozial-gemeinsinniges Denken und  eigene Gier im schöpfungsgerechten Leben unter das Maß eines allumfassenden Sinnes, damit einer im natürlichen Werden/Weltganzen begründeten Weisheit zu stellen, die Juden als wahre König galt, ist in allen philosophischen Systemen zu beobachten. Die Philosophie (Liebe zur Weisheit) war im Grund bereits die Liebe zu dem, was Juden als ihren König verehrten. Damit war in den philosophischen Systemen das Christen-Judentum vorgezeichnet, lag der Kulturwandel auf der Schwelle der Zeit. Denn auch wenn die Philosophen teilweise zu den Gesetzgebern ihrer Staaten geworden und ihre Forschung Gegenstand der Kritik an menschlichen Gottesvorstellungen/-bildern, damit auch dem Kaiserkult geworden war. Die religiöse Veränderung, wie sie der Wandel von mythischer Weltentstehungslehren zu den in einem gemeinsamen Urgrund und damit Sinn begründeten Vernunftmodellen hervorrief, wurde erst mit Konstantin eingeleitet. Weniger, weil hier die Verfolgung der Kaiseropferverweigernden Atheisten eingestellt und sich auch der Kaiser zum neuen, nun weltgültigen jüdischen Kult bekannte. Vielmehr weil er begann in zahlreichen Konzilen zusammen mit den aus allen Teilen des Reiches zusammengetrommelten Intellektuellen Kaiserberatern (Bischöfen) aus den verschiedenen konkurrierenden philosophischen Christologie-Bewegungen eine einheitliche Kirche der heiligen Weisheit (Hagia Sophia) nicht nur in Stein, sondern einen neuen einheitlichen Staatskult zu bauen.

Wenn heute klar ist, wie griechischen Philosophen einen Monotheismus entwickelten, der das, was die Juden als „Alleinstellung“ verehrten, in seiner „Einzigartigkeit“ bedachten. Dann wissen wir auch, warum Jesus Christus echt jungfräulich geboren, allein im einzigen Sinn allen Seins be/gezeugt wurde. Wo ein neues Judentum philosophisch bedacht wurde, sollte kein Buchgott bewiesen werden, hat nicht die Thora oder Tradition den Ton vorgegeben, sondern das, worin sich nicht allein der Pla-ton-ismus begründete: Das in kausalen Natur-Sinnlehren (Logos) begründete Weltganze/Werden.

13.  In Naturlehre wurde der eine wesentliche Sinn allen Seins verstanden

Auch wenn der philosophische Gott damit alles andere die oft unterstellte pantheistische Naturvergottung der Vorzeit war, die in einer Vielzahl von Gottheiten die Phänomene der Vegetation, wie kreative menschliche Tugende verehrte. Wenn in den philosophisch-theologischen Systemen bereits ein ewiger Sinn bedacht wurde, der zwar in der Natur auf, aber nicht untergeht und so eine Welt-Weisheit und dann in Sokrates eine schöpfungsgerechte Lebensweise ausdiskutiert, in Platon so idealistische Staats- und Rechtsmodelle beschrieben wurden. Dann wäre trotzdem keiner der Philosophen wäre auf die Idee gekommen, eine im Himmel thronende Gottheit beweisen oder begründen zu wollen, wie sie heute bei der Frage „glaubst du an Gott“ allgemein unterstellt wird. Was heute vom Neuen Atheismus als Monsterwesen abgestritten, als Spaghettimonster abgebildet und lächerlich gemacht wird, hat es im philosophischen Denken, das die Grundlage zur neuen Christen-Judentum legte, nicht gegeben. Im Gegenteil. Die Busse der von einem naturalistischen Weltbild getragen Brights mit der Werbeaufschrift „Es gibt – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – keinen Gott“, hätten eher die Vorsokratiker gefahren. Genau die, die heute von Theologen als Vorgeschichte der Urchristlichen Formel des „Einzigen“ beschrieben werden.

Was ein Hauptbegründer der katholischen Kirche wie Irenäus von Lyon als „einzigen Vater“ und „einzigen Sohn“ bezeichnete. Das war von der griechischen Naturlehre, damit dem Logos, der für den Kirchenmann das „einzige Maß“ aller Dinge, der „einzig“ auf die Gottheiten der Väter und die schöpferisch gerechte Lebensweise verweisende „Logos=Sohn=Christus“  war, vorgezeichnet. Auch wenn Irenäus die allumfassende, dem gerade dem wilden Westen gerechte volksverständliche Kultform gegenüber mysteriösen Philsophiemodellen, verworrenen oder die jüdische Tradition mangels allegorischem Verstand ablehnenden Lehren verteidigte, sich auf die Apostel als wahre Zeugen berief. Die Erkenntnis und Weisheit, die ihm heilig war, war kein Heiligenschein für einen Handwerksburschen, sondern begründete sich wie die der griechischen Naturphilosophen im Logos=Sohn=Christus. So wenig wie die oder auch nur einer der kirchlichen Vordenker, die die bekannte Ausdrucksweise des kulturgerecht ausgedrückten (fleischgewordenen Logos) verteidigten, hat er die griechische Philosophie verlassen, sondern sich auf deren Erkenntnis berufen. Der junge Mann, den die Studenten bei heutiger Hypothese ständig vor Augen haben müssen, der kommt weder in den monotheistischen Kultformeln vom „Einzigen“ oder der Lebensweise des Neuen Testamentes mit einer Silbe vor, noch in der gesamten Geschichte. Der war an keinem Ort, bei keinem der anfänglichen allesamt vom philosophischen Logos als Sohn ausgehenden Denker das Thema.

Das Thema der antiken Denker war vielmehr, das was auch heute Aufgabe der Religionen, wie der theologischen Wissenschaft wäre, die hierzu die Grundlage schaffen muss: Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit und damit der gemeinsame Sinne, den wir heute gegenseitig predigen, im Sinn der aufgeklärt zu verstehenden alten religiösen Vorstellungen (Kulturbestimmungen) zur umfassenden, einzigen gemeinsamen tiefgreifenden Kulturbestimmung wird.

14.  Der „eine“ und „einzig“ Gott: der Sinn allen Seins als einzige Herrlichkeit

Wer seinen Heidelberger Professoren ständig entgegnet, wie völlig absurd es ist, dass ein junger Mann, den man als Logos-Christus ausgab, zur Grundlage für einen weltgültigen Monotheismus wurde, der sich in dieser Zeit in frühwissenschaftlichen Naturlehren (Logos) begründete und in den Kultformen Zeus, Serapis & Co. ausdrückte. Der interessiert sich für die Auswertung über den Monotheismus im Urchristentum und dessen Vorgeschichte bei Griechen und Juden. Zumal die Theologin Darina Staudt in Heidelberg ausgebildet wurde. Und Hochschullehrer wie Gerd Theißen, der einen jungen Galiläer beschreibt, wie er banaler nicht sein könnte, gleichwohl er diese Hypothese  in seinen sonstigen Werken, wie „Die Weisheit des Urchristentums“ den Boden entzieht die Herausgeber des Buches  „Der eine und einzige Gott“ sind. Ebenso heutige Hochschullehrer wie Peter Lampe, dem ich ständig seinen „jungen Mann“ historisch-wissenschaftlich, wie exegetisch aufgrund seiner Ausführungen aus der Hand nehme. Und allein schon der Untertitel müsste der heutigen Hypothese die Grundlage entziehen. Denn wo die Geschichte des urchristlichen Glaubensgrundes im Judentum und bei den Griechen (begonnenen bei den Vorsokratikern) nachgewiesen wird. Da ist es mit absoluter Sicherheit nicht um einen zum Christus erhöhten Guru gegangen.

Spätestens wenn dann aufgezeigt wird, wie in der Zeit Jesus in der von den Griechen kommenden Natur-/Weltvernunftlehre der wahren neuen Mittler des „Einen“, wie der davon ausgehenden Weisheit und Lebensweise  gesehen wurde. Und wir wissen, wie dieses historische Heil auch als „Jesus“ definiert, die von hellenistischen Juden im neuen Testament in ihrer Geschichte beschriebene Christologie und Heilsgeschichte begründet wurde. Dann ist die auf dem Buchdeckel gestellt Frage „wie es möglich war, dass die frühe Christenheit mit ihrem geerbten monotheistischen Bekenntnis den Menschen Jesus Christus als göttliche Größe integrieren und als Sohn neben den Vater setzen konnte“ gelöst. Das Heil „Jesus Christus“ war historisch gegeben und wäre heute weiterzuführen. Es kam dort her, wo wir uns heute für die Natur, den Auf- und Untergang der Sonne, den Blick auf das Meer begeistern, dann diese den Alten als Mittler geltenden Prinzipien des Lebensflusses, Ganzen in Ökologie oder Evolution als in allen Prozessen kreativ-sinnvoll beschreiben. Und wo daraus die Atheisten einen evolutionären Humanismus herleiten, weltweit nach ökologischer Weisheit gerufen wird. Denn wo heute das Heil historisch-wissenschaftlich von den Vorsokratikern ausgehend erklärt wird, hat es eine Heilsprediger-Verherrlichung, die Peter Lampe in „Die Wirklichkeit als Bild“ im Beispiel einer Traumwanderung begründet, bei der Jugendliche ihre nächtlichen Visionen später für eine Wirklichkeit halten, nicht gegeben.

15.  Selbst die Kultformeln vom allumfassenden Einen verweisen auf Naturlehre (Logos)

Auch wenn die Heidelberger Theologin, die nur monotheistische Kultformeln auswertet, nicht nach dem Sinn/Grund des Weltganzen fragt, erst bei Xenophanes beginnt „Ein einziger Gott, unter Göttern und Menschen am größten, weder an Gestalt den Sterblichen ähnlich, noch an Gedanken“. Wir haben es hier weniger mit einem Naturphilosophen, als einem griechischen Kult-Dichter und religionskritischen Wanderlehrer scharfer Polemik zu tun, der bekanntlich die alten menschlichen Gottheiten und Mythen analytisch, aber satirisch die Menschenähnlichkeit verurteilte. Ähnlich heutiger Glaubenskritiker, die sich für den natürlichen Lebensfluss begeistern, dessen ursprünglich auf den Einen verweisende Prinzipien einheitlich in der Sinnhaftigkeit aller Prozesse, selbst menschlicher Gefühle beschreiben, dann die menschlichen Gottesbilder von einem in allen Gottesbeweisen vergeblich zu begründenden Macher/Handweker/Designer im Himmel als Spaghettimoster beschreiben. Xenophanes hat als Dichter die philosophische Erkenntnis, die wir aus seiner Heimat Kleinasiens kennen, literarisch zum Ausdruck gebracht. In seinem Hauptwerk „Über die Natur“ beschreibt er die eine schöpferische Wesentlichkeit, die eine ewige Einheit ist, nicht wie bei Homer in Licht, Wetter, Fruchtbarkeit oder menschliche Tugende aufgespalten ist. Der von vielen folgenden, die heute Ökologie oder Evolution genannten universalen Gesetze/Prinzipien weiter ausformulierten Naturphilosophen aufgegriffene Denkern distanziert sich damit von allen Gottesbildern und Mythen, die er als fahrender Sänger jahrelang vorgetragen hat. Mit der naturwissenschaftlich begründete „Weisheit“, die dann im gewandelten Pharisäer (Paulus) als Christus auch gegen die taube, zum Selbstzweck gewordene jüdische Buchstaben-Gesetzlichkeit und Werkgerechtigkeit gestellt wird, hat er Homer und Hesiod bekämpft.

Die Verse, in denen er die menschlichen Gottheiten der alten Religion polemisch verurteilt, werden nicht ohne Grund von Kirchenvätern wie Clemens von Alexandrien aufgegriffen. Auf die absurde Idee einen jungen Guru als Gott auszugeben oder in ihm die eine hinter der Alleinheit stehende Wesentlichkeit, als neue Weltbestimmung zu sehen, wäre er so wenig, wie die sich auf die griechische Naturwissenschaft berufenden christologischen Juden oder die Vordenker der allumfassenden Volks-Kirche gekommen. Zumal die in ihrer neuplatonischen Weltsicht Zeus, in dem der griechische Dichter noch die wesentliche All“einheit“ ausdrückte, gleichbedeutend mit JHWH, so eine höchste Wesentlichkeit sahen, die sie teilweise (jedoch nicht nur in Kleinasien) als „Theos Hypsistos“ definierten, sich dabei auf den griechischen Logos (Naturlehre) als Wort/Mittler beriefen.  Für sämtliche Apostel, Apologeten, Väter der Kirche, wie kaiserliche Erbauer, auch wenn sie dazu beschrieben, wie das Heil darin lag, die Erkenntnis des Logos im Volk kulturgerecht (fleischgeworden) zu vermitteln, galt die dann weiterentwickelte Naturlehre, wie sie heute zur Wissenschaft geworden ist.

So ist zwar zu verstehen, warum hellenistisch-jüdische Kulturliteraten die vernünftig gelehrte Natur (Logos) gesehene Mittlerwesen des einen Wesentlichen als von Blindheit befreienden, Wasser in Wein verwandelnden… wanderpredigenden Pantokrator (wie Zeus) in Kaiserevangelienform auf dem Weg nach Jerusalem beschrieben. Wie die Heilsgeschichte „Jesus“, zu der dann die Auseinandersetzung und die Verurteilung durch buchstabengerechte jüdische Schriftgelehrten, traditionstreue Pharisäer, wie römische Autorität und zahlreiche Missverständnisse gehören, entsprechend der alten Kultbilder beschrieben wurde, um die Weisheit im Volk zu Bestimmung zu machen. Wie aber an heutigen Hochschulen die Studenten im Glauben gelassen werden, hellenistische Juden, die in griechischer Naturlehre den Mittler sahen, das Wort/Thora und so den Kosmos als Tempel verstanden, hätten einen jungen Guru zu all dem gemacht, ist unbeschreiblich. Das bei dem in Nachbarschaft zu Seneca schreibenden Markusverfasser, dessen hohe Bildung er eine Stunde beschrieb, dann in der Pause von Peter Lampe vorgebrachte Argument „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was in der politischen Situation der USA aus vielfältigen Gründen zu verstehen war, funktioniert jedoch hier nicht. So ist es auch völlig ausgeschlossen, dass die kirchlichen Vordenker, die sich auf die griechische Lehre (Logos) beriefen und begründeten, warum die menschliche Gestalt eines Gottessohnes annehmen musste, um zum allumfassenden Volkskult des Westens zu werden, in Wirklichkeit doch nur einen jungen Mann vor Augen hatten. Das wäre so, wie heutigen Denkern, denen die Naturlehre heilig und so begründete Weisheit zum Lebensmaß geworden ist, dies plötzlich alles in einem religionsrebellischen Guru begründen zu wollen.

16.  Der Geschichte naturwissenschaftlichen Denkens wird kein Wanderprediger gerecht

Auch wenn es ermüdend wirkt, die weiteren naturphilosophischen Denker über die Einheit des Kosmos in Bezug aus das Selbst und ewig Seiende aufzuführen, denen klar war, die die Menge damals noch taub für die Wahrheit, Weisheit war, lieber auf die Gesängen der Dichter hörten. Man muss sich die Erklärungen vor Augen führen, bei denen ein Heraklit im ewigen Weltfeuer, dem Kampf und der Überwindung der Gegensätze in Harmonie den kreativen-schöpferischen Dialekt und damit in der Lehre über den kausal-natürlichen Lebensfluss (Logos) das auch für die Hebräer lebensmaßgebende Wort/Gesetz verstand.

So wenig wie einer der griechischen Philosophen hat er die Weisheit, nach ihm weiter ausformulierte Weltvernunft, die er im Namen Zeus bezeichnete, aus alten Göttermythen abgeleitet, sondern aus einer universalen, normativen Gesetzlichkeit, die heute offensichtlich ist. Nicht nur bei Pythagoras waren nicht allein die Sonnenbahnen, sondern auch das menschliche Leben himmlischer Mathematik , Zahl und Maß einer schöpferischen Dynamik unterworfen, so auch für die menschliche Psyche/Seele, diese dann für das ethische Verhalten maßgebend. Was bereits die Hebräer bestimmte, dort als Wort/Gesetz verschriftet wurde, wurde so im Heil „Jesus“ auf universale Weise verstanden. Und doch muss man sich die gesamte Geschichte der griechischen Philosophie mit ihren unzähligen Denkern vor Augen führen. Die dann wie Parmenides in Lehrgedichten, bei denen die Töchter des Sonnengottes den Rossen den Weg zu Gerechtigkeit und im Neuen Testament in Jesus zum Ausdruck gebrachte Wahrheit zeigen, das Sein der Dinge bedachten. Die im Namen Sokrates die wahrhaft kreative Lebensweise ausdiskutierten, die alten Gottheiten kritisierten und dafür in den Tod gingen oder die später in Jesus beschriebene Weisheit in platonistischen Idealen zu Staat oder Gesetz machten.

Je mehr man sich die gesamten griechischen Denker in ihrer Vielzahl, ihre Vorgeschichte in antiken Hochkulturen, selbst auf Kreta, ihre Verschiedenheit und Diskussion vor Augen führt und wie dies in Stoa mündete, bei denen hellenistiche Juden in der Vernunftlehre die Wahrheit, den wahren Mittler sahen. Desto größer wird der Wahnsinn. Der jedoch nicht den der griechischen Philosophie folgenden, diese zur Kulturbestimmung machenden frühchristlichen Denkern zu unterstellen ist, weil die einen bibelschlauen Handwerksburschen als Heil, Wahrheit, Logos beschrieben hätten.

Wie kann man wissen, wie bei den Stoiker, damit auch die hellenistischen Juden, denen wir die Christologie, wie das Neue Testament verdanken, eine vorgesetzte Gottheit nicht der Anfang des Denkens war, sondern hinter der kreativen Dynamik und letztlich harmonischen Ordnung des Himmels, wie des gesamten Kosmos das in menschlicher Kultur Wesentliche bedachten. Wie Zeus für diese Weltordnung, den Weltgeist, die Weisheit stand. Dann die Kaiser in einem philosophischen Konstrukt wie Serapis, das auch dem Namen nach aus altägyptischen Gottheiten zusammengesetzt war, Zeus integrierte, die kreative Weisheit, den Heilsplan einer in Naturlehre (Logos) von einem gemeinsamen Ordnungssystem aller Lebewesen begründeten neuen Weltordnung verehrten. Womit auch die gestorbenen und in griechischer Naturlehre (Logos) neuplatonisch auch in Apollon auferstandenen alten Gottheiten nun in einem All-Einen begründet wurden, wie ihn das Neue Testament beschreibt.  Wie hieraus bis heute höchst moderne und mehr denn je notwendige Lebensregeln in Weisheit begründet wurden, die nach neuer kultureller Verankerung, Vertiefung auch bei Cicero, Seneca, Plinius oder Plutarch suchten. Wie auch ein aus zahlreichen Ländern zusammengeflossener neuer Isis-Kult als höchste Gottheit des Himmels, alleinige Herrscherin der Welt und Meere oder der in Europa lange in Konkurrenz zu Christus stehende Männer-/Soldatenkulult des Mithras Ausdruck philosophischer Vernunft waren. Wie gerade Serapis eine allumfassende Wesentlichkeit war, die Formeln der Ägypter mit denen der Griechen verband und gleichermaßen Vertrauen schafften sollte. Wie philosophische  Denker in reichen Superlativen die Philosophen die „eine“ schöpferischer Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit in abstrakten Begriffen, teils mit Negativ-Definitionen zu umschreiben versuchen. Wie hier, wo ein großer Rhetor wie Aristeides nicht nur in Rom in Serapis (womit 12 Götter, damit die Gesamtheit von Licht, Leben, Erde, Eigenschaften aufgingen) das Heil definierte, auch jüdische-hellenistische Denker, die hinter den Evangelien stehen, den Heilsplan im jüdischen Sinne in „Jesus“ erklärten. Dann aber unterstellen wollen, da sei nur ein bibelschlauer Junghandwerker mit 12 Freunden um den See gezogen und hätte dann genau denen als Logos gegolten, von denen beschrieben wird, wie sie die Naturlehre als Mittler, Wort, wahren Tempel verstanden und dies im jüdischen Sinne als „Jesus“ definierten?

17.  Der Wahn war nicht in der Antike

Was ein Zufall, die Deppen hätten dann das von den Hebräern auf mühsame Weise im Exil antiker Hochkulturen in frühphilosophischer Naturbeobachtung, Himmelberechnung  erarbeitet monotheistische Bekenntnis der Weisheit als ihren „alleinigen“ König in einem jungen Guru gesehen. Auch wie es dann die griechische Philosophie in früher Wissenschaft als in All-Einheit erklärte, was hellenistischen Juden neuer Bund/Verstand war, wurde so auf einen besonders bibelschlauen Handwerksburschen übertragen, der zufällig des Weges kam und wegen Häresie hingerichtet wurde. Und die ganze neuplatonische Welt muss dann später darauf hereingefallen sein.

Doch nicht nur hellenistische Juden hätten den Verstand verloren. Griechen nicht nur in Kleinasien müssten dann beispielsweise auch die Neudefinition einer JHWH und den philosophischen Zeus entsprechenden „einen“ höchsten Wesentlichkeit als Theos Hypsistos, wie er von den Philosophen auch in Synagonen verehrt wurde, über Bord geworfen haben. Sie müssten entsprechend heutiger Lehr-Hypothese als Gottesfürchtige nur einem jüdischen Guru gefolgt, wegen dessen Lehren zum Judentum konvertiert sein. Sie hätten Jahrhunderte lang zwar Logos gesprochen, inhaltlich darüber nicht nur auf unzähligen Kaiser-Konzilen, dessen Wesen im Verhältnis zu den Väter-Gottheiten oder dem unbestimmbaren „Einen“ und damit der dreieinigen Definition diskutiert, sich aber in Wirklichkeit nur wegen einem Wanderprediger die Köpfe eingeschlagen. Andere, die nachweislich die in Naturlehre begründete Weisheit als ihren neuen König sahen, nicht weiter den Kaiser anbeteten, hätten sich wegen einem versehentlich als Logos geltenden Besserwisser von den Römern hinrichten lassen. Echt Wahnsinn. Aber nicht der der Antike.

Wie kann man eine hellenistische Theokrasie griechischer Gottheiten beschreiben, die bei den konservativen Juden auf feindliche Ablehnung stieß. Was die Umwidmung oder Zerstörung des Tempels heraufbeschwor und zu Religionskriegen führte. Wissen, wie für den Alleinanspruch von Beschnittenen, bei denen der Blick zum Tempel sowie ins Buch, die Werk-/Buchstabengerechtigkeit Heil bedeutet, die Zeit abgelaufen war, auch im Mutterland, wie in Qumran in hellenistischer Zeit nach Neubegründung des Bundes/Verstandes „Hörens“ gesucht wurde. Wie dann die hellenistische Philosophie eine neue jüdische Identität der „Einheit“ hervorrief, die auch zur Übersetzung der in der Diaspora vergessenen Thora in griechische Sprache, wie zu einer Vielzahl von Texten mit „Einzigkeitsformeln“ führte. Wo nicht allein in „Jesus“ Sirach die Herkunft der Weisheit aus der Ordnung der Natur überschwänglich in einer ewig seienden Herrlichkeit/Sinnhaftigkeit gelobt wird, die keinen Ratgeber braucht. Wie vielmehr in einer Vielzahl von philosophischen Kulttexten, die sich auf die Namen griechischer  Denker bezogen und auch Bezugspunkt späterer Kirchenmänner waren. Wie beispielsweise ein hellenistischer Jude wie Justin, der auf die menschliche Ausdrucksweise des Logos großen Wert legte oder die in seinem Namen verfasste Schriften Pythagoras oder das in Naturphilosophie/Logos begründete Wort der Eleanten reflektiert.  So im hellenistischen Judentum, für das beileibe nicht allein ein einzelne, das Alte Testament bildhaft im griechischen Sinne verstehende Religionswissenschaftler wie Philo oder Aristobul stehen Schriften, wie Henoch entstanden. Aber auch Esra, der dringlich appelliert den Heilsplan mit Israel in hellenistischer Zeit weiterzuführen oder anderer biblische oder außerbiblische Texte mit der Formel des jüdischen Alleinanspruches oder des All-Einen ringen. Selbst bei den einen alleinigen Heilsanspruch der Beschnittenen verteidigenden Makkabäern nun in deren Büchern ein Übergang zum weltgültigen Judentum nachgeblättert wird. So viele Zusätze zu alttestamentlichen Texten entstanden, wie die Himmelfahrt und Vita Elia, wie Moses oder Baruch, der den Weg zur weisheitlichen Erkenntnis der schöpferischen Ordnung der Naturphänomene im Judentum sieht.

Und wo sich das hellenistische Judentum in Joseph und Aseneth, der Synthese von Judentum und Griechentum als die Jungfrau bezeichnet, die zurückgelassene und Waise, die gemeinsame mit den Griechen den einen Vater sah. Doch so wenig wie bei Himmelfahrt Moses heimlich ein Zeppelin im Spiel war oder hellenistische Juden hier einen Engel sahen, der einen alten Mann zu sich holte, ist es ihnen bei Jesus um einen Bangert gegangen, der dem Heiligen Geist in die Schuhe geschoben oder doch nur von einer jungen Frau geboren wurde. Und so wenig in hellenistischer Zeit entstandene Psalmen Salomos, Hymnen an die Rettung Israels waren, sondern Ausdruck von Weisheit, wurde ein Wanderprediger zum neuen David oder Judenkönig und jetzt Weltkönig ausgerufen.

18.  Das philosophische Judentum hat in griechischer Naturlehre das Heil „Jesus“ bewirkt

Nicht in „eigenartiger Weise“ oder die bis vor wenigen Jahren noch erschreckend bildhafte Betrachtung der alten Bibel, hat Philo, damit das philosophische Judentum jüdische und griechische Elemente vermischt, dabei die Wissenschaften und Weisheitslehren der gesamten Welt aufgenommen. Hier hat das hellenistische Judentum gesprochen, in dem nicht nur das Neue Testament verfasst, sondern das Heil „Jesus“ begründet und so auch definiert wurde. Der „wahrhaft Seiende“, wie bei Philo gar statt JHWH steht, wo heute von Gott geschrieben wird und so meist dann das zu glaubende Monsterwesen im Blick ist, war jungfräulich Art, unvoreingenommen maßgeblich in griechischer Naturphilosophie begründet. Auch wenn nach der Sonnen-Theorie der Ägypter bei den Griechen noch vielfältige Modelle waren, so ist das, was heute als Urknall-Theorie gilt, in schwarzen Löchern und einer evolutionären, ökologischen Entwicklung des Ganzen erklärt wird, mit Blick auf die vormals geltenden Mythen nur ein winziger wissenschaftlicher Schritt weiter.

Auch wenn im griechischen Sinne argumentiert wird, hellenistische Bilder gebraucht werden, das kosmopolitische jüdische Weltbürgertum der Diaspora, wie auch Paulus (der gewandelte Pharisäer) die Ideenlehre Platons für seine Weisheitslehre aufgreift. Die der Stoa, die ebenso einen alles irdische Sein überdauernden Sinn/Grund des Weltganzen voraussetzende, daher wahrschliche zu Unrecht unterstellte Identität von Kosmos und schöpferischer Wesentlichkeit, damit der Widerspruch zur jüdischen Transzendenz des Alten Testamentes, wird im aufgeklärten Judentum vermieden: Das Heil ist so gegeben.

Und wo auch Philo die menschlichen Gottesbilder verteufelt, menschliche Gottheiten ablehnt und den Römern die sonst von ihm auch in Pythagoras begründete von einer Einheit ausgehende Weisheit als König der Demokratie vorschlägt und eindeutig die Natur-/Sinnlehre (Logos/Vernunft) als Mittlerwesen sieht. Da gleicht es einer Bücherverbrennung, Missachtung aller Literatur-, geschichts-wissenschaftlichen, archäologischen Arbeit und so gegebener eigener Erkenntnis, die Studenten im Glauben zu lassen, da wäre ein junger Guru von seinem Freund Petrus (dem aus dem römisch-griechischen Bereich kommenden Bischof, Kaiserberater) zu etwas gemacht worden, was er nicht war und wollte.

Wie kann man von einer Renaissance der Einzigkeitsformel sprechen, die mit dem Serapis-Kult in Verbindung bringen, in dem die alten heidnischen Gottheiten in neuer Relevanz auferstanden waren, dann Synthesen der griechischen, mit jüdischen Kultauffassung beschreiben und weiter einen jungen Mann durch die Hörsäle jagen?

Wo von aufgeklärten jüdischen Weltbürgern , die als die Kultsysteme der alten und neuen Welt durchforstenden Religionswissenschaftler in naturwissenschaftlicher Vernunft und platonischer, wie pythagoräischer Wissenschaft die eine auf den Welt-Einen verweisende Wahrheit, der wahre erstgeborene Sohn gesehen wurde. Wo dieser für das Leben maßgebende Christus in Sinn und zahlenmäßiger Ordnungs-Systemen, die eine schöpferische Machart, Macht war. Da braucht man nicht auch noch bei einem anderen Verteidiger des jüdischen Heilsplanes im römisch-griechischen Sine, wie Josephus Flavius zu suchen oder im Alten Testament die Gegensätze, damit das neue Heil nachzublättern, sondern ist eigentlich alles gesagt. Der Wahnsinn, dass zu dieser Zeit und dort andere Denker in einem Handwerksburschen das Heil sahen, so dass im Neuen Testament, das die schlauen Sprüche eines Gott zur Seite gestellten Besserwissers wiedergeben würde, dann auch die Einheitsformel beschrieben wird, ist an heutigen Hochschulen Zuhause. Dort, wo sich die Theologen weigern, der liebgewonnenen Lehrhypothese wegen ihre eigenen Erkenntnisse ernst zu nehmen.

19.  Die Geschichte der von griechischer Vernunftlehre ausgehenden alten Kirche

Wer sich den Kulturwandel nach der Geburt der Vernunft in sogenannter Achsenzeit, die Entstehung der dann in logischen Weltmodellen begründeten Religionslehren in China, Indien, Persien, Ägypten oder Palästina betrachtet, auf die sich die kirchlichen Vordenker nicht nur beriefen, sondern die im Christuskult, den verschiedenen anfänglichen Christentümern, nicht allein dem Manichäismus aufgingen. Dem wird klar, wie absurd die Hypothese vom bibelschlauen Handwerksburschen ist, der dann als Weisheit gesehen oder ausgegeben wurde.

Wo in den verschiedenen Teilen der Welt ein moralischer Universalismus entstand, der über die alten mythischen System hinausging. Da ging es nicht um Volksmeinungen oder persönliche Moralvorstellungen von Laotse, Buddha, Jesaja, Xenophanes, Parmenides, die alten Gottheiten in den Mund gelegt wurden, um die Masse zur eigenen Vernunft zu bekehren. Da war ein neuer auch die alten Kulturbilder umfassender Verstand, der mehr oder weniger die alten Gründermythen auf kulturell-kreative Weise in Vernunft aufgriff und sie wie dann auch die christliche Lehre erfüllend weiterführte. Und wer sich auf eine in ägyptischer Kosmologie-Theologie der Propheten berief, die dann als für die Schriften im Namen Zarathustras verantwortlichen Hofbeamten (wie Esra oder Nehemia) im persischem Exil herausgegebene Gesetzessammlung/Thora, in griechischer Vernunftlehre als univesal sah, so eine weltweite Emanzipation vom mythischen Denken, Orakelglaube aufgrund von Gedärmen, wie menschlichen Gottheiten und Kaiser erhoffte. Der hat zwar die alten großen Erzählungen religionswissenschaftich aufgegriffen, so in deren aufgeklärt-bildhaftem Verstand dem Volk den Sinn, die Weisheit vermittelt, aber keinen Handwerksburschen als Heil gesehen oder als Weisheit, Logos ausgegeben.

Zweifelsohne hat es Jesus Christus gegeben, ging von ihm die christliche Mission und Kirche aus, ist nur so all das zu begründen, was wir über die Anfänge wissen. Aber genau darum, ging es am Anfang nicht um einen Guru der schlaue Sprüche riss, dem das alles aufgebunden wurde oder nur eine Glaubenspoesie.

Wer heute ein für die Hochschullehre herausgegebenes Geschichtsbuch aufschlägt, das mit den altrömischen Religionen, mit Ciceros philosophischen Betrachtungen und Begründungen der Götter oder der Eingeweihtenschauer beginnt, sich die Umwelt einer hellenistischen Hochzivilisation vor Augen mit vielfältigen philosophischen Reform-/Religionsmodellen vor Augen führt, aus der der die christliche Religion erwuchs. Der müsste im Hörsaal Stinkbomben werfen, um deutlich zu machen, was bei heutiger Hypothese, die blindwütig einen mehr oder inzwischen weniger herrlichen jungen Mann an den Anfang stellt.

Es führt zu weit, immer wieder aufzuführen, wie die Philosophen der Zeit die Notwendigkeit des gemeinsamen Kultes für ein funktionierendes Gemeinwesen, noch mehr von freien Menschen sahen und wie Augustus den Götterkult wiederbeleben, restaurieren wollen oder nach neuen Konzepten Ausschau auch bei den Juden hielten. Denn Ciceros Definition von Religion als Verehrung der neu verstandenen, wiederentdeckten alten Gottheiten, wie die des Christen Laktanz, der im jüdischen Sinn den Grund allen Seins verehren, die Menschen so zu einem vernünftigen Leben führen wollte. Das war im Christentum, das dabei nicht mehr für menschlichen Königen als Oberpriestern opferte, sondern die Weisheit im Sinne der aufgeklärt verstandenen Vorbilder zum König machte, gegeben.

Es langweilt, entlang der theologischen Lehrbüchern über die „Alte Kirche“ Seite für Seite nachzuweisen, wie alles was wir heute wissen, die Hypothese von einem bibelschlauen Handwerksburschen als Heilsbringer, der als Logos auf die Vätergottheiten verwiese oder gar deren Stelle einnahm und dessen schlaue Sprüche zum Maß neuer Weltbestimmung wurden, völlig über den Haufen wirft. Spätestens bei Origenes angekommen, muss aber auch einem Blinden mit Krückstock klar werden, dass heute die Geschichte auf den Kopf gestellt wird. Denn wo von einem griechisch-ägyptischen Philosophen in psychologischer Erkenntnis (von Konstruktivismus war noch nicht die Rede) argumentiert wurde, warum die Weisheit für den Verstand des einfachen Volkes in einer menschliche Gestalt zu vermittelt, dies daher kein Scheinwesen war. Und wie so in aufgeklärtem, bildhaften Verstand der jüdischen Schriften auf das Gesetz Bezug zu nehmen, Prophezeiungen erfüllt und ebenso zu beschreiben waren, wie die menschlichen Gottesgestalten der Griechen. Da ist mit der Hypothese, nach der nicht nur den bekannten philosophischen Erkenntnislehren, sondern selbst den Evangelisten eine philosophische Einfärbung eines galiläischen Grus unterstellt werden muss, nicht zu machen. Selbst wenn gerade die Argumentation der menschlichen Ausdrucksweise der philosophischen Weisheit dem wegen seiner allzu abstrakten, daher als nicht allumfassend, volkstauglich gesehen Denker, der daher zu Zeiten Justians als häretisch abgelehnt wurde, nachträglich in den Mund gelegt worden wäre. Heute ist schwarz auf  weiß nachzulesen, wie es auch andere Denker wie Tertullian dann formulierten: Warum die Vernunft für den Volksverstand in Gestalt alter menschlicher Gottheiten ausgedrückt werden musste. Nicht umgekehrt.

20.  Auseinandersetzung  um ein allumfassendes Konzept in Drei-einigkeit

Vor dem Hintergrund philosophisch erkannter menschlicher Bestimmungen in „einer“ höchsten Wesentlichkeit, einem frühwissenschaftlich definierten allumfassenden Grund allen Seins als der auch im Neuen Testament geltende Monotheismus müssen auch die Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen Erkenntnislehren oder anderer innerkirchlicher Erkenntnis (Gnosis) betrachtet werden.

Dass Gnosis, damit Wissen und Erkenntnis, die über den Nahrungserwerb hinausgeht, sondern das Seins als solches und damit die richtige Lebensweise betrifft, nichts mit dem Christentum zu tun hat, weil das die warmen Worte eines bibelschlauen Wanderpredigers bzw. den Handwerksburschen als lebendige Erkenntnis zum Grund hätte, fällt ins Wasser. Und ebenso zeigen nicht nur die Themen und Inhalte der Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen philosophischen Denkweisen, wie absurd es ist, dieser Zeit oder konkret den von philosophisch-wissenschaftlicher Lehre (Logos) ausgehenden Vordenkern der Kirche eine Heilsprediger-Herrlichkeit unterstellen zu wollen.

Wie die vielfältigen als christlich anerkannten, sich auf Christus, damit nun in frühwissenschaftlichen Sohns-Modellen begründete Vernunft/Weisheit nicht weiter als philosophische Einfärbung der Botschaft eines bibelschlauen Zimmermannsgesellen gesehen werden können. Wie das Theologen, wie Christoph Markschis aufgrund ihrer Hypothese bei allein einen gemeinsamen Grund allen Seins und davon ausgehender Bestimmung verschieden definierenden Bewegungen machen müssen. Gleichwohl sie auf hervorragende Weise die frühchristliche Erkenntnisbewegen als ein Laboratorium schildern. Zu dem u.a. ein Kirchenvater wie Valtentin, dessen Schüler erst wegen der Vernachlässigung der menschlichen Ausdrucksweise aussortiert wurden, gehören. Ebenso wie die Konkurrenzkirche der die jüdische Thora-Gottheit, aber auch die allzu menschliche Logos-Wesentlichkeit verneinende Markioniten. Die daher Erstherausgeber von Paulusliteratur und eines Kanons mit einer Logos-Geschichte, ähnlich Lukas waren. Der wahrscheinlich erst den der allumfassenden/katholischen Kirche, die vorher das Alte Testament las, hervorrief. Ein philosophisch-theologisches Laboratorium, zu dem auch ein die Weisheitslehren des Ostens mit aufnehmender Vater der Kirche wie Basilides gehört oder der persischer Philosophie folgenden Manichäismus. Als ein alle damaligen Weltreligionen bedenkendes und verbindendes „christliches“ Konkurrenz- Konzept. Das dann lange Jahre neben der Kirche existierte, dem auch Augustin angehörte, bevor er den die bildhafte Bedeutung des Alten Testamentes begriff. Das alles wurde bereits in anderen Arbeiten, auch aufgrund der Geschichtsvorlesungen mehr als deutlich gemacht. So muss hier nicht mehr an jedem einzelnen philosophisch-christlichen Denkmodell deutlich gemacht werden: Die Unterstellung der apologetischen Einfärbung der Botschaft eines besonders Thoraschlauen Gurus für antike Bildungsbürger, wie nicht allein Markschies, sondern bei heutiger Hypothese alle Forscher ihr selbst freigelegtes Wissen auf den Kopf stellen müssen, ist völlig unhaltbar. 

Und ähnlich wäre die Hypothese von der Heilsprediger-Herrlichkeit an jeder Stelle der innerkirchlichen Diskussion um die richtige Definition der der in  früher Naturlehre (Logos) bedachten Wesentlichkeit im Verhältnis zu den alten Herrlichkeiten zu entkräften. Denn um einen jungen Guru, ist es hier mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wo jetzt nicht mehr im Mittelplatonismus, dem die rational begründete Stoa, wie die Christologie entsprang, sondern im Neuplatonismus definiert wurde. Auch da ging es nicht um ein besonders schlaues schriftgelehrtes Nachgeschwätz von einem himmlischen Monster, einen Alles-Macher als Gott an den man glauben oder den man beweisen oder im Bauchgefühl bewahren muss. Da galt frühe Naturlehre (Logos) nicht nur dort, wo in Vernunft weiter Mithras oder Isis verehrt, im Kult von Zeus/Jupiter dann Serapis gesprochen und so der mysteriöse Opferkult beibehalten wurde, sondern auch bei Christen, bei denen die Weisheit „Christus“ Gegenstand des Kultes war.

Wenn man nicht nur oberflächlich den antiken Denkern den Schwachsinn heutiger, von einem Handwerksburschen neuen Gott ausgehenden Predigt unterstellt, sondern die Diskussionsteilnehmer und ihre Lehren, wie die Inhalte der jahrhundertelangen Auseinandersetzung um den richten Weg der meist in griechischer Naturlehre (Logos) begründeten Wesentlichkeit betrachtet. Dann wird völlig klar, wie das keine Wanderprediger-Verherrlichung oder sonst frommen Hirngespinste, sondern eine hochphilosophische Diskussion um ein neues allumfassendes, volksverständliches Konzept war, das sich vordergründig in griechischer Philosophie, damit Naturlehre (Logos) begründete. Allein Kirchenvätern aus Kappadokien, von denen wir inzwischen wissen, wie sie so eine höchste Wesentlichkeit „Theos Hypsistos“ im Sinne von Zeus und JHWH bedachten, die auch in Synagogen gefeiert wurde. Wenn auch nicht wie heute auch unterstellt, alle als Gottesfürchtige bezeichnete konvertierte Griechen, dem Konzept einer höchsten Herrlichkeit in kultureller Synthese anhingen, so steht das zumindest für die maßgebend an der Dreieinigkeit beteiligten Kirchenväter fest. Damit ist klar, wie auch das Heil einer umfassenden Dreieinigkeit, die den verschiedenen Vorstellungen gerecht werden sollte, aus griechischer Philosophie kam. Dann heute weiter jedoch die Diskussion um eine Handwerksburschen-Wesentlichkeit oder dessen philosophische Einfärbung unterstellen zu wollen. Das ist mehr als Wahnsinn.

Wer den mit Plotin, der keinen Vergleich mit den großen klassischen griechischen Philosophen zu scheuen braucht, beginnenden Neuplatonismus vor Augen hat. Was in Wirklichkeit auch altkirchlich Theologie war, die damit von monistischen Prinzipien des in einer Kugel  erklärten „Einen“ ausging, so in kausaler früher Wissenschaft noch metaphysisch-modellhaft alles auf einen gemeinsamen Urgrund allen Seins zugrückführte. Der erkennt nicht nur, wie hier der Platz des selbstverant-wortlichen Menschen im Kosmos bedacht wurde, dem vernunftbegabte Wesen, wie alle weiteren auf ihre jeweilige Art gerecht werden müssen. Dem wird auch mitgeteilt, wie in dieser Zeit nicht allein innerhalb der späteren Kirche oder der anderen christlichen Modelle Konzepte in Konkurrenz standen, die darauf abzielten, die Weisheit der Weisen den gewöhnlichen Menschen zu vermitteln. Auch wenn der Platon oder Parmenides folgende Denker dabei Zaroismus, Christentum, wie andere neue Erkenntnislehren ablehnte, den griechischen Götterkult verteidigte. Christlichen Denkern, die nicht nur Neuplatoniker waren, sondern sich auf ihn beriefen, die bei einem einfachen Handwerksburschen notwendigen Hypothesen unterstellen zu wollen, schließt sich aus.

Vielmehr wird schon bei Plotins Diskussion über den Ursprung und das daraus sichtbar Hervorgehende, frühwissenschaftlich Gelehrte (Logos),  die drei Hypostasien-Lehre deutlich. Und wie die nicht im Entferntesten etwas mit dem zu tun hat, was bei heutiger Hypothese gedacht werden muss. Die von einer höchsten, Judentum, mit dem neuplatonischen Zeus verbindenden höchsten Wesentlichkeit ausgehenden Denker aus Kappadokien, die maßgeblich bei der Dreieinigkeit waren, hätten in größten Fieberträumen dabei nicht an einen heilspredigenden Besserwisser gedacht, der wegen Häresie hingerichtet wurde.

So zeigen nicht allein die Inhalte der christologischen Diskussion, wie es um das Wesen des Logos ging, sondern auch die gesamtgeschichtliche Betrachtung, wie das Wesen Jesus in neuer Weise bedacht werden muss.

Ob die kirchlichen Vordenker mit der Dreieinigkeit ähnlich wie Plotin neben dem logischen Weltganzen (für ihn monistisch, damit frühökologisch die Kugel) dem so offenbaren gemeinsamen „einen“ Urgrund in eigener Person (Rolle, Aufgabe) gerecht wurden. Wie ihn die römischer Tradition treuen Philosophen weiter in Zeus als Göttervater definierten. Ob sie damit wie weitere kirchliche Vordenker argumentieren, u.a. Tertullian (der die im Logos/Naturlehre erfasste Vernunft mit der Sonne verglich, die sich nicht in den Strahlen auflöst), diese überdauert, daher von einem ewig Seienden, alles überdauernden Grund ausging. Den im Grunde auch heute jeder voraussetzt, der davon ausgeht, dass auch wenn wir die Ökologie zerstört, die Welt vielfach aus dem Gleichgewicht ihrer kreativen Prinzipien gebracht haben, wieder etwas wachsen wird.

Oder ob in Dreieinigkeit gleichzeitig den alten Wesentlichkeiten/Gottheiten der Väter genüge getan, diese nicht wie im Markionismus abgelehnt, sondern die Kultur in kreativer Weise weitergeführt, die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit im Volk zur tiefgreifenden Bestimmung werden sollte. In dem die in Vernunft gelehrten Natur (Logos), damit in früher Ökologie begründete Sinnhaftigkeit/Weisheit in eigener Person (Rolle/Aufgabe) als gleichen Wesens wie ihr Grund gesehen, auf den einen ewigen Urgrund zurück geführt werden sollte, ihn so offenbarend.

Das ist im Grunde egal. Aber um einen galiläischen Guru als neuen Gott oder eine Wesentlichkeit, die als Welt- und Lebensbestimmung auch auf den Gott, die Gottheiten der Väter verwies, ist es mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wer die Dreieinigkeit daher mit aufgeklärten Augen betrachtet, stellt fest, wie modern die heute wäre:

Die ökologische Weisheit, damit die Natur oder in Naturlehre (Logos) begründete Sinnhaftigkeit als Wesentlichkeit in eigener Person (Rolle, Aufgabe) zu erkennen. Und so in heutiger Weisheit deren Sinn als Wesentlich zu erkennen und damit zu bewahren, was die Väter in persönlicher Weise verehrten, in eigener (Person/Rolle) weiter zu feiern. Womit die allseits gegenseitig gepredigte Weisheit wieder die tiefgreifende Kulturbestimmung bekommen würde, die Logos=Christus in der Rolle eines Gottessohnes hatte, bei Moslems das Wort des Propheten dem Buch nach noch hat. Das wäre es.

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Allein die von neuplatonischen Denkern geführte christologischen Diskussionen, bei denen es eindeutig um das Wesen des Logos, damit der in Vernunft erklärten Natur und so begründete Weisheit ging, wirft alle heutigen Hypothesen über den Haufen. Mit der bei sonstigen philosophisch-christlichen Lehren hervorgeholten Unterstellung, das sei Logos-Apologetik für Bildungsbürger gewesen, wie heute selbst die Evangelien gelehrt werden, ist da, wo man sich gegenseitig der Häresie beschuldigte, die gegnerischen Denker vielfach verbannt wurden, nicht zu kommen. Wer sich nicht damit abspeisen lässt, wie die Gottheit eines jungen Guru mit Namen Jesus zur Diskussion stand, sondern selbst in die Texte einsteigt, das damalige Denken nachvollzieht, dem wird mehr als klar. Weder war der heute für historisch gehaltende junge Mann war das Diskussionsthema, noch ein diesem aufgesetztes apologetisches Konstrukt oder ein Gehirngespinst gestrigen Glaubens. Hier ging es eindeutig um das Gegenteil, war das Wesen der in Vernunft erklärten, sinnlich wahrnehmbaren Natur das Thema. Auch wenn die christologischen Auseinandersetzungen von Konstantin, der sich zum in Naturlehre (Logos) erklärten „einen“ Grund allen Seins als neuen Grund einer Volkskultur bekannte, nicht nur ein wegen der unheilvollen Differenzen ein Dorn im Auge war, sondern er dies als „törichte Diskussion“ anfänglich verbieten wollte. Ob die als Ökologie oder Evolution in einheitlichen Prinzpien erklärte Natur, die von Naturalisten als Heilig verherrlicht wird und damit die dort begründete Weisheit/Sinnhaftigkeit eigenen Wesens mit den Vätergottheiten oder in Einheit zu sehen ist. Das erscheint auch heute mehr als wesentlich.

21.  Der prophezeite Erlöser war im griechischer Philosophie folgenden Judentum lebendig

Für buchstabengläubige Betrachter ist klar. Die alten Propheten haben bereits von Jesus, seine Wiedergeburt genau dort beschrieben, wo dann zufällig (Lenkung Gottes) ein Ehepaar aus Nazareth keine Herberge fand und so bis zu Judas Verrat und den Nägeln der Kreuzigung alles im Detail vorausgeahnt.

Doch wer Jesaja in die Reihe mit den Philosophen der Welt stellt und für wen keine weißen Vögel als Engel mehr einfliegen, sondern wie heutige Hochschullehre in historischer Realität erklärt.  Für den erweisen sich selbst die Prophezeiungen von einem Heil aus Galiläa, dem Heidenland „der Nationen“ als logisch. Die alten Denker haben vorausgeahnt, wie die Weisheit wieder erstarren und dann von ihren eigenen Kindern Israel verworfen würde. So sind alle Prophezeiungen und messianischen Hoffnungen, auch die der Weisheit in Psalm-Hymen zu verstehen. Was allerdings mit der Herrlichkeit eines jungen Mannes in keiner Weise was zu tun hatte.

Vielmehr wird bei Betrachtung der in Hymnen und sonstiger Kulttexte ausgedrückten Hoffnung auf einen weltgültigen Bund/Verstand schöpferischer Bestimmung klar, warum jüdisch-hellenistische Kultliteraten die Kreuzigung genau in dieser Weise beschreiben mussten. Warum die in früher Ökologie begründete Weisheit nicht allein wegen der menschlichen griechischen Gottheiten und ihrer noch mythenhaft-menschlicher Söhne das Kreuz tragen musste, sondern so auch das Gesetz erfüllte.

Es erscheint zu kindisch, den Quatsch zu entkräften,

22.  Jesus lebt wirklich

Als ich vor vielen Jahren, noch unter www.theologie-der-vernunft.de

23.  Vernunftglaube, leben im Sinn des Ganzen „Kultur der Nachhaltigkeit“

Die Entstehung der großen Weltreligionen in der Achsenzeit und konkret die prophetisch-bildfreie „alleinige“  Bestimmung in einem Sinn des Seins/Werdens, wo dann Weisheit König war, wie die aufgeklärte Betrachtung des aus griechischer Naturlehre (Logos) von einem zusammenhängenden Ganzen hervorgegangene Heils nach dem in früher Wissenschaft begründeten „Einen“ stellt die heutigen Vorstellung von Religion auf den Kopf.  

Am Anfang stand Naturlehre, Wissen, Erkenntnis: Logos. Da war das Gegenteil von dem, was heute allgemein als Religion gilt und entsprechender der Heilsprediger-Herrlichkeit auch den christlichen Anfängen und damit heutigem Glaube an Gott unterstellt werden muss. Da wurde der Glaube an Gottheiten, die dem menschlichen Gehirn entsprangen oder alten Traditionen durch einen kulturgerecht verherrlichten gemeinsamen Sinn ersetzt. Da galt nicht mehr das Übernatürliche, Mythische, Mysteriöse, sondern der Sinn als Wesentlichkeit, der in ihrer Wunder beraubten, damit wunderbaren frühen Lehre des kreativen Ganzen, der schöpferischen Natur (Logos) begründet war. Wo zwar noch in vielfältigen spekulativen Modellen, aber das Werden, wie Weltganze in kausaler Logik erklärt wurde, ging alles mit rechten Dingen zu.

Auch wenn von Indien oder China, weder von Konfuzius, noch Laotse die Religionskritik der hebräischen Propheten und griechischer Philosophen bekannt ist, waren auch die dort durchdachten Kulturmodelle und ihre Lehren in dem begründet, was die Griechen Logos nannten, wir heute als Wissenschaft bezeichnen. Und so wie heutige Religionskritiker über den Sinn des Kultes, der Riten, des Götterglaubens nachdenken, ist dies von den griechisch-römischen Denkern bekannt. Wenn die Kulturkonzepte bedachten, wie die frühwissenschaftliche Weisheit im Volk zur Kulturbestimmung werden kann und daher weder die Texte der Thora, noch die alten Gottheiten der Griechen verwarfen, sondern im aufgeklärten Verstand weiterführten, geschah dies aus Vernunft.

Wie gezeigt hat die von vielfältiger griechischer Naturphilosophie ausgehende Lehre vom Weltganzen und Werden zweifelsfrei vom Mythos und damit von alten mysteriös-menschlichen Gottheiten, wie Traditionshörigkeit befreit. So über die hellenistischen Jude, die griechischer Naturlehre (Logos) folgten und hier nun die neue, universal gültige bildfreie Bestimmung (Wort, Gesetz) verstanden, wie sie in der Thora versteinert war, das Heil bewirkt.

Doch dieses in Vernunft begründete Heil „Jesus“ bestand nicht einfach im Verwerfen von griechischen Gottheiten, wie jüdischer Tradition und damit auch der Thora. Es war die in Schöpfung, damit auch Erkenntnis geschichtlicher, kultureller Zusammenhänge begründete Vernunft, die die Denker dann in vielfältiger Weise diskutieren ließ, wie in Erfüllung, in Bezug auf die alten volksbedeutenden Wesentlichkeit die in Wissen begründe Weisheit zur Bestimmung des Volkes wird. 

Der „Arztneikasten“ von dem die Väter der Kirche als Seelsorger des Volkes, damit frühe Psychologen, Kulturwissenschaftler oft sprachen, entsprang der Vernunft. Auch die Geschichte vom Kind in der Krippe, die dann heute mit den Geistervorstellungen von Urwald oder Inselkulturen auf eine Stufe gestellt wird, die Menschwerdung des Logos (nicht umgekehrt) war in früher Kulturlehre (Logos) begründet. Der kulturellen Krankheit und Dekadenz, die sich auch heute ihren Ersatz in ausschweifender Konsumherrlichkeit und sonstiger Sinnlosigkeit sucht, aber Gegenstand der Werke über das Wesen der Religionen ist,  wurden neue Kulturmodelle entgegengestellt.

Während Kaiser wie Augustus und römische Philosophen wie Seneca, Cicero oder dann auch Plotin die Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, restaurieren wollten,  sahen maßgeblich aus Kleinasien kommende theologische Philosophen, wie griechischer Naturlehre (Logos) folgende jüdische Hellenisten in Syrien oder der Bildungsmetropole Alexandrien das Heil in einem neuen Weltjudentum, die philosophische Weisheit als wahren Gottessohn und Christus.

Auch wenn das Hoffnung gab, die gesellschaftliche Ordnung sichern, dem Volk auf einfache Weise Erklärung geben, den Sinn vermitteln sollte, die den Weisheitslehren klar war. Da war kein kognitive Täuschung, keine Manipulation der Masse oder Glaube an übernatürliche Monster in vielgestaltiger Form mehr, sondern religionswissenschaftliche, seelsorgerische (frühpsychologische, kulturgerechte) Vorgehensweise. Das Volk zur Vernunft zu bringen, eine in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit leben zu lassen, wie wir sie auch heute gegenseitig vergeblich predigen, war auch damals das Thema vielfältiger Modelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24.  Wissensverweigerung hat gewaltige Folgen, verhindert Vernunft und kulturellen Friede

Doch nicht die Verweigerung gegebenen Wissens ist das Problem. Wenn so verhindert wird, die wissenschaftliche Voraussetzung zu schaffen, damit die allseits gepredigte Vernunft und Weisheit im Sinne der in früher naturwissenschaftlicher All-Einheit (im Öko-Logos=Sohn=Christus) verstandenen Vätergottheiten wieder auf als einer tiefgreifende gemeinsame Kulturbestimmung zu verstehen und mündig zu feiern. Wenn dem sich mörderisch bekämpfenden, politisch missbrauchten Aberglaube und der gleichzeitig systematisch Konsum- und Kapitalherrlichkeit, die ihre Zukunft vernichtet, nichts entgegengestellt, sondern nur ökologische Werkgerechtigkeit nun auch in der Kirche gepredigt wird. Wie soll man das bezeichnen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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